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Mein Immobilien-Crowdinvesting-Duell: Ein neuer Punkt auf der Karte + Neues zu Bellavista Mallorca

Es ist wieder einmal an der Zeit, eine Übersichtskarte zu diesem Experiment zu zeigen. Bei meinen letzten Artikeln war ich nicht in der Lage dazu. Jetzt habe ich das nachgeholt und meine Projekte-Karte um die noch fehlenden Punkte ergänzt und die Punkte zu den inzwischen zurückgezahlten Darlehen in Grün umgefärbt.

Die „Kontrahenten-Seite“ zum Immobilien-Crowdinvesting zeige ich natürlich auch wieder. Dabei handelt es sich um einen Sparplan über einen ETF, der in Aktien von Immobilienfirmen investiert.

Jeden Monat stecke ich jeweils 30 € in beide Seiten und lasse diese ungleichen Gegner gegeneinander antreten.

Was inzwischen geschah

Seit meinem letzten Artikel zu diesem Thema (Da nimm, aber gib gleich wieder her!) gab es ein weiteres neues BERGFÜRST*-Investment, und zwar direkt in Berlin-Charlottenburg, nicht weit entfernt vom Ku’damm. Dabei geht es um die Veräußerung von Bestandsimmobilien und um den Neubau eines Mehrfamilienhauses. Für das Darlehen gibt es 6,5% Zinsen, die jeweils jährlich zum 30.06. gezahlt werden. Das Ganze soll bis maximal 31.03.2025 laufen.

Ich konnte in dieses Projekt jedoch nur 30 € investieren, so wie ich es ganz am Anfang dieses Spiels getan hatte. Zwischenzeitlich hatte ich meinen Immo-Investitionsbetrag auf 40 € pro Projekt angehoben, damit mein Bargeldtopf abgebaut werden konnte. Als das Berliner Projekt (Wohnen am Lietzensee) angeboten wurde, war das fast geschafft, denn es standen nur noch etwas über 37 € zur Verfügung.

Inzwischen gab es eine neue Sparrate, so sind dem Topf neue 30 € hinzugefügt worden. Es reicht inzwischen also wieder für ein weiteres Projekt.

Die Immo-Crowdinvesting-Projekte-Karte

Karte mit eingezeichneten BERGFÜRST-Investments

Aktuelle Projekte (rot dargestellt)

  • Galerie Konze Dortmund (30 €)
  • Koblenz Clemens-Carré (30 €)
  • Wien Manner-Villa (30 €)
  • Pflegeeinrichtung Boizenburg (30 €)
  • Leipzig Beckerstraße (30 €)
  • Mödling (30 €)
  • Frankfurt – Westend (30 €)
  • Hamburg Frahmredder (39,94 €)
  • Reileck Quartier Halle (40 €)
  • NEOS – Bremen (40 €)
  • Hameau Hills – Wien (40 €)
  • Grazer Parksuiten (40 €)
  • Hamburg – Berner Straße 25-29 (40 €)
  • Wohnen am Goldberg – Gelsenkirchen (40 €)
  • Jena Dornburger Straße II (40 €)
  • Wohnen am Lietzensee – Berlin (30 €)

Zurückgezahlte Projekte (grün)

  • Fellbach II
  • Alte Glockengießerei – Rüdersdorf bei Berlin
  • Jena Dornburger Straße

Die aktuellen Stände beider Seiten

Nun wieder wie immer zum Vergleich die beiden Seiten tabellarisch dargestellt.

Immobilien-Crowdinvesting

Sparraten gesamt:570,00 EUR
investiert aktuell:549,94 EUR
in Anzahl Projekte:16
zurückgezahlte Projekte:3
zurückgezahlt:90,00 EUR
davon reinvestiert:90,00 EUR
Sparraten Restgeld:30,00 EUR
Ausschüttungen:17,14 EUR
davon reinvestiert:9,94 EUR
Bargeldbestand:37,20 EUR
Wert der Anteile:550,00 EUR
Gesamtwert:587,20 EUR
Immobilien-Crowdinvesting mit BERGF??RST *

ETF-Sparplan

Sparraten gesamt:570,00 EUR
investiert gesamt:571,89 EUR
in Anzahl ETF-Anteile:27,036
Sparraten Restgeld:0,00 EUR
Ausschüttungen:7,95 EUR
davon reinvestiert:1,89 EUR
Bargeldbestand:6,06 EUR
Wert der Anteile:607,77 EUR
Gesamtwert:613,83 EUR

Beim besparten ETF handelt es sich um den iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF (WKN: A0LEW8).

Das Risiko ist real – Beispiel: Bellavista Mallorca

Unter meinen Immobilien-Crowdinvesting-Projekten habe ich bisher noch keine Ausfälle. Trotzdem ist das Ausfall-Risiko real und ich wette, irgendwann wird es auch mich treffen.

Über das Risiko derartiger Projekte hatte ich bereits geschrieben:

So sind die beiden älteren BERGFÜRST-Projekte „Bellavista Mallorca“ und „Bellavista 71 Mallorca“ schon seit einer Weile in Schieflage. Das hatte ich in meinen beiden verlinkten Artikeln thematisiert. Ich habe das Glück, dort nicht engagiert zu sein. Aber ich habe Feedback mit Einzelheiten von netten Lesern erhalten, die in diese Projekte investiert haben, wofür ich mich hier noch einmal herzlich bedanke.

Inzwischen haben diese Investoren genauere Informationen darüber per E-Mail bekommen. Darin wurde mitgeteilt, dass der „Sicherungsfall“ nun eingetreten ist. Das bedeutet, die letzten Zinszahlungen sind 60 Tage und mehr im Verzug. Von entsprechenden Anwälten wurde nachgeprüft, inwieweit die Sicherheiten verwertbar sind.

Bei den Sicherheiten handelt es sich um jeweils eine Hypothek. Deren Vollstreckung ist erst nach dem 31.12.2021 möglich. Weiterhin gibt es abstrakte Schuldanerkenntnisse. Das Papier, auf das sie gedruckt sind, ist wahrscheinlich weniger wert als Klopapier. Zur Bürgschaft des Projektverantwortlichen, deren Vollstreckung bereits in der Schweiz veranlasst ist, ist durch die Behörden eine sogenannte „Fruchtlosigkeitsbescheinigung“ erteilt worden. Wer denkt sich nur immer diese blumigen Begriffe aus? In „Normalsprech“ ausgedrückt: Es konnte kein pfändbares Vermögen oder Einkommen festgestellt werden.

Dazu kommt dann noch, dass eine spanische Bank vorrangiger Gläubiger ist. Das bedeutet, wenn nach deren Abfindung noch etwas übrig bleiben sollte, ist das für die BERGFÜRST-Investoren.

Meine Meinung dazu: Die Bewertung der beiden Bellavista-Projekte auf dem BERGFÜRST-Handelsplatz (derzeit mit 40 % bzw. 49 %) ist sehr optimistisch. Aber die dort angegebenen Prozentzahlen sind ja auch keine richtigen Bewertungen, sondern das, wofür Bestandsinvestoren ihre Anteile abzugeben bereit sind. Es handelt sich also nur um die Angebotsseite.

Wie sicher ist denn nun ein „besichertes Darlehen“ wirklich?

Angesichts der genannten Mallorca-Projekte ist diese Frage wohl berechtigt. Ich persönlich sehe das so: Wenn es schiefgeht, zieht sich der ganze Prozess lange hin. Dann wird von den verwertbaren Sicherheiten – sofern diese überhaupt etwas wert sind – zuerst die Bank bedient. Wenn dann noch etwas übrig bleibt, bekommen das die Crowdinvestoren. Ich wette, dass das in der Regel nur ein Bruchteil des investierten Geldes sein wird, wenn überhaupt.

Birgt deshalb die „Besicherung“, die BERGFÜRST für die dortigen Projekte so hervorhebt, überhaupt irgendeinen Vorteil für die Investoren gegenüber einem Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt? Ich denke, dass der Vorteil darin besteht, dass die Zinszahlungen nicht (beliebig) ausgesetzt oder verschoben werden dürfen, wie das bei den nachrangigen der Fall ist. Das ist meiner Meinung nach auch schon alles.

Fazit

Ein „besichertes Darlehen“ ist kein sicherer Deal. Deshalb bleibt das A und O wie immer Risikostreuung bzw. Risikobegrenzung durch Begrenzung der Investments.

Deshalb bleibe ich bei meinen Mini-Engagements im Rahmen dieses Spiels.

Möchtest du auch gut überlegt und mit kleineren Beträgen in Immobilien-Crowdinvesting-Projekte investieren? Dann schau dir die Plattform einfach mal an.

Disclaimer

Was ich hier darstelle, ist keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Meinung, die meinen eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen entspringt.

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