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Aktien-Investment

Vom 10xDNA-Fonds zum eigenen Technologie-Mini-Depot

In den letzten Tagen gab es ziemlichen Wirbel um Frank Thelen und seinen 10xDNA-Fonds.

Zuerst erschien auf dem Youtube-Kanal von STRG+F eine Reportage über den durch „Die Höhle der Löwen“ bekannt gewordenen Investor, seinen Fonds und seine sonstigen Aktionen. Danach begann die Flut der unvermeidlichen Reaction-Videos.

Sollen alle machen, was sie wollen. Ich werde meinerseits keinen Reaction-Artikel dazu schreiben und auch sonst keine Kommentare zu Frank Thelens Geschäftsgebaren abgeben.  

Stattdessen gehe ich anders an die Sache heran. Ich habe nicht vor, in einen solchen aktiv gemanagten Fonds zu investieren, aber ich könnte doch aus den Informationen, die das Team um Frank Thelen auf der Webseite zum Fonds bereitstellt, anderweitig Nutzen ziehen.

Die Idee von 10xDNA

Die Idee hinter dem 10xDNA-Fonds besteht darin, dass Frank Thelen behauptet, seine Erfahrungen aus seinen hochriskanten Investments in Technologie-Startups am Aktienmarkt anwenden zu können, um damit für die Investoren des Fonds eine Vervielfachung ihres Einsatzes zu erwirtschaften.

Dazu hat er ein Team aus Spezialisten verschiedener Bereiche um sich geschart, die für das entsprechende Research zuständig sind. Ihr Ziel ist es, vielversprechende Aktien von zukunftsorientierten Technologien zu finden, die sich innerhalb der nächsten Jahre im Wert verdreifachen können (oder meistens noch mehr).

Mein eigener Ansatz

Eine Glaskugel haben die Leute um Frank Thelen bestimmt nicht und neben Fachkenntnis beruhen ihre Einschätzungen doch eher auf Fantasie.

Allerdings weiß ich, dass ich selbst so etwas noch viel schlechter einschätzen kann. Und ich weiß auch, dass ein kleiner Anteil an Aktien zukunftsorientierter Technologie-Firmen mein Gesamtportfolio gut ergänzen würde. Warum also bei deren Auswahl bei null anfangen, wenn ich es bequemer haben kann?

So bin ich die einzelnen Aktien im derzeitigen Portfolio auf der Webseite des 10xDNA-Fonds durchgegangen, habe mir die Begründungen, warum das jeweils so gute Investments sind, durchgelesen und mir die Daten aus dem Aktienfinder.net* und den HGI-Score (HGI = High Growth Investing) im Aktien.guide* angesehen, sofern vorhanden.

Mein Technologie-Mini-Portfolio

Letzten Endes habe ich vier der momentan insgesamt 26 Positionen ausgewählt. Das sind:

  • Tesla
  • Palantir
  • Hubspot
  • Upstart

Außerdem habe ich mich – wie Frank Thelen es wohl auch getan hat – ein wenig von Cathie Wood und ihrem „ARK Invest“ Fonds inspirieren lassen und noch eine zusätzliche Aktie herausgepickt, und zwar

  • Spotify

Anstelle nun in den 10xDNA-Fonds zu investieren, habe ich heute diese fünf Aktien für insgesamt knapp 5.000 € gekauft. Sie befinden sich in einem separaten Depot abseits von meinem dividendenorientierten Hauptdepot und meinen sonstigen Experimenten. So sehe ich auf einen Blick, wie sich mein „Technologie-Mini-Depot“ entwickelt.

So sieht mein Investment in konkreten Zahlen aus:

Stand beim Kauf im Juni 2022

AktieAnzahlKaufpreis inkl. Kosten
Hubspot3928,05
Palantir105826,90
Spotify10996,07
Tesla21.327,60
Upstart25882,34
gesamt4.960,96

Nun lasse ich das Ganze einfach jahrelang liegen. Ich zerre diesen Beitrag wohl frühestens am Jahresende wieder hervor und zeige mal einen Zwischenstand. Vielleicht vergleiche ich dann auch mit dem 10xDNA-Fonds.

Warum die fünf ausgewählten Aktien?

Tesla

Was Amazon fürs Online-Shopping und weitere Online-Dienste ist, ist Tesla für den Mobilitätsbereich und vieles Drumherum. Wenn man die Grafiken im Aktienfinder anschaut, ist das Unternehmen inzwischen wohl aus dem Gröbsten raus:

Gewinn, Cashflow, Umsatz, Margen für Tesla
Quelle: Aktienfinder.net

Der HGI-Score im Aktien.guide ist 13 (von maximal 18).

Palantir

Hat einen Vorsprung in der Analyse hochkomplexer Daten. Baut Softwareplattformen, die als Betriebssysteme für datengestützte Organisationen dienen.

Gewinn, Cashflow, Umsatz, Margen für Palantir
Quelle: Aktienfinder.net

Der HGI-Score im Aktien.guide ist 13.

Hubspot

Ist auf CRM-Plattformen für Unternehmen spezialisiert. Besonders für KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) kann das noch ziemlich wachsen.

Gewinn, Cashflow, Umsatz, Margen für Hubspot
Quelle: Aktienfinder.net

HGI-Score im Aktien.guide: 12

Upstart

Das ist ein Fintech mit einer Kreditplattform, die auf künstlicher Intelligenz beruht. Ist dabei, vor allem in den USA den Markt der Auto-Versicherungen zu erschließen.

Gewinn, Cashflow, Umsatz, Margen für Upstart
Quelle: Aktienfinder.net

Aktien.guide HGI-Score: 14

Spotify

Wer Musikstreaming sagt, denkt doch sofort an Spotify.

Neben aller Wachstumsfantasie, die man im Zusammenhang mit dieser Aktie haben kann, kommt für mich als Argument mein „Lotto-Investment“ in Musikrechte über Global Rockstar dazu. Dort werde ich an den Erlösen aus Songs beteiligt. Wenn ich nun noch in diese Aktie investiere, bin ich ja praktisch zusätzlich Nutznießerin des anderen Teils vom Kuchen.

Gewinn, Cashflow, Umsatz, Margen für Spotify
Quelle: Aktienfinder.net

Spotify hat im Aktien.guide zwar einen HGI-Score von nur 7, aber ich möchte einfach ein Stück vom Spotify-Kuchen haben und basta! Automatisch berechnete Scores sind schließlich nicht alles.

Disclaimer

Das hier ist weder Anlageberatung noch Anleitung zum Nachmachen.

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