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Motivation+Gamification Vermischtes

Kannst du ein Lebensmittelgeschäft managen? Solo-Brettspiel Supermarché zum Nachbauen

Supermarché ist ein Solo-Brettspiel, in dem es darum geht, einen Lebensmittelladen zu managen und dabei möglichst viel Gewinn zu machen.

Eine ziemlich vertrackte Sache, die viel Spaß macht. Ganz nebenbei lehrt es strategisches wirtschaftliches Denken.

Print & Play: Ausdrucken und spielen

Es ist ein sogenanntes Print&Play-Game. Das bedeutet, dass der Entwickler des Spiels das Spielbrett, die Karten und die Spielregeln zum kostenlosen Download und Selbstausdrucken zur Verfügung gestellt hat.

Sehr viele solcher Print&Play-Games – sowohl zu wirtschaftlichen als auch zu allen möglichen anderen Themen – werden auf der Brettspiel-Plattform BoardGameGeek bereitgestellt.

Dort hatte ich auch Supermarché gefunden. Hier hatte ich etwas darüber geschrieben:

Kostenlose Brett-Spiele, um finanzielles strategisches Denken zu lernen

Meine Version

Nach dem Ausprobieren mit möglichst wenig Aufwand habe ich mir inzwischen eine eigene Version gebaut. Dabei habe ich es alles gleich ins Deutsche übersetzt.

Auf BoardGameGeek sind weitere Versionen und Übersetzungen von Print&Play-Games willkommen. So habe ich meine Version dort hochgeladen.

Hier findet man das Spiel auf BoardGameGeek und unter „Files“ nun auch meine deutsche Version.

Mein selbst gebasteltes Spiel

Ich selbst habe mir das Ganze aber nicht einfach auf Papier ausgedruckt, sondern eine bessere Variante gebaut, die zwar nicht kostenlos, aber trotzdem recht günstig ist. (Naja, auch das Selbstausdrucken auf Papier ist ja nicht völlig kostenlos…)

So sieht mein Spiel aus:

Spiel Supermarché von Ryan Mayes - meine ins Deutsche übersetzte Version

Spielbrett, Karten und Schildchen

Für das Spielbrett und die Karten habe ich einfach den Foto-Service der Drogeriekette Rossmann verwendet und passende Bilddateien dafür erstellt.

Damit alles gut aussieht, müssen die Bilddateien einfach nur groß genug sein. Sicher sind ähnliche Services anderer Drogerien genauso geeignet.

Fotoausdrucke sind dort ziemlich günstig. Ich habe sie per Dateien-Upload online beauftragt und in die nahegelegene Filiale bestellt. So fielen keine Versandkosten an.

Für das Spielbrett habe ich zweimal das Format 20×30cm verwendet. Mit matter Oberfläche und ohne Optimierung.

Dann musste ich nur die inneren Kanten zum Zusammenfügen zurechtschneiden und die beiden Teile mit einem Papierstreifen auf der Rückseite verbinden, so dass sich das Spielbrett zusammenklappen lässt.

Für Karten lassen sich kleine Fotoausdrucke verwenden. Auf 9×13 passen zwei Karten nebeneinander ziemlich perfekt, so dass man die Fotos dann nur noch zu halbieren braucht.

Die Kosten dafür sind momentan: 0,49€ für ein Bild vom Format 20×30 und 0,07€ für ein 9×13-Bild.

Es sind insgesamt 36 Karten. Die passen auf 18 Fotos. Dazu kommen noch ein paar kleine Schildchen, also ein weiteres Foto.

Bei zwei großen und 19 kleinen Fotos sind das insgesamt nur 2,31€. Ich gebe zu, es hat mich etwas mehr gekostet, denn ich hatte zuerst einen Fehlversuch.

Die Karten lassen sich gut mischen und handhaben. Allerdings sehen die Rückseiten nicht so schön aus, denn sie tragen Aufdrucke vom Fotopapier.

Wen das stört, kann ja noch hinten etwas draufkleben, z. B. auch Rückseiten als Fotos drucken lassen und dagegenkleben oder einfarbige Selbstklebefolie verwenden. Solange man die Karten jedoch nicht an den Rückseiten erkennt, geht es auch ohne.

Die Lebensmittel-Spielsteine

Die Spielsteine für die verschiedenen Lebensmittel habe ich aus lufttrocknender Modelliermasse geformt. So sehen sie aus:

Lebensmittel-Spielsteine zum Spiel Supermarché

Die Modelliermasse ist eigentlich für Kinder und vielleicht findet sich in manchem Haushalt so etwas. Ich hatte die, weil ich sie als Amazon-Vine-Produkttester kostenlos zum Rezensieren bekommen konnte.

Es handelt sich um dieses Produkt:

Kinder Modelliermasse 24 Farben
(Provisionslink zu Amazon *)

So etwas erhält man manchmal aber auch recht günstig in Kramläden wie Tedi oder Action. Bestimmt funktioniert auch Modelliermasse zum Aushärten im Ofen.

Wer es nicht so aufwändig machen möchte, kann einfach bunte Holzwürfel mit 1cm Kantenlänge verwenden. Die bekommt man noch günstiger als die Kinderknete. Zum Beispiel diese:

Holzwürfel 10x10x10 mm
(Provisionslink zu Amazon *)

Bestimmt lassen sich diese Würfel auch noch für weitere Print&Play-Games benutzen.

Der Rest

Außerdem braucht man noch zwei normale sechsseitige Spielwürfel und zwei Spielfiguren, z. B. Männchen aus einem alten Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel. So etwas hatte ich noch.

Die Box zur Aufbewahrung

Einen passenden Kasten habe ich ganz einfach aus Fotokarton gemacht. Man bekommt zum Beispiel einen großen Bogen im Format 50×70cm im Tedi-Shop für 1€.

Meine Supermarché-Version in der passenden Box

Der Spielverlauf

Das Spiel Supermarché geht über sechs Runden. Jede Runde geht über fünf Phasen: Vorbereiten, Lieferung, Einräumen, Kunden und Entsorgen.

In der Vorbereiten-Phase werden die neue Preisliste zum Einkauf der Waren aufgedeckt und die nächsten Kundenkarten verdeckt gezogen, von denen zwei aufgedeckt werden.

Das hilft ein wenig beim Planen, denn auf den Kundenkarten ist unter anderem zu sehen, wie viele Waren die Kunden kaufen möchten und was genau sie bei welchen Würfelergebnissen nehmen. Außerdem, ob sie Rabatt-Coupons haben.

In der Lieferung-Phase wird beim Großhandel eingekauft und das Lager vollgeräumt.

Beim Einräumen werden Waren aus dem Lager in den Laden gelegt.

Lager und Laden unterliegen jedoch Beschränkungen in der Artikelanzahl. Deshalb muss man sich gut überlegen, was man einkauft und was man in den Laden räumt.

Dann kommen die Kunden. Deren Einkauf unterliegt weiteren speziellen Regeln. Was genau sie kaufen, wird zum Teil ausgewürfelt, zum Teil spielen aber auch Coupons und Angebote eine Rolle.

Auf jeden Fall sind die Kunden ziemlich anspruchsvoll. Wenn etwas fehlt, was sie haben wollen, verlassen sie frustriert den Laden und lassen den Einkaufswagen irgendwo unbemerkt stehen, so dass die Lebensmittel darin verderben, was einen Verlust bedeutet.

Außerdem gibt es eine Strafzahlung, denn die enttäuschten Kunden erzählen ihr Erlebnis weiter, wodurch weitere Gewinneinbußen entstehen.

In der Entsorgen-Phase müssen abgelaufene Lebensmittel entsorgt werden. Das passiert, wenn zu viele Waren eingekauft wurden. Dadurch entstehen auch wieder Verlust und weitere Kosten.

Es funktioniert nie alles optimal. Das Ziel ist es, trotzdem möglichst gut zu wirtschaften, nicht zu viel und nicht zu wenig einzukaufen.

Das Spiel ist immer ein Abwägen und Kalkulieren. Natürlich ist auch ein wenig Würfelglück dabei.

Das Ergebnis

Aus jedem Spiel habe ich etwas Neues gelernt. So konnte ich mein Ergebnis schon steigern.

Auch wenn ich in der Realität niemals einen Lebensmittelladen leiten möchte, empfinde ich die Denkweise, die dieses Spiel fördert, als sehr nützlich.

Hier noch einmal die Links aus diesem Artikel:

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