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Wie die gute alte Bibliothek dir hilft, schneller mit dem Vermögensaufbau zu beginnen

Wie die ersten Euros anlegen? Das ist eine Frage, die immer mal wieder in Blogbeiträgen, Youtube-Videos usw. behandelt wird. Egal, ob 100 €, 500 € oder welche Zahl auch immer exemplarisch genannt wird, meistens ist der erste Tipp dazu:

Investiere in deine Finanzbildung und kauf zunächst ein paar Bücher.

Dann kommen ein paar konkrete Empfehlungen, die gleich zu Amazon verlinken, wobei die Links Provisionslinks sind. Dagegen habe ich nichts einzuwenden, denn so etwas ist OK, wenn es gute Tipps sind.

Heute möchte ich jedoch mal eine andere Idee zeigen. Sie ist so banal, dass sie fast schon in Vergessenheit geraten ist, und zwar die gute alte Bibliothek. Ausleihe geht inzwischen fast genauso einfach, wie bei Amazon zu bestellen, nur kostet das kaum etwas.

Mein Aha-Erlebnis mit der Bibliothek

Ich muss ehrlich zugeben, dass auch ich die Bibliothek als Quelle für Informationen schon fast vergessen hatte. Doch vor ein paar Monaten brauchte ich für eine Ausarbeitung Literatur, die nicht online verfügbar war und die ich auch nicht Secondhand zu recht hohen Preisen kaufen wollte. Schließlich benötigte ich sie nur für genau diese eine Gelegenheit und dann nie wieder.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als mich wieder auf die Bibliothek zurückzubesinnen. Die hatte ich das letzte Mal benutzt, bevor es das Internet gab. Inzwischen hat sich da einiges geändert. So wurde ich nun Mitglied im Verbund der öffentlichen Bibliotheken Berlins und zahlte den doch eher symbolischen Jahresbeitrag von 10 €.

Meine Ausarbeitung, die der Antrieb dazu war, war schnell erledigt, aber nebenbei stellte ich hocherfreut fest, dass es ein riesengroßes Online-Angebot gibt, wo man sich einfach mit seinem Bibliotheksausweis – also dessen Nummer – einloggen und nach Herzenslust E-Books ausleihen kann.

So kannst du die Online-Angebote der Bibliotheken nutzen

Das funktioniert natürlich nicht nur in Berlin, sondern überall in Deutschland. Die Bibliotheken sind in regionalen Verbünden organisiert. Du besorgst dir einfach einen Bibliotheksausweis. Den kannst du dir in deiner Bibliothek vor Ort ausstellen lassen. Neben Büchern und anderen Medien, die du nun direkt dort ausleihen oder dir dorthin bestellen kannst, hast du dann auch Zugriff auf Online-Angebote. Das sind vor allem zwei Dienste:

  1. Die Onleihe (onleihe.de)
  2. Overdrive (overdrive.com)

Die spezielle Onleihe für deine Stadt oder Region wird meistens mit einer Subdomain vor onleihe.de aufgerufen, z. B. voebb.onleihe.de für Berlin. Bei Overdrive ist es genauso, z. B. für Berlin: voebb.overdrive.com. Für andere Regionen ist das Entsprechende einzusetzen. Das kriegst du leicht raus.

Besonders bei Overdrive gibt es eine recht gute Auswahl an Finanzbüchern. Gerd Kommer und Bodo Schäfer habe ich dort gefunden, auch den „Börsenführerschein“ von Beate Sander und einige andere recht nützlicher Bücher zum Thema Finanzen und Geldanlage.

Fazit

Anstelle für deine ersten 100 € Anlagekapital zunächst teure Finanzbücher zu kaufen, genügt es, eine viel preiswertere Bibliotheksmitgliedschaft zu erwerben. Du kannst die Bücher dann zum Teil sogar online ausleihen und auch lesen. Du brauchst nicht einmal einen E-Book-Reader, denn es gibt Apps dazu fürs Smartphone, aber du kannst auch direkt im Browser lesen.

Dadurch hast du gleich mehr Geld für „richtige“ Investitionen zur Verfügung. So etwas geht nämlich schon mit ganz kleinen Beträgen. Schau dir dazu z. B. mal dieses Spielchen an:

Challenge: Investieren aus dem Nichts

Dort bekommst du außerdem weitere Ideen, woher du ganz nebenbei (also praktisch aus dem Nichts) kleine Anlagebeträge erwirtschaften kannst. Das ist als Lernspiel super geeignet, auch für Kinder oder eben ganz Vorsichtige, denn viel kann man dabei nicht falsch machen.

3 Antworten auf „Wie die gute alte Bibliothek dir hilft, schneller mit dem Vermögensaufbau zu beginnen“

Danke Petra für das Informieren darüber, dass wir Bibliotheken haben die eben nicht nur für Belletristik sorgen.

Und das tolle ist, da kann man sogar hingehen und am Regal stöbern (H wie Wirtschaft ist dein Freund ansonsten helfen dei netten Bibliothekarinnen dort auch idR sehr gerne)!
Finden sich dann auch Biografien oder die alten Andre Kostolany Weisheiten ….

Ich fand’s auch einfach amüsant, einige der „alten“ Finanzbücher aus der Bibliothek zu lesen. Manche Ratschläge sind immer noch gültig, über andere kann man dann doch eher schmunzeln mit dem heutigen Wissen. Z.B. zur DM-Euro Umrechnung.

Ja, das stimmt. Aber es gibt auch aktuelle Bücher dort, oder eben die „Klassiker“, die immer empfohlen werden.
Es tut ja nicht weh, vor der teuren Bestellung beim großen A… einfach mal schnell im Internet-Katalog nachzuschauen, ob die Bücherei das Gewünschte hat.

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