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Investieren aus dem Nichts

Investieren aus dem Nichts: Der bequeme Weg

Heute geht’s weiter in der „Nichts-Challenge“. Was ist das? Ausredenkiller und Lernspiel zugleich: Minieinkommensquellen, die eigentlich nicht lohnen, werden verwendet, um kleine Aktieninvestments zu tätigen, die eigentlich auch nicht lohnen.

Aber uneigentlich läppert es sich nach und nach zusammen und Kleinvieh macht auch Mist – hier in Form von erstem, mikroskopisch kleinem passiven Einkommen. So muss man nicht erst lange sparen, kann die Ausrede „ich hab kein Geld übrig“ in den Skat drücken und stattdessen gleich loslegen, ohne viel verlieren zu können. Bestimmt ist das auch als Taschengeldspielchen für Kinder geeignet. Und anstatt nur zu beschreiben, wie so etwas theoretisch geht, mache ich das einfach wirklich und zeige es hier auf meinem Blog.

Dieses Spiel läuft nun schon seit über einem Jahr und ich habe ein paar Minieinkommensquellen ausprobiert. Dazu gehören das Schreiben von Texten über die Textplattform content.de, das Transkribieren über GoTranscript.com, bezahlte Online-Umfragen oder Bücher testlesen und hinterher verkaufen.

Seit meinem letzten Investment Mitte Mai (in Pfizer) habe ich mich einfach nur durch Umfragen vom EntscheiderClub* und vom TrendsetterClub* geklickt und ansonsten lieber meine Freizeit genossen als noch irgendwelche anderen Mini-Einnahmen zu generieren. Trotzdem hat es inzwischen wieder für ein neues Mini-Investment gereicht, denn der EntscheiderClub war in den letzten Wochen sehr ergiebig (20 € Auszahlung) und im TrendsetterClub sind nun endlich die ersten 10 € zusammengekommen, so dass ich auch hier eine Auszahlung anfordern konnte. So hat es also wieder für einen 25-€-Aktiensparplankauf gereicht, der wurde heute ausgeführt.

TrendsetterClub und EntscheiderClub

Inzwischen kann ich EntscheiderClub und TrendsetterClub gut vergleichen. Beide haben denselben Betreiber. Auch die Umfragen sind etwa gleichartig. Ich habe mein Profil bei beiden Plattformen absolut identisch ausgefüllt, so kann ich das einschätzen.

Beim TrendsetterClub* habe ich bisher jedoch erst viel weniger Umfragen erhalten als beim EntscheiderClub. Abgesehen von der Menge der Umfragen habe ich den Eindruck, dass der EntscheiderClub lukrativer ist als der TrendsetterClub.

Der TrendsetterClub setzt sehr auf Gamification und ich bin mir sicher, sie verschleiern damit ein wenig die Tatsache, dass es insgesamt etwas weniger Geld gibt. Wie funktioniert das? Sie zeigen nicht von vornherein an, wie viel es für eine Umfrage gibt, und sie arbeiten auch nicht mit Euro und Cent, sondern mit sogenannten Trendpoints. Man fliegt auch nie unbezahlt raus, sondern bekommt immer ein paar (Trost-)Punkte: 20 fürs Mitmachen und noch mal 20, wenn man innerhalb von 24 Stunden reagiert.

Da jedoch erst 500 Punkte einen Euro wert sind, beträgt dieser Trostpreis gerade einmal 0,08 €. Dafür gibt es aber für Umfragen, bei denen man mehr Fragen beantworten darf oder muss, nicht so viel Vergütung wie bei vergleichbaren des EntscheiderClub. Es ist schon öfter vorgekommen, dass ich mich gefragt habe: Was, nur 150 Punkte für die ganze Umfrage? Das sind gerade einmal 0,30 €.

Aber hey, am Ende jeder Umfrage darf man ja noch an einem Glücksrad drehen und bekommt dann noch zusätzliche Punkte, und zwar zwischen 5 (0,01 €) und 500 (1,00 €). Wie sich jeder vorstellen kann, landet das Rad meistens bei nur 5 Punkten. Kein Wunder, denn so sieht es aus:

Bild vom Glücksrad. Die meisten Sektoren tragen die 5, ein paar die 20, zwei Stück die 100 und nur ein schmaler Sektor die 500.
Screenshot vom Glücksrad im TrendsetterClub

Beim EntscheiderClub* dagegen steht gleich in der Einladung zu jeder Umfrage, wie lange sie etwa dauern wird und wie viel es dafür gibt, sofern sie bis zu Ende durchgeführt wird. Dafür kann man jedoch nach ein paar Fragen rausfliegen, weil man nicht zur Zielgruppe gehört, und bekommt in dem Fall gar nichts. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass durch die EntscheiderClub-Befragungen insgesamt mehr herauskommt als durch das TrendsetterClub-Vergütungsmodell.

Viel Aufwand macht beides nicht, also nehme ich das einfach weiterhin nebenbei mit.

Die nächste Aktie

Bei der neu ins „Nichts-Depot“ aufgenommenen Aktie handelt es sich um Nippon Telegraph & Telephone (ISIN: JP3735400008) aus Japan. Bei meiner Aktienauswahl bin ich mal wieder den ganz bequemen Weg über Aktien.guide* und Aktienfinder* gegangen.

Dazu habe ich zuerst in der Dividenden-Top-Scorer-Liste des Aktien.guide nach einer Idee gesucht und diese im Aktienfinder gegengecheckt. Genaueres zu diesen beiden Tools und wie man sie in Kombination verwenden kann, findest du in diesem Artikel:

Aktienfinder oder Aktien.guide – Welches Tool ist besser?

Bei Nippon Telegraph & Telephone handelt es sich um einen guten Dividendenwert, der das Depot prima ergänzt, denn bisher waren weder Japan noch die Telekommunikationsbranche darin vertreten.

Und ja, eigentlich passt es nicht zu einem Investmentspiel mit ganz kleinem Geld, solche Premium-Tools zur Hilfe zu nehmen, aber wie ich schon einmal geschrieben hatte: Mit kostenlosen Mitteln hätte man auch drauf kommen können oder eben auf eine andere gute Dividendenaktie, also egal.

Ein kleiner Tipp dazu: Einige Daten aus dem Aktienfinder werden regelmäßig ins kostenlose Finanzportal ariva.de übernommen, z. B. die Kennzahl „Stabilität der Dividende“. Das ist ein Maß dafür, wie verlässlich die Dividendenzahlungen voraussichtlich auch künftig sein werden. Für Nippon Telegraph & Telephone beträgt sie aktuell 0,96. Das Maximum bzw. der Idealwert ist 1.

Der aktuelle Stand dieses Spiels

Seit April 2020, als ich dieses Spiel gestartet hatte, sind 16 Aktienpositionen zusammengekommen und die Dividendenzahlungen werden von Mal zu Mal mehr. Auf der Übersichtsseite, wo du alle Einzelheiten zum bisherigen Verlauf finden kannst, habe ich die Ausschüttungen nun sinnvollerweise etwas zusammengefasst, damit es übersichtlicher wird, ebenso die Mini-Einnahmen, die in die Investments geflossen sind. Hier findest du alles:

Challenge: Investieren aus dem Nichts

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