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Wohlstandswegweiser: Der Weg zur Gelassenheit

Du hast keine Konsumschulden und kommst mit deinem Einkommen aus?

Herzlichen Glückwunsch! Das ist mehr als viele andere bisher geschafft haben.

Dein nächstes Ziel ist ein gut gefüllter Notfalltopf.

Das A und O für die Notfallrücklage: Kein Risiko!

Dafür kannst du leider keine Rendite erwarten.

Aber es ginge doch schneller, gleich jeden übrig bleibenden Euro in Dinge mit hoher Rendite zu stecken, oder?

Das kann zwar gut gehen, funktioniert oftmals aber nicht. Ein Rückschlag und ein Großteil deines Investments – vielleicht sogar alles – ist futsch!

Notfalltopf ade!

Nochmal auf Anfang!

Stell dir DEIN Land des Schutzes vor!

Wie wird es dort sein?

Etwa so: Kühlschrank und Waschmaschine machen gleichzeitig die Grätsche? Egal, kauf ich neue Geräte ohne Raten, ohne Dispo – ohne Sorgen!

Komplizierte Zahnbaustelle? Autsch! Aber die Finanzierung ist kein Problem.

Einkommen bricht weg? Miete, Strom, Essen für die nächsten Monate kann ich zahlen und hab den Kopf frei, eine Lösung zu suchen.

Gelassenheit pur!

So kommst du dorthin

Die berühmten 10 %

Zuerst richtig sparen.

Richtig ist es, wenn es leicht geht und sich trotzdem lohnt.

Die beste Methode ist immer noch die, gleich nach jedem Geldeingang einen Anteil beiseitezulegen und nicht mehr daran zu denken.

10% sind am Anfang fast immer machbar.

Dieses Geld ist für Notfälle wie im vorigen Abschnitt beschrieben. Deshalb muss es verfügbar sein. Also ist und bleibt die beste Lösung dafür Tagesgeld.

Wichtig: Dieses Geld muss wirklich beiseite geschafft werden, am besten auf ein separates Tagesgeldkonto, dessen einziger Zweck darin besteht, Notfallreserve zu sein.

Das Schöne an dieser Sparmethode ist, dass die meisten diese 10% überhaupt nicht vermissen. Die restlichen 90% reichen auch bis zum Monatsende.

Der 50%-Turbo

Komplett risikolos!

So funktioniert er: Schlage von Einkommenserhöhungen 50% auf deine Sparrate auf. Wirf von zusätzlichen Einnahmen gleich 50% in den Topf.

So bewegst du dich in Richtung Ziel und gleichzeitig kommt das Ziel dir entgegen.

Klingt bescheuert?

Ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Nehmen wir an, du möchtest ein Finanzpolster für drei Monate Lebensausgaben plus 1.000 € für kleine Katastrophen.

Nehmen wir weiterhin an, du verdienst 1.500 € netto pro Monat, die du bisher immer komplett verbraucht hast.

Deine Reserve wäre dann:

3 × 1.500 € + 1.000 € = 5.500 €

Wann würdest du das in dieser Situation erreicht haben?

Niemals, denn du sparst ja nichts.

Du beginnst damit, monatlich 10% von deinen 1.500 € zu sparen. Das sind 150 €.

Du kommst nun mit 1.350 € im Monat aus.

Für deine Reserve brauchst du:

3 × 1.350 € + 1.000 € = 5.050 €

Sogar weniger als in der ersten Situation!

Wie lange würde es dauern, bis du das hast?

5.050 : 150 = 33,66

Rund 34 Monate. Das sind fast drei Jahre.

Das ist schon ein Anfang, lässt sich jedoch verbessern.

Nun schaffst du es, mehr zu verdienen, z. B. durch eine Gehaltserhöhung oder einen Nebenjob.

Sagen wir, du bekommst 100 € mehr im Monat.

Du erhöhst nun deine monatliche Sparrate um 50% davon. Das sind 50 €.

So sparst du im Monat 200 €.

Allerdings verbrauchst du die andere Hälfte des zusätzlichen Einkommens.

Damit kommst du auf monatliche Ausgaben von 1.400 €.

Die nötige Gesamtsumme für deinen finanziellen Schutz erhöht sich damit auf

3 × 1.400 € + 1.000 € = 5.200 €.

Wie viele Monate dauert es, bis das zusammen ist?

5.200 : 200 = 26

Das sind nur noch knapp über zwei Jahre.

Da du aber bestimmt schon ein paar Monate die vorher festgelegten 150 € gespart hast, bleiben noch weniger Monate übrig.

Das meine ich damit, dass bei dieser Vorgehensweise dein Ziel dir entgegen kommt.

In der Beispielrechnung hatte ich noch keine unerwarteten Einnahmen berücksichtigt. Damit verkürzt du die Zeitdauer noch weiter.

Ideen für weitere Turbos

Was kann das sein?

Einkommen steigern oder Ausgaben senken, am besten beides gleichzeitig.

Dazu kannst du nutzen, was immer möglich ist.

Natürlich nur, solange es legal ist, aber das versteht sich von selbst.

Vielleicht magst du ja auch höhere Prozentsätze zum Sparen festlegen.

Wie wäre es, wenn du zum Beispiel statt eines 50%-Turbo einen 80%-Turbo einsetzt?

Das Schöne ist, es besteht kein höheres Risiko dadurch.

Solltest du das mit den anfänglichen 10% nicht schaffen, dann starte mit weniger.

Weiterentwickeln kannst du es immer.

Eins ist klar: Wenn du dich aus dem Notfalltopf bedienst, solltest du ihn hinterher wieder füllen.

Nun bist du dran

Rechne dir das Ganze für deine Zahlen aus und denke über geeignete Turbos nach.

Ich habe mir das nicht komplett ausgedacht.

Die Idee habe ich aus einem Buch von Bodo Schäfer abgeschaut.

Aber auch Herr Schäfer hat’s woanders abgekupfert.

Egal, es zählt die Idee.

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Eine Antwort auf „Wohlstandswegweiser: Der Weg zur Gelassenheit“

Die Idee finde ich gut, und lebe sie zum Teil auch schon: 15% Rücklage und mein Turbo liegt seit Jahren bei 50% (auf einmal Einkünfte)

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