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Wirklich ein Smart Contract: ein Cashflow produzierendes Krypto-Investment

Nun ist es tatsächlich passiert, dass ich eine sinnvolle praktische Anwendung von diesem Krypto-Zeugs gefunden habe! Einen sinnvollen Smart Contract.

Die Blockchain-Technologie an sich fand ich ja bisher schon interessant, aber eben nur in der Theorie.

So sehe ich bis jetzt einfach nicht ein, worin der Wert von darauf basierenden Währungen wie Bitcoin usw. bestehen sollte. Nur weil etwas begrenzt oder selten ist, ist es nicht automatisch wertvoll.

Da könnte ich so einige Beispiele von – möglicherweise unappetitlichen – Dingen nennen, die auch total selten sind, aber garantiert nicht wertvoll.

Aber ich will hier keine neue Diskussion über den Wert von Kryptowährungen entfachen. Wert liegt ja schließlich im Auge des Betrachters und ist manchmal auch Geschmackssache, wie zum Beispiel in der Kunst.

Kunst-NFTs sind auch nicht besser als Kryptowährungen

Kunst hat auch schon in die Krypto-Welt Einzug gefunden, und zwar in Form von NFTs. NFT steht für Non-Fungible Token, auf Deutsch: nicht austauschbare Wertmarke.

Durch NFTs werden digitale Kunstwerke, wie z. B. Bild- oder Sounddateien „minted“ oder in feinstem Denglisch „gemintet“. Auf Deutsch könnte man vielleicht sagen „geprägt“ oder sogar „gebrandmarkt“. Denn nichts anderes passiert durch Herausgeben eines solchen NFT. Praktisch ausgedrückt: Es wird auf der Blockchain gespeichert, wem das Kunstwerk gehört.

Diese NFTs werden ebenso (irrational) gehandelt und in einer Blockchain (Ethereum) dezentral auf vielen Rechnern gespeichert, wie es auch mit den Kryptowährungen passiert.

Nun könnte man natürlich fragen, warum jemand Geld für ein digitales Kunstwerk ausgibt, obwohl man es doch meistens recht einfach kopieren kann. Die Antwort: Derjenige kann dann nachweisen, dass es seins ist, also dass er „das Original“ oder „ein Original“ hat.

Es ist schon verrückt, für wie viel Geld so etwas über die Bühne gehen kann und welche bemerkenswerten Formen das bereits angenommen hat. Da gibt es die sogenannten Pixelpunks. Das sind kleine verpixelte Fratzen. Es sind die ersten solcher NFT-Kunstwerke.

Sie wurden nur zu dem Zweck kreiert, gehandelt zu werden, und das passiert bereits – zu absurden Preisen. Andere Beispiele solcher „Kunstwerke“ sind einzelne Pixel oder auch eine Sounddatei mit einem Furz.

Das sehe ich übrigens alles noch als übermütigen Spekulationskram an. Gut, wer Spaß daran hat, soll da mitmachen. Genauso gibt es ja auch Leute, die in der analogen Welt für vollgekleckerte Leinwände Millionen bezahlen.

Nun habe ich mich schon seit Jahren gefragt: Wo bleiben denn die ersten halbwegs sinnvollen Anwendungen der Blockchain, wie z. B. die oftmals erwähnten „Smart Contracts“ über sinnvollere Sachen als Pixelpunks und Furzdateien?

Sinnvolle Smart Contracts

Bisher auf herkömmliche Art – Mastering Rechte bei Global Rockstar

Einen zarten Anfang habe ich jetzt bei Global Rockstar gefunden. Ich hatte vor einigen Monaten darüber geschrieben. Global Rockstar ist ein Music Label, bei dem man sich über Crowdinvesting an neuen Songs beteiligen kann.

Man erwirbt dabei jeweils für ein paar Euro einen Anteil an den Mastering oder Publishing Rechten, d. h. man gibt Geld zur Produktion dazu und verdient dann bis zu siebzig Jahre lang an den Einnahmen über Streaming, Veröffentlichungen, im Radio spielen usw. mit, sofern der Song halbwegs erfolgreich wird.

Für mich sehe ich das als Alternative zum Lotto-Spielen. Siehe hier: Lotto-Alternative: Keine Ananas auf der Pizza

Jetzt hat Global Rockstar NFTs als Beiwerk

Nun bieten sie bei Global Rockstar seit kurzem NFTs über diese Anteile an den Mastering oder Publishing Rechten an. Man kann – muss aber bisher nicht – sich NFTs zu seinen Investments erzeugen lassen.

Bisher hatte man einfach nur einen schriftlichen Vertrag inkl. Zertifikat im PDF-Format erhalten. Das bekommt man auch weiterhin. Jetzt, mit dem neuen NFT-Feature, erhält man zu jedem 0,1%-Anteil einen NFT dazu.

Diese NFTs werden durch schöne animierte Grafiken (wie Song-Cover) visualisiert, sowie jeweils ein Video, über das man den Track abspielen kann. Das ist das künstlerische Beiwerk und sieht ansprechend aus.

Das hier ist übrigens die Grafik zu „Ananas“ vom Duo Zweimann, meinem ersten Investment-Lotto-Los auf Global Rockstar:

Zweimann,Beiwerk zum Smart Contract: Cover des Songs "Ananas" von
Grafik zu „Ananas“ von Zweimann

Das hier war die Funding-Seite: Vorstellung von „Ananas“.

Cashflow produzierendes Krypto-Investment

Aber was ich wichtiger finde: Dahinter steckt nun solch ein Smart Contract, d. h. mein Anteil an den Rechten wird auf der Ethereum-Blockchain gespeichert. Und da es dafür möglicherweise Ausschüttungen geben wird, ist es ein Cashflow produzierendes Krypto-Investment. So etwas ist noch selten.

Bisher steckt das Ganze bei Global Rockstar noch in den Kinderschuhen. Es hat auch eine Weile und einiges Hin- und Her-Mailen gedauert, bis das bei mir mit dem Anlegen von „NFT-Wallet“ und „Minten“ der NFTs zu meinen bisherigen drei Investments geklappt hat. Aber inzwischen haben sie es hinbekommen.

Es ist schon angekündigt, dass es demnächst möglich werden soll, diese NFTs auch zu handeln bzw. zu übertragen. Für mich sehe ich das nicht als Spekulationsmittel oder Zockerspiel an, sondern eher als die Möglichkeit, mein Investment und damit die Rechte an den Erträgen weiterzugeben.

Da ich ja schon seit längerem jenseits der Zwanzig bin, wird es wohl schwierig, noch siebzig Jahre lang die eventuellen „Einkommensströme“ daraus zu genießen. Wer weiß, vielleicht ist ja mal irgendwann ein echter Knaller dabei, obwohl ich nicht wirklich daran glaube.

Fazit

Ich kann zwar nicht nachprüfen, ob hinter diesen Musik-Investments wirklich NFTs und damit die Ethereum-Blockchain stecken. Denn ich logge mich auf der Plattform ein und habe einfach nur zusätzlich zu „My Investments“ eine weitere – zugegeben schönere – Übersicht „My Music NFTs“. Aber ich gehe mal davon aus, dass das seine Richtigkeit hat. Bestimmt wird sich das irgendwann auch nachprüfen lassen.

Und sollte das alles doch nicht so funktionieren wie gedacht, hab ich ja immer noch meine Verträge im PDF-Format. Und sollte auch dabei nichts herauskommen – naja, es ist für mich eh‘ nur wie Lotto-Spielen.

Die ersten Ausschüttungen – bestimmt in homöopathischem Umfang – kommen frühestens drei Monate nachdem ein Song veröffentlicht wurde. Vor Januar oder Februar 2022 kann ich da also nichts erwarten.

Warnung

Wie immer: Das hier ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Nachmachen, sondern einfach nur meine persönliche Meinung.

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