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Investieren aus dem Nichts: Die erste Investition steht bevor

Wie kann man bereits mit dem Investieren in Aktien beginnen, wenn man gar nichts zum Investieren übrig hat? Das ist die Frage, der ich in diesem spielerischen Experiment auf den Grund gehen möchte. Ich probiere es einfach aus.

Die Idee: Ab und zu im Internet verfügbare Mini-Einkommensquellen nutzen – immer jeweils so lange, bis 25 EUR zusammengekommen sind. Ab 25 EUR ist es bereits möglich, in Aktien oder ETFs zu investieren.

Das geht über Wertpapiersparpläne. Die sind eigentlich dafür gedacht, dass man automatisch jeden Monat den gleichen Betrag investiert, ohne sich darum kümmern zu müssen. Da man solch einen Sparplan aber beliebig ändern oder aussetzen kann, lässt sich so etwas auch für sehr kleine Einmalinvestments zweckentfremden.

Verschiedene Gedanken dazu hatte ich bereits in einem Artikel beschrieben: Sinnvolle Aktieninvestments mit sehr kleinen Beträgen? Diese 3 Tipps machen es möglich.

Inhalt

Die Idee zur Challenge

Die Idee zu dieser Challenge kam mir, als ich mal wieder irgendwo über „Online Geld verdienen durch Textaufträge im Internet“ las. Ich erinnerte mich an meine Erfahrungen mit einer Textplattform, und zwar content.de. Ich hatte diese bereits vor ein paar Jahren ausprobiert und musste feststellen, dass sich das nicht lohnte, um damit den Lebensunterhalt zu verdienen. Für ein wenig Taschengeld, das sich dann in solch einer Challenge einsetzen lässt, reicht es aber allemal.

Dann habe ich mir überlegt, dass Texte schreiben nicht die einzige Quelle für dieses Spiel bleiben muss. Hier könnte ich noch mehr Ideen ausprobieren, die sich eigentlich nicht lohnen, wie z. B. bezahlte Online-Umfragen.

Wie lief es bis jetzt mit den Mini-Einkommen?

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, ganz gut, denn wenn die erste Investition bevorsteht, müssen die ersten 25 EUR bereits in Sicht sein. Ja, so ist es, sogar schon etwas mehr. Als ich meinen vorigen Artikel zum Thema „Investieren aus dem Nichts“ veröffentlicht hatte, betrug mein Guthaben bei content.de 13,33 EUR und bei der Umfrageplattform EntscheiderClub 0,10 EUR.

Einkommen bei content.de

Inzwischen hatte ich einen weiteren Textauftrag gefunden, in dem ich über ein Thema schreiben konnte, das mich interessierte und mir sehr leicht fiel. Ich darf keine Details dazu verraten, denn die meisten Auftraggeber möchten natürlich nicht, dass herauskommt, dass sie ihre Texte nicht selbst geschrieben haben.

Nur so viel: Es ging um einen Ratgebertext. Für die vorgegebene Wortanzahl war eine recht große Spanne angegeben. Die Keyword-Phrase, die unterzubringen war, war ganz natürlich und fügte sich nahezu automatisch in den Text ein. Es war also ein Auftrag, der Spaß gemacht hat.

Der Auftraggeber hat bis zum 30. April Zeit, den Text abzunehmen oder noch Änderungen zu verlangen. Ich gehe davon aus, dass mein Text so durchgeht und ich dafür 16,15 EUR erhalten werde. Damit wird mein Kontostand bei content.de insgesamt 29,48 EUR betragen und ich werde auszahlen lassen. Das Guthaben bei content.de ist bereits ab jeweils 10 EUR auszahlbar.

content.de *

Einkommen beim EntscheiderClub

Als zweite Einkommensquelle hatte ich mir die Umfrageplattform EntscheiderClub ausgesucht. Beim letzten Mal hatte ich mich gerade angemeldet und die eher symbolische Willkommensumfrage für 0,10 EUR ausgefüllt.

Inzwischen habe ich sechs weitere Umfragen erhalten. Drei davon wurden ohne Vergütung abgebrochen mit dem Grund „Zielgruppe bereits komplett“ bzw. „nicht passende Zielgruppe“. Die anderen drei wurden mit 1,00 EUR, 0,50 EUR bzw. 0,90 EUR vergütet. Die angegebenen Zeiten kamen dafür in etwa hin. Um es zu testen, habe ich die Zeit gestoppt. Die Abbrüche passierten nach jeweils 2 bis 3 Minuten.

Mein Kontostand beim EntscheiderClub beträgt also 2,50 EUR. Auszahlbar ist dort ebenfalls ab 10 EUR. Das wird also noch etwas dauern.

*

Ideen zur besseren Ausnutzung der bisherigen Einkommensquellen

Nun möchte ich ein paar Gedanken dazu teilen, was ich aus den bisherigen Erfahrungen mit den verwendeten Mini-Einkommensquellen gelernt habe und wie es sich meiner Meinung nach einsetzen lässt, um das Aufwand-zu-Nutzen-Verhältnis zu verbessern.

Ideen zu content.de

Besonders zum Wochenende hin, also Donnerstag oder Freitag, lohnt es sich, nach Textaufträgen zu schauen. Da viele Texter das als Zusatzverdienst übers Wochenende machen, stellen dann auch viele Auftraggeber neue Aufträge ein. Der Auftragspool besteht immer aus einem Bodensatz an „Ladenhütern“ und aus neuen, besseren Aufträgen, die schneller weg sind.

Ich schaue nur dann nach Aufträgen, wenn ich weiß, dass ich Zeit dafür habe. Ich nehme keine sehr kurzfristigen Aufträge an, die ich gleich am nächsten Tag abliefern muss, denn ich möchte in meiner Entscheidung, wann ich schreibe, flexibel sein und keinen Stress haben.

Ich schaue nur in die Kategorien, in denen ich mich auskenne bzw. deren Themen mich interessieren. Wenn in einer Kategorie auf einmal sehr viele Aufträge stehen, sind das meist langweilige Beschreibungen für Online Shops, in die oftmals große Mengen an Keywords hineingekrampft werden müssen. So etwas meide ich, denn es bringt wenig und dauert lange – bei mir jedenfalls. Mag sein, dass andere Texter besser damit klarkommen.

Wenn ich einen Auftrag öffne, fällt mein erster Blick auf die Keyword-Liste. Enthält diese mehr als zwei bis drei Keywords, unnatürliche Phrasen oder Anzahlen dahinter, die viel zu hoch sind, um noch einen guten Text schreiben zu können, klicke ich sofort weg. So etwas lässt sich mit einem kurzen Blick erkennen. Da brauche ich gar nicht erst weiterzulesen.

Sehe ich für einen Auftrag mit geringer Wortanzahl aber dafür einer unangemessen langen Anweisung, ist das für mich auch sofort ein KO-Kriterium.

Die Aufträge, nach denen ich dagegen gezielt schaue, sind

  • Ratgebertexte oder Artikel mit großer Von-Bis-Spanne für die Wortanzahl und möglichst wenigen Keywords
  • Rezensionen für Dinge, die ich kenne und darum wirklich schnell beschreiben kann, z.B. Bücher, Filme, Bankdienstleistungen usw.
  • Aufträge mit Rezepten zu bestimmten Themen, etwa so: Einleitung, drei Rezepte, Schlusswort
  • kreativer Quatsch, z. B. zehn selbstausgedachte Sprüche zu einem bestimmten Thema, denn über so etwas kann ich während eines Spaziergangs oder der Hausarbeit nachdenken
  • technische Themen, Erklärungen, wie etwas funktioniert

Schreiben geht überhaupt nach einem Spaziergang an der frischen Luft am besten von der Hand.

Wenn ich nichts Passendes finde, nehme ich auch keinen „Lückenfüller“-Auftrag an. Es ist ein Spiel und soll Spaß machen.

Ideen zum EntscheiderClub oder überhaupt zu Online-Umfragen

Meine Methode: So schnell wie möglich durchklicken. Fragen und Antworten nur flüchtig lesen. Wenn es dadurch  ungenau oder falsch wird, haben die eben Pech gehabt. Ich achte jedoch gezielt auf Tests wie „klicken Sie Antwort X an“. So etwas ist ab und zu enthalten, weil viele Umfrageteilnehmer verständlicherweise ohne zu lesen irgendetwas anklicken, nur um schnell fertig zu werden. Viel mehr an Optimierung ist sicher nicht drin.

Ich habe hier keine sehr lukrative Sache erwartet. Dafür sind Umfragen anspruchslos, also nebenbei ohne groß nachzudenken zu erledigen. Ich schaue einfach zu einer festen Zeit, ob es einen Fragebogen gibt, klicke schnell durch und fertig. So werden ab und zu bestimmt 10 EUR zusammenkommen.

Noch mehr Ideen für kleine Einkommensquellen

Nach meinen ersten Artikeln zu dieser Challenge habe ich ein paar Vorschläge für weitere Mini-Einkommensquellen bekommen. Ich werde sie zwar nicht ausprobieren, aber sie einfach hier gesammelt nennen.

  • aufräumen und entrümpeln, auf ebay verkaufen
  • Auto über Plattform verleihen
  • Streetspotr
  • andere Textplattform: textbroker.de
  • andere Umfrageplattformen
  • TestingTime

Ihr könnt mir auch gern weitere Vorschläge unterbreiten oder auch Erfahrungen mit hier genannten oder weiteren in die Kommentare schreiben.

Was ist mit Steuern?

Einkommen ist natürlich zu versteuern, d. h. wer mit dem Schreiben von Texten über content.de Geld verdient, muss dieses auch beim Finanzamt angeben, sofern das nachhaltig ist, wenn es also über einen kurzen Versuch, nachdem die Sache dann wieder fallengelassen wird, hinausgeht.

Ob dafür dann wirklich Steuern anfallen, hängt davon ab, welche Einkommenssituation ansonsten bei der betreffenden Person vorliegt.

Ich gebe die Einkünfte jedenfalls ordnungsgemäß an, aber ich verwende sie trotzdem ohne Abzüge in diesem Spiel.

Der nächste Schritt – die erste Investition

Dafür benötigt man ein Depot. Da die Consorsbank eine besonders große Auswahl an sparplanfähigen Aktien bietet und ich dieses Spiel mittels Einzelaktien durchführen möchte, werde ich ein Depot bei dieser Bank dazu verwenden.

*

Ich habe dort bereits ein Depot, auf dem ich vor einiger Zeit mein Experiment Levermann-Depot durchgeführt hatte. Seit ich damit aber zur onvista bank umgezogen bin, sind sowohl mein Depot als auch mein Verrechnungskonto bei der Consorsbank auf null, so als hätte ich das gerade eröffnet.

Ich möchte in Einzelaktien investieren und werde für die ersten 25 EUR demnächst den ersten Aktiensparplan anlegen. Das Schöne dabei ist, es ist egal, was ein Stück der Aktie kostet, denn auf diese Art und Weise können auch Bruchstücke gekauft werden. Ich möchte Dividendenaktien kaufen, denn mein Geld soll mir von Anfang an weiteres Einkommen bringen, auch wenn es zunächst nur ein paar Cent sein werden.

Ich möchte das Ganze so einfach wie möglich gestalten. Es sollen Aktien von großen Firmen werden, unter deren Geschäft ich mir etwas vorstellen kann. Es sollen Firmen sein, für die es sehr wahrscheinlich ist, dass sie noch lange bestehen werden und dass sie möglichst kontinuierlich Dividenden zahlen.

Beginnen möchte ich mit Lebensmitteln im weiteren Sinne. Habe die Liste der Consorsbank-Sparplanaktien durchgeschaut und folgende Vorauswahl getroffen:

  • Mondelez (Jacobs-Kaffee, Milka-Schokolade)
  • PepsiCo (Cola, Snacks)
  • Diageo (Spirituosen: Johnny Walker, Smirnoff, Bailey’s)

Die ersten 25 EUR werde ich einfach über einen Sparplan in eine dieser drei Aktien stecken.

Dazu muss jedoch mein letzter Auftrag bei content.de abgenommen und die Auszahlung, die ich danach gleich anfordern werde, auf meinem Konto gelandet und von dort aus zur Consorsbank transferiert worden sein. Wenn es soweit ist, stelle ich als Ausführungszeitpunkt einfach den ersten möglichen Ausführungstermin ein. Der wird also im Mai liegen.

Für die jeweils nächsten 25 EUR suche ich weitere Aktien aus, oder bespare eine der bereits im Depot befindlichen Positionen.

Mögliche Einwände und warum trotzdem

  1. Es ist einfacher, stattdessen in einen breit gestreuten ETF zu sparen, und wenn man Dividenden haben möchte, wählt man eben einen ausschüttenden.
  2. Viele ganz kleine Positionen aus Einzelaktien lassen sich schwer wieder verkaufen. Denn für den Verkauf gibt es keine günstigen „Entsparpläne“, sondern nur die Möglichkeit von Einzelverkäufen. So etwas kostet mindestens 9,95 EUR Gebühren pro Order.

Meine Antworten dazu:

  1. Ja, weiß ich, und auch, dass das funktioniert. Ich sehe die Sache mit den Einzelaktien als eine Art Sammelspiel an.
  2. Ich möchte die Aktien so schnell nicht wieder verkaufen. Deshalb suche ich mir keine sehr spekulativen aus, sondern gute Unternehmen, die kontinuierlich Dividenden zahlen. Wenn dabei doch mal ein Griff ins Klo passiert, ist es eben so. Bin gespannt, wie lange es dauern wird, bis die Dividendenzahlungen an Stelle der Mini-Einkommen treten können.

Ausblick

Genauere Spielregeln lege ich nicht von vornherein fest. Ich setze mir höchstens ab und zu ein Zwischenziel und schaue, ob das mit überschaubarem Aufwand zu schaffen ist.

Mein erstes Zwischenziel hatte ich mir bereits am Anfang gesetzt: Auf diese Art sollen innerhalb der nächsten drei Monate jeweils 25 EUR zusammenkommen.

Für April ist das bereits geschafft, obwohl der Monat beim Start der Challenge schon halb vorbei war. Für Mai und Juni bleibe ich bei dieser Vorgabe.

Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links.

2 Antworten auf „Investieren aus dem Nichts: Die erste Investition steht bevor“

Hallo Petra.
Als „Offline“-Idee schlage ich noch Blutspenden o.ä. vor. Bei uns in Dortmund bekommt man dafür immerhin 20€ pro Spende.
Frauen können insgesamt vier, Männer bis zu sechs mal pro Jahr ihr Blut spenden.

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