Wohlstandswegweiser: Vom Schulden- oder Geht-so-Land ins Land des Schutzes

Vor einer Woche hatte ich eine Art Karte gezeichnet, auf welcher ich fünf Länder durch Schilder markiert hatte, und zwar

  • Land der Schulden
  • Geht-so-Land
  • Land des Schutzes
  • Land der Sicherheit
  • Land der Freiheit

Diese Länder sind nicht scharf voneinander abgegrenzt, und es gibt einen Weg hindurch. Ich habe mir vorgenommen, in weiteren Artikeln gezielt auf Teilstrecken dieses Weges einzugehen. Überhaupt lässt sich so ziemlich alles, was ich auf dem Blog veröffentliche, irgendwo innerhalb dieser Karte einordnen. Ich möchte deshalb den Wohlstandswegweiser als roten Faden für den „Sparen, anlegen, frei sein“-Gedanken verstehen.

Hier ist der ursprüngliche Artikel dazu, in dem ich die einzelnen Länder kurz charakterisiere: Wo bitte geht’s zum Wohlstand?

Die heutige Strecke: Aus dem Land der Schulden oder dem Geht-so-Land ins Land des Schutzes

Warum nicht zuerst nur aus dem Land der Schulden ins Geht-so-Land?

Eigentlich hätte ich mich in einem Artikel doch einfach nur auf das erste Stückchen beschränken können, oder? Warum halte ich mich nicht erst lange im Geht-so-Land auf, sondern will gleich das Land des Schutzes ansteuern?

Dass das Land der Schulden nicht schön ist, darüber besteht kein Zweifel. Ich rede hier von privaten Schulden, also Konsumschulden. Du hast etwas gekauft, möglicherweise schon gar keine Freude mehr daran, und du zahlst immer noch dafür.

Viel besser ist es im Geht-so-Land auch nicht. Dort ist man zwar nicht mehr im Minus aber geradeso auf Null. Ein motivierendes Ziel ist das nicht. Wenn man nicht aufpasst, kann man ganz schnell ins Minus rutschen. Es braucht nur mal eine Ausgabe nötig zu werden, mit der man nicht gerechnet hat, wie z.B. eine defekte Waschmaschine. Ist das erstrebenswert? Ich denke nicht. Deshalb ist es wichtig, neben dem Schuldenabbau gleich den Weg zu ebnen, um sich ein Polster für den Notfall zu schaffen und mit dem Vermögensaufbau zu beginnen. Das ist genau das, was das Land des (finanziellen) Schutzes ausmacht.

Du hast keine Schulden und befindest dich bereits im Geht-so-Land?

Umso besser, dann kannst du das Land des Schutzes viel schneller erreichen. Der gesamte Teil mit dem Schuldenabzahlen fällt dann weg, und du kannst alle Energie auf das Rücklagenpolster richten, welches du brauchst, um finanziellen Schutz zu erlangen. Dann steckst du das Geld, das du ansonsten für Schuldenabbau verwenden würdest, sofort dort hinein und bist viel schneller an deinem (Zwischen-)Ziel.

Was ist nun ein guter Weg?

Wenn man im Internet, auch bei Youtube, nach „Schulden abbauen“ oder „Schulden los werden“ sucht, findet man eine Menge Inhalte. Einige davon sind gute Tipps bzw. Zusammenfassungen, andere sind einfach nur Werbung für meist unseriöse Angebote.

Um das zu unterscheiden, denke einfach mal darüber nach, ob es z.B. seriös sein kann, wenn du solche Sprüche hörst wie: „Wer Schulden bezahlt verplempert sein Vermögen.“ oder „Einz-zwei-schuldenfrei – ohne große Anstrengung“. Doch wohl eher nicht!

Jede vernünftige Lösung zum Schuldenabbau, sofern noch keine Überschuldung vorliegt, beinhaltet im Grunde genommen folgende Punkte:

  1. Überblick verschaffen (genaue Aufstellung: Summen, Gläubiger, Dringlichkeit)
  2. Plan machen (Lösung finden fürs Geldsparen bzw. zusätzliche Einnahmen. Welcher Gläubiger bekommt wann wie viel? Wie lange wird es dauern?)
  3. Plan umsetzen und dabei verfeinern

Gute Ideen dazu sind:

  • Gleich nach jedem Geldeingang, z.B. Gehalt, einen bestimmten Prozentsatz (mindestens 10%) beiseite legen. Davon einen Teil, z.B. die Hälfte, zur Schuldentilgung einsetzen, die andere Hälfte zum Aufbau einer Rücklage, um spätere finanzielle Engpässe zu überbrücken.
  • Kontraproduktive Verhaltensweisen vermeiden: Keine neuen Schulden, keine unnötigen Ausgaben!
  • Offen mit der Situation umgehen. Mit den Gläubigern reden, wenn Zahlungen nicht pünktlich geleistet werden können, gemeinsam nach einer Lösung suchen.

Empfehlungen zum Thema

Buchempfehlung

Dieses Buch vermittelt das richtige „Mindset“ zum Thema und viele Tipps darüber hinaus, und das auf sehr unterhaltsame Weise in Form von Geschichten. Ich bin der Meinung, dass es sehr sinnvoll wäre, dieses Buch in der Schule zu behandeln, anstelle irgendwelche Langweiler-Literatur auseinanderzunehmen.


Der reichste Mann von Babylon: Erfolgsgeheimnisse der Antike – Der erste Schritt in die finanzielle Freiheit – George S. Clason*

Youtube-Videos

Diese beiden gefallen mir zum Thema Schuldenabbau beonders gut.

Ratgeber von der Bundesregierung

Wer hätte das gedacht? Wärst du auf die Idee gekommen, dort zu suchen? Ich bin nur durch Zufall darauf gestoßen.

Auf bundesregierung.de findet man unter Service / Infomaterial der Bundesregierung eine Vielzahl von Broschüren. Gibt man ins Suchfeld „Schulden“ ein findet man direkt einen Ratgeber. Hier der Link zur Download-Seite:

Ratgeber: Schulden abbauen – Schulden vermeiden. Wege aus der privaten Finanzkrise

Dieser Ratgeber bietet eine Menge äußerst hilfreicher Informationen für ganz schlimme Schuldenfälle bis hin zur Überschuldung. Es wird genau erklärt, wie das mit der Privatinsolvenz funktioniert. Ich habe damit zum Glück selbst keine Erfahrung und kann deshalb für den Fall der Fälle nur diesen Ratgeber empfehlen. Ich denke zwar, dass du als Leser meines Blogs so etwas nicht benötigst, aber möglicherweise jemand anderer, der für diesen Tipp sehr dankbar sein würde. Deshalb möchte ich das hier unbedingt mit aufführen.

Demnächst werde ich ein paar Möglichkeiten zusammenstellen, wie du dir den Weg vom Geht-so-Land ins Land des Schutzes noch weiter erleichtern kannst.

* Affiliate-Link zu Amazon

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