Kann ich mit einem Hobby Geld verdienen?
Die Idee
Ich war auf die Idee gekommen, ein Rätselbuch zu schreiben, das als fortlaufende Geschichte konzipiert ist.
Ich hatte ein wenig recherchiert, d. h. bei Amazon geschaut, was es in der Richtung schon gibt, und anhand des sogenannten Bestseller-Rangs solcher Bücher abzuschätzen versucht, wie sich so etwas verkauft.
Siehe: Wie viel lässt sich mit speziellen Rätselbüchern verdienen?
Die Umsetzung
Dann hatte ich tatsächlich solch ein Buch geschrieben. Es hat viel länger als geplant gedauert. Aber ich habe es mit sehr viel Herzblut erstellt, dafür einen richtigen Plot entwickelt, die Rätsel sorgfältig konstruiert und ausprobiert. Das hat Spaß gemacht.
Schließlich ging es ans grafische Gestalten. Minimalistische Illustrationen für das Buchinnere habe ich mittels SVG-Code recht gut hinbekommen.
Aber dann kam es schlimm: Das Cover! Ich habe ewig daran gesessen. Nicht nur mehrere Stunden, sondern mehrere Tage. Richtig toll wurde es trotzdem nicht. Aber es war auffällig in quietschend leuchtender Farbe:

Au weia!
Der Verkauf
Ich hab’s dann trotzdem veröffentlicht, Ende November, eigentlich eine gute Zeit für so etwas, weil Weihnachten vor der Tür stand. Aber bis Ende Januar hatte ich nur fünf echte Verkäufe.
Naja, dachte ich mir, das hat bisher kaum jemand gefunden und niemand hat darauf gewartet. Also habe ich dann mittels Amazon Ads Werbung dafür geschaltet.
Das ist eine feine Sache, vor allem für Amazon. Ich zahle dafür, dass sie mein Buch bei bestimmten Suchbegriffen oben anzeigen, damit es sich dann verkauft, woran sie dann auch wieder verdienen, und ich, wenn ich Glück habe, geradeso meine Werbekosten herausbekomme.
Ich kann immer wieder nur staunen, wie vielschichtig Amazons Geschäfte sind. Die gewinnen einfach immer. Ich denke schon darüber nach, direkt immer die gleiche Summe, die ich in die Werbung stecke, in einen Sparplan über die Amazon-Aktie zu investieren…
Zwischenfazit und Weiterbildung
Ich habe eine Menge über Amazon Ads recherchiert und ganz viel zu dieser Materie gelernt. Werbeanzeigen können zunächst helfen, dass das Buch nicht in der Versenkung verschwindet, wobei sie selten profitabel sind. Ich werde sie noch auf niedrigem Niveau laufen lassen, immer wieder auswerten und optimieren und irgendwann zurückfahren.
Auch habe ich inzwischen noch mehr zum Thema Bucherstellung und Buchgestaltung gelernt und bin dabei auf einen kostenlosen Kurs gestoßen, wie man sehr schnell mittels Design-KI ein Malbuch erstellen kann. Das habe ich ausprobiert und war erstaunt, was da schon möglich ist.
Re-Design
Dann habe ich der KI mal mein bisheriges Rätselbuch-Cover gegeben mit der Anweisung, es zu verbessern, damit es professioneller aussieht. Ich war positiv überrascht, was dabei herauskam. Ein Vorschlag der KI passte wirklich und ich habe nur noch ein wenig nachbearbeitet.
Das Ergebnis:

Ich erkenne immer noch meinen Grundentwurf, nur viel besser umgesetzt.
Noch eine Erkenntnis
Ich hatte vorher die Bestsellerränge einiger Beispielbücher angeschaut und dann mit einem Tool im Web auf die Anzahl der verkauften Bücher pro Tag geschlossen.
Das ist OK, aber letzten Endes ist es doch etwas anders, als ich dachte.
Nicht:
Weil es auf Rang 25.000 ist, werden immer zwei Stück pro Tag verkauft.
Sondern:
Weil mal an einem Tag zwei Stück verkauft wurden, ist das Buch dann mal kurz auf Rang 25.000.
Mein weiterer Plan
Ich finde es schon faszinierend, solche Buchprojekte mit Geschichten, Rätseln, Spielen usw. zu entwickeln. Ich habe noch weitere Ideen, von denen ich die eine oder andere bestimmt noch umsetzen werde.
Eine Sache gibt mir allerdings zu denken:
Ich finde es zwar toll, welche Möglichkeiten Amazon bietet, aber mir ist klar, dass die fast konkurrenzlos glücklich sind und deshalb immer machen können, was sie wollen.
Deshalb habe ich mich bereits nach weiteren, von Amazon unabhängigen Möglichkeiten umgeschaut und bin auf einige andere Anbieter gestoßen, bei denen man ebenfalls veröffentlichen kann.
Das geht sogar parallel zu Amazon, wenn es nur eine andere Ausgabe ist, z. B. Taschenbuch bei Amazon, Hardcover bei einem anderen Anbieter, wie z. B. Epubli, Tredition oder Tolino Media.
So kommt das Buch dann auch in andere Online-Buchhandlungen wie Thalia, Hugendubel usw. und ins VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) für den Buchhandel.
Damit schließe ich die Reihe „Experiment Geld verdienen mit Hobby“ ab.
Das Ergebnis: Es hat Spaß gemacht und ich denke, ich kann etwas Profitables daraus machen.
Links
- Alle Inhalte zu diesem Experiment: Experiment Geld verdienen mit Hobby
- Das Projekt bei Amazon: Das Rätselbuch im verrücken Irgendwo

4 Antworten auf „Experiment Geld verdienen mit Hobby: Fazit und Learnings“
Hallo Petra,
toll dass du uns teilhaben lässt.
Ist scheinbar ein Haufen Arbeit. Viel Erfolg weiterhin
Macht aber auch Spaß.
LG P.
Hallo Petra,
ich finde das sehr spannend. Bin gerade auch am überlegen…. Mich würde der kostenlose KI Kurs zur Malbuchgestaltung interessieren und würde mich freuen, wenn Du mir da einen tipp dazu geben könntest. Ich finde es schwierig, sich da in dem Dschungel an angeblich kostenlosen Kursen durch zu suchen… Liebe Grüße Michaela
Hallo Michaela,
es ist die 5-Tage-Challenge von Nomad Publishing.
LG P.