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Levermann-Experiment

Levermann-Experiment 2.0: Wieder mal ein bisschen geschummelt

Am vorigen Wochenende hatte ich wieder meine planmäßige Auswertung in diesem Spiel laufen lassen. Diesmal gab es einen Austausch, den ich inzwischen genauso durchgeführt habe, wie ich den Abonnenten meines Newsletters vorab verraten hatte. Das mache ich immer so. Die Newsletter-Abonnenten erfahren meine geplanten Aktionen zuerst, bevor ich sie selbst ausführe.

Raus und rein

Der Verkauf

Rausgeflogen ist nun endlich A.S. Création Tapeten. Der Levermann-Score hatte ja schon seit längerem nicht mehr gereicht, aber es stand einfach keine passende Aktie zum Austausch bereit.

Hier im Screenshot die Details meiner letzten Auswertung zu A.S. Création Tapeten:

Details zur Levermann-Punktezahl von A.S. Création Tapeten - insgesamt -1 Punkt
Detailanzeige aus meinem Levermann-Excel-Tool zu A.S.Création Tapeten

Der Kauf

Nun habe ich doch einen Ersatz gefunden und eigentlich hätte ich diese Aktie auch schon eher als geeignet ansehen können. Es handelt sich um STRATEC (ISIN: DE000STRA555).

STRATEC hat streng genommen zwar keine sieben Punkte, um gekauft werden zu dürfen, sondern nur fünf, aber denke, sie passt sehr viel besser hier hinein als A.S. Création Tapeten. Außerdem nehme ich mir ja sowieso bei dieser neuen Runde meines Levermann-Experimentes das Recht heraus, die Regeln nur als Empfehlungen anzusehen.

Im folgenden Bild siehst du die Details aus meiner letzten Auswertung.

Details zur Levermann-Punktezahl von STRATEC - insgesamt 5 Punkte
Detailanzeige aus meinem Levermann-Excel-Tool zu STRATEC

Die Levermann-Auswertung für STRATEC im Aktien.guide* sah und sieht so ähnlich aus wie meine.

Wofür vergebe ich nun die zwei fehlenden Punkte?

Eine Eigenkapitalrendite von fast 17% bei einer Eigenkapitalquote von über 50% ist schon sehr gut. Da gebe ich einen Zusatzpunkt.

Tipp: Wenn du genauer wissen möchtest, was es generell mit der Eigenkapitalrendite von Unternehmen auf sich hat, oder andere einfache Erklärungen zu Kennzahlen haben möchtest, empfehle ich dir die Kategorie „Wissen“ im Blog des Aktien.guide*.

Doch nun zurück zu STRATEC. Den zweiten Punkt vergebe ich dafür, dass die Gewinnschätzungen bereits über eine längere Zeit insgesamt eine allmählich steigende Tendenz zeigen.

Was macht STRATEC?

Die machen alles Mögliche im medizinischen Bereich: Diagnostik und alles damit Zusammenhängende, z. B. Medizintechnik, Analysesysteme, Blutbanking und Biotechnologie. Passt also, was Streuung über Branchen angeht, recht gut in dieses Depot.

Übersicht vom 19.11.2021

NameinvestiertWert
ALZCHEM1.239,001.270,50
CEOTRONICS925,40770,80
CR CAPITAL1.152,801.060,80
DERMAPHARM1.367,041.922,40
EINHELL GERMANY1.339,001.656,00
FCR IMMOBILIEN 1.105,891.269,00
HELMA1.212,001.585,00
HORNBACH HOLDING1.247,201489,80
MUTARES1.397,302.055,90
PROCREDIT1.341,001.432,80
STRATEC944,49994,00
VILLEROY & BOCH1.207,001.800,00
Depotwert:17.307,00
Cash:113,93
Gesamtwert:17.420,93

Vergleich mit dem Benchmark-Depot

Das aus einem SDAX-ETF bestehende Benchmark-Depot, welches mit dem gleichen Startkapital zum gleichen Startzeitpunkt (Januar 2021) aufgelegt worden wäre, hätte einen Wert von 17.032,40 €

Das Levermann-Depot – welches übrigens echt ist – liegt also immer noch darüber. Zwischenzeitlich war es kurz mal unter den Wert des Benchmark-Portfolios abgetaucht, hat sich aber schnell wieder erholt.

Das kann auch immer wieder passieren, denn eins ist klar: Ein Depot aus nur zwölf Aktien muss einfach volatiler sein (mit größeren Ausschlägen hin und her schwanken) als ein Index-Depot. Wirklich interessant ist dieser Vergleich nur langfristig. Ein paar Monate und selbst ein oder zwei Jahre reichen dafür nicht aus.

Alles zu diesem Experiment

Die genauen Zahlen zu den Transaktionen, überhaupt alles, was mit diesem Spiel zusammenhängt, findest du wie immer auf dieser Seite:

Experiment Levermann-Depot

Meine Meinung zur Levermann-Strategie

Wer jederzeit absolut streng nach der Original-Levermann-Strategie vorgeht, und zwar so, wie sie im Buch von Susan Levermann beschrieben ist, also alle Signale stumpf befolgt, wird früher oder später damit auf die Schnauze fliegen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Deswegen sehe ich meinen Umgang mit der Levermann-Strategie nach wie vor als spielerisches Experiment an. Ich sehe Tools wie z. B. den Aktien.guide*, welcher neben Levermann noch andere auf Punkten basierende Systeme anbietet, als gute Anregungsgeber. Aber ich richte mich nicht streng danach.

Im Aktien.guide lässt sich übrigens unabhängig von Levermann und Co prima nach hohen Rentabilitäten suchen, meinetwegen zusätzlich nach hohen Scores innerhalb der verschiedenen Scoring Systeme. So kommt man auf Ideen für Aktien, zu denen ein genauerer Blick in die Fundamentaldaten lohnt. Dafür eignet sich wiederum der Aktienfinder richtig gut.

Wenn du Näheres über meine bevorzugte Anlagestrategie – es ist nicht Levermann – wissen möchtest, könnte dich dieser Artikel interessieren:

Das beste System zur Aktienanlage?

Das war’s mal wieder

Wie immer ist das alles keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Nachmachen.

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