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Levermann-Experiment

Levermann-Experiment 2.0: Entspannt ins zweite Jahr gestartet

Eine Auswertung hat bereits in diesem Jahr stattgefunden, und zwar am 07.01. Daraufhin habe ich nichts getan, sondern alle Aktien im Levermann-Depot gelassen. Strenggenommen, d. h. nach den Originalkriterien der Levermann-Strategie hatte es zwar Verkaufssignale gegeben, aber ich richte mich in diesem zweiten Experiment nicht mehr so streng danach, nehme mir ein paar manuelle Korrekturen heraus, wenn ich sie für richtig halte, und verkaufe überhaupt nur etwas, wenn dafür eine Alternative zum Kauf bereitsteht. Weder aufgrund meines eigenen Tools noch im Aktien.guide* ist das momentan der Fall.

Levermann-Depot Übersicht vom 14.01.2022

NameinvestiertWert
ALZCHEM1.239,001.276,00
CEOTRONICS925,40856,90
CR CAPITAL1.152,801.166,20
DERMAPHARM1.367,041.736,40
EINHELL GERMANY1.339,001.728,00
FCR IMMOBILIEN 1.105,891.530,00
HELMA1.212,001.720,00
HORNBACH HOLDING1.247,201.774,50
MUTARES1.397,302.109,30
PROCREDIT1.341,001.368,00
STRATEC944,49826,00
VILLEROY & BOCH1.207,001.792,00
Depotwert:17.883,30
Cash:160,31
Gesamtwert:18.043,61

Vergleich-Depot aus einem SDAX-ETF

Das Benchmark-Depot, zur gleichen Zeit (ab 2021) mit dem gleichen Anfangskapital (15.000 €) gestartet, hätte einen Wert von 15.827,20 €.

Aber im Aktien.guide* gibt es doch Aktien mit hohem Levermann-Score!

Ja, das stimmt, aber ich habe als „Universum“ für dieses Experiment Small Caps aus Deutschland festgelegt. Und unter denen finde ich auch im Aktien.guide keine neuen Kaufkandidaten.

Ich kann in der Premium-Version des Aktien.guide* direkt nach Levermann-Topscorern filtern und das dabei auf kleine deutsche Aktien einschränken. Dazu klicke ich im Menü auf „Levermann / Topscorer“ und sehe dann eine Liste, momentan so:

Aktuelle Anzeige der Topscorer im Aktien.guide-Tool

Dann kann ich über der Ergebnistabelle weiter filtern. Statt „Weltweit“ gebe ich „Deutschland“ ein und für Marktkapitalisierung wähle ich „Small Caps“ aus. Dann kommt momentan so etwas heraus:

Topscorer-Liste eingeschränkt auf Small Caps aus Deuschland. Ergebnis: nur CR Capital Real Estate

Nur eine Aktie erfüllt streng genommen die Kriterien. Die befindet sich jedoch bereits in meinem Levermann-Depot.

Mit meinem Excel-Tools habe ich auch keine neuen Kaufkandidaten gefunden.

Alles zu diesem Experiment

Genaue Beschreibung der Levermann-Strategie, alle bisherigen Artikel und wöchentlich aktualisierte Stände findest du wie immer unter folgendem Link:

Experiment Levermann-Depot

Warnung

Das hier ist und bleibt für mich ein Spiel. Ich empfehle es nicht zum Nachmachen.

Mit * markierte Links sind Provisions-Links. Wenn du darauf klickst, explodiert möglicherweise dein Rechner oder dein Smartphone brennt vielleicht durch. Vielleicht aber auch nicht.

2 Antworten auf „Levermann-Experiment 2.0: Entspannt ins zweite Jahr gestartet“

Liebe Petra,

die Levermann-Strategie sieht ja eigentlich vor, dass die Aktien beim Unterschreiten bestimmter Schwellenwerte auch wieder verkauft werden. Wenn ich mir die Punkte im Aktien.guide ansehe, stelle ich aber fest, dass Du aktuell diverse Aktien hältst, die nach der L-Strategie eigentlich verkauft werden müssten (zB Hornbach hat aktuell nur 1 Punkt; Dermapharm hat aktuell nur 3 Punkte; Volleroy&Boch hat aktuell 0 Punkte). Das gleiche gilt auch für „Leise“. Nun hast Du ja mitgeteilt, dass Du Dich nicht ganz an die L-Vorgaben halten willst, insbesondere nur verkaufen willst, wenn es für eine andere Aktie eine Kaufempfehlung gibt. (Bei „Leise“ bzw. auf der Wikifolio-Seite finde ich einen entsprechenden „Disclaimer“ übrigens bemerkenswerter Weise nicht, was ich – tolle Performance hin oder her – doch etwas befremdlich finde.)

2 Fragen hierzu:

(1) Warum verkaufst Du bei einem Verkaufssignal denn nicht und hältst Cash, bis wieder ein Kaufsignal generiert wird? Dass man davon bei einem Crash erst einmal besser absieht (das hast Du ja selbst festgestellt), mag ja sein, aber das haben wir aktuell ja nicht. Und die Verkaufsempfehlung bei Levermann ist ja – wie ich dem Buch entnehme – eigentlich genauso wichtig wie die Kaufempfehlung.

(2) Auch wenn Du natürlich nicht die Sprecherin von „Leise“ bist: Kann es sein, dass die Daten im Aktien.guide von den Daten bei CortalConsors (da bekommt „Leise“ nach Eigenbeschreibung seine Daten her) abweichen (und danach noch kein Verkaufssignal generiert wird) oder hast du sonst vielleicht eine Erklärung, warum „Leise“ auch Aktien hält, die nach der L-Methode eigentlich zu verkaufen wären (leider kann man bei Wikifolio ja keine entsprechende Anfrage an den „Manager“ stellen)? Falls die Daten abweichen würden, fände ich das bedenklich, denn darauf basiert die ganze Methode ja. Falls „Leise“ nach eigenem Gusto von der Methode abweicht, fände ich das auch nicht ganz korrekt, dann würde ich zumindest einen entsprechenden Hinweis erwarten.

Ich will selber demnächst mal die L-Methode ausprobieren (mich aber an die Vorgaben halten) – daher das Interesse.

Beste Grüße und vielen Dank für Deinen spannenden Blog,

Oliver

Hallo Oliver,

danke für deinen ausführlichen Kommentar.
Hier meine Antworten:

Zu (1): Ich handle aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit dieser Strategie so. Mein erstes Experiment lief über fünf Jahre und darin hatte ich mich genau an die Levermannschen Vorgaben gehalten. Daraus habe ich gelernt.

Ich behaupte mal ganz arrogant, mehr praktische Erfahrungen mit der Levermann-Strategie zu haben als Frau Levermann selbst. Denn das, was sie da in ihren Kriterienlisten definiert, hat sie extra für Privatanleger erfunden, und zwar NACHDEM sie sich aus dem Finanzgeschäft zurückgezogen hatte, ohne es jemals im großen Stil auszuprobieren.

Deshalb lasse ich Argumente, die allein darauf basieren, dass irgendetwas im Buch von Frau Levermann steht, nicht gelten.

Ich behaupte nicht, dass das, was ich mache, besser ist. Deshalb betreibe ich das nach wie vor nur als kleines Experiment abseits von meinen sonstigen vernünftigen Investments.

Ich gebe zu, es ist vielleicht etwas irritierend, wenn du nur die vollautomatisch erzeugten Scores, z. B. aus dem aktien.guide, hernimmst oder auch die, die mir mein eigenes Tool automatisch erzeugt. Da sieht es im Großen und Ganzen auch nicht besser aus. Aber ich bewerte immer manuell nach und komme so oftmals auf mehr Punkte. Vielleicht sollte ich das nach meiner nächsten Auswertung mal etwas genauer ausführen.

Zu (2): Darauf gebe ich keine Antwort. Fragen wie „Kann es sein, dass … Daten abweichen?“ beantworte dir bitte durch eigenes Nachprüfen selbst.

Viel Erfolg, bei dem was auch immer du daraus machst!

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