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Immo-Seite ist voll investiert + Kritik an BERGFÜRST (Experiment Immo-Crowdinvesting gegen ETF-Sparplan)

Das Sparraten-Restgeld der Immobilien-Crowdinvesting-Seite ist nun zum ersten Mal aufgebraucht. Vorgestern gab es wieder ein neues BERGFÜRST*-Projekt und ich konnte dort das Restgeld und einen Teil der bereits erhaltenen Ausschüttungsbeträge reinvestieren.

Einerseits freue ich mich, dass es bisher hier recht gut klappt, wobei ich allerdings weiterhin gespannt bin, wie es mit Galerie Konze Dortmund weitergeht, weil sie mit den Zinsen noch immer im Verzug sind.

Andererseits habe ich einige Kritik an BERGFÜRST, mit der ich nicht hinterm Berg halten möchte. Vielleicht sehen das einige von euch genauso, vielleicht bin ich jedoch zu empfindlich. Dazu später.

Die Immobilien-Projekte-Karte

Zunächst habe ich es mir nicht nehmen lassen, einen neuen Punkt auf meine Projekte-Karte zu zeichnen, und zwar bei Kassel.

Beim neuen BERGFÜRST-Projekt „Sophienstraße – Kassel“ handelt es sich um ein Vorhaben, bei dem der historische Bode-Turm für Seniorenwohnen umgebaut werden soll.

Karte mit vielen roten und grünen Markierungen. Rot sind die aktuellen Projekte. Grün sind die bereits zurückgezahlten.

Die aktuellen Stände

Immobilien-Crowdinvesting

Sparraten gesamt (Kosten):840,00 EUR
investiert aktuell:860,00 EUR
Ausschüttungen/Gewinn:34,82 EUR
davon reinvestiert20,00 EUR
aktuelle Projekte:19
zurückgezahlte Projekte:7
Bargeldbestand:14,82 EUR
Wert der Anteile:860,00 EUR
Gesamtwert:874,82 EUR

ETF-Sparplan

Sparraten gesamt (Kosten):840,00 EUR
investiert gesamt:847,31 EUR
in Anzahl ETF-Anteile:37,935
Ausschüttungen:17,87 EUR
davon reinvestiert:7,31 EUR
Bargeldbestand:10,56 EUR
Wert der Anteile:940,98 EUR
Gesamtwert:951,54 EUR

Details zu den einzelnen Projekten und zum ETF findest du hier:

Experiment: Immobilien-Crowdinvesting gegen ETF-Sparplan

Meine Kritik an BERGFÜRST

Zunächst einmal finde ich es toll, dass ich per E-Mail vorher informiert werde, wenn es demnächst ein neues Projekt gibt.

Ein schaler Beigeschmack besteht jedoch darin, dass die Zeitspanne zwischen der Ankündigungs-E-Mail und dem Start des Angebotes in letzter Zeit immer kürzer geworden ist.

Dieses Mal kam die E-Mail nach 22.00 Uhr. Am nächsten Tag um 6:00 Uhr startete das Angebot bereits. Das Exposé war auch nicht vorher verfügbar, geschweige denn Zeit, sich mit dem Angebot auseinanderzusetzen und im Vorfeld noch Fragen zu stellen.

Ich habe den Verdacht, dass das überhaupt nicht gewollt ist. Die letzten Male haben gezeigt, dass neue Projekte immer recht schnell – nach nur ein paar Stunden – vollständig finanziert sind.

Da nimmt man doch lieber die Hasardeure, die sich blind ins Abenteuer stürzen, als diejenigen Investoren, die erst über das Angebot nachdenken. Kann ich verstehen, aber ist das seriös?

Die zweite Sache ist, dass in der Ankündigungsmail, wo alle wichtigen Informationen zum Angebot ganz kurz zusammengefasst sind, eine Sache weggelassen wird, und zwar die Zinsfälligkeit.

Alles steht kurz zusammengefasst drin: Um was für ein Projekt es sich handelt, wie hoch der Zinssatz pro Jahr ist, die Maximallaufzeit, die Minimallaufzeit, Sicherheit und Finanzierungsziel. Nur eine wichtige Information fehlt: wann es die Zinsen gibt, also die Zinsfälligkeit.

Es sieht für mich auch so aus, als würde neuerdings überhaupt nur noch endfällige Zahlung angeboten, was eine Verschlechterung gegenüber der bei früheren Projekten üblichen jährlichen und davor halbjährlichen Ausschüttung bedeutet.

Ich habe dafür sogar Verständnis, aber es sollte gleich bei den wichtigen Informationen stehen, denn es ist nun einmal eine sehr wichtige Information.

Mein Urteil zum Angebot von BERGFÜRST in letzter Zeit

Innerhalb dieses Experiments, in dem ich die Performance meiner (halbautomatischen) BERGFÜRST-Investments der eines ETF-Sparplans in Immobilien-Aktien gegenüberstelle, gehöre ich praktisch zu den Hasardeuren, die sich blindlinks in alle (Immobilien-Projekt-)Abenteuer stürzen.

Aber mit größeren Beträgen wäre ich in die meisten meiner Projekte sicher nicht eingestiegen.

So hätte ich normalerweise ein Investment ins letzte Projekt (Sophienstraße – Kassel) überhaupt nicht in Betracht gezogen. Schon deshalb nicht, weil es sich beim Bode-Turm um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Da sind so viele Auflagen zu beachten. Ich wette, da läuft bestimmt vieles nicht wie geplant.

Im Rahmen meines Experiments ist es aber zum Zwecke der Risikostreuung in Ordnung, ein kleines Investment in dieses Projekt ins Portfolio aufzunehmen. Schließlich geht es mir darum auszutesten, ob die erfolgreichen Projekte genügen, um die Fehlgriffe auszugleichen, und um festzustellen, wie groß die Diskrepanz zu einem Investment in einen ETF-Sparplan wird.

Aber ich kann das nicht zum Nachmachen empfehlen und schon gar nicht mit größeren Beträgen. Und Investments unter Zeitdruck sind meistens sowieso unvorteilhaft.

Warum setze ich dann trotzdem (mit * markierte) Provisionslinks auf BERGFÜRST? Weil es Anleger gibt, die anderer Meinung sind als ich und sowieso investieren. Das ist in Ordnung und dann können sie es auch über einen meiner Links tun, denn dadurch entstehen für sie weder ein höheres Risiko noch höhere Kosten. Damit habe ich auch gleich meiner Pflicht zum Hinweis auf die Provisionslinks Genüge getan.

Das risikolose Ausprobieren von BERGFÜRST* mit dem 10-€-Startbonus wird übrigens immer noch angeboten.

2 Antworten auf „Immo-Seite ist voll investiert + Kritik an BERGFÜRST (Experiment Immo-Crowdinvesting gegen ETF-Sparplan)“

Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen – leider.
Ich kann es auf die Schnelle nicht mehr auf der Bergfürst-Seite finden aber ich meine, dass es seit einigen Monaten eine Art „Auto-Invest“ gibt. Seit dem waren die Projekte jedenfalls viel schneller voll finanziert als zuvor…

Oh, von einem „Auto-Invest“ bei BERGFÜRST höre ich zum ersten Mal. Das kann ich irgendwie nicht glauben, denn so etwas hätten sie doch bestimmt per Newsletter publik gemacht. Aber es stimmt schon, es sieht schon fast aus wie Auto-Invest, wenn ein neues Projekt startet.

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