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Levermann-Experiment

Experiment Levermann-Depot: Investment für schwierige Umweltbedingungen

Kaum hatte ich mich darüber gefreut, dass es ein neues Hoch in diesem Spiel gab, da fiel in China ein Sack Reis um und riss die Aktienpreise überall ein wenig nach unten. Aber das ist normal. Also nicht beeindrucken lassen und weiter wie bisher.

So hatte ich zum Ende der vorigen Woche wieder planmäßig ausgewertet und daraufhin einen Austausch vorgenommen. Diesmal habe ich eine ganz kleine Aktie gekauft, die nicht einmal im Aktien.guide* zu finden ist. Außerdem gab es eine Dividendenzahlung.

Der Austausch

Verkauft habe ich New Work. Ja, das war ein kurzes Gastspiel. Die hatte ich gerade einmal vier Wochen in meinem Depot. Aber was soll’s. Mit den Prognosen ging es abwärts und mit den Kursen auch. Letztendlich dann auch mit dem Levermann-Score, und zwar auf nur noch einen Punkt in allen meinen Varianten. Manuelles Nachjustieren hielt ich hier nicht für sinnvoll. Außerdem stand eine neue Aktie zur Verfügung.

Die Aktie, die ich stattdessen neu aufgenommen habe, ist sehr klein und riskant. Da jedoch vom Verkauf von New Work ohnehin nicht mehr so viel Kapital übrig war, konnte hier auch nur unterdurchschnittlich viel investiert werden. So habe ich es gewagt.

 Es handelt sich um CeoTronics (ISIN: DE0005407407). Sie bieten Kommunikationslösungen für schwierige Bedingungen, z. B. für Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei usw.

Hier ist ein Screenshot aus meinem selbst gebastelten Bewertungstool:

Screenshot aus dem Auswertungstool. In zwei Varianten kommen 6 Punkte heraus.

Das Quartalszahlenkriterium lasse ich hier weg, weil es vorher nicht genau bekannt ist. So wartet die große weite Welt wohl kaum auf die Zahlen. Also genügen dann 6 Punkte bereits zum Kauf.

Aufpassen sollte ich hier bei den Gewinnrevisionen. Die Zahlen für Gewinn pro Aktie sind so klein, dass schon eine Änderung um 2 Cent über 5 % ausmacht. Hier habe ich zusätzlich zu meiner Auswertung noch einen längerfristigen Verlauf der Schätzungen betrachtet und werde es auch in Zukunft tun.

Der längerfristige Verlauf sieht gut aus, und zwar so:

Chart mit den Schätzungen. Sie steigen langfristig an.
Quelle: marketscreener.com

Schon für das Bild gibt es +1 Punkt.

Eine Dividende gibt etwas mehr Luft

Nach dem Austausch von New Work gegen Ceotronics waren noch genau 0,44 € Bargeld übrig. Einerseits eine Punktlandung, andererseits aber auch eine knappe Sache. Zum Glück gab es kurz darauf eine Dividende über 51 €, und zwar von CR Capital.

Die Depotübersicht vom Freitag, 24.09.2021

NameinvestiertWert
A.S. CRÉATION TAP.1.198,291.123,20
ALZCHEM1.239,001.303,50
CEOTRONICS925,40906,10
CR CAPITAL1.152,801.200,20
DERMAPHARM1.367,042.048,40
EINHELL GERMANY1.339,001.340,00
FCR IMMOBILIEN 1.105,891.143,00
HELMA1.212,001.655,00
HORNBACH HOLDING1.247,201.322,10
MUTARES1.397,302.434,15
PROCREDIT1.341,001.400,40
VILLEROY & BOCH1.207,001.760,00
Depotwert:17.636,05
Cash:51,44
Gesamtwert:17.687,49

Das Benchmark-Depot

Auch das musste Federn lassen. Ein Depot, welches zur gleichen Zeit mit dem gleichen Startkapital von 15.000 € voll in einen SDAX-ETF investiert und dann in Ruhe gelassen wurde, stünde bei 16.786,30 €.

Bis zur nächsten Auswertung!

Die nächste Auswertung ist am kommenden Wochenende. Wer dann sofort über geplante Transaktionen informiert werden möchte, kann gern meinen Newsletter abonnieren.

Screener über Scoring-Systeme

Im Aktien.guide* gibt es übrigens nun einen Screener. Naja, so etwas gibt es doch auch frei auf jedem halbwegs brauchbaren Finanzportal! Das schon, aber der hier ist anders, und zwar spezialisiert auf die Scoring-Systeme des Aktien.guide.

Das sind drei. Neben der Levermann-Bewertung werden ein Score für Wachstumsinvestoren (HGI = High Growth Investing) und ein Dividenden-Score angeboten.

Da habe ich mir den Spaß gemacht und mal gefiltert, ob es Aktien gibt, die in allen drei Bewertungen zu den Besten gehören, also die in allen drei Systemen einen Top Score haben.

Dabei kam keine einzige Aktie heraus. Gut, das war zu erwarten.

Aber wenn ich die Bedingungen nur etwas lockere, d. h. den jeweils erforderlichen Mindestscore nur ein klein wenig ändere, werde ich fündig. Ich habe für den Levermann-Score ein Minimum von 6 und für HGI und Dividenden jeweils ein Minimum von 10 Punkten eingestellt.

Dabei sind gerade einmal fünf Aktien herausgekommen. Interessanterweise befindet sich darunter eine, die ich in meinem Levermann-Depot habe, und zwar Mutares. Das ist auch diejenige Position, die bei mir bisher die beste Performance hingelegt hat.

Hat das etwas zu sagen? Nö, aber ich finde es trotzdem schön.

Wenn du dir selbst ein Bild machen willst:

Alles zum Levermann-Depot

Mit Aufstellung sämtlicher Transaktionen usw., wie immer auf dieser Seite:

Experiment Levermann-Depot

Disclaimer

Das hier ist keine Anlageberatung, sondern nur ein Spiel. Nicht hirnlos nachmachen!

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