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Immo-Crowdinvesting: Da nimm, aber gib gleich wieder her!

Da hat BERGFÜRST* ein Bilderbuch-Timing hingelegt: Auf den Punkt genau am 31.03.2021 wurde das Darlehen „Jena Dornburger Straße“ inklusive Zinsen zurückgezahlt und gleich am nächsten Tag, dem 01.04., mit „Jena Dornburger Straße II“ das Folgedarlehen emittiert.

Darin geht es um den nächsten Projektabschnitt, in dem nun wirklich gebaut wird. Die Konditionen sind allerdings ein klein wenig schlechter als die des ersten Darlehens. So gibt es 6,2% Zinsen (im vorigen 6,5%) und diese werden erst endfällig gezahlt (vorher jährlich). Dafür ist das Ganze jedoch für drei Jahre angesetzt. Klar, denn Bauen dauert etwas länger als Vorbereiten und Projektieren.

Ehrlich gesagt, würde ich gern mal Mäuschen spielen, wenn die bei BERGFÜRST* die Konditionen für solch ein Crowdinvestment ausschnapsen. Hält da einer den nassen Daumen in die Luft, beachtet gleichzeitig Datum und Uhrzeit oder wie kommen die sonst wohl auf den Zinssatz und die Zinsfälligkeit? Überhaupt scheint es in letzter Zeit im besten Falle für die Anleger die Zinsen nur noch jährlich – jeweils Ende Juni – zu geben, oftmals jedoch nur endfällig, wie hier. Als ich mit diesem Spiel angefangen hatte, gab es sogar halbjährliche Zinszahlungen.

Aber ich will mich nicht in „Früher war alles besser“-Nostalgie wälzen, denn für mich und mein Experiment spielt das keine Rolle. Ich probiere nach wie vor aus, wie sich ein Portfolio solcher Investments über einen längeren Zeitraum entwickeln kann und stecke mechanisch und unkritisch meine kleinen Beträge in diese Immobilienprojekte. Bisher auch nur bei BERGFÜRST*, weil nur dort Investments in so kleinen Stückelungen (ab 10 €) möglich sind.

Gleichzeitig lasse ich einen monatlichen ETF-Sparplan laufen, der in Immobilienaktien und REITs investiert. In beide Seiten stecke ich monatlich jeweils 30 €. Zuerst hatte ich den Sparplan auf 30 € eingestellt und auch in jedes BERGFÜRST-Projekt 30 € investiert. Allerdings gab es nicht so viele Projekte, so dass sich der Immo-Topf zunächst immer weiter füllte. Dann gab es Zinsen für die ersten Projekte und inzwischen auch schon Rückzahlungen.  Auf der ETF-Sparplan-Seite fielen steigende Ausschüttungen an.

So habe ich den ETF-Sparplan inzwischen von 30 € auf 30,30 € automatischen monatlichen Anlagebetrag erhöht, um auch die Ausschüttungen wieder anzulegen. Bei BERGFÜRST investiere ich manuell nun jeweils 40 €. Dadurch baue ich den Bargeldtopf nach und nach ab.

Ich hatte nun 30 € plus 1,07 € Zinsen nach Abzug von Steuern für das Projekt „Jena Dornburger Straße“ erhalten und gleich darauf 40 € in „Jena Dornburger Straße II“ gesteckt.

Außerdem gab es Sonderzinsen für ein anderes BERGFÜRST-Projekt, und zwar „Reileck Quartier Halle“. So flatterte mit 0,72 € weiteres Kleinvieh in meinen Topf. Das ist dafür, dass ich wie immer gleich am Anfang investiert hatte und es bis zur vollständigen Finanzierung wieder länger als 14 Tage gedauert hat. So stehen mir etwas mehr Zinsen zu als denjenigen, die ihr Geld erst im letzten Moment locker gemacht haben.

Nun folgen wieder die Übersichten zu beiden Seiten des „Duells“:

Aktuelle Stände

Immobilien-Crowdinvesting

Sparraten gesamt:540,00 EUR
investiert aktuell:519,94 EUR
in Anzahl Projekte:15
zurückgezahlte Projekte:3
zurückgezahlt:90,00 EUR
davon reinvestiert:90,00 EUR
Sparraten Restgeld:20,06 EUR
Ausschüttungen:17,14 EUR
davon reinvestiert:0,00 EUR
Bargeldbestand:37,20 EUR
Wert der Anteile:520,00 EUR
Gesamtwert:557,20 EUR

Der Betrag unter „Ausschüttungen“ ist ein wenig geschummelt. 10 € davon sind der Neukundenbonus von BERGFÜRST*. Nur der Rest sind echte Ausschüttungen aus den Investments.

Aktuelle BERGFÜRST-Projekte

  • Galerie Konze Dortmund (30 €)
  • Koblenz Clemens-Carré (30 €)
  • Wien Manner-Villa (30 €)
  • Pflegeeinrichtung Boizenburg (30 €)
  • Leipzig Beckerstraße (30 €)
  • Mödling (30 €)
  • Frankfurt – Westend (30 €)
  • Hamburg Frahmredder (39,94 €)
  • Reileck Quartier Halle (40 €)
  • NEOS – Bremen (40 €)
  • Hameau Hills – Wien (40 €)
  • Grazer Parksuiten (40 €)
  • Hamburg – Berner Straße 25-29 (40 €)
  • Wohnen am Goldberg – Gelsenkirchen (40 €)
  • Jena Dornburger Straße II (40 €)

Zurückgezahlt

  • Fellbach II
  • Alte Glockengießerei – Rüdersdorf bei Berlin
  • Jena Dornburger Straße

ETF-Sparplan

Sparraten gesamt:540,00 EUR
investiert gesamt:541,60 EUR
in Anzahl ETF-Anteile:25,732
Sparraten Restgeld:0,00 EUR
Ausschüttungen:7,95 EUR
davon reinvestiert:1,60 EUR
Bargeldbestand:6,35 EUR
Wert der Anteile:575,88 EUR
Gesamtwert:582,23 EUR

Alles zu diesem Experiment

Das findest du wie immer hier:

Immobilien-Crowdinvesting gegen ETF-Sparplan

Noch etwas zum Risiko

Bisher habe ich keinen Ausfall bei den Crowdinvesting-Projekten. Ich habe einfach Schwein gehabt. Ausfälle gibt es und irgendwann trifft es auch meine Investments. Dann ist die Frage, ob das Ganze noch lohnt. In meinem letzten Artikel hatte ich grob überschlagen, dass trotzdem noch eine positive Rendite herauskommen sollte. Hier kannst du das nachlesen:

Immobilien-Crowdinvesting-Experiment: Chancen-Risiko-Vergleich

Da Immobilien-Crowdinvesting schon etwas länger möglich ist als mein Experiment bisher läuft, gibt es natürlich auch Anleger mit mehr Erfahrungen auf diesem Gebiet, die schon den einen oder anderen Ausfall mitgemacht haben.

Einer davon ist „der Privatier“. Er betreibt einen Blog, auf dem Immobilien-Crowdinvesting eine recht große Rolle spielt. Er selbst hat vor nicht allzu langer Zeit ein Zwischenfazit nach fünf Jahren Crowdinvesting in Immobilien veröffentlicht und seine Rendite bis dahin auf 4,2% pro Jahr beziffert. 

Überhaupt betreibt er auf seinem Blog regelmäßig eine „Plauderecke“ zum Thema, wo in den Kommentaren fleißig diskutiert wird. Nachdem ich mir dort nun eine ganze Liste von Kommentaren durchgelesen habe, kann ich feststellen, dass wohl auf einigen Plattformen Verzögerungen bei den Zinszahlungen normal sind.

Das ist leider etwas, das auf keiner der Plattformen wirklich transparent dargestellt wird. Kenntnis darüber erlangt nur, wer registriert ist oder im schlimmsten Fall, wer investiert ist. Begründet wird so etwas immer mit Datenschutz-Blabla. Ich persönlich halte das für eine Ausrede.

Immerhin läuft bei meinen BERGFÜRST-Investments bisher alles super-pünktlich. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass sie eben keine qualifizierten Nachrangdarlehen vergeben. Bei so etwas darf man die Zinszahlungen nämlich verschieben, wenn dadurch Insolvenz des Unternehmens nur drohen würde, ohne dass sie wirklich eintritt.

Das geht bei BERGFÜRST nicht. Da wird dann doch eingegriffen. Inzwischen ist das dort bei zwei Projekten auf Mallorca der Fall. Da stehe ich zum Glück nur an der Seitenlinie. Hier stellt sich nun die Frage, ob denn die so oft angepriesenen Sicherheiten wirklich etwas wert sind.

Bisher gab es zwar auch in einem meiner Projekte Verzögerungen, woraufhin die Laufzeit verlängert wurde, aber immerhin kamen die Zinsen bisher pünktlich.

Es bleibt spannend.

Das hier ist wie immer keine Anlageberatung, sondern nur meine persönliche Meinung.

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