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Investieren aus dem Nichts

Investieren aus dem Nichts: Wie ich aus Versehen zur Schöpferin erhoben wurde und andere Neuigkeiten

Eigentlich hatte ich dieses Finanz-Experiment nicht so angelegt, dass es einen göttlichen Touch haben sollte, obwohl sein Titel, wie ich zugeben muss, ein wenig theatralisch klingt. Aber ein bisschen Clickbait sei auch mir gestattet.

 „Investieren aus dem Nichts“ soll einfach nur unterstreichen, dass fast jeder von Null an ganz schnell ein paar Euro zusammenbekommen und damit sofort mit dem Investieren in Aktien beginnen kann. Wie das geht, zeige ich Schritt für Schritt in dieser spielerischen Challenge.

Wirklich reich kann man auf diese Art natürlich nicht werden, aber so lässt sich direkt anfangen anstatt immer wieder die Ich-kann-das-nicht-Schallplatte aufzulegen. Vielleicht motiviert es manchen ja auch, einen Weg zu finden, mehr Geld vom Einkommen zu sparen, sich ein Polster für schlechte Zeiten aufzubauen und wenn dieses dick genug ist, mit Investments ernsthafter Größe zu beginnen.

Inhalt

Schöpferin aus Versehen

Wie kam es nun also dazu, dass ich mich kurz mal zur Schöpferin erhoben fühlte, wenn auch nur aus Versehen? Diese kuriose Geschichte möchte ich heute erzählen und natürlich auch, wie es ansonsten weiterging.

Der Januar war schon mehr als halb herum und ich hatte in diesem Monat hier noch keinerlei auszahlbares Mini-Einkommen erwirtschaftet. Das wollte ich so nicht stehen lassen. Ich beschloss, es als „Challenge in der Challenge“ anzusehen, mein Verrechnungskonto doch noch vor dem Monatsende ganz schnell auf mindestens 25 € aufzufüllen, damit ich einen neuen kleinen Aktienkauf beauftragen könnte.

Die Aktienkäufe tätige ich über Aktiensparpläne bei der Consorsbank* und auf meinem dortigen Verrechnungskonto lag noch ein Rest von 4,74 €. Ich brauchte also nur noch etwas mehr als 20,00 €, damit es für eine Sparplanausführung reichen würde.

Die am besten planbare Mini-Einkommensquelle ist für mich die Texter-Plattform Content.de*. Ich müsste dort ein paar passende Aufträge finden und schnell abarbeiten. Das könnte ich samt Auszahlung und Transfer auf mein Verrechnungskonto noch vor dem Monatsende schaffen.

Gesagt – getan! Ich fand Aufträge, die einfach aussahen und auch recht lukrativ waren. Also erledigte ich die schnell und hatte nach drei Texten mein Soll erfüllt – insgesamt 22,18 €.

Eigentlich war ich froh, dass ich mich nun zunächst wieder faul zurücklehnen konnte. Doch ich schaute aus reiner Neugier noch einmal kurz über die verfügbaren Aufträge und stieß dabei auf einen, den ich einfach nicht ablehnen konnte:

Darin sollte ein Mensch erschaffen werden. Ich darf keine Einzelheiten verraten, denn in den Vertragsbedingungen bei Content.de gibt es eine Verschwiegenheitsklausel. Deshalb nur so viel: Name, Alter und Wohnort waren vorgegeben, der Rest war Sache des Autors und sollte aus der Sicht der Person in 200 bis 300 Worten erzählt werden.

Das hat Spaß gemacht, da konnte ich herumspinnen und ein wenig Selbstironie unterbringen. Im Handumdrehen hatte ich also eine Person erschaffen, die wohl demnächst durchs Internet geistern wird. Meine Schöpfung fand bereits kurz darauf großen Anklang beim Auftraggeber, denn er hat mir als Bewertung „Erwartungen deutlich übertroffen“ gegeben.

Auch wenn ich nichts davon habe außer 3,20 €, die noch als Restbetrag bei Content.de liegen, finde ich es irgendwie schräg. Ich denke, ich werde in der Lage sein, dieses Wesen aufzuspüren und zu schauen, was es so treibt. Es wird wohl genau das machen, was sich diverse Texter ausdenken. Alles Fake! Aber ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Sache harmlos ist.

Nun habe ich also eine Ahnung davon, wie sich Romanautoren fühlen, wenn sie sich Figuren ausdenken. Aber für mich wäre das auf Dauer nichts, denn es gibt dabei weder Zahlen noch Tabellen.

Weiteres Mini-Einkommen aus einer zusätzlichen Umfragen-Plattform

Es gibt auch noch andere Mini-Einkommensquellen, über die ich bereits geschrieben hatte. Vorablesen von Büchern, die ich kostenlos bekomme und nach dem Lesen und Rezensieren an Gebrauchtaufkäufer verschicke, passt mir aus persönlichen Gründen momentan leider nicht.

Aber ich habe mich entschlossen, eine weitere Umfragen-Plattform hinzuzunehmen. Eigentlich wollte ich es beim EntscheiderClub* belassen, aber letzten Endes habe ich gemerkt, dass sich die Sache in der kurzen Zeit, in der ich daran teilnehme, nach und nach verbessert hat. Das Durchklicken durch Fragebögen ist zwar etwas stupide, aber die Plattform ist seriös und sie zahlen dort verlässlich aus. Inzwischen kann man sein Geld auch innerhalb des Monats anfordern und nicht nur in 10-Euro-Schritten, sondern z. B. auch 15 € usw.

Nun bin ich auf den TrendsetterClub* aufmerksam geworden. Diese Plattform stammt vom gleichen Betreiber.

Vom Prinzip her sieht das dort auch so ähnlich aus wie beim EntscheiderClub, nur dass hier sogenannte Trendpunkte gutgeschrieben werden anstelle direkter Euro- und Centbeträge. Dabei entsprechen fünf Trendpunkte einem Cent.

500 Trendpunkte (1,00 €) habe ich als Startgutschrift erhalten und weitere 75 (0,15 €) für das Bestätigen der E-Mail-Adresse bis zum Ausfüllen meines Profils. Dann gab es eine erste Testumfrage, anhand der das System erklärt wurde:

20 Punkte (0,04 €) für jede vollständige Teilnahme, weitere 20 Punkte (0,04 €) für Beantwortung innerhalb von 24 Stunden nach Einladung. Dazu kommt die „normale“ Vergütung, die von der Länge der Umfrage abhängt. Die wird wohl so ähnlich wie beim EntscheiderClub sein. Die Beispiel-Umfrage war sehr kurz. So gab es dafür 21 Punkte (0,042 €). Zusätzlich gibt es einen „Mehr gewinnen“-Button, der ein Glücksrad startet, wodurch man noch weitere Punkte gewinnen kann. In meiner Beispiel-Umfrage bekam ich dafür 5 Punkte (0,01 €).

Also Gamification durch und durch! Psychologisch sehr schlau! Ich habe also für die kurze Testumfrage insgesamt 66 Punkte (0,132 €) bekommen. Damit steht mein Konto dort bei 641 Punkten (1,282 €).

Zum Vergleich: Beim EntscheiderClub gab es für die erste Testumfrage 0,10 €, aber die war nicht so spielerisch aufbereitet. Ich bin gespannt, ob das letzten Endes einen Unterschied bringt. Ich vermute, dass in etwa das Gleiche dabei herauskommen wird.

Auszahlungen sind beim TrendsetterClub umgerechnet zu den gleichen Konditionen wie beim EntscheiderClub möglich: ab 2.500 Punkten (5 €) als Amazon-Gutschein, ab 5.000 Punkten (10 €) als Überweisung.

Ansonsten gibt es leider auch viele schlechte Umfragen-Portale, deren Geschäftsverhalten meiner Meinung nach schon an Betrug grenzt, weshalb ich hier davor warnen möchte.

So etwas hatte ich bereits vor etlichen Jahren ausprobiert. Ich fand es auf einer seriös erscheinenden Webseite, wo es um Nebenverdienst in Heimarbeit ging. Dort gab es einen erklärenden Beitrag und eine Liste mit den angeblich besten Umfragen-Portalen.

Also meldete ich mich bei ein paar davon an. Die waren durchweg alle Riesenmist. Lange Fragesequenzen, bei denen man kurz vor dem vermeintlichen Ende rausgeworfen wurde, weil man angeblich doch nicht in die Zielgruppe passte. Das war dort Methode.

Nur selten endete mal wirklich ein Fragebogen erfolgreich. Die Vergütung dafür war dann aber so minimal, dass man wohl erst in hundert Jahren über die Auszahlungsschwelle gekommen wäre. Ich meldete mich recht schnell überall wieder ab.

Damals hatte ich noch keinen blassen Schimmer, warum die so einem Mist veröffentlichten, denn von Provisionslinks hatte ich noch nichts gehört. Die listeten keine guten Umfragen-Portale auf, sondern einfach alle, für die sie Provisionen bekamen, wenn sich jemand über entsprechende Links dort anmeldete.

An derartigem Betrug möchte ich hier nicht teilnehmen. Deshalb setze ich nur solche Provisionslinks, die ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Dazu gehören diese beiden:

Ansonsten habe ich noch keine weiteren Mini-Einkommensquellen erschlossen.

Die nächste Aktie

Es reicht also für den nächsten Aktienkauf. Welche Aktie findet nun Einzug in dieses Mini-Depot?

Bisher sind zwölf Aktien guter Unternehmen enthalten. Bei der Auswahl habe ich darauf geschaut, dass deren Geschäftsfelder leicht zu verstehen sind und dass es sich um solide Unternehmen handelt, die regelmäßig Dividenden zahlen, manche etwas höher, manche etwas niedriger. Diese Ausschüttungen sollen langfristig durch die Gewinne erwirtschaftet werden können.

Um das mit der Streuung über verschiedene Branchen gut hinzubekommen und es ein wenig zu verbildlichen, habe ich mir dazu eine Art Geschichte überlegt, die ich mit jedem Aktienkauf weiterspinne. Ich gebe sie noch einmal zusammengefasst wieder und ergänze sie um die heutige Aktie.

Ach wie schön: Mit Cola und Chips (PepsiCo-Aktie) auf dem Sofa herumlümmeln und sich genüsslich rülpsend von einem großen Flachbildfernseher (Samsung-Aktie) berieseln lassen!

Doch macht das auf Dauer krank. Da muss man erst wieder aufgepäppelt werden (CVS Health Aktie). OK, gesund und fit ist doch besser! Also dran bleiben und Sport treiben (Nike-Aktie).

Nach dem Sport erfrischt der Sprung unter die Dusche und um beim Joggen nicht irgendwann einen „Schweif“ hinter sich her zu ziehen, sollten die Klamotten auch ab und zu gewaschen werden (Henkel-Aktie).

Voraussetzung für das alles ist ein Dach über dem Kopf (TAG Immobilien Aktie). Strom gehört auch dazu, denn im Haus sollen Licht brennen und Waschmaschine laufen (NextEra Energy Aktie).

Überhaupt trägt eine schön eingerichtete Wohnung zum allgemeinen Wohlbefinden bei (Home Depot Aktie). Das kostet alles den einen oder anderen Taler, und die will man beim Einkaufen nicht alle in bar mit sich herumschleppen (VISA Aktie). Vorsicht, nur nicht die Übersicht über die Finanzen verlieren! Darum werden sie ordentlich in Excel dokumentiert (Microsoft Aktie).

Uff, war das alles anstrengend! Nun muss es doch auch etwas Vernünftiges zu Essen geben (Hormel Foods Aktie). Und hui, das Jahr neigt sich schon dem Ende. Weihnachtszeit ist Leckermäulchen-Zeit (Mondelez Aktie).

Nun geht es mit der neuen Aktie weiter, und zwar: Der ganze Müll vom Online-Shopping aus der Vorweihnachtszeit muss wieder weggeräumt werden. Also kommt nun die Waste Management Aktie dazu.

Zur Auswahl standen drei Entsorgungsunternehmen, und zwar Republic Services, Veolia Environment und Waste Managment. Alles in allem gefiel mir Waste Management davon am besten. Sie zahlen zwar momentan nicht die höchste Dividende, aber sie haben eine recht gesunde Bilanz. Veolia ist wegen der französischen Steuern ungünstiger und auch wenn momentan die Dividendenrendite höher aussieht als bei den anderen beiden, es wird mehr abgezogen.

Also habe ich einen Sparplan für Waste Management (ISIN US94106L1098) bei der Consorsbank* eingestellt und danach gleich eine Sparpause. So wird der Kauf Anfang Februar genau einmal für 25 € ausgeführt. Beim nächsten Mal kann ich mir dann wieder eine neue Aktie aussuchen.

Bei meiner Entscheidung zwischen den drei oben genannten Aktien hat mir der Aktienfinder von Torsten Tiedt geholfen.

Nun wird sich jemand, der wirklich nur solche Mini-Investments betreibt, wohl kaum einen Vollzugang zum Aktienfinder leisten. Aber auch ohne dieses Tool hätte man genug Infos zu den drei Aktien finden können, um eine Entscheidung zu treffen. Es gibt ohnehin nicht die eine optimale Entscheidung.

Alle Infos zu dieser Challenge

Übersichten mit allen Infos zu dieser Challenge findest du wie immer hier:

Investieren aus dem Nichts

Ich aktualisiere das etwa einmal die Woche.

Jetzt bist du am Zug – wenn du magst

Möchtest du auch solch ein Spiel ausprobieren? Zunächst ein paar Anregungen für kleine Nebenbei-Einkommensquellen. Das sind die von mir zuletzt verwendeten:

Denkbar ist es aber auch, gesammelte Payback-Punkte dafür zu verwenden. Unter diesem Link lassen sie sich bar auszahlen anstatt irgendwelche Prämien auszusuchen:

Noch mehr Payback Punkte, sogar bei Amazon und anderen Nicht-Payback-Partnern wie Aldi und Lidl, erhält man, wenn man einfach mit der Payback American Express Karte zahlt. Die ist völlig gebührenfrei und bringt Neukunden sogar noch eine attraktive Bonus-Punktegutschrift:

Es geht noch besser. Oftmals macht es Sinn, statt Payback-Punkten beim Online Einkauf lieber den Cashback von GETMORE in Anspruch zu nehmen, weil es meistens höhere Prozentsätze dafür gibt. Dazu musst du dich dort anmelden und dann bei jedem Einkauf über den passenden Shoplink in deinem GETMORE-Account zum Online Shop klicken. Dann funktioniert das mit dem Cashback vollautomatisch. Hier mehr dazu:

Das sind alles einfache Ideen für Mini-Einkommen.

Das lässt sich dann immer in Portionen ab 25 €, bei manchen Anbietern sogar schon ab jeweils 10 €, über Sparpläne in Aktien oder auch ETFs investieren. Anstelle von Aktien funktioniert das auch mit Immobilien-Crowdinvesting-Projekten – auch schon ab 10 €. Hier ein paar Vorschläge:

Die Sache mit den Immobilien-Projekten über BERGFÜRST verwende ich bereits in einem anderen Experiment. Wenn du dazu mehr wissen möchtest:

Immobilien-Crowdinvesting gegen ETF-Sparplan

Das sind genug Anregungen für heute und nun fehlt nur noch eins:

Das hier ist keine Anlageberatung, sondern spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.

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2 Antworten auf „Investieren aus dem Nichts: Wie ich aus Versehen zur Schöpferin erhoben wurde und andere Neuigkeiten“

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