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Passives Einkommen

Passives Einkommen – seriöse Ideen – Teil 3: Affiliate Marketing

In meiner kleinen Artikelserie soll es heute um eine weitere mögliche Quelle für passives Einkommen gehen, und zwar Affiliate Marketing. „Affi…was?“

Die deutsche Bezeichnung dafür ist Empfehlungsmarketing. Dahinter steckt eine relativ alte Idee: Du empfiehlst etwas und bekommst dafür eine Belohnung.

Beispiel: Eine Freundin abonniert auf deine Empfehlung hin die Zeitschrift „Essen ohne zu platzen“ und du bekommst dafür als Belohnung ein Kochtopfset.

OK, das ist vielleicht etwas altbacken. Wie funktioniert das heute? Bei vielen Dienstleistern und Portalen im Internet gibt es einen Link „Freunde werben“. Darüber kannst du eine Mail mit einer Empfehlung verschicken. Wenn der Adressat der Empfehlung folgt, bekommst du eine Prämie oder einen Gutschein.

Das sind Möglichkeiten, die sich gelegentlich nutzen lassen. Das Empfehlungsmarketing (Affiliate Marketing), um das es hier jedoch gehen soll, ist für (mehr oder weniger) regelmäßige Einnahmen gedacht. Dafür gibt es keine Sachprämien, sondern Provisionszahlungen.

Es funktioniert über spezielle Links im Internet. Man könnte es auch Link-Marketing nennen. Du platzierst irgendwo einen solchen Link. Der führt zu einem Anbieter oder einem bestimmten Produkt. Wenn jemand darauf klickt und dann etwas kauft, bekommst du eine Vermittlungsprovision, in der Regel einen bestimmten Prozentsatz vom Verkaufspreis. Der Link enthält einen Parameter, an dem erkannt wird, dass es dein Link ist, damit dir die Provision zugeordnet werden kann.

Neben einfachen Text-Links können das auch Produktbilder oder Werbebanner sein, die zum entsprechenden Anbieter verlinkt sind. In der jeweiligen Ziel-Adresse ist immer eine dir eindeutig zuzuordnende Kennung enthalten.

Durch so etwas lässt sich ein passives (Neben-)Einkommen erzielen. Dazu jedoch gleich eine Warnung vorneweg:

Einige sogenannte Experten versprechen, dir in überteuerten Kursen beizubringen, wie du damit noch vor Vollendung eines Wimpernschlages zum Trillionär wirst. Ich hatte mich über so etwas schon im ersten Teil dieser Artikelserie mokiert und verzichte deshalb hier darauf.

Die Wahrheit ist, dass auch in diese passive Einkommensquelle eine Menge aktiver Arbeit gesteckt werden muss.

Die beiden wichtigsten Fragen am Anfang sind „Was?“ und „Wo?“

Was möchte ich in Form solcher Empfehlungen bewerben?

Wo kann ich die entsprechenden Links erfolgreich platzieren?

Für das „Was“ gibt es verschiedene Affiliate-Programme, bei denen du dich anmelden kannst. Bei der Anmeldung als Affiliate, also als jemand, der Link-Werbung gegen Provision machen möchte, musst du in der Regel eine Webseite angeben, wo die Werbung erscheinen soll. Damit wären wir bei der „Wo“-Frage.

Vielleicht hast du bereits eine Webseite oder einen Blog zu einem Themengebiet, das dich sehr interessiert, weshalb du das Projekt bereits einige Zeit mit Herzblut betreibst und auch schon etliche regelmäßige Leser hast. Das ist die beste Voraussetzung. Dann kannst du themenrelevante Produkte oder Dienstleistungen empfehlen und dafür Provisionen verdienen.

Das Was

Ich nenne hier ein paar Möglichkeiten, die ich selbst ausprobiert habe und die recht gut funktionieren. Ich gehe dabei nicht zu sehr ins Detail. Auf den im Folgenden verlinkten Webseiten der entsprechenden Plattformen finden sich weitere Informationen, z. B. zur Höhe der Provision.

Das Amazon-Partnernet

https://partnernet.amazon.de/

Das ist eine der bekanntesten Möglichkeiten, um durch Produktempfehlungen Provision zu verdienen. Du meldest dich dort an und kannst sehr einfach zu jedem Produkt einen Link oder einen HTML-Code zum Einbau in deine Webseite erzeugen lassen.

Wenn jemand auf diesen Link klickt und danach etwas bei Amazon kauft, bekommst du die entsprechende Provision. Dabei ist es egal, ob derjenige genau das Produkt kauft, das du beworben hast, oder etwas völlig anderes. Das ist übrigens bei den meisten Affiliate-Programmen der Fall.

Bei Amazon wird viel gekauft. So kannst du sogar das Glück haben, dass jemand zwar über einen deiner Buch-Empfehlungslinks dorthin gelangt, aber dann etwas Hochpreisiges bestellt. Du bekommst auch dafür Provision.

AWIN

https://www.awin.com/

AWIN ist ein großes Netzwerk mit mehr als 1.000 Partnerprogrammen. Hier findest du aus nahezu jeder Branche etwas. Darunter sind Firmen wie Thalia, Spiele Max, Galeria und Blume 2000.

Nachdem du dich bei AWIN angemeldet und verifiziert hast, musst du dich bei den einzelnen Anbietern bewerben. Das geht per Klick. Dazu solltest du bereits eine themenrelevante Webseite haben, sonst kann es passieren, dass deine Bewerbung abgelehnt wird. Manche Anbieter sind jedoch nicht so streng und akzeptieren jeden Affiliate automatisch. Eine Seite mit passendem Thema ist aber für den Erfolg deiner Werbelinks von Vorteil.

Bei der Anmeldung bei AWIN zahlst du eine kleine Kaution von 5 €, die jedoch mit der ersten Auszahlung der verdienten Provisionen zurückerstattet wird. Damit vermeiden sie Karteileichen und Betrugsversuche.

FinanceAds

https://www.financeads.net/

Das ist ein Affiliate-Netzwerk, welches auf die Finanzbranche spezialisiert ist. Hier kannst du als Affiliate für Finanzdienstleister (Banken, Online Broker, Versicherungen usw.) Provisionen verdienen. Meistens gibt es einen Festbetrag für jeden gewonnenen Neukunden.

Die Voraussetzung dafür ist eine Webseite oder ein Blog, der mit dem Thema Finanzen zu tun hat. Außerdem musst du bei der Anmeldung ein Gewerbe nachweisen.

Digistore24

https://www.digistore24.com/

Das ist eine Plattform für digitale Produkte zu allen möglichen Themen. Hier kannst du sowohl eigene Produkte (Kurse, E-Books, Zugang zu Bezahlinhalten) anbieten als auch die Produkte von anderen als Affiliate-Partner gegen Provision bewerben. Dazu gibt es einen Marktplatz, auf dem man gezielt nach geeigneten Produkten suchen kann.

Für mein PDF-E-Book „Screen Scraping mit Excel VBA“, das ich selbst über Digistore24 verkaufe, habe ich auch die Möglichkeit eingerichtet, dass Affiliates es bewerben können. So sieht das auf dem Digistore24-Marketplace aus:

Affiliate-Angebot für PDF-E-Book „Screen Scraping mit Excel VBA“

Das Wo

Nun möchte ich noch einmal darauf zurückkommen, wo du deine Affiliate-Links platzieren kannst und wie du am besten dabei vorgehst, denn plumpes „Kauf mich!“ wird nicht funktionieren.

Da wären zunächst einmal die eigenen Medien. Das kann wie schon erwähnt der eigene Blog sein, aber auch ein Youtube-Kanal ist denkbar. Auf dem eigenen Blog kannst du zwischen deinen Texten oder auch unter deinen Artikeln passende Werbung unterbringen. Bei Youtube steht dir dafür die Infobox jeweils unter dem Video zur Verfügung.

Du kannst z. B. einen Ratgeber schreiben, wie eine bestimmte Reparatur im Haus selbst durchgeführt werden kann und dazu gleich ein passendes Werkzeug über einen Affiliate-Link empfehlen.

Du kannst Produkttests durchführen und dazu die passenden Affiliate-Links einfügen.

Eine andere Idee sind Vorstellungen von Büchern, die du gelesen hast. Mach deine Leser neugierig auf das Buch und verlinke es dann. Oder erkläre etwas zu einem Thema und verlinke für weitere Details ein Buch.

Das soll als Denkanstoß genügen. Dir werden sicher selbst noch mehr Lösungen einfallen, die für dein spezielles Themengebiet passen.

Eine andere Idee, durch Affiliate Marketing Geld zu verdienen, ist der Aufbau sogenannter Nischenseiten. Ich selbst habe damit allerdings keine praktischen Erfahrungen und bin mir nicht sicher, ob das heute noch gut funktioniert.

Der Knackpunkt dabei ist, Google zu „bezwingen“. Es wird eine Seite zu einem bestimmten „Kauf-Thema“ erstellt, meistens zu einer speziellen Produktart. Darauf kommen dann Vergleiche, Einkaufsratgeber usw. und natürlich jede Menge passender Affiliate-Links. Dann muss man dafür sorgen, dass diese Seite oben in den Suchergebnissen bei Google auftaucht, wenn jemand „Produkt XY kaufen“ oder so ähnlich eingibt.

Dazu wird versucht, die passenden Keywords in genau der richtigen Menge an den richtigen Stellen zu platzieren, sich von anderen Seitenbetreibern, vor allem Bloggern, Links auf die Seite setzen zu lassen, also alles zu tun, um Google gnädig zu stimmen. Da Google seine Algorithmen immer mal wieder ändert, ist es bestimmt ziemlich anstrengend, mit so etwas up-to-date zu bleiben. Das muss man mögen.

Eine andere Möglichkeit zur Platzierung von Affiliate-Werbung sind sogenannte Vergleichsportale, z. B. für Stromtarife, Versicherungen usw. Die leben von Vermittlungsprovisionen. Ich erwähne sie hier nur der Vollständigkeit halber, denn so etwas aufzubauen, ist sehr aufwändig und schwierig, wahrscheinlich auch kostenintensiv.

Eines sollte dir jedoch klar sein: Wenn du glaubst, du beginnst mal eben schnell einen Blog zu einem Thema, zu dem dir die Werbung besonders lukrativ erscheint, pfuschst ein paar Artikel zurecht, packst Werbung dazu und schon ergießt sich ein reißender Einkommensstrom auf dein Konto – vergiss es!

Du brauchst genug Besucher, denn nur ein kleiner Teil davon wird auf deine Werbelinks klicken, und das auch nur, wenn du überzeugend bist. Ehrlichkeit hilft. Wiederum nur ein kleiner Teil davon wird auch etwas kaufen.

Das Wichtigste dabei ist Ausdauer, nicht nur am Anfang. Denn auch wenn die Sache später einigermaßen läuft, musst du dranbleiben. Das vermeintlich passive Einkommen durch Affiliate Marketing ist niemals wirklich komplett passiv.

No-Gos

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man die folgenden Dinge vermeiden sollte, aber es schadet nicht, wenn ich sie hier nenne.

Spamme nicht mit deinen Affiliate-Links herum. Es gibt Zeitgenossen, die in den sozialen Medien an jeder nur denkbaren Stelle so etwas „hinschmieren“. Lass es!

Noch schlimmer ist es, einfach in einen Kommentar unter einem fremden Blog einen Affiliate-Link zu posten. Entweder einfach so oder noch mit einem lapidaren „Wenn der Link stört, bitte entfernen“. Klar stört so ein Link oder zeugt zumindest von fehlendem Respekt gegenüber Arbeit und Kosten des Blogbetreibers. Ich schmeiße so etwas immer gleich raus.

Provision für Käufe über eigene Affiliate-Links?

Abschließend meine Ansichten zu dieser Frage: Darf man das – über die eigenen Affiliate-Links einkaufen, um die Provision zu bekommen? Warum denn nicht, sofern es technisch möglich ist.

Bei Amazon funktioniert das nicht, denn der Partnernet-Account ist mit dem normalen Kunden-Account verknüpft. Wenn ich etwas bei Amazon kaufe, gehe ich jedoch gern über einen Affiliate-Link von einem Blog, der meiner Meinung nach Unterstützung verdient. Ich muss ja nicht das empfohlene Produkt kaufen, denn der Inhaber des Links bekommt Provision für meinen ganzen Warenkorb.

Aber bei den meisten Anbietern untersagt niemand, zum Kaufen ein anderes Konto mit einer Extra-E-Mail-Adresse zu verwenden. Dadurch entsteht niemandem ein Schaden, im Gegenteil: Es entsteht ein Kauf und die Abgabe der Provision ist doch einkalkuliert.

Es gibt ohnehin über sogenannte Cashback-Portale die Möglichkeit, auch als einfacher Kunde einen Teil der Affiliate-Provision zu bekommen. Den andern Teil bekommt das Cashback-Portal. Die machen nichts anderes als am Affiliate-Programm des Anbieters teilzunehmen, nur geben sie einen Teil der Provision an den Käufer ab. Dadurch dass sie das tun, gehen mehr Käufer über das Portal, und so verdienen sie mehr Provisionen.

Wenn ich also ohnehin selbst am Affiliate-Programm teilnehme, kann ich mir den Umweg über ein Cashback-Portal sparen. Außerdem sehe ich dadurch, ob mein Affiliate-Link funktioniert, denn ich kann nachschauen, ob ich die entsprechende Provision gutgeschrieben bekomme.

Fazit

Affiliate Marketing ist eine Möglichkeit, sich ein (zusätzliches) Einkommen aufzubauen. Komplett passiv ist es jedoch nicht.

Vielleicht hast du durch meinen Artikel einen Impuls bekommen, es selbst auszuprobieren. Dann hab bitte Geduld.

Du kannst aber auch ohne selbst Affiliate Marketing zu betreiben einen Teil der Provisionen erhalten. Melde dich dazu bei einem Cashback-Portal an und tätige Online-Einkäufe immer darüber. Ein gutes Portal ist GETMORE. Hier der Link:

GETMORE – bei jedem Einkauf Geld zurück *

Mit * markierte Links sind Affiliate-Links.

3 Antworten auf „Passives Einkommen – seriöse Ideen – Teil 3: Affiliate Marketing“

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