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Challenge Investieren aus dem Nichts: Einfacher als gedacht

Als ich die verrückte Idee zu dieser Challenge hatte, dachte ich zwar, dass es einfach sein würde, aber nicht so einfach, wie es jetzt aussieht.

Der September ist noch nicht vorbei und die geplanten 25 EUR für das nächste kleine Investment sind jetzt schon zusammengekommen. Insgesamt sind nach heutigem Stand sogar fast 50 EUR auf dem Verrechnungskonto und etwas mehr als weitere 25 EUR ausstehend.

Inhalt

Das Mini-Einkommen bis heute

Zum Rest von 4,65 EUR kam bis heute einiges dazu. Anfang September hat die Umfragen-Plattform EntscheiderClub wieder ausgezahlt, denn die 10-Euro-Schwelle war überschritten. Es gab dort 12,95 EUR.

Weiterhin habe ich zwei der Bücher, die ich über Vorablesen erhalten hatte, für 13,35 EUR an Momox verkauft. Auch dieses Geld ist bereits auf dem Konto gelandet.

Außerdem habe ich bei content.de einen schönen Textauftrag über 18,90 EUR abgearbeitet. Den Text konnte ich einfach so herunterschreiben, ohne dafür recherchieren zu müssen.

Damit bin ich also bei einem Guthaben von 49,85 EUR.

Restguthaben4,65 EUR
EntscheiderClub12,95 EUR
Vorablesen + Momox13,35 EUR
Content.de18,90 EUR
Guthaben gesamt49,85 EUR

Der nächste Aktienkauf

Das nächste Investment habe ich inzwischen auch schon beauftragt, und zwar wollte ich nach dem letzten Kauf einer Immobilienaktie einen Energieversorger haben. Schließlich soll im Haus ja auch Licht brennen und Waschmaschine laufen. Die Vorarbeit zur Auswahl hatte ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben:

Aktienauswahl nach Plan – ein Beispiel

Als Ergebnis hatte ich mich für NextEra Energy (ISIN: US65339F1012) entschieden.

Nun habe ich einen passenden Sparplan über 25 EUR für diese Aktie eingestellt. Die beiden vorigen (Henkel und TAG Immobilien) habe ich nach ihrer ersten Ausführung wieder pausiert. So mache ich das immer. Wenn ich einen neuen Sparplan einstelle, pausiere ich die letzten bereits ausgeführten. Da ich das Ausführungsintervall grundsätzlich auf einmal halbjährlich einstelle, habe ich dazu immer genügend Zeit.

Auf diese Weise kann ich jede Aktie für genau 25 EUR kaufen, auch wenn schon ein Stück mehr kostet. In dem Fall wird eben nur ein Bruchteil gekauft. Dafür zweckentfremde ich Aktiensparpläne. Ich lege einen Sparplan an und wenn der erste Kauf dazu ausgeführt worden ist, pausiere ich ihn auf unbestimmte Zeit.

Was soll das?

Mit diesem spielerischen Experiment möchte ich ausprobieren bzw. zeigen, wie einfach es ist, das Investieren in Aktien bereits zu üben, ohne überhaupt Startkapital zu haben. Man könnte natürlich auch ohne eigenes Geld zu investieren mit Hilfe eines Musterdepots üben, aber das ist nicht dasselbe.

Nur beim echten Investieren kann man auch echte Fehler machen, und gerade die sind wichtig, um zu lernen. Das Schöne daran ist, dass sie bei kleinen Summen noch nicht so schlimm sind. Deshalb kann man gar nicht früh genug mit so etwas anfangen.

Statt einzelner Aktien lässt sich auch einfach ein breit gestreuter ETF besparen. Dann kann man einfach einen monatlichen Sparplan einrichten und laufen lassen, sofern man die 25 EUR jeden Monat auf die beschriebene Art und Weise zusammenbekommt.

Ich möchte es jedoch ein wenig interessanter haben. Außerdem gibt es bei mehr Depotpositionen mehr Ausschüttungen und auch wenn das in diesem Spiel zunächst nur Cent-Beträge sind, ist das motivierend.

Natürlich ist solch ein Mini-Investment-Spiel, wie ich es hier demonstriere, kein Ersatz für ernsthaften Aufbau von finanziellem Schutz, finanzieller Sicherheit bzw. Freiheit, oder zumindest einer schönen zusätzlichen Altersvorsorge, aber besser klein anfangen als gar nicht.

Es geht sogar noch kleinteiliger!

Übrigens geht das Spielchen sogar noch kleinteiliger und günstiger, denn Trade Republic, der erste mobile Broker in Deutschland, bietet jetzt auch Aktien-Sparpläne, und zwar bereits ab Sparraten von 10 EUR anstatt der bei anderen üblichen 25 EUR.

Die kosten auch keine Provision. Naja, ganz umsonst machen die das sicher nicht. Gehandelt wird dort ausschließlich über den Handelsplatz von Lang und Schwarz und es finanziert sich über die Spreads, also die Unterschiede zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Solange diese nicht zu hoch sind, ist das aber sicher in Ordnung.

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Ausstehende Einnahmen

Beim EntscheiderClub haben sich bereits wieder 8 EUR angesammelt. Ich bin gespannt, ob es bis zum Ende des Monats noch 10 EUR werden, damit Anfang des kommenden ausgezahlt wird. Falls nicht, wird es die nächste Auszahlung eben erst im übernächsten Monat geben.

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Inzwischen habe ich über eine zweite Testleser-Plattform, und zwar von der Randomhouse-Gruppe zwei Bücher erhalten und gelesen. Außerdem lagen noch zwei bereits gelesene Bücher von Vorablesen bei mir herum, für welche Buchaufkäufer Momox bisher kaum etwas zahlen wollte.

Gestern wurden dafür jedoch plötzlich ziemlich gute Preise geboten. Für alle vier Bücher zusammen gibt es insgesamt 27,41 EUR. Besser und einfacher geht es kaum, zumal der Versand ab 10 EUR frei ist. Ich habe das Paket gestern abgeschickt.

Zusammen mit den fast 25 EUR, die nach dem Kauf von NextEra Energy noch übrig bleiben, reicht es dann schon für zwei weitere Investments.

Das nächste Ziel?

Ein Extra-Ziel für Oktober setze ich nicht. Ich habe mir überlegt, dass es eigentlich Quatsch ist, in diesem Experiment Ziele zu setzen. Ich mache einfach, was nebenbei ohne viel Aufwand geht, und immer wenn 25 EUR komplett sind, beauftrage ich einen Kauf zum nächsten möglichen Sparplan-Termin.

Ein paar Tipps zu den Mini-Einkommensquellen

Folgende habe ich bisher verwendet:

  • Content.de (Texte nach Vorgaben schreiben)
  • GoTranscript (Transkribieren)
  • EntscheiderClub (bezahlte Online-Umfragen)
  • Vorablesen (oder Randomhouse-Testleser) und Momox (Bücher testlesen und rezenzieren, hinterher verkaufen)

Content.de

Content.de macht zu viel Arbeit, wenn man wahllos Aufträge abarbeitet, denn die meisten Aufträge sind im Vergleich zur Bezahlung wirklich viel zu aufwändig. Hier kommt es darauf an, die richtigen herauszupicken. Darüber hatte ich bereits in einem vorigen Artikel zu dieser Challenge ausführlich geschrieben:

Ideen zu content.de

GoTranscript

GoTranscript ist zwar etwas einfacher, da man dort nur etwas anhören und in einer bestimmten Form aufschreiben muss. Dort gibt es zwar ab und zu gute Aufträge auf Deutsch. Aber man hat nach der Annahme eines Auftrages nur ein paar Stunden Zeit, diesen abzuarbeiten. Hier müssen also mehrere Dinge zutreffen: Ich habe gerade etwas Zeit und es muss gute Aufträge geben. Irgendwie ist das bei mir selten der Fall.

EntscheiderClub

EntscheiderClub scheint mir eine der wenigen halbwegs seriösen Umfrage-Plattformen zu sein. Trotzdem: Würden die Umfragen so sorgfältig abgearbeitet, wie es eigentlich sein sollte, dann dauerten sie immer länger als angegeben. Ich habe deshalb keine Skrupel, hier nicht ganz so sorgfältig zu arbeiten.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen damit, gehe ich davon aus, dass meistens nach ein bis zwei Monaten auszahlbare 10 EUR oder etwas mehr zusammenkommen. Sicher richtet sich das danach, was man alles in seinem Profil angegeben hat, denn die Umfragen werden nach Kriterien zugeteilt.

Außerdem besteht beim EntscheiderClub manchmal die Möglichkeit, an sogenannten Download-Studien oder Tests mit freigeschalteter Kamera teilzunehmen. Diese Dinge werden besser bezahlt. Da hört für mich aber der Spaß auf, denn ich lade mir nichts herunter, was dann mein Surfverhalten im Internet analysiert und ich lasse mich auch nicht beobachten. Also klicke ich nur ab und zu durch Fragebögen und fertig. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Vorablesen und Momox

Bei Vorablesen.de oder Randomhouse-Testleser teilzunehmen ist eigentlich ein Hobby und keine Einkommensquelle. Aber wer gern liest, schlägt hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zunächst bekommt man schönen neuen Lesestoff, ohne dafür auch nur einen Cent zu bezahlen. Anhand von Leseproben kann man vorher sehen, worauf man sich einlässt. Man schreibt nur nach dem Lesen eine Rezension.

Anschließend kann man die Bücher an Gebrauchtaufkäufer verkaufen. Das geht völlig problemlos. Als Einkommensquelle hatte ich das eigentlich zuerst gar nicht auf dem Schirm. Ich hatte durch Zufall diese Testlesen-Möglichkeiten gefunden, Mitte Mai diesen Jahres damit begonnen und seitdem geht mir der Lesestoff nicht aus.

Ich muss zugeben, dass mir diese Einkommensart bisher am meisten Spaß von allen macht. Wie das mit dem Testlesen genau geht, hatte ich hier beschrieben:

Spartipp: Neue Bücher kostenlos lesen – sogar vor dem Erscheinungsdatum

Aufteilung des bisherigen Mini-Einkommens

So teilt sich das gesamte bisherige Mini-Einkommen in dieser Challenge (einschließlich noch ausstehender Beträge) auf:

Content.de103,74 EUR
GoTranscript13,30 EUR
EntscheiderClub33,15 EUR
Vorablesen + Momox84,68 EUR
Aufteilung des Mini-Einkommens als Kreisdiagramm

Ich staune selbst darüber, wie hoch der Anteil des durch Hobby ganz nebenbei erzielten Einkommens ist. Die über 84 EUR sind durch insgesamt 13 Bücher (11 von Vorablesen.de, 2 von Randomhouse-Testleser) zusammengekommen.

Wie geht es weiter?

Meine nächste Aufgabe besteht darin, zwei weitere Aktien auszusuchen. Bisher hatte ich dazu eine Geschichte zusammengesponnen:

Mit Cola und Chips auf dem Sofa lümmeln (PepsiCo) und dazu irgendeinen Blödsinn im Fernsehen schauen (Samsung) ist zwar mal ganz nett, macht auf Dauer aber krank (CVS Health). Also besinne ich mich, mache Sport (Nike), wonach ich unter die Dusche springe und die Klamotten wasche (Henkel). Voraussetzung für alles ist ein Dach über dem Kopf (TAG Immobilien) und natürlich Strom (NextEra Energy).

Mal sehen, ob ich in der Liste der bei Consors sparplanfähigen Aktien, etwas finde, das passt, um meine an den Haaren herbeigezogene Geschichte fortzusetzen. Ich suche natürlich nicht in erster Linie thematisch passende Aktien, denn das kriege ich immer irgendwie hingebogen, sondern gute Unternehmen, die höchstwahrscheinlich weiterhin profitabel arbeiten und Dividenden zahlen werden.

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Alles zu diesem Experiment

Unter folgendem Link trage ich immer den jeweils aktuellen Stand ein. Das mache ich etwa einmal wöchentlich, meistens am Freitag

Challenge: Investieren aus dem Nichts

Immobilien statt Aktien

Es müssen nicht unbedingt Aktien oder ETFs sein, in die man im Rahmen einer Challenge wie dieser investiert. In einem anderen Experiment investiere ich kleine Beträge in Immobilien-Crowdinvesting-Projekte:

Immobilien-Crowdinvesting gegen ETF-Sparplan.

So könnte man das Geld aus den Mini-Einkommensquellen genauso gut in BERGFÜRST-Projekte stecken. Das ist – soweit ich weiß – die einzige derartige Plattform in Deutschland, wo man schon ab sehr kleinen Beträgen (ab 10 EUR) investieren kann, wobei das weniger riskant ist als auf anderen derartigen Plattformen, weil es sich hier nicht um die sonst üblichen Nachrangdarlehen handelt..

Neukunden erhalten dort einen Bonus von 10 EUR für das erste Investment, das bereits nur mit diesen 10 EUR, also ohne eigenes Geld, möglich ist.

Immobilien-Crowdinvesting mit BERGF??RST Anzeige *

Hier gebe ich noch einmal alle Links aus diesem Artikel zusammengefasst wieder.

Disclaimer

Das hier ist keine Anlageempfehlung. Es sind lediglich Ideen und Denkanstöße. Risiko ist in allen Geldanlagen enthalten, aber auch das Nichtstun birgt Risiken.

Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich jeweils eine kleine Provision für Abschlüsse über diesen Link erhalte.

Eine Antwort auf „Challenge Investieren aus dem Nichts: Einfacher als gedacht“

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