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Experiment Levermann-Depot: Rappelt es sich wieder auf?

Es steht nicht auf dem Nebengleis, wie so manch einer meiner Leser vermuten mag, sondern läuft weiter – mein Experiment Levermann-Depot. Bereits Ende Januar 2020 hatte ich beschlossen, ausführliche Blog-Artikel zum Levermann-Experiment seltener als alle 14 Tage zu verfassen. Zu der Zeit stand das Ganze noch 60 % im Plus. Im gleichen Artikel hatte ich noch darüber philosophiert, was wohl mit dem Levermann-Depot im nächsten Crash passierte. Und wumms! Da kam er dann auch bald – der Crash.

Für alle, die in Erinnerungen schwelgen wollen, wie gut doch die Levermann-Strategie „damals“ performt hat, hier der besagte Artikel vom Jahresanfang: Experiment Levermann-Depot: Was passerit damit beim nächsten Crash?

Stresstest

Klar, machen sich Corona-Crash und –Krise auch in meinem experimentellen Levermann-Depot bemerkbar. Dadurch, dass die Scores sehr von der kurzfristigen Kursentwicklung abhängen, und diese fast ausnahmslos nach unten zeigte und dann auch noch die Gewinnschätzungen gesenkt wurden, flog eine Aktie nach der anderen mit Verlust aus dem Depot. Der Wert des Ganzen sank fast bis aufs Startkapital von vor vier Jahren zurück.

Berappelt es sich wieder?

In meinem Artikel von vor fünf Wochen zeigte ich mein aktuelles Depot zum letzten Mal. Es bestand nur noch aus drei Aktien. Inzwischen sind auch diese drei Aktien verkauft worden. Allerdings haben sich nun wieder Aktien mit Kaufpunktezahlen gefunden. So sind derzeit bereits wieder neun der zwölf Positionen besetzt. Vor vierzehn Tagen habe ich vier, und nach der Auswertung vom Wochenende fünf weitere Aktien kaufen können. So sieht das Depot derzeit aus:

Levermann-Depot Übersicht
Stand vom 26.05.2020 am Nachmittag

Warum nicht mehr Käufe?

Ich hatte sogar noch mehr Aktien mit Kaufpunktezahl, also 7 Punkten, gefunden. Aber es gab auch wieder gute Gründe, warum ich diese nicht gekauft habe. Einige Beispiele für solche Gründe hatte ich in meinem vorigen Levermann-Artikel erläutert: Experiment Levermann-Depot: Warum Aktien mit sieben oder mehr Levermann-Punkten keine Kaufkandidaten sein müssen.

Meistens handelt es sich um Aktien, die fast Pennystocks sind oder mit großen Spreads gehandelt werden. Manchmal kommt so etwas dann auch noch mit einer sehr kleinen Marktkapitalisierung daher. Mag sein, dass ich mich gegen das eine oder andere gute Investment entscheide, aber dann ist es so.

Weiteres Hinterherhinken

Ich ziehe dieses Spiel weiterhin wie geplant durch – so, wie ich es für richtig halte. Zugegeben, in solch einer wie der letzten Crash-Situation wäre es sicher das Beste gewesen, einfach die Füße stillzuhalten und ein paar Bewertungsrunden auszusetzen. Möglicherweise hat das der eine oder andere Levermann-Anhänger auch genauso gemacht.

Aber ein wenig Glückssache ist es auch. Denn wie wäre es gelaufen, wenn anstelle dieses kurzen Rumms, nachdem sich nun alles wieder langsam zu erholen scheint, sich solch ein „Salami-Crash“ wie 2001/02 entwickelt hätte? Außerdem wissen wir auch jetzt noch nicht, ob das Schlimmste überstanden ist.

Hier noch der aktuelle Stand des Vergleich-Depots. Dieses hat in letzter Zeit mehr Fahrt aufgenommen als das Levermann-Depot. Das ist kein Wunder, denn es ist immer voll investiert, während das Levermann-Depot zwischendurch zum Großteil aus Cash bestand und zeitlich immer ein wenig „hinterherhinkt“. Denn bis wieder genügend Aktien Kaufsignale nach Levermann produzieren, sind die Märkte insgesamt schon gut gestiegen.

Vergleich-Depot aus 2 ETFs
Stand vom 26.05.2020 am Nachmittag

Wie geht es weiter?

Es geht weiter wie bisher. Meine Auswertungen und Transaktionen führe ich alle zwei Wochen durch. Etwa einmal im Monat werde ich „den üblichen“ Levermann-Artikel schreiben. Bereits Ende Juni wird ein weiteres halbes Jahr herum sein. Dann werde ich wieder eine ausführliche Zusammenfassung des gesamten Verlaufs nach nunmehr viereinhalb Jahren erstellen.

Alles zum Experiment Levermann-Depot

Alle Details zu zwischenzeitlichen Transaktionen und auch alle Inhalte zu diesem Experiment trage ich ungefähr einmal wöchentlich auf dieser Seite ein: Experiment Levermann-Depot.

Disclaimer

Die Levermann-Strategie macht Arbeit, erfordert Disziplin und ist trotzdem ziemlich riskant.

Mit * gekennzeichnete Links? Dafür bekomme ich eine kleine Provision, wenn jemand etwas darüber kauft oder abschließt.

2 Antworten auf „Experiment Levermann-Depot: Rappelt es sich wieder auf?“

Hallo Petra,

vor einigen Wochen schrieb ich bereits, dass ich die Kursentwicklung der Aktien im Vergleich zum Index berechne. Für mich hat es sich bewährt. Meine „Corona-Verluste“ habe ich zu über 75% wieder aufgeholt. Beim nächsten Crash muss es natürlich nicht die beste Lösung sein, aber ich werde es beibehalten.

VG Matthias

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Das ist ja sehr gut. Die Sache mit der relativen Kursentwicklung hört sich plausibel an. Ich werde meine Spielregeln aber trotzdem nicht überstürzt ändern. Auf jeden Fall werde ich das aktuelle halbe Jahr so weitermachen wie bisher. Aber vielleicht denke ich dann noch einmal darüber nach.

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