Vier Jahre Experiment Levermann-Depot

Ein gesundes neues Jahr wünsche ich! Und nun ist er da, der inzwischen schon traditionelle Beitrag mit einem Chart und einigen Tabellen, die von Jahr zu Jahr immer länger werden.

Und ja, das Levermann-Depot hat sich im letzten halben Jahr wieder erholt und einen Vorsprung gegenüber dem Benchmark-Depot aus zwei ETFs gewinnen können.

Der Verlauf im Vergleich zum Benchmark-Depot

Levermann-Depot Chart über vier Jahre

Beim Benchmark-Depot handelt es sich um ein Musterdepot, in dem das Startkapital von 12.000 EUR gleich zu Beginn im Januar 2016 jeweils zur Hälfte in zwei ETFs gesteckt worden ist, und zwar in diese

  • ISHARES CORE MSCI WORLD UCITS ETF (IE00B4L5Y983)
  • ISHARES MSCI EMU SMALL CAP UCITS ETF (IE00B3VWMM18)

Der eine basiert auf dem MSCI World Index und der andere investiert in kleine Unternehmen aus Euroland. Es sind beides thesaurierende ETFs, also werden Dividenden darin sofort wieder angelegt.

Diese Konstruktion entspricht in etwa meinem Aktienuniversum für die Levermann-Strategie.

Die aktuellen Zusammensetzungen beider Depots

Beide mit je 12.000 EUR Startkapital 2016 begonnen.

Mein Levermann-Depot

Levermann-depot Übersicht

Das Benchmark-Depot aus 2 ETFs

Depot mit 2 ETFs

Die Transaktionen und deren Kosten

Zeitspanne Anzahl Käufe Anzahl Verkäufe davon mit Gewinn Kosten EUR
Jan-Jun 16 15 7 1 260,44
Jul-Dez 16 12 8 3 207,40
Jan-Jun 17 7 7 4 161,62
Jul-Dez 17 7 7 5 164,63
Jan-Jun 18 11 12 6 243,38
Jul-Dez 18 10 12 2 218,90
Jan-Jun 19 14 11 2 259,75
Jul-Dez 19 11 11 4 210,08
gesamt 87 75 27 1.726,20

Die Performance

Von Beginn an

Bis Zeitpunkt Levermann-Depot 2-ETF-Depot
Ende Jun 2016 +0,6% +0,6%
Ende Dez 2016 +28,8% +14,4%
Ende Jun 2017 +55,2% +22,6%
Ende Dez 2017 +62,9% +31,0%
Ende Jun 2018 +49,4% +32,7%
Ende Dez 2018 +25,1% +15,5%
Ende Jun 2019 +36,0% +36,0%
Ende Dez 2019 +57,0% +50,8%

6-Monats-Performance

Zeitspanne Levermann-Depot 2-ETF-Depot
Jan-Jun 16 +0,6% +0,6%
Jul-Dez 16 +28,0% +13,7%
Jan-Jun 17 +20,5% +7,1%
Jul-Dez 17 +5,0% +6,9%
Jan-Jun 18 -8,3% +1,2%
Jul-Dez 18 -16,3% -13,0%
Jan-Jun 19 +8,7% +17,7%
Jul-Dez 19 +15,4% +10,9%

Realisierte Gewinne/Verluste inkl. Dividenden

In diese Zahlen gehen nur die wirklichen Geldbewegungen im Levermann-Depot ein. Steuern und Transaktionskosten werden berücksichtigt. Die Kurswerte der Aktien im Depot sind dabei irrelevant.

Zeitspanne realisiert innerhalb realisiert gesamt
Jan-Jun 16 -225,84 EUR -225,84 EUR
Jul-Dez 16 +91,13 EUR -134,71 EUR
Jan-Jun 17 +1.335,66 EUR +1.200,95 EUR
Jul-Dez 17 +2.121,56 EUR +3.322,51 EUR
Jan-Jun 18 +1.565,54 EUR +4.888,05 EUR
Jul-Dez 18 -920,89 EUR +3.967,16 EUR
Jan-Jun 19 -1.214,22 EUR +2.752,94 EUR
Jul-Dez 19 +3.006,62 EUR +5.759,56 EUR

Die realisierten Verluste der beiden vorigen 6-Monats-Perioden sind also in den letzten 6 Monaten mehr als wettgemacht worden. Den Hauptanteil daran hatte die Aktie von Eckert+Ziegler.

Mein bisheriger Eindruck, dass Gewinne – sofern welche übrigbleiben – vor allem durch ein paar einzelne Highflyer zustande kommen und alles andere „darum herum wuselt“, wurde auch in diesem Halbjahr nicht widerlegt.

Wie geht es weiter?

Wie bisher. Schon am kommenden Wochenende ist die nächste Auswertungsrunde dran. In der folgenden Woche gibt es dann wieder den dazugehörigen Artikel.

Den aktuellen Stand und die Transaktionsübersicht pflege ich weiterhin auf der zentralen Seite zum Thema: Artikelserien / Experiment Levermann-Depot

Von dort aus sind alle Informationen, die ich bisher zur Levermann-Strategie veröffentlicht habe, verlinkt, z.B. ein einführender Artikel, den ich nach der Lektüre des Buches „Der entspannte Weg zum Reichtum“ von Susan Levermann geschrieben habe. Das ist über vier Jahre her.

Hier noch der unvermeidliche Hinweis: Das ist keine Anlageberatung.

Außerdem halte ich diese Strategie für ziemlich „speziell“. Ich weiß inzwischen aus eigener Erfahrung damit, dass eine Menge Durchhaltevermögen dazugehört, vor allem in Phasen, in denen es nur abwärts zu gehen scheint. Ich persönlich würde keine noch größeren Summen in dieses Spiel investieren. Das wäre mir viel zu aufregend.

9 Kommentare

  • Eines sollte man aber auch bedenken.: wenn man noch die Transaktionskosten hinzurechnet bleibt von der Überrendite nicht mehr viel übrig. Dazu kommt noch der zeitliche Aufwand. Es erscheinen daher durchaus Zweifel angebracht, ob sich der Aufwand mit dem Levermann Depot wirklich lohnt gegenüber den völlig entspannten passiven Anlegen mit zwei ETFs

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  • Ok. Dann bleibt aber immer noch der zeitliche Mehraufwand gegenüber dem rein passiven Depot und die Zweifel, ob die Mehrrendite auch in großen Zeiträumen erhalten bliebe.

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  • Vielen Dank für die Mühen und steten updates – und natürlich ein gesundes neues Jahr!
    Die Artikel sind allesamt lesenswert und interessant, freue mich auf mehr Lektüre!

    Inhaltlich fehlt mir die Disziplin zu der Strategie und sie erscheint mir an manchen Stellen zu willkürlich – aber es ist vor allem die Disziplin ;). Bzw. der Frust über dann zu realisierende Verluste.
    Deswegen ist es einfach schön, Dir seit der Zeit des Experimentes zu folgen.

    Alles Gute!

    Gefällt 1 Person

    • Ja, besonders das Wegstecken von Verlusten war (und ist) gewöhnungsbedürftig. Aber da ich dieses Expeirment getrennt von meinen anderen Investitionen behandle, lässt sich das gut abgrenzen.

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  • Hallo Petra,

    danke für Deinen jetzt bereits vier Jahre währenden Fleiß in Sachen Levermann-Experiment!

    Im obigen Beitrag hat sich ein Fehler eingeschlichen. Die Kurse der ETFs sind die von vor 6 Monaten. Die Zahlen in den Spalten Wert und absolut sind aber korrekt und offensichtlich mit den Dezember-Schlusskursen berechnet.

    Der Vergleich „hinkt“ m.E. Zu Deinen Ungunsten. In Deinem Depot sind die bereits realisierten Gewinne nach Steuern enthalten. du hast also ein Mix aus realisierten (versteuerten) und nicht realisierten (nicht versteuerten) Gewinnen im Depot. Im Benchmark-Depot ist das natürlich nicht der Fall, dort sind ausschließlich nicht versteuerte Gewinne enthalten. Der Vergleich ist also in gewisser Hinsicht ungerecht.

    Würde man jetzt beide Depots glatt stellen, dann würden in Deinem Depot nur noch ca. 1.100 EUR Gewinn versteuert werden, im Benchmark-Depot aber ca. 6.100 EUR. Ganz grob überschlägig gerechnet führt das unter zusätzlicher Einbeziehung fiktiver Transaktionskosten zu einer Performance nach Steuern von ca. 53% bzw. 37% im Benchmark-Depot. Also eine mehr als doppelt so hohe Differenz, wie Du sie ausgerechnet hast.

    Viele Grüße
    Manfred

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    • Hallo Manfred,

      ups, da ist mir tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Kein Wunder, denn ich hatte die Übersicht von vor 6 Monaten genommen und darin geändert, allerdings nicht vollständig. Aber ich denke, nun sollte es stimmen. Vielen Dank für den Hinweis.

      Mit den steuerlichen Betrachtungen hast Du natürlich recht. Mir ist das bewusst. Ich hatte überlegt, ob ich das so ähnlich in meinem Artikel wiedergebe, habe es dann aber gelassen, um das Ganze nicht mit Zahlen und Kalkulationen zu überfrachten.

      Viele Grüße
      Petra

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  • Pingback: Experiment Levermann-Depot: Was passiert damit beim nächsten Crash? | Sparen, anlegen, frei sein

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