Ex-Geldverweigerer mit „SirPlus“ in der „Höhle der Löwen“ – ein Anstoß, über den Tellerrand zu schauen

Ich schaue gern „Die Höhle der Löwen“, diese Sendung auf VOX, in der Neu-Unternehmer für ihr Start-Up Investoren suchen. Wer aufmerksam zuschaut und zuhört, kann daraus eine Menge lernen: aus den Präsentationen der Gründer, welche Art von Auftritten gut funktionieren und auch, wie man es nicht machen sollte; aus den Fragen der Investoren (Löwen), welche Fakten und Daten, aber auch Eindrücke, für ihre Entscheidungen wichtig sind.

Inhalt

SirPlus in der Höhle der Löwen

In einer der letzten Sendungen staunte ich nicht schlecht, als sich das junge Unternehmen SirPlus vorstellte. Der eine von den beiden jungen Männern kam mir bekannt vor. Es war tatsächlich Raphael Fellmer, der sich vor noch nicht allzu langer Zeit in einem Geldstreik befunden hatte. Auf diese Geschichte war ich vor ein paar Jahren durch eine SWR-Reportage gestoßen.

Ein ehemaliger Geldverweigerer mit ökologischen und kommunistischen Idealen

Raphael stellte sich mit seiner Geldverweigerung gegen das ungesunde Wachstum der Wirtschaft zulasten anderer Menschen, Tiere und der Umwelt und sagte sich: „Ich will das nicht mitmachen.“ Damals wohnte er mit Frau und Tochter im Martin-Niemöller-Friedenszentrum in Berlin, wo sie sich als Gegenleistung für mietfreies Wohnen nützlich machten. Sie ernährten sich von Lebensmitteln, die von Supermärkten weggeworfen wurden, aber noch einwandfrei waren. Damals ging er regelmäßig mit gleichgesinnten Freunden „containern“ und baute die Foodsharing-Bewegung auf.

Nach Raphaels Ansicht war das Geld an aller Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Ressourcen-Verschwendung schuld. Er träumte – und wahrscheinlich träumt er noch – von einer Gesellschaft ohne Geld und ohne Zwang, in die sich jeder zum Gemeinwohl einbringt.

Das kam mir verdammt bekannt vor: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“ Das Verteilungsprinzip des Kommunismus – eine sehr alte Idee. Wir wissen alle, was aus deren Umsetzungsversuchen geworden ist. Niemand dieser Idealisten nimmt heute das Wort „Kommunismus“ in den Mund. Es ist eben zu vorbelastet. Aber darum soll es hier nicht gehen.

Zurück auf dem Boden der Tatsachen mit einer prima Idee

Raphael Fellmer ist wohl inzwischen etwas realistischer geworden, hat mit dem Geldstreik und dem Mülltauchen aufgehört, stattdessen zusammen mit einem Freund eine neue Art von Supermärkten, sie nennen sie „Rettermärkte“, gegründet.

Sie kaufen Produzenten, Landwirten und Großhändlern Waren mit kleinen Macken oder abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum ab und verkaufen sie in ihren Rettermärkten in Berlin oder über das Internet. Die Unbedenklichkeit der Ware lassen sie sogar im Labor untersuchen. Das ist sowohl ethisch als auch wirtschaftlich eine prima Idee. So soll nicht so viel weggeworfen werden und der Kunde soll dabei sparen können.

Nun haben sie das Ganze in der Höhle der Löwen präsentiert, um einen Investor zu finden und die Sache schneller vorantreiben zu können. Sie wollten ein Investment von 700.000 EUR haben und dafür sechs Prozent des Unternehmens abgeben.

Welt retten oder Geld verdienen – was denn nun?

Das waren wohl für die Löwen besonders ambivalente Momente. Einerseits konnte man an ihren Mienen ablesen, dass sie das Thema Lebensmittelverschwendung doch irgendwie berührte, andererseits war da das nach Investorenmeinung ziemlich unverschämte Investmentangebot von SirPlus.

Auf Nachfrage von Ralf Dümmel, einem der Investoren, der das Herz am rechten Fleck hat und auch oft auf der Zunge trägt, hat Raphael etwas über sich selbst erzählt, über seine geldfreie Zeit und seine Beweggründe dazu. Auch erwähnte er, dass er ein Buch darüber geschrieben hat.

Dann knallt’s – Georg Kofler rastet aus und Carsten Maschmeyer kriegt’s nicht auf die Reihe

Während die anderen Löwen dann nach geschäftlichen Details fragten, konnte man Georg Kofler, Medienunternehmer und Multimillionär, von Anfang an seine ablehnende Haltung ansehen. Er platzte fast in der Erwartung, endlich losschimpfen zu dürfen „Ich kann es schon gar nicht mehr hören, dieses Gewäsch. … Ihr sagt: Ich war fünf Jahre im Geldstreik, aber jetzt möchte ich mit einem Schritt zum Multimillionär werden!“

Carsten Maschmeyer war das Gesamtbild zu unstimmig, er fand es unglaubwürdig. Wie glaubwürdig ist er eigentlich selbst, der Gründer und Ex-Chef des Finanzdienstleisters AWD, dessen meist schlecht qualifizierte Berater in einer an ein Schneeballsystem erinnernde Provisionspyramide agierten und bei vielen Kunden fatale Erinnerungen hinterließen?

Warum ist das eigentlich so schief gelaufen?

Jeder macht Fehler und fast jeder entwickelt sich weiter, das gilt bestimmt auch für die Löwen. Also sollte man es auch den Gründern, die in die Höhle der Löwen kommen, zugestehen. Warum sich die beiden Jungs als scheinheilig beschimpfen lassen mussten, lag an der Kombination aus hoher eigener Bewertung und dass sie in ihrem Pitch nur auf die „gute Sache“ des Lebensmittelrettens eingegangen waren, ohne über ihr persönliches Geldverdienen irgendwelche Worte zu verlieren.

Wie gut sich damit aber verdienen ließe, stellten sie erst auf Nachfrage der Löwen dar, weil diese eine Rechtfertigung für die hohe Bewertung (700.000 EUR für nur sechs Prozent) verlangten: 26 Millionen EUR Gewinn in den nächsten fünf Jahren. Das allerdings passte wieder nicht zur Darstellung, dass es den Jungs selbst gar nicht um den Gewinn ging, sondern darum, die „gute Sache“ zu verbreiten. Verflixte Kiste!

Mein Eindruck

Auch wenn ich die rumpelstilzchenhafte Art und Weise von Georg Kofler missbillige, konnte ich seinen Ausraster in dem Moment schon ein wenig nachvollziehen. Was mir allerdings zu denken gab und was ich wirklich rührend fand, war, wie sich Raphael Fellmer hinterher draußen äußerte. Sie selbst wollten den Großteil ihrer (erwarteten) Gewinne wirklich nicht für sich behalten, sondern in nachhaltige soziale Projekte stecken. Sie hatten das den Löwen gegenüber nicht erwähnt, weil sie dachten, dass diese sich nur für ihre eigenen Gewinnmöglichkeiten interessieren würden. So ist es aber nicht.

„Eigentlich spricht das für die Löwen und wir haben sie nur falsch eingeschätzt“, sagte Raphael dazu. Ich war beeindruckt, denn andere wären beleidigt gewesen und hätten die Schuld anderswo als bei sich selbst gesucht.

Meine weiterführenden „Nachforschungen“

Glücklich ohne Geld! – das Buch von Raphael Fellmer

Damit war meine Neugier geweckt. Also suchte ich nach dem von Raphael erwähnten Buch, welches er geschrieben hat. Es heißt „Glücklich ohne Geld“. Das E-Book gibt es tatsächlich permanent kostenlos. So lud ich es bei Amazon herunter und las es von vorne bis hinten durch. Wie ich daraus erfuhr, hat Raphael auch bei der ansonsten verständlicherweise nicht kostenlosen Print-Version komplett auf ein Honorar verzichtet. Der meint es wirklich ernst mit seinem Idealismus.

*

Die vielen Rezensionen zeigen, dass sich die Geister daran scheiden, von einem bis zu fünf Sternen ist alles dabei. Ich selbst würde drei Sterne dafür vergeben, eigentlich dreieinhalb, aber das geht nicht. Für vier Sterne weicht meine Auffassung in zu vielen Dingen von seiner ab.

Schon seine Grundidee, die komplette Abschaffung eines Zahlungsmittels, halte ich für absurd. Das Geld an sich steht als Bewertung für erbrachte Arbeitsleistung, oder wie ich es woanders gehört habe, für „eingefrorene Arbeit“. Das Geld wurde eingeführt, damit man vernünftig tauschen kann. Ich glaube, ganz ohne Geld würde das noch viel unfairer verlaufen.

Gut gefallen haben mir an Raphaels Beschreibungen seine Erklärungen und Denkanstöße zur Verschwendung von Rohstoffen und vor allem Lebensmitteln. Weiterhin waren mir die Begriffe der „grauen Energie“ und des „virtuellen Wassers“ bis dato nicht wirklich bewusst. Das heißt, wie viel Energie bzw. Wasser zur Herstellung bestimmter Dinge aufgewendet werden. Dagegen sind der Fernseher, der läuft, ohne dass jemand hinschaut, oder die einmal zu viel gedrückte Klospülung nicht der Rede wert.

Was ich auch sehr interessant fand, waren die Reisebeschreibungen und Eindrücke von unterwegs, die den größten Teil des Buches einnehmen. Raphael hat mit Freunden eine sehr lange Reise ohne Geld unternommen. Sie sind getrampt, sogar per Schiff, um nach Mexiko zu gelangen und sind immer irgendwo untergekommen und verköstigt worden. Trotzdem ist es keine Anleitung zum Schnorren.

Nun könnte und wird wahrscheinlich irgendjemand das beliebte Argument anbringen: Wenn das alle machen würden, würde das nicht mehr klappen. Das könnte man aber genauso auf „die andere Seite“ anwenden: Wenn alle nur noch arbeiten, möglichst viel sparen, investieren und dann statt zu arbeiten nur noch von ihrem passiven Einkommen leben wollen würden, würde das auch irgendwann nicht mehr funktionieren. Das funktioniert, weil es eben nicht jeder so macht, und genauso verhält es sich wohl auch mit dem „Geldstreik“.

Am Ende des Buches gibt er eine Reihe von Anregungen, wie man seinen ökologischen Fußabdruck minimieren kann. Einiges davon finde ich absolut in Ordnung: wenig Konsum, keine Lebensmittel verschwenden, möglichst natürliche Lebensmittel verwenden usw.

Andere von Raphaels Empfehlungen wiederum lehne ich ab. Ich stehe dazu, ein Raubtier zu sein und esse gern Fleisch, allerdings nicht jeden Tag und insgesamt auch nicht sehr viel. Aber darauf möchte ich nicht komplett verzichten. Ich lasse mich auch nicht vom Investieren in Aktien abbringen, und ich möchte auch nicht alles mit anderen teilen. Wobei ich jedoch zustimme, ist die Empfehlung, Wertschätzung entgegenzubringen, vor allem anderen Menschen gegenüber. Meine Wertschätzung fängt mit Toleranz an.

Eines muss man Raphael lassen: Wenn alle so wären wie er, würden die Menschen sich nicht gegenseitig den Schädel einschlagen.

SirPlus–Webseite mit Online-Shop

Das Unternehmen SirPlus hat mich natürlich auch interessiert. Das Geschäft: Abgelaufene, aber trotzdem unbedenkliche Lebensmittel oder Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern zu symbolischen Preisen aufkaufen und damit vor der Vernichtung bewahren und in „Rettermärkten“ und online günstiger als zum üblichen Handelspreis anbieten.

Sie nutzen, um es bekanntzumachen, zwar die sozialen Medien, obwohl dahinter Konzerne mit diesem „bösen“ Wachstum stecken, aber naja, der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel. Ohne Youtube-Kanal, Facebook-Seite usw. geht es heute ja kaum noch. So habe ich mir nun ein paar Videos angeschaut, um einen Eindruck zu erhalten.

Sowohl auf dem eigenen Youtube-Kanal von SirPlus als auch auf Kanälen von anderen gibt es Unboxing-Videos, in denen der Inhalt sogenannter Retterboxen, wie man sie online für 34,90 EUR oder 39,90 EUR bestellen kann, gezeigt wird. Ich muss ehrlich sagen, dass ich davon nur sehr wenig gebrauchen und damit auch beim normalen Einkauf mitnehmen würde.

Aber ich bin auch sonst kein Stammkunde in Biomärkten, denn viel davon ist aus diesem Segment. Auch wenn ich mir das einzeln online bestellbare Sortiment anschaue, finde ich nicht, dass ich gegenüber meinen sonstigen Einkaufsgewohnheiten bei Lidl, Aldi und Rewe etwas sparen würde. Wahrscheinlich funktioniert das mit dem Sparen nur, wenn man sonst ausschließlich in teuren Bioläden einkauft.

Mein Besuch im Rettermarkt

Da sich die insgesamt drei SirPlus-Märkte in Berlin befinden und ich in Berlin lebe, habe ich zur Abrundung meines Eindrucks noch einen davon besucht, und zwar den in Friedrichshain, in der „East Side Mall“. Ich fand einen kleinen Laden vor. Die wenigen Quadratmeter sind OK, denn jeder hat einmal klein angefangen. Der Laden sah insgesamt recht ordentlich aus.

Einen vollständigen Lebensmitteleinkauf würde ich dort nicht hinbekommen, aber verhungern müsste ich auch nicht, wenn ich mich nur von Dingen aus diesem Laden ernähren sollte. Der Einkauf nach Zettel würde nicht funktionieren, es wäre eher eine Schatzsuche. Die Preise der vielen mir unbekannten oder ungewohnten Sachen erscheinen mir relativ hoch, obwohl sie laut SirPlus Sparpreise sind. Gegenüber dem Biomarkt ist es wahrscheinlich eine Ersparnis, aber ich bin eher die „normalen“ Lebensmittelpreise gewöhnt.

Obst und Gemüse wirkten auf mich alles andere als ansprechend. Ich hatte mich hier auf kleine Schönheitsfehler wie Größen außer der Norm oder kleine Oberflächlichkeiten eingestellt, empfand den Zustand jedoch als schlimmer und die Preise als dafür zu hoch. Wahrscheinlich auch alles „bio“, aber was nützt das, wenn es kurz vor schlecht ist.

Um wenigstens irgendetwas zu kaufen, entschied ich mich für eine Marmelade, deren Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht allzu lange vorbei war, und die schlappe 2,35 EUR kostete. Auf dem Nachhauseweg dachte ich bei mir: Wow, was für ein Deal! Ich bin losgezogen, um mir eine abgelaufene Marmelade für 2,35 EUR zu kaufen! Das erzähl ich lieber niemandem.

Aufstrich **

Das Fruchtaufstrichglas aus dem SirPlus-Laden für 2,35 EUR enthält 250g, das Marmeladenglas, das ich sonst für etwa 1 EUR kaufe, stolze 450g.

Ich muss jedoch zugeben, dass die Zutatenliste der Bio-Luxusmarmelade mit dem abgelaufenen MHD viel leckerer klingt als die der Discounter-Marmelade. Der Großteil ist wirklich Frucht und statt Zucker wurde Agavendicksaft verwendet.

Der Moment der Wahrheit, der Geschmackstest: Zunächst ploppte es deutlich hörbar beim Aufdrehen des Deckels, was darauf hindeutet, dass das Glas ausgezeichnet verschlossen war. Es roch auch sehr frisch. So hatte ich keine Bedenken mehr wegen des MHD. Und was soll ich sagen: Es schmeckte super lecker! OK, ich sehe ein, dass der Vergleich mit Discounter-Marmelade total hinkt.

Nun wollte ich aber noch der Sache mit der Ersparnis auf den Grund gehen. Ich konnte tatsächlich feststellen, dass genau der Fruchtaufstrich, den ich für 2,35 EUR gekauft hatte, in den meisten üblichen Biomärkten 2,99 EUR kostet. Das ist eine Ersparnis von 0,64 EUR, also 21%. Ich gebe zu, dass diese Marmelade viel besser schmeckt als meine bisherige. Ich werde sie mir wohl öfter kaufen, allerdings fahre ich wegen 0,64 EUR Ersparnis nicht extra zu SirPlus, wo es dazu noch Glückssache ist, ob es solche Marmelade überhaupt gibt, sondern gehe dann in einen Biomarkt, der auf meinem Weg liegt.

Fazit

Ich werde kein Stammkunde von SirPlus. Zum einen, weil kein Laden in meiner Nähe liegt, zum anderen, weil ich beim Lebensmitteleinkauf keine Schatzsuche möchte. Außerdem kaufe ich Essen schon immer so ein, dass ich so gut wie nichts wegschmeiße.

Die Idee, genießbare Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren, halte ich nach wie vor für sehr gut, vor allem wenn SirPlus sich weiterhin daran hält, dass soziale Einrichtungen wie die Tafel Vorrang haben. Ich glaube ihnen, dass die da korrekt sind.

Das Geschäftsmodell sehe ich jedoch mit gemischten Gefühlen. Die Verkaufspreise halte ich für zu hoch. Denn irgendwie ist das mit dem abgelaufenen MHD zumindest in den Köpfen der Kunden – auch in meinem – doch ein Makel, für den größere Rabatte angebracht sind. Ich vermute, dass die Preise aufgrund von nicht zu unterschätzenden Kosten so kalkuliert sind. Ich denke, dass die drei Läden am meisten kosten, aber dafür am wenigsten einbringen. Während meines Besuches waren kaum Kunden dort.

Ich vermute, dass das Geschäft mit den Retterboxen das erfolgreichste Segment ist, zumal es einen „Wundertüten“-Effekt und damit einen Spaßfaktor hat. Aber ob das wirklich gegen Lebensmittelverschwendung hilft, wenn man dabei immer einige Dinge bekommt, die man sonst nicht kaufen würde, ist fraglich.

Ich wünsche Raphael und seinen Partnern, dass das Geschäft funktioniert. Aber wenn ich ein potenzieller Investor wäre, würde auch ich sagen: „Ich bin raus.“

Reportage (Video) über Raphael Fellmer im Geldstreik

Glücklich ohne Geld! – kostenloses Kindle E-Book

Webseite von SirPlus

* Provisionslink zu Amazon
** Werbung – dafür bekomme ich keine Vergütung, Kennzeichnung ist jedoch Pflicht

8 Kommentare

  • Danke für den interessanten Artikel und die Recherche, Petra!

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  • Liebe Petra, das liebe ich an deinem Blog, dass du auch über den Tellerrand hinaus schaust. Der Artikel hat mir sehr gut gefallen. Auch die Art wie du dich manchmal selbstkritisch hinterfragst. Echt super. Mach weiter so!

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  • Ein Geldverweigerer, der Kindergeld angenommen hat. Was denn nun, gar kein Geld oder doch so ein bisschen? Deren Geschäftsmodell ist zum Scheitern verurteilt. Das Modell kann man nicht ausrollen und damit Gewinn machen.

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    • Was meinst du mit „kann man nicht ausrollen“? Beliebig vergrößern, skalieren?

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      • Ja, skalieren. Das wird nicht funktionieren, der hat viele Kosten gar nicht bedacht und wie will er den Kunden Auswahl bieten? Die Kunden sind es gewohnt, alles zu bekommen, wenn was nicht im Laden vorrätig ist, sind sie sauer. Und preislich kommt er an die Discounter eh nicht ran, selbst Walmart ist in DE gescheitert und hat jedes Jahr nur Verluste eingefahren, bis sie abgehauen sind.

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        • Ja, das mit den Kosten und den Preisen sehe ich auch kritisch, auch das mit der Auswahl. Das hast Du ja sicher in meinem Artikel gelesen. Ich bin auch skeptisch, ob das Ganze wirklich wie angekündigt innerhalb der nächsten fünf Jahre so hoch in die Gewinnzone fährt. Aber wer weiß, was sich Raphael und Martin da noch so alles einfallen lassen. Warten wir es ab.

          Sollte es profitabel werden, lässt es sich bestimmt skalieren, indem das Konzept in anderen Orten und vielleicht international angewendet wird. Aber dazu muss es sinnvollerweise profitabel werden, was ich bezweifle.

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          • Das Konzept ist nicht neu, gibts schon lange. Wenn es funktionieren würde, dann hätten die anderen schon hochskaliert. Keiner von den bisherigen Shops hat bisher damit Geld verdient, in aller Regel arbeiten die Leute in solchen Läden stundenweise kostenlos, aus Idealismus. Schau dir mal die Webseiten von anderen in diesem Bereich an, da sind gefühlt ein Dutzend Dauer-Studenten abgebildet, die jedes Lebensmittel einzeln auf die Webseite stellen, was sich gerade im Laden befindet. Wie soll sich das rechnen? Tut es nicht. Die Margen im Lebensmittelbereich sind so gering, da müssen Tausende Kunden in den Laden kommen, damit es sich trägt.

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            • Ja, Tausende kommen eben nicht. Wie ich geschrieben habe: Es waren außer mir kaum Kunden dort.
              Ansonsten möchte ich keine Menschen in Schubladen stecken, auch wenn das sehr einfach scheint.

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