Original-Levermann-Experiment: Performance-Steigerung durch Spesen sparen?

Heute gibt es wieder eine neue Runde in meinem Langzeit-Spiel „Levermann-Experiment“. Nach der gewohnten Zusammenfassung werde ich heute erstmals eine Betrachtung zu den Transaktionskosten innerhalb dieses Experimentes zeigen und eine sinnvolle Lösung, um hier künftig einen schönen Betrag einzusparen und damit die Gesamtrendite etwas zu erhöhen.

Zunächst jedoch die übliche Auswertungsrunde und die daraus resultierenden Transaktionen, welche ich gestern durchgeführt habe.

Depotübersicht vom Freitag, 02.08.2019

Levermann-Strategie Depotübersicht

Wie man sieht, sind es vor allem drei Aktien, die die „Stützen“ dieses Depots bilden: Eckert+Ziegler, Warehouses de Pauw (WDP) und Dt. Konsum REIT. Alles andere dümpelt mehr oder weniger vor sich hin.

Transaktionen

Die Levermann-Bewertungen sind für fast alle Aktien recht gut ausgefallen. Nur Southwest Airlines war zum Abflug bereit.

Dafür habe ich gestern Tegna gekauft, noch ein Medien-Unternehmen (neben Viacom und Metropole TV). Aber solche „Klumpenbildung“ bin ich in diesem Spiel gewöhnt.

Dividende

Es gab eine für Big Yellow Group, und zwar 15,93 EUR.

Verkauf

Durch diesen Verkauf wurde ein Verlust realisiert. Hier die Bewertung, die zum Verkauf führte:

Bewertung: 2019-08-02 Southwest Airlines US8447411088

  • RoE 2018: 25,02% –> 1 Pkt.
  • EBIT-Marge 2018: 14,45% –> 1 Pkt.
  • EK-Quote 2018: 36,09% –> 1 Pkt.
  • KGV über (bis zu) 4 Jahre: 12,0 –> 0 Pkt.
  • KGV aktuell: 11,9 –> 1 Pkt.
  • Analysten: Anzahl: 20, Meinung: 6,38 –> 0 Pkt.
  • Reaktion auf Quartalszahlen: Datum: 25.07.2019, Benchmark: S&P 500, Differenz: 0,87% –> 0 Pkt.
  • Gewinnrevisionen: aktuelles Jahr: 4,59->4,53->4,26 (-5,96%), nächstes Jahr: 5,22->5,20->5,12 (-1,92%) –> -1 Pkt.
  • Kursentwicklung 6 Monate: -11,26% –> -1 Pkt.
  • Kursentwicklung 1 Jahr: -10,57% –> -1 Pkt.
  • Kursmomentum: –> 0 Pkt.
  • Dreimonatsreversal: neutral –> 0 Pkt.
  • Gewinnwachstum: 20,19% –> 1 Pkt.
  • gesamt: 2 Pkt.

Kauf

Hier die Bewertung, aufgrund derer ich mich für den Kauf entschieden habe:

Bewertung: 2019-08-02 TEGNA US87901J1051

  • RoE 2018: 30,25% –> 1 Pkt.
  • EBIT-Marge 2018: 31,11% –> 1 Pkt.
  • EK-Quote 2018: 25,41% –> 1 Pkt.
  • KGV über (bis zu) 4 Jahre: 8,3 –> 1 Pkt.
  • KGV aktuell: 11,5 –> 1 Pkt.
  • Analysten: Anzahl: 9, Meinung: 8,61 –> -1 Pkt.
  • Reaktion auf Quartalszahlen: Datum: 09.05.2019, Benchmark: Dow Jones 30 Industrial, Differenz: 4,28% –> 1 Pkt.
  • Gewinnrevisionen: aktuelles Jahr: 1,30->1,30->1,30 (0,00%), nächstes Jahr: 2,05->2,05->2,06 (0,49%) –> 0 Pkt.
  • Kursentwicklung 6 Monate: 32,98% –> 1 Pkt.
  • Kursentwicklung 1 Jahr: 41,24% –> 1 Pkt.
  • Kursmomentum: –> 0 Pkt.
  • Gewinnwachstum: 58,46% –> 1 Pkt.
  • gesamt: 8 Pkt.

Depotübersicht von heute, 06.08.2019

Levermann-Strategie Depotübersicht

Rendite erhöhen durch Spesen sparen?

Die Strategie, welche ich in diesem Experiment ausprobiere, zwingt mich dazu, relativ oft zu handeln. Das kostet jedesmal Transaktionsgebühren. Ich führe dieses Depot bei der Consorsbank. Das ist einer der üblichen Online-Broker. Kosten pro Trade liegen hier bei diesen kleinen Umsätzen bei 9,95 EUR plus Zusatzkosten für einzelne Börsenplätze. Manchmal sind dadurch, dass manche Aktien nur in sehr kleinen Stückzahlen gehandelt wurden, noch Zusatzkosten für Teilausführungen entstanden.

Meine bisherigen Transaktionskosten

Ich habe diese zusammengetragen. Als Transaktionskosten gelten bei mir die Provision des Brokers plus eventuelle Handelsplatzgebühren, Courtagen usw.

In der folgenden Tabelle habe ich diese Kosten jeweils neben die Anzahl der Transaktionen geschrieben.

Zeitspanne Anzahl Käufe Anzahl Verkäufe gesamt Kosten EUR
Jan-Jun 16 15 7 22 260,44
Jul-Dez 16 12 8 20 207,40
Jan-Jun 17 7 7 14 161,62
Jul-Dez 17 7 7 14 164,63
Jan-Jun 18 11 12 23 243,38
Jul-Dez 18 10 12 22 218,90
Jan-Jun 19 14 11 25 259,75
Jul 19-heute 4 4 8 82,78
gesamt 80 68 148 1.598,90

Was heißt das für den Vergleich mit dem Benchmark-Depot?

Alle sechs Monate vergleiche ich die Performance meines Levermann-Depots mit einem Benchmark-Depot, welches aus zwei ETFs besteht, in die die gesamte Startsumme von 12.000 EUR gleich am Anfang investiert und dann in Ruhe gelassen worden wäre. .

In meiner letzten dieser größeren Zusammenfassungen – Dreieinhalb Jahre Experiment Levermann-Depot – hatte ich festgestellt, dass nach einem großen Vorsprung des Levermann-Depots in den ersten beiden Jahren das Vergleichsdepot in letzter Zeit besser abgeschnitten und aufgeholt hätte, so dass beide Depots nach dreieinhalb Jahren gleichauf notierten. Das hat sich in dem einen Monat, der seitdem vergangen ist, nicht signifikant geändert.

Levermann-Depot Vergleich mit 2-ETF-Depot

Anhand der oben angegebenen Gesamtkosten bis jetzt können wir überschlagen: Hätte es keine Transaktionsgebühren gekostet, wäre die Performance des Levermann-Depot bezogen auf das Startkapital von 12.000 EUR um ungefähr 13% besser.

Kosten senken würde sich lohnen

Die Kosten lassen sich nicht völlig eleminieren, denn selbst der allergünstigste Online-Broker will auf irgendeine Art etwas verdienen. Aber ein Vergleich kann nicht schaden.

depot
Ich verwende nun den Depotrechner, den ich selbst ab und zu in meine Artikel einbinde. Warnung: Wenn du ein Depot darüber eröffnen solltest, bekomme ich dafür eine kleine Provision, diese kostet dich jedoch nichts extra.
Depotrechner

Im Rechner kann ich oben ein paar Eckdaten eintragen. Ich verwende: 1.000 EUR Ordervolumen, 40 Order pro Jahr, 16.500 EUR durchschnittliches Depotvolumen. Es ergibt sich folgendes Bild:

Depotvergleich

Die besten drei Ergebnisse sind also:

  • Trade Republic mit 0,00 EUR Kosten
  • Das Consorsbank Trader-Konto mit 158 EUR
  • Das onvista bank Festpreis-Depot mit 200 EUR

Das Depot, welches ich momentan verwende, befindet sich ebenfalls bei der Consorsbank (einfaches Consorsbank Depot), steht in der Liste weiter unten und wird mit 398 EUR jährlichen Kosten angegeben.

Ist Trade Republic ein Altruisten-Verein?

Natürlich nicht. Völlig kostenlos ist das Handeln hier nicht. Es kostet doch 1 EUR „Gebühren“ pro Order. Naja, ist aber trotzdem günstig, oder? Das stimmt. Aber was ist hier zu beachten? Gehandelt werden nur die Aktien, die sich im Direkthandel von Lang und Schwarz befinden. Trade Republic wird sicher als Vermittler für Lang und Schwarz an deren Spread-Verdienst beteiligt. Nun gut, da könnte man wieder entgegnen: Wenn man darauf achtet, zu vernünftigen Zeiten zu kaufen und zu verkaufen, dann ist der Spread nicht so hoch. Das wäre also auch OK. Es ist eben kein echter Börsenhandel. Für mich ist allerdings ein KO-Kriterium, dass Trade Republic auf das Smartphone beschränkt ist. Das ist etwas, das ich absolut nicht möchte. Sicher bin ich in dieser Beziehung ein Dinosaurier, aber ich fühle mich mit Mobile Banking einfach nicht wohl.

Das Consorsbank Trader-Konto ist „vergänglich“

Besser gesagt die günstigen Konditionen (Handel ab 3,95 EUR) sind vergänglich. Denn wenn ich das richtig verstanden habe, gelten sie nur für ein Jahr. Außerdem ist man auch hier beschränkt, und zwar meistens auf Tradegate. Das allein wäre kein Ausschlusskriterium, denn dort kann man meist zu guten Preisen handeln. Allerdings gilt das Angebot nur für Neukunden oder für inaktive Kunden. Kommt also für mich auch nicht in Frage.

onvista bank: Wirklich nur 5 EUR?

Das Angebot zum onvista bank Festpreis-Konto klingt zunächst ansprechend und realistisch. Allerdings findet man bei genauerem Nachlesen noch eine „pauschalierte Handelsplatzgebühr“ von 2,00 EUR, die noch oben drauf kommt. Wenn ich es richtig verstanden habe, entfällt die nur, wenn man Fonds direkt bei der Fondsgesellschaft handelt. Also wären in meinem Fall immer mindestens 7.00 EUR fällig. Eventuelle Prozentbruchteile der Börsenplätze kommen dann noch hinzu, aber die kommen überall hinzu. Bisher hat mich eine Transaktion im Schnitt zwischen 10 und 11 EUR gekostet. Mit diesem Depot wären es etwa 7 bis 8 EUR. Eine Einsparung von 3 EUR pro Transaktion würde sich also innerhalb eines Jahres auf etwa 120 EUR Ersparnis aufsummieren. Wenn ich die Depoteröffnung noch in diesem Monat hinbekomme, gibt es noch weitere 50 EUR Ersparnis in Form von 10 Trades ohne die 5 EUR Gebühr. Das klingt gut.

Depot-Umzug ohne das Levermann-Experiment zu unterbrechen?

Ich bin schon einmal mit Wertpapieren zwischen zwei Depots umgezogen. Ich kann mich erinnern, dass das nicht von heute auf morgen erledigt war. Das Ganze ist schon eine Weile her und möglicherweise geht es heute sogar schneller. Bei Aktien und ETFs, die ich für einen längeren Zeitraum halten will, wäre mir das egal, aber für das Levermann-Experiment möchte ich das nicht austesten.

Deshalb habe ich mir eine andere – recht naheliegende Lösung – überlegt. Ich eröffne das Depot bei der onvista bank parallel und führe den „Umzug“ dadurch aus, dass ich im Consorsbank Depot nur noch verkaufe, das Geld zum anderen Depot transferiere und Käufe immer im neuen Depot durchführe. So „gleitet“ das Levermann-Depot allmählich hinüber.

Dieses Depot werde ich dafür eröffnen (Anzeige):
OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Über meine Erfahrungen damit werde ich, wenn es soweit ist, in den nächsten Levermann-Artikeln berichten.

Alles zu diesem Experiment

Den wöchentlich aktualisierten Stand, die Liste aller Transaktionen sowie Links zu allen Artikeln zum Thema Levermann-Strategie findest du hier:
Artikelserien / Experiment Levermann-Depot

Disclaimer

Ich empfehle hier weder die Anwendung der Levermann-Strategie noch den Kauf bestimmter Aktien.

14 Kommentare

  • Guter Artikel aber was ist mit Degiro? Bin da schon seit ein paar Jahren und habe für eine deutsche Aktie bei Xetra immer unter 3 Euro gezahlt. Bei der Nasdaq kann man dort die beliebten Tech Werte sogar für unter einem Euro kaufen…

    Mich wundert es also, dass Degiro nicht in deinem Depotrechner auf einem der ersten Plätze auftaucht.
    LG Joel

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    • Danke für den Tipp. Es ist aber nicht „mein“ Depotrechner. Wahrscheinlich zahlt Degiro nichts an den Betreiber des Rechners und wird damit nicht aufgenommen. Aber ich kann mich erinnern, dass die auch schon einmal oben in der Liste standen.

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  • Ich bin bei Onvista und muss sagen, dass ich die Oberfläche unterirdisch finde.
    Kommunikation mit dem Support ist nicht wirklich besser.
    Seit dem Wechsel meiner E-Mail Adresse bekomme ich auch keine Benachrichtigung mehr über neue Schriftstücke in meiner Postbox, was den Onvista-Support nicht wirklich krazt.
    Abwicklung und Preise sind aber absolut in Ordnung. (Die Abrechnungs-PDFs sind besser als die der comdirect und können von meinem Dokumentenmanagementsystem per OCR wunderbar ausgelesen werden. Was bei denen der Comdirect oft nicht der Fall ist.)

    Degiro fand ich auch schon immer mal interessant.
    Was mich jedoch abschreckt sind folgende Positionen im Preisverzeichnis:
    Depotübertrag zu DEGIRO 10,00 €/Position
    Depotübertrag von DEGIRO 10,00 €/Position + externe Kosten

    D.h. für mich wenn man da mal wieder weg will – wird’s teuer.

    Darüber hinaus meine ich mich zu erinnern mal etwas bzgl. Einlagensicherung gelesen zu haben, was bei Degiro nicht so doll ist…

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    • Vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen hier mit uns teilst. Ich denke, irgendeine Schwäche hat jeder Anbieter. Ich warte mit meinem „Umzug“ noch ein wenig. Vielleicht kommen ja noch ein paar gute Tipps hier in den Kommentaren.
      Wie ist das übrigens mit dem Steuerzeug bei DeGiro, weiß das jemand? Wird die Abgeltungsteuer ordnungsgemäß abgeführt oder muss ich mich selbst darum kümmern? Bekomme ich von DeGiro eine Jahressteuerbescheinigung?

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  • Mein Erfahrungsbericht:
    ich bin u.a. bei Onvista und eigentlich recht zufrieden.Bei denen bemängle ich nur die Erreichbarkeit in „Krisenzeiten“. Teilweise bleibt man an der Login Seite hängen und wenn man es geschafft hat gibt es oft keine Kursdaten… .Außerbörslich zahle ich dort 6,5€ pro Handel (Bsp. Tradegate)
    Bei Captrader zahlt man 2€ für den Handelsplatz Tradegate und 4€ bei Xetra (2$ bei US Börsen). Captrader ist ein deutscher Ableger von IB
    Beachten sollte man auf jeden Fall auch dass einige Plattformen besondere Gebühren verlangen z.B. für die Gutschrift von ausländischen Dividenden. Also immer das Kleingedruckte lesen.
    Allen gute Trades

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    • Vielen Dank, gut zu wissen. Da ich nur mein kleines Levermann-Depot zu onvista verlegen möchte, könnte ich mit gelegentlich fehlenden Kursdaten leben, sofern das nicht dauernd so ist.

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  • Hallo Petra,
    Vergiss DEGIRO. Bei DEGIRO bekommst Du weder eine Orderabrechnung und erst Recht keine brauchbare Steuerbescheinigung. Bareinlagen gehen in ein Geldmarktfond und werden häufig weniger. Bei der Auflösung meines DEGIRO-Depots hat DEGIRO einfach einen kleinen Betrag unterschlagen. Auf Mails antworten sie einfach nicht mehr. Bei DEGIRO kannst Du in FfM gelistete Aktien günstig handeln, an exotischen Börsenplätzen kannst Du auch handeln, bekommst dann aber die Aktien in Fremdwährung notiert und/oder zahlst extra Börsenplatzgebühr. Jede Order bei DEGIRO wird in mehreren Teilausführungen ausgeführt und die Abrechnungen musst Du Dir selber aus den Einzelbuchungen + Provison selber malen.
    Die bescheidene Handelsplattform läuft im Browser. Außerdem hat DEGIRO auch noch keine Bankenkriese überlebt. Wertpapiere sind zwar Sondervermögen, aber die Freigabe kann 6-12 Monate dauern, so habe ich es bei einer örtlichen Bank (Bankhaus Wilhelm Basse) erlebt. Wie lange sowas bei einer Bank, die nur aus gemieteten Büros und Telefonen besteht, möchte ich mir nicht ausmalen.

    Der Wechsel von Consors zu Onvista ist ein Rückschritt. Bei Consors kannst Du alle Aktien an allen Handelsplätzen oder billiger OTC handeln. Also nicht nur Tradegate.
    Er gab vor vielen Jahren eine Kooperation mit Tradegate, wo man verbilligt handeln konnte, aber das ist längst historisch. Der OTC-Handel läuft meist über den „langen Schwarzen“ oder über die Baader-Bank.

    Als aktiver Händler wies ich die Handelsplattform von Consors zu schätzen, und dass ich für meine Depotbestände oder Transaktionen Realtime-Kurse angezeigt bekomme. Man kann auch, je nach Handelsvolumen-, eine Menge Kurse anderer Wertpapiere kostenlos realtime abfragen. Die Handelsplattform „ActiveTrader“ ist kostenlos, recht gut, schnell und leicht zu erlernen. Das kostenlose Chartmodul kann nicht alle Indikatoren, ist aber für lau ganz ordentlich. Die Hotline bei Consors ist gut und gut erreichbar. Probleme wurden immer zeitnah zu meiner Zufriedenheit gelößt. Dafür darf Consors für mich auch nicht der allerbilligste Broker sein.Einlagen sind auch für Jeden ausreichend hoch gesichtert.
    Tagesgeld habe ich bei einer anderen Bank, und da habe ich Bauchschmerzen wg der nicht ausreichenden Besicherung. (Tagesgeld weil ich nach der letzten FED-Sitzung
    den Aktienbestand stark reduziert habe und nicht zu viel in Gold anlegen wollte.)

    Bei Onvista sind die Kurse 15min verzögert oder kosten extra Geld.
    Wenn Du die Gebührenliste für Bestandkosten bei Onvista anschaust.ist Onvista nicht billiger.

    Wenn Du Gebühren sparen möchtest, dann mach endlich deine Positionen größer.

    Mogli

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    • Für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht danke ich dir, Mogli. DeGiro klingt für mich nach etwas, das ich absolut nicht möchte.
      Die Vorteile von Consors gegenüber onvista spielen für dieses Depot keine Rolle. Deshalb können sie mir in Bezug auf mein Levermann-Experiment ziemlich egal sein.

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  • Hallo Petra, laß dich von Mogli nicht abschrecken. Degiro ist für Leute, die genau wissen was sie wollen. Mach einfach ein Experiment ;-).

    Die Orderabrechnung kommt wenn man will per email, kann aber auch mühelos heruntergeladen werden. Enthält halt nur die wesentlichen Punkte wie Börse, Ausführungszeitpunkt, Kurs, Spesen fix und variabel und Umrechnungskurs bei nicht Eur-Aktien. Die Preise sind im Vergleich zu Direktbanken sehr günstig. Pro verwendeter Börse und Jahr kommen noch 2,50 Eur dazu. Einfach mal das Preisverzeichnis studieren. Teilausführungen sind bei echtem Börsenhandel immer möglich, werden aber wie bei anderen Brokern nur bei Ausführung über mehrere Tage etwas teurer. Bei kleineren Werten hilft ein Blick in das Orderbuch. Pennystock sollte sowiso tabu sein. Bareinlagen gehen in einen Geldmarktfonds (daher ist die etwas kleinere Einlagensicherung irrelevant). Bei Problemen antwortet Degiro sofort und ist sehr hilfreich! Degiro hat sogar einmal für mich in kürzester Zeit das Program geändert (ging um eine Eingabemaske). Probier das einmal bei Comdefekt und Konsorten. Es gibt eine App für Telefone mit Android, ich würde aber jedem raten Börse ernstzunehmen und dazu gehört auch der Handel über Computer mit ensprechender Vorbereitung und nicht über eine ‚Spieleapp‘ für den Zwischendurchhandel.

    Einen Nachteil für Feierabendtrader möchte ich aber nicht verschweigen. Gehandelt wird nur an Börsen zu Börsenzeiten. Was auf Xetra, Nyse, Amsterdam … usw gekauft wird, kann auch nur an diesem Börsenplatz verkauft werden. Man kann also nicht morgens auf Xetra ein Schnäppchen machen und abends in Frankfurt verkaufen. Die Steuererklärung muß man wie bei allen echten Brokern selber machen. Ist aber keine Hexerei. Bei Dividenden von US-Werten gibt es kein Problem (Formular ausfüllen und es werden nur 15% abgezogen), Schweiz habe ich bis jetzt vermieden, kann man aber kurz vor ex-Div verkaufen und danach zurückkaufen – spart den Formularkrieg (den hat man aber auch bei anderen Banken). Wenn man ein Chartprogram braucht, ARIVA macht das sehr schön, dazu braucht man keinen Broker. Die Kurse sind teilweise RT, können aber auch günstig gekauft werden, Bid/Ask Kurse in der Ordemaske ist nach meiner Beobachtung immer RT.

    Last but not least, auch kleine Positionen machen Sinn wenn die Kosten so gering sind wie bei Degiro. Wenn ich 20 US-Aktienpositionen im Wert von je 100 Eur an der NYSE oder 5 DE-Aktienpositionen zu je 400 Eur bei Xetra kaufe sind die Spesen bei Degiro immer noch geringer als bei einer 2000 Eur Position bei Kauf über die Bank.

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  • Hallo Petra,

    auch ich möchte dir meine Erfahrung zu Degiro nicht vorenthalten.
    Wichtig vorweg: Ich war noch nie bei einem anderen Broker, mir fehlt also der Vergleich. Grund für Degiro war bei mir auch damals der Preis aber auch sonst bin ich nach einigen Jahren recht zufrieden und kann (gemessen an dem, was ich damit mache) nichts konkretes schlechtes berichten.
    „Gemessen an dem, was ich mache“ heißt ich bin kein Powertrader sondern kaufe / verkaufe gelegentlich nach Feierabend und halte Positionen eher langfristig. Bisher auch nur Aktien, keine Erfahrung mit CFDs und was es sonst noch alles gibt. Das aktivste war/ist bisher das Levermann-Experiment.

    Einfach mal ein paar Punkte:

    – Keine Depotführungsgebühren, keine Mindestumsätze, keine Mindesteinlage
    – xetra Kurse sind Realtime, alles andere +15 Min
    – Orders für 2 Eur + ein kleiner Anteil am Ordervolumen
    – Ich erinnere mich nicht an konkrete Beträge, aber daran, dass ich an ausländischen Börsen deutlich höhere Kosten hatte (z.B. Athen, London)
    – an der NYSE oder NASDAQ (oder beide?) sinds nur 0,50 Eur
    – Die App finde ich nicht toll und nutze sie nicht.
    – Keine Chartfunktionen, aber dafür gibts eben andere Seiten.
    – Das mit dem Geldmarktfond stimmt. Ich kann ehrlich gesagt nicht einschätzen, ob das wegen irgendwelcher Risiken ein größerer Nachteil ist oder nicht.
    – Steuer wird nicht einbehalten, darum muss man sich in der Steuererklärung dann selbst kümmern.
    – Die Jahressteuerbescheinigung finde ich persönlich in Ordnung. Gibts als PDF zum Download und ist recht übersichtlich. Dividenden und Gewinne und Verluste aus Veräußerung von Aktiengeschäften sind übersichtlich aufgelistet.
    – Support: ein, zwei mal habe ich den Support schon gebraucht und war überrascht, wie zügig die per Mail reagieren. Meistens kurze, präzise Antworten auf meine Fragen. Einmal hatte ich auch schon angerufen, erinnere mich aber nicht mehr, wie lang die Warteschleife war. Sowohl Mail als auch Telefon war deutschsprachig.

    Insgesamt ist Degiro eher einfach gehalten würde ich sagen. Aber gerade für sowas wie Levermann, wenn man einfach nur seine Orders ausführen möchte, find ichs eigentlich super zu den Preisen.

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    • Dir auch vielen Dank, Mic. Wie ich schon auf den vorigen Kommentar geschrieben habe, ist mir die Sache mit den Bargeldeinlagen, die in einen Geldmarktfonds gesteckt werden, nicht ganz geheuer. Siehst Du davon als Kunde überhaupt irgendetwas, z.B. Dein Bargeld anteilig als Fondanteile, oder machen die das irgendwie intern? Ich kann mir das praktisch nicht so richtig vorstellen. Vielleicht steht es ja auch bei DeGiro auf der Webseite oder irgendwo in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dafür hatte ich bisher weder Zeit noch Muße.
      Dass die Abgeltungsteuer nicht einbehalten wird, ist ja vom Prinzip her nichts Schlechtes, so wird das „gestundet“. Allerdings fällt es mir dann schwer, das ohne großen Aufwand realistisch in meinem Levermann-Experiment darzustellen, denn letzten Endes muss ich das ja doch bezahlen, sollte ich jemals wieder einen Gewinn realisieren.
      Sicher ziehen sie dann aber ausländische Steuer ab, obwohl Doppelbesteuerungsabkommen bestehen. Das wird mir irgendwie alles zu unhandlich. Ich bin ja großer Fan von Vereinfachung. Das hört sich für mich aber alles nach Verkomplizierung an.
      Ich werde noch ein paar Nächte darüber schlafen, aber wahrscheinlich werde ich mich für dieses Spielchen dann doch für onvista entscheiden, das scheint mir irgendwie ein vernünftiger Kompromiss zu sein.

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  • ein kleiner Hinweis: Mit größeren Orders wird die Gebühr prozentual im allgemeinen kleiner. Das heißt eine Reduzierung deiner Titel auf wenige aber größere Positionen wird sich kostenmäßig bemerkbar machen…

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