Online-Umfragen als Einkommensquelle für nebenbei?

Online-Umfragen Erfahrungsbericht

Es ist schon über ein Jahr her, da hatte ich mir vorgenommen, ein paar der bekanntesten Möglichkeiten, nebenbei online ein wenig Geld zu verdienen, näher zu untersuchen, um dann meine Ergebnisse hier auf dem Blog darzustellen.

Ein Punkt dazu sind Online-Umfragen. Da gibt es ja die verschiedensten Anbieter und zu einigen auch bereits den einen oder anderen Erfahrungsbericht im Internet. Bei einem Anbieter bin ich selbst schon seit einigen Jahren angemeldet und bekomme ab und zu Einladungen zu solchen Befragungen. Dann mache ich ein paar Klicks und vergesse die Sache wieder bis zur nächsten Einladung. Irgendwann, keine Ahnung wie lange das immer dauert, habe ich dann 100 Punkte zusammen, die ich in einen Amazon-Gutschein im Wert von 25 EUR umtauschen kann. Das ist für mich so gut wie Geld, denn Amazon nutze ich wirklich.

Die Untersuchung

Da ich Ende 2017 einen Punktestand von genau 100 Punkten dort hatte, also nach Einlösung mit dem Jahreswechsel 17/18 bei null gestartet bin, hatte ich mir vorgenommen, doch mal bewusst zu verfolgen, wie weit ich bis zum Jahresende 2018 kommen und wie viel Zeit sich dafür so aufsummieren würde. Also habe ich mir zu jeder Einladung zu einer Befragung notiert, welche Punktezahlen versprochen und welche Zeit dafür jeweils angegeben wurde, dann die Fragen beantwortet und dabei meine Zeit gestoppt. Ich gebe zu, dass ich das mit dem Aufschreiben bis Ende November durchgehalten habe. Dann hatte ich keine Lust mehr. Nun sind mir die Aufzeichnungen wieder in die Hände gefallen und ich habe beschlossen, sie doch noch in einem Artikel zu verarbeiten, denn das könnte ja für so manchen ganz interessant sein.

Die Ergebnisse

Innerhalb der aufgezeichneten 11 Monate habe ich an 34 Umfragen teilgenommen und dafür insgesamt 55 Punkte „geerntet“. Danach habe ich nicht mehr protokolliert und bin bis zum Jahresende 2018 auf 72 Punkte gekommen.

In jeder Einladungs-E-Mail werden immer zwei Varianten der Umfrage angekündigt. Eine Kurzvariante, für die es 1 Punkt (0,25 EUR) gibt, und eine längere, deren Vergütung bis zu 8 Punkten (2,00 EUR) reicht. Je nachdem, wie man die ersten Fragen beantwortet, rutscht man dann in die längere Variante oder eben nicht.

Interessant ist nun, die Punkte zur dafür aufgewendeten Zeit ins Verhältnis zu setzen. Zunächst einmal gibt es Zeitangaben in der Einladungs-E-Mail jeweils für die Kurzvariante und für die längere Version. Die Kurzvariante ist fast immer mit 2 min angegeben. 1 Punkt = 0,25 EUR in 2 min bedeutet hochgerechnet 30 Punkte (= 7,50 EUR) pro Stunde. Als Dauer für die längere Variante sind meistens 10 bis 15 min für 5 bis 8 Punkte angegeben, das entspricht in etwa 7,50 EUR bis 8,00 EUR pro Stunde.

Die Wirklichkeit sah dann aber anders aus. Ich habe alle gestoppten Zeitspannen aufsummiert und kam auf 180 min, also genau 3 Stunden. 55 Punkte (= 13,75 EUR) in 3 Stunden entsprechen 4,58 EUR pro Stunde. So habe ich mich schon gefragt, ob ich nicht einfach nur noch bis zu den 100 Punkten, die ich dann einlösen kann, weitermachen soll und das war’s dann. Oder kann ich schneller werden?

Die Erkenntnisse

Durch das bewusste Notieren der Angaben sind mir ein paar Möglichkeiten zur Erhöhung der Effizienz aufgefallen. Es ist ganz einfach, die ersten Fragen innerhalb von weniger als einer Minute zu beantworten. Zum Ende meiner Auswertungen hin hatte ich mich merklich verbessert. Mir fiel auf, dass man Zeit spart, indem man bei langen Auswahlen gleich nach unten schaut, ob es einen Punkt „keins davon“ gibt. Klick und fertig.

In der Mail gibt es außerdem immer zwei Links, über den einen muss man sich erst in seinen Account einloggen, der andere enthält eine Art ID, so dass einem die Umfrage auch ohne Einloggen anerkannt wird. Wieder ein paar Sekunden gespart.

Die langen Varianten sind meist nervig. Es ist besser, man bekommt einfach den einen Punkt für ein paar Sekunden Zeit, als wenn man bis zu einer halben Stunde, was wirklich vorkam, in die Beantwortung der Fragen steckt und dann nur 7 oder 8 Punkte dafür bekommt.

Es gibt am Anfang oftmals Standardfragen, die super schnell durch den passenden Klick zu beantworten sind. Meistens richtet sich nach deren Antwort, ob man in die längere Variante rutscht, oder den einen Punkt schnell so bekommt. Ein Beispiel: Wer ist für den Einkauf in Ihrem Haushalt zuständig? Aha, also eine Konsum-Umfrage. Wenn man hier öfter mal „jemand anders“ klickt, hat sich die Sache dann meist schon erledigt und man bekommt den Punkt nach wenigen Sekunden.

Im Dezember, den ich nicht mehr protokolliert habe, gab es übrigens ein paar mehr Umfragen. So habe ich zum Jahresende einen Punktestand von 72. Es waren zwar auch längere Umfragen dabei, aber auch die schaffe ich inzwischen schneller durchzuklicken. Ich gebe zu, meine Antworten werden dann schon mal „etwas ungenau“. Wenn es eine Auswahl gibt mit „keine Angabe“, dann wähle ich meistens diese. Daran sieht man auch selbst mal, wie belastbar (oder eben nicht) die Ergebnisse solcher Umfragen sind. Habe ich deshalb ein schlechtes Gewissen? Nein.

Fazit

Die Variante 1 Punkt innerhalb von 30 Sekunden ist OK, alles andere lohnt selten. Überhaupt ist es allenfalls ein Spielchen nebenbei und kein „Nebenverdienst“.

Das ist nun natürlich keine allumfassende Untersuchung zum Thema Online-Umfragen. Aber ich wette, bei anderen Anbietern wird die Situation im Hinblick auf Aufwand-Nutzen-Verhältnis nicht viel anders sein. Schließlich soll sich die Sache ja auch für die Umfragen-Portale lohnen.

Habe ihr ähnliche oder möglicherweise andere Erfahrungen mit Online-Umfragen gemacht? Ihr könnt mir dazu gern etwas in die Kommentare schreiben.

3 Kommentare

  • Hallo Petra,

    ich habe auch schon so einige Umfrageportale ausprobiert. Meine Erfahrungen was den Zeitaufwand angeht sind sehr ähnlich. Bei manchen ist es sogar viel schlimmer, da man bereits einige Minuten Fragen beantwortet hat und denkt, dass es nun Richtung Ende geht und dann die Umfrage einfach abbricht. Die Begründung ist in der Regel, dass man nicht zum Panel passt. Dies geschieht häufig auch mal ohne ersichtlichen Grund. Ich vermute, dass hier manche Portale die Umfrageergebnisse trotzdem nutzen und nur die Punkte nicht gutschreiben wollen.

    Es gibt aber auch ein paar Anbieter die positiv auffallen. Zu meinen Favoriten gehört YouGov. Da bin ich schon lange dabei und man kann auch die von dir genannten kleinen Tricks anwenden. Abbrüche gibt es da auch nie und die Vergütung finde ich in Ordnung.

    Welchem Anbieter hast du denn analysiert?

    Viele Grüße
    Chris

    Gefällt mir

  • Hallo Petra, da bin ich auch anmeldet.
    Ich frage mich ob man weniger oft eingeladen wird wenn man öfters mal auf z.b. „jemand anderes kauft ein“ klickt?
    Dann hätte man ja auch weniger Punkte weil man weniger eingeladen wird.

    Ein anderer Aspekt ist auch die Ehrlichkeit.
    Möchte ich, nur um ein paar Punkte zu bekommen, – nennen wir es mal – flunkern?
    Ich verfälsche ja damit die Statistik.
    Ja ja ich weiß schon: traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast… 😉
    LG und gutes neues Jahr 2019!
    Stefan

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.