LEGO als Investment – Ein neues Experiment?

LEGO-Investment
Sicher ist LEGO jetzt zu Weihnachten in vielen Familien mit Kindern ein Thema. Aber nicht nur das, LEGO ist inzwischen auch ein beliebtes Investment geworden. Und wer nun denkt, Klasse, ich kauf mir so einen Kasten, bau das zusammen und verkauf das Ganze nach ein paar Jahren wieder mit Gewinn, der irrt sich. Das Set muss ganz neu, verschlossen und versiegelt bleiben. Die Farbe auf dem Karton darf auch nicht ausgeblichen sein. Also so, als hätte man ihn gerade frisch gekauft. Nur so klappt das mit der Wertsteigerung.

Was sind das für Leute, die in LEGO investieren?

LEGO-FigurenViele LEGO-Fans finanzieren sich dadurch ihr Hobby. Sie kaufen einen Kasten zum Bauen und Sammeln und noch ein paar zum Einlagern zwecks Wertzuwachs. Eigentlich keine so schlechte Idee, sofern man den Platz dafür hat.

Aber es gibt auch andere Ausprägungen. So gab es mal in der Sendung Galileo auf ProSieben einen Beitrag über skurrile Investments. Auch LEGO war dabei. Dort hat ein junger Mann seine Investmentstrategie verraten. Er kauft von jedem neuen Set drei Stück, die er dann in großen Kartons verpackt hortet, um davon später seine Altersvorsorge zu bestreiten. Ob die Rechnung aufgeht weiß niemand. Aber wenn nicht hat er dann immerhin eine Menge nostalgischen Spielzeugs.

Über den Sinn hinter einem LEGO-Investment besser nicht nachdenken!

Das mit dem Verschlossen- und Versiegelt-Halten ist eigentlich auch nicht anders als mit wertvollen Weinen. Das Prinzip habe ich bis heute nicht verstanden. Was soll denn daran so wertvoll sein, wenn man den Wein nicht trinken darf? Dann ist es im Prinzip egal, was in der Flasche ist und wie das schmeckt. Mit den LEGO-Kästen ist das doch ähnlich. Wenn die verschlossen und versiegelt bleiben müssen, ist es auch egal, ob da wirklich das drinsteckt, was draußen draufsteht. Man darf es ja sowieso nicht zusammenbauen.

Wie bekommt man ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis beim LEGO-Investment hin?

LEGO SupermanIst die Sache risikolos? Natürlich nicht. Zum einen kann so etwas wegkommen oder beschädigt werden. Das lass ich mal außen vor. Was ist aber, wenn irgendwann einmal das Interesse daran nachlässt? Es wäre möglich. Ich kann mich noch gut an das Thema Ü-Ei-Figuren als Sammelobjekt erinnern. Aber kräht heute noch irgendein Hahn danach? Wer sagt denn, dass es mit LEGO nicht irgendwann auch so sein kann?

Bisher lief es jedoch gut. Man braucht sich nur mal die Preise, z.B. bei wirklich abgeschlossenen ebay-Auktionen anzuschauen, zu denen etwas ältere Sets verkauft werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass das noch jahrelang klappt, ist recht hoch. Was noch dafür spricht: Es sind keine „Paper Assets“, sondern Sachwerte, die dahinter stecken. Warum also nicht als Spaß-Investment zur Risiko-Streuung? Nach Meinung der „Experten“ auf Youtube besteht eine gute Chance, dass kleinere Sets, die nicht ganz so teuer sind, also nicht viel mehr als 30 EUR kosten, am schnellsten die meiste Wertsteigerung erfahren.

LEGO-Investment als Experiment auf meinem Blog?

Das Ganze wäre mir direkt ein neues Experiment wert, vielleicht derart: Etwa jede oder jede zweite Woche des nächsten Jahres ein solches Ding für im Schnitt 30 EUR kaufen und danach schauen, wie sich das entwickelt. Ich könnte dann immer im Abstand von ein paar Monaten Bilanz darüber ziehen und dann auch später den Verkauf dokumentieren, sofern ich nicht vorher aufgebe und alle Packungen öffne, um das selbst zusammenzubauen. Ich glaube, ich werde wohl nie erwachsen, und das ist gut so. 😉

Wer mag, kann mir gerne Vorschläge für ein derartiges Experiment unten in die Kommentare schreiben. Bedingung: Es ist ein Spaß, darf also nicht über den Rahmen von 30 EUR pro Woche hinausgehen. Das darf auch nicht viel Platz wegnehmen und auch nicht zu viel Aufwand verursachen.

Doch zunächst wünsche ich allen meinen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, egal ob mit oder ohne LEGO-Baukasten.

7 Kommentare

  • Ich denke nicht dass die kleinen Investments in Lego sonderlich lukrativ sind, insbesondere kleine Sets werden in Massen produziert. Es kommt also eher darauf an limitierte Sets zu haben mit Themen die vermutlich auch in den nächsten 30 Jahren noch bekannt sind. Star Wars würde ich beispielsweise dazu zählen. Insgesamt hat dieses Asset allerdings das Problem aller Sachwerte, man hat einen ungewissen Ausgang und bis dahin wirft das Ganze nichts ab. Keine Dividenden die eine Haltedauer X belohnen würde. Selbst wenn die gelagerten Sets ihren Wert vervierfachen würden, wäre das bei 30 Jahre Haltedauer, Lagerplatz-Verbrauch und Schutz vor Verschlechterung (Luftfeuchte usw.) das Ganze wert? Vermutlich hätte man dann grade seine Inflation ausgeglichen.
    Dieses Investment ist sicherlich spaßig, aber wer sowas mag, der könnte auch gleich einfach Gold horten. Das ist deutlich pflegeleichter, die Märkte sind liquider, die Lagerkosten sind deutlich geringer und neben der garantierten Seltenheit ist es auch weltweit ein anerkanntes Sachwert-Gut das zudem in Extremfällen die Funktion von Geld übernehmen kann.

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    • Deinen Argumenten stimme ich natürlich zu, aber ich mag die Idee trotzdem irgendwie zur Unterhaltung zwischendurch. Das soll auch kein sehr langfristiges Ding werden. Und wenn es total nach hinten losgeht, kann ich das Spielzeug immernoch verschenken oder einen Bausatz selbst zusammenbauen.
      Mal schauen, vielleicht ist das eine oder andere limitierte Set zwischendurch auch mal drin.

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  • Hi Zusammen,

    So ist es. Es
    Funktioniert nicht bei allen Sets. Als Beispiel Bricktober Sets von Toysrus hab ich schon nach zwei Wochen mit 200% verkauft. Normale verfügbare Sets City verlieren eher an Wert. Die UCS Series Stiegen in der Regel teils auch um tausende Prozent.

    Limitiert, selten und begehrt dann könnte es klappen. Meine Strategie sind die kleinen Sets die es als Beigaben gibt zu halten. Des weiteren habe ich fast alle Creator expert Häuser. Das erste hat realistisch etwa 700% Wertsteigerung nach knapp 10 Jahren. Die Anderen sind eher Preisstabil. Warum? Weil andere auf die selbe Idee gekommen sind. Weil mehr produziert wird und weil das Patent ausgelaufen ist und so so „Fälschungen“ für einen Bruchteil bekommst. Ich rate dir es wie Buffet zu machen. Lass die Finger von Dingen von denen du, deinem Artikel nach, keine Ahnung hast. Grüße

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  • Auf den Trichter sind andere schon vor Jahren gekommen. Schaut mal hier: https://www.brickpicker.com/
    Dort geht es nur um solche Deals. Ist alles doch sehr aufwendig. Ok, wer den Platz und Zeit hat…
    VG

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  • Diesbezüglich kann ich sehr den Spielwaren Investor empfehlen. https://www.spielwaren-investor.com -bin bisserl süchtig nach dem Podcast 😉

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  • Pingback: Experiment LEGO-Investment als „Trockenübung“ – Es geht los | Sparen, anlegen, frei sein

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