Scharfe Geldanlage

Ich habe ein Gewürz entdeckt. Jedoch ist es nicht zum Zubereiten von Speisen geeignet, sondern für den Aufbau eines Aktien-Depots. Was könnte das nun also sein? Renditesalz? Nö. Dividendenpfeffer? Auch nicht. Es ist Finanzsenf! Was ist das genau?

Es handelt sich dabei um den Finanz-Blog von Thomas Senf. Thomas erstellt sehr ausführliche Analysen einzelner Aktien, und das Ganze mit großem Sachverstand. Er schreibt einen Blog-Artikel über die jeweils betrachtete Firma und hängt dann noch – das ist der Hammer – eine ausführliche Analyse in PDF-Form dran.

Den Blog gibt es noch nicht allzu lange, aber mir gefiel diese Herangehensweise gleich. Thomas hat nun eine Aktie meiner Faulpelz-Formel-Liste analysiert, und zwar die Aktie von Heliad Equity Partners, worüber ich mich besonders gefreut habe, denn um Bewertungen derartiger Beteiligungsfirmen habe ich persönlich bisher mangels Kenntnissen einen großen Bogen gemacht.

Thomas‘ Blog-Artikel und Analysen sind nichts für mal schnell zwischendurch. Sie sind dazu da, in Ruhe durchgearbeitet zu werden. Auch wenn man dann nicht in die vorgestellten Aktien investiert, man gewinnt eine Menge, denn diese Analysen lassen sich prima als Vorbild für eigene Untersuchungen verwenden.

Nun will ich euch natürlich noch die relevanten Links geben:

Titelbild: Helmut J. Salzer / pixelio.de

3 Kommentare

  • Hallo Petra,

    das scheint mir tatsächlich ein gutes Beispiel dafür zu sein, daß man etwas genauer hinsehen sollte.
    Ich habe zunächst einmal selbst Daten angesehen und überlegt und erst dann die Analyse von finanzsenf gelesen.

    Ein Blick auf Ariva – oder indirekt mit deinem Tool lieferte die Rohdaten.

    https://www.ariva.de/heliad_equity_partners-aktie/bilanz-guv?page=9

    Zunächst einmal sehen die Kennzahlen beeindruckend aus.
    siehe auch:
    https://boersengefluester.de/exklusives-scoring-value-aktien/
    Ein dermaßen lecker wirkende „Wurm“ hat aber höchstwahrscheinlich einen „Haken“.
    Oder wie finanzsenf schreibt: „Vergessen Sie nie: Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es meistens nicht wahr. “

    Eine Eigenkapitalquote von 98 % sieht wirklich sehr beeindruckend aus…
    Betrachtet man z.B. die Historie der EKQ sollte man stutzig werden.
    2004 betrug sie schon einmal 98,94% und schmolz dann bis 2010 auf 39,82% zusammen.
    Betrachte ich das Gesamtbild so erscheint es mir spontan als daß durch
    eine permanente Erhöhung der Aktienanzahl (bzw. Kapitalerhöhung)
    man sich immer wieder erfolgreich frisches Kapital vom Anleger holte
    und dieses dann in der Regel schnell wieder „verbrannte“ oder teilweise
    in Form von Dividenden ausschüttete.

    Die Anzahl der Aktien betrug 2004 0,7 Mio.
    Im Jahre 2017 waren es dann 9,87 Mio Aktien
    Es gab offenbar immer wieder Verwässerungen des Gewinns (sofern ein solcher vorhanden…)
    http://www.dgap.de/dgap/News/adhoc/heliad-equity-partners-gmbh-kgaa-beschliesst-kapitalerhoehung-aus-genehmigtem-kapital/?newsID=1004529

    Der Cashflow war für 2004 … 2017 bis auf zwei Jahre immer negativ.
    Trotzdem schüttete man eine Dividende aus.
    Es drängt sich die Frage auf: Wie kann man Dividenden ausschütten wenn man doch einen erhöhten Kapitalbedarf hat?

    Eine andere Frage die ich mir stelle:
    Wie kann das EBIT konstant deutlich höher sein als der Umsatz?
    Es ergeben sich rechnerisch mir spontan unsinnig erscheinende EBIT-Margen von 2000% (2005) 440% (2006) 200% (2017).
    (Diese Frage wird beantwortet wenn man die Analyse von finanzsenf liest.)
    Nach Lesen der Analyse von finanzsenf wurde mir klar:
    „Die Gesellschaft erzielt geschäftsmodellbedingt keine Umsatzlöse.“

    Ich wollte insbesondere wissen wie der Piotroski-F-Score für diese Historie aussieht:
    Er schwankte zwischen 2005 und 2017 – so sagt es mir dein Tool – zwischen 1 und 5.
    Zuletzt (2017) waren es immerhin 4 Punkte von maximal erreichbaren 6 Punkten.
    Dies hat mich doch sehr überrascht.

    Die Levermann-Analyse ergab bei mir:
    Punkte_gesamt 7 Punkte_offen 3

    Wie dem auch sei – ich bin kein Finanzprofi – boersengefluester spricht eine Kaufempfehlung aus.
    Ebenso wie warburg resarch: (Kursziel 12 Euro bei aktuellem Kurs von 9 Euro)
    http://www.heliad.com/fileadmin/user_upload/Heliad_Equity_Partners_Full_Note_20180404_en.pdf
    (Siehe dazu auch Hinweise von finanzsenf)

    Für mich gibt es da zu viele Fragen – Ich persönlich würde diese Aktie daher aktuell nicht kaufen.
    Mir wäre das ganze schlicht etwas zu undurchsichtig.
    Das ist aber natürlich keine Anlageempfehlung sondern nur eine spontane subjektive Einschätzung.

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    • Jawoll, so geht man an die Sache heran, das gefällt mir.
      Tools können eben nicht denken, sondern machen nach Schema F, das aber nicht in allen Fällen zu 100% funktioniert.
      In meinem echten Langfrist-Depot würde ich so etwas auch nicht kaufen, schon deshalb, weil ich zu wenig Ahnung davon habe. innerhalb von Quant-Strategien wie in meinen Experimenten drücke ich ein Auge zu.

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  • Hallo Petra, als Leser Deines Blogs kann ich nur sagen – gute Arbeit! Weiter so 😉

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