Wo bitte geht’s zum Wohlstand?

Geht es dir so, dass du von den vielen Informationen, die es inzwischen in Blogs, Youtube-Kanälen, Podcasts und Facebook-Gruppen zum Thema Finanzen gibt, völlig überfordert bist, denn es sind einfach zu viele? Oder läufst du Gefahr, dich in Kleinkram zu verzetteln? Mir geht es jedenfalls manchmal so. Darum habe ich mir einen Wegweiser geschaffen. Es ist eine Art grobe Karte. Diese möchte ich heute mit dir teilen.

Tritt gedanklich einen Schritt zurück. Vergiss alle Einzelheiten. Beginne einfach mit einer Standortbestimmung auf dieser Karte.

Wegweiser/Karte

Wie du siehst, sind darin fünf Länder durch Schilder markiert.

Land der Schulden

Die Einwohner dieses Landes sind im Minus, manche so sehr, dass sie ohne Privatinsolvenz nicht mehr da raus kommen. Bei anderen ist es nicht so schlimm, aber Minus ist eben nicht schön.

Geht-so-Land

Es läuft alles irgendwie immer auf Plus-Minus-Null hinaus. Die laufenden Einnahmen aus täglicher Arbeit reichen zur Begleichung der Ausgaben, aber es darf nichts Unvorhergesehenes passieren. Eine defekte Waschmaschine z.B. wäre schon eine Katastrophe.

Land des Schutzes

Es ist alles im grünen Bereich. Es gibt sogar einen Notgroschen für den Fall der Fälle. Das bedeutet ein Stückchen Gelassenheit.

Land der Sicherheit

Es muss kaum noch Zeit in einem täglichen Job oder in selbständigen Auftragsarbeiten eins zu eins in Geld getauscht werden. Der grundlegende Lebensunterhalt ist zum größten Teil durch passive Einkommensquellen gedeckt.

Land der Freiheit

Die Einwohner dieses Landes haben diverse passive Einkommensquellen. Die Erträge daraus reichen für mehr als nur den grundlegenden Lebensunterhalt. Wenn mal ein Einkommensstrom versiegt, springt ein anderer ein.

Wo stehst du und wo möchtest du hin?

Wenn du das weißt und nun die grobe Richtung kennst, wird es dir leichter fallen, den richtigen Weg zu finden.

Das Besondere daran ist, es gibt keine scharf gezogenen Grenzen zwischen den Ländern. Die Übergänge sind fließend. Aber es gibt immer Wege dazwischen, manche sind einfach zu finden und zu durchlaufen, manche siehst du nicht sofort. Möglicherweise fällst du auch unterwegs hin, oder läufst mal ein kleines Stück in die falsche Richtung. Dann rappel dich auf bzw. dreh dich um!

Manchmal stehen am Wegrand Trolle, die versuchen, dich abzulenken. Füttere sie nicht, beachte sie am besten gar nicht. Aber nicht alle, die dir am Wegrand begegnen, sind Trolle, im Gegenteil. Manchmal sind es Menschen, die den richtigen Weg schon vor dir gefunden haben und dir einen hilfreichen Tipp geben. Trainiere deinen gesunden Menschenverstand, dann wirst du sie unterscheiden können.

Fang einfach an! Überlege, wie du von deinem Standort aus ein Stück weiter den Berg hinauf kommst, Schritt für Schritt, immer einen nach dem anderen. Es gibt kein „DU MUSST“ bei der Auswahl deiner Methoden, egal ob es um Methoden zum Geldverdienen, Sparmaßnahmen oder Anlagestrategien und Aufbau von passiven Einkommensquellen geht. Übernimm selbst die Verantwortung und such dir nun aus der Informationsflut etwas aus, das du speziell für dich für geeignet hältst.

Weiteres dazu wird folgen.

Titelbild: lichtkunst.73 / pixelio.de

8 Kommentare

  • Am Ende denke ich mal will jeder ins Land der Freiheit, – ich sehe es mehr so als Schritte dahin, nicht verschiedene Laender. Wer will schon im Land „Schulden“ leben? Ausser es heisst Griechenland vielleicht, aber hier ist es ja ganz eng auf Finanzen bezogen, nicht auf Sonne, Essen, Kultur. 🙂
    Was eben auch etwas zu eng ist fuer meinen Geschmack: Freiheit kommt ja auch dadurch dass man weniger braucht oder moechte. Dann erreicht man eben auch finanzielle Freiheit weit schneller.

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    • Man kann es nennen, wie man will, Schritte oder Länder. Ich fand zu einem Wegweiser irgendwie das mit den Ländern, in denen Schilder stecken, passend. Es sind ja auch keine Länder im herkömmlichen Sinne.
      So ganz eng um die Finanzen geht es hier auch letzten Endes nicht, aber was nutzt einem die ganze Kultur drumherum, wenn man sie sich nicht leisten kann. Nicht alles Schöne ist kostenlos. 😉

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  • Pingback: Levermann-Dienstag: Heute mit Wohlstandskarte | Sparen, anlegen, frei sein

  • Schöner Artikel, der vieles sehr vereinfacht darstellt. Nur der Übergang vom Land des Schutzes zur Sicherheit finde ich etwas zu groß, jedenfalls nach der Definition.
    Meiner Meinung nach sollte dazwischen schon noch so etwas sein wie: „Man hat erste passive Einkommensquellen und kann auch einen eine Langzeitarbeitlosigkeit überbrücken“.

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  • Im Prinzip ja, allerdings hat das Leben bei mir mehrfach zu Schulden geführt, da ich mehrfach Immobilien gekauft habe und dann kurzzeitig mit „nix außer Schulden“ und ohne Depot dastand. Die Immobilie gehörte ja zum großen Teil der Bank. Im Detail sehe ich dann bei mir tiefe Täler mit extremer Belastung und hohes Entzücken es geschafft zu haben die eine oder andere Stufe erreicht zu haben. Im Nachhineinhat es sich gelohnt. Wenn ich diese Schulden nicht einrechne, dann passt es.

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    • Du hast offenbar alles richtig gemacht. Diese Art von Schulden, die als Hebel für dein passives Einkommen dienen, sind damit ja auch nicht gemeint, sondern Konsumschulden. Aber das habe ich in einem späteren Artikel genauer beschrieben. Das hier ist nur der erste grobe Überblick.

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  • Pingback: Geldanlage an der Börse geht auch ohne ETFs | Sparen, anlegen, frei sein

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