Einfach mal nein sagen

Kurz vor Weihnachten habe ich mal wieder eine Mail von ZINSLAND bekommen: „Ihr erstes Investment über ZINSLAND steht noch aus…“ So wurde ich vorab über ein Projekt informiert, welches bald auf besagter Plattform für Investoren zur Verfügung steht. ZINSLAND bietet Projekte über sogenanntes Immobilien-Crowdinvesting an. Ich hatte im Juni darüber einen Artikel geschrieben, wie das Ganze funktioniert und auch die Chancen und Risiken einer solchen Geldanlage dargestellt. Und gleich dazu: Ja, es war damals sogar ein von ZINSLAND bezahlter Artikel. Ich hatte aber völlig freie Hand beim Schreiben, sonst hätte ich das abgelehnt.

Was ich damals geschrieben hatte, kann man in erwähntem Artikel nachlesen: Immobilien-Investment etwas anders. Als Fazit hatte ich für mich ein Investment in ein derartiges Projekt nicht ausgeschlossen. So hatte ich mich dort angemeldet und ab und zu mit deren Projekten befasst. Über eines hatte ich sogar noch folgenden Artikel geschrieben: Wie ich Immobilien-Crowdinvesting-Angebote analysiere.

Mein Interesse für dieses Thema ist dann aber immer mehr eingeschlafen. Zwischendurch kam ab und zu eine Mail von ZINSLAND, in der ich auf ein neues Projekt aufmerksam gemacht wurde. Manchmal habe ich mir so etwas dann kurz angesehen, aber zum Schluss schon nicht mehr. Zwischendurch kam auch die eine oder andere „Kooperationsanfrage“ von Immobilienfirmen, weil das doch ein Thema für meinen Blog wäre, zumal ich mich ja auch bereits damit beschäftigt hätte usw. Die konnten mich aber nicht überzeugen, so habe ich alles abgelehnt.

Im Jahr 2014 hatte ich mich sogar in das Thema des direkten Immobilienkaufes zum Zwecke der Vermietung eingearbeitet und darüber die Artikelserie Ich lerne Immobilien geschrieben. Von einem Investment hatte ich aber abgesehen, das war und ist einfach nicht mein Ding. Das mit dem indirekten Investieren über solche Crowdinvesting-Projekte klang zunächst einmal ganz nett, ist aber doch nichts weiter als Vergabe von Nachrangdarlehen. Und 6 bis 7% Rendite p.a. empfinde ich nicht als angemessene Risikokompensation dafür, egal wie seriös und erfahren der Projektentwickler auch sein mag.

Die letzte Erinnerungsmail mit dem Satz „Ihr erstes Investment über ZINSLAND steht noch aus“ lässt mich nun sagen: „Nein, tut es nicht!“ So habe ich mich dort abgemeldet. Nichts gegen ZINSLAND, aber diese Erinnerungsmail hat mich einfach nur daran erinnert, dass es manchmal sinnvoll ist, eine uninteressant gewordene Idee fallen zu lassen, auch wenn man schon etwas Arbeit hineingesteckt hat.

Titelbild dieses Artikels: Julien Christ / pixelio.de

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s