Levermann-Dienstag: Was tun gegen „Sturm im Wasserglas“?

Bevor ich mich mit der in der Überschrift gestellten Frage befasse, zunächst die Ergebnisse der aktuellen „Spielrunde“ in meinem Experiment. Habe wie immer am Wochenende meine Depotpositionen ausgewertet.

Der Stand vom Freitag, 27.10.2017

So sah das Depot am letzten Freitag zum Börsenschluss aus:

Depotübersicht

Und jetzt?

Es ist nichts zu tun, warten wir es ab! Es ist wieder einmal so, wie ich es am liebsten mag: Es sind keine Transaktionen nötig. Keine Gebühren und kein Aufwand!

Sturm im Wasserglas?

Ich beobachte das immer wieder, nicht nur bei anderen, sondern auch bei mir: Emotionen! Ja klar, wir sind Menschen, da soll so etwas vorkommen. Ich rede hier natürlich nur von jenen im Zusammenhang mit Börse und Geld.

Quant-Investing-Strategien wie „Levermann“ sollen dabei helfen, etwas emotionsloser zu handeln, oder zumindest die Emotionen Angst und Gier soweit in den Griff zu bekommen, dass sie keinen großen Schaden anrichten können.

In der Facebook-Gruppe zur Levermann-Strategie, wo sich die Mitglieder immer wieder fleißig über einzelne Punktebewertungen und deren Variation austauschen, kommen zwischendurch auch mal Stimmen wie: „FinLab ist nun über 30% im Plus. Oh, da sichere ich den Gewinn wohl lieber, auch wenn noch genügend Punkte vorhanden sind“ oder der große Katzenjammer, wenn mal eine Aktie, wie kürzlich Eyemaxx Real Estate auf Tauchstation gegangen ist. Manchmal schreibt auch jemand, dass er jetzt doch schon soundso viele Monate danach handelt, und es hat sich noch kein Erfolg eingestellt. Ich finde, das ist alles „Sturm im Wasserglas“, wenn man es mit Abstand betrachtet. Was hilft dagegen und lässt einen ruhig bleiben und die Strategie diszipliniert weiter verfolgen?

Schau über den Tellerrand hinaus

Was meine ich damit genau? Ich will es einfach an ein paar Beispielen zeigen:

Problem: Es scheint nicht wirklich gut zu laufen, obwohl du es doch schon ein paar Monate konsequent betreibst, so dass du kurz vor dem Aufgeben bist.

Vergleiche mal damit, wie es bei anderen war. Ich nehme hier einfach mal mein Experiment. Wie groß war die Performance nach dem ersten halben Jahr? 0,6%, also nur „Rauschen“, wobei es zwischendurch ein wenig hoch und dann wieder runtergegangen ist.

Hier kannst du es noch einmal nachlesen: 6 Monate Experiment Levermann-Depot. Im Titelbild der Chart vom Verlauf bis dahin sah noch so aus:

Chart über 6 Monate

Vergleiche das mal mit dem heutigen Chart ganz oben in diesem Artikel. Das Stückchen von damals ist nur der Anfang und aus heutiger Sicht völlig unwichtig.

Oder nehmen wir das sehr erfolgreiche wikifolio von Leise. Schau dir mal den Chart vom Gesamtverlauf an und betrachte gezielt einige Zeiträume über ein paar Monate. Stell sie dir herausvergrößert vor. Und nun vergleiche das mit deiner bisherigen Performance, mit der du so unzufrieden bist. Ist oftmals auch nicht besser, oder?

Problem: Du willst entgegen der Strategie einen Gewinn einer Aktie von 20 bis 30% mitnehmen, weil du Angst hast, dass er wieder verloren gehen könnte

Dann wirst du niemals so etwas (meine Beispiele) in deinem Depot sehen:

Ja, ich gebe zu, ich habe für diese Liste die Rosinen herausgepickt. Auch wenn dann der realisierte Gewinn später nur ein Teil davon ist, was schon aufgrund von Kursrückgängen und auch Steuerabzügen usw. normal ist, bleibt meistens noch ein gutes Ergebnis:

  • Verkauf KPS am 06.03.2017: +84,6% realisiert
  • Verkauf Pferdewetten am 07.08.2017: +108,5% realisiert

Oder schau mal auf die aktuellen Stände der einzelnen Aktien im o.g. wikifolio von Leise, wenn du noch mehr Beispiele möchtest.

Problem: Große Zweifel nach realisiertem Verlust

Hier stand und steht momentan Eyemaxx Real Estate ein wenig im Fokus. Ich kann mir gut vorstellen, wie es jemandem geht, der die Aktie gerade zu ihrem Höchststand gekauft hat, also etwa Anfang August diesen Jahres und nun vor kurzem aufgrund niedriger Punktebewertung mit Verlust wieder verkauft hat.
Möglicherweise war es einfach Pech, die Bewertung gerade zu einem ungünstigen Zeitpunkt durchgeführt zu haben. Bei mir persönlich ist das Plus einfach nur sehr geschrumpft, hat sich aber momentan wieder ein wenig gefangen. Zu meinen Bewertungszeitpunkten gab es kein Verkaufssignal. So kann es im Einzelnen natürlich unterschiedlich ausfallen. Ich will hier auch nicht die spezielle Eyemaxx-Geschichte noch einmal aufwärmen, sondern es geht mir generell um die Beurteilung von Einzelverlusten aus der Distanz.

Auch dazu will ich wieder ein paar Beispiele aus meiner Experiment-Historie zeigen. Schon der erste Verkauf kurz nach dem Start brachte Verlust und blieb nicht der Einzige seiner Art. Hier nur drei Beispiele:

  • Verkauf AT&S am 22.02.2016: -17,7% realisert
  • Verkauf Splendid Medien am 27.06.2016: -24,5% realisiert
  • Verkauf Publity am 25.07.2016: -18,9% realisiert

Überhaupt wurden im gesamten ersten Jahr mehr Verluste als Gewinne realisiert. Gut, es ist noch kein besonders krasser Einzelfall darunter, aber ich rechne damit, dass auch dieser irgendwann eintreten wird.

Es läuft eben nicht immer alles zum Besten. Wenn ich mir aber die bisherige Transaktionsliste anschaue, ist das alles nicht so schlimm. Das konnte ich nach einem halben Jahr noch nicht wissen. Möglicherweise kann ein einzelner Verlust eine ganz schöne Delle da hinein hauen. Ich denke, wenn man sich bewusst macht, dass so etwas in jeder Strategie möglich ist, kann man es schaffen, cool zu bleiben.

   

Mein üblicher Abschnitt

Das hier gezeigte Depot ist nur ein Teil eines von mir durchgeführten Experimentes, über das ich in einer Artikelserie berichte. Es soll keine Empfehlung zum Nachmachen sein. Jeder ist für seine Handlungen selbst verantwortlich und sollte immer seinen eigenen Kopf benutzen.

Noch zum Thema „Kopf benutzen“

Nicht zu emotional handeln, weder in die eine noch in die andere Richtung! Um das zu schaffen, würde ich persönlich niemals alles Kapital nach der Levermann-Strategie anlegen, sondern nur einen verschmerzbaren Teil in Form eben dieses Experimentes. Das kann ich gar nicht oft genug unter meine Artikel schreiben.

22 Kommentare

  • Ich bin erst „neulich“ in die Levermann System eingestiegen und eben gleich „reingerasselt“ auch mit Eyemaxx welches ich aber weiterhin behalte. So sind meine Erfahrungen noch viel zu frisch um negatives ueberhaupt anmerken zu koennen. Vom System her finde ich das L-System sehr „VERGANGENHEITS-BEFANGEN“ D. h. alles gewesene ist strategisch ganz richtig, relevant zu benoten. Jedoch ist meines Erachtens die Benotung nach „Analistenmeinungen“ schwach strukturiert. Analysten koennen und haben auch ihren „Dreck-am-Stecken“ oder „Interessen“ die von den Bossen der vielen Firmen vorgegeben werden um indirekt die Informations-Maerkte zu beinflussen sodass die Masse der Anleger dirigiert wird wie eine losgelassene Bueffelherde…

    Daber benutze ich weiterhin zu wenigstens 50% mein anderes beliebtes Werkzeug der Depot-Tabellen bei Boerse.ard.de/ welches mir die noetigen Impulse vermittelt in die moeglichen 50 Kategorien X 100 Positionen die Aktien / ETF usw. auszuwaehlen welche die anscheind besten Kandidaten fuer Wachstum meines Portfolios von 48 Posten sind.
    Weiterhin viel Erfolg an Alle

    Gefällt mir

    • Tut mir Leid, dass du mit Eyemaxx Pech gehabt hast. Aber so was kann eben passieren. Ich warte auch nur darauf, dass es auch in meinem Levermann-Depot vorkommt. Solange die anderen Positionen das ausgleichen, ist alles gut.
      Jeder muss die Strategie verfolgen, die zu ihm passt. Das Analystenkriterium mag ich ehrlich gesagt auch nicht besonders, aber es ist ja zum Glück nicht das einzige.

      Gefällt mir

  • Liebe Petra. Danke für Deine Überlegungen! Wenn man sich den Chart bei Leise ansieht, dann merkt man, dass es zum Beispiel von Mai 2015 bis Februar 2016 seitwärts ging. Geduld und eine andere Beschäftigung als die Börse, so dass einem nicht langweilig wird, sind also angebracht. Was vorzeitige Verkäufe angeht: Das meiste Geld wird verbrannt, weil man die Gewinne nicht laufen lässt. Lieber nach unten stoppen als nach oben 😉

    Bin gespannt, wo wir Ende Jahr stehen werden. Nach 14 Börsenjahren und etlichen Modellversuchen, hat sich für mich jedenfalls Levermann als beste Methode erwiesen. Geringer Aufwand, tiptope Resultate. Viel Erfolg an alle!

    PS: Hat jemand schon Erfahrung mit dem Sytem Levermann und US-Titeln?

    Gefällt mir

    • @NMLL4962

      Ich war einmal zahlender Abonnent von „DE Aktienassistent“. Seinerzeit wurden im Abo lediglich deutsche Werte (DAX, MDAX, SDAX, TechDAX) etc. analysiert. Ich sehe aber gerade, dass sie inzwischen auch sog. „US Topscorer gemäß Levermann-Strategie “ im Angebot haben.

      Wenn links hier nicht stören:

      https://www.aktienassistent.de/topus/app/aktien.html

      Gefällt mir

      • Danke für den Hinweis! Ich habe mir nun ein kleines US-Titel Portfolio zusammengestellt und mit CFD abgebildet. (Hoffentlich habe ich die Nerven, die Titel auch dann zu behalten, wenn es in die Miesen geht). Dabei sind Corning, Delta, Discover, Eastmann Chemical, Micron Technology, IBM. Ich halte Euch auf dem Laufenden, ob das funktioniert. Früher oder später wird man wohl auf andere Märkte ausweichen müssen, wenn nicht genügend deutsche/europäische Levermann-Titel am Markt zu finden sind.

        Gefällt mir

        • Gerne!

          Das mit den Miesen sollte kein Problem sein. Nur die Sache mit den Nerven ist halt immer so eine Sache 🙂

          Ich habe mal eine Kollegin beraten. Sie wollte, endlich, eine Online Bank mit Depot haben. Im Depot wollte sie Geld anlegen, das sie zu viel hat. Und das Depot sollte etwas mehr als 0,01% als auf dem Tagesgeldkonto bringen. Den Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite kennt Sie sehr gut. Sie ist ja alt genug.

          Dann fragte sie mich: ETFxy?

          Ich sagte: Nett, aber ich habe mir geschworen: Nur noch Aktien, richtig echte Aktien. Basta!

          Sie sagte: Das sagt mein älter Bruder auch immer 🙂 Ich will aber ETF.

          Ich: „Also Du willst einen ETF „World“? Was ich nehmen würde? 5% von Deiner Summe x in Berkshire Hathaway ‚B‘ — oder sind 5% von Deinen x zufällig 242.262,703 €? Wenn ja, dann nimm halt die ‚A'“.

          Sie: „….“

          Ich; „Ach so!? Einen gemanagten Fond wolltest Du nicht? Bei Berkshire Hathaway ist der Fondmanager allerdings kostenlos. Deshalb liebe ich ja Aktien so sehr :-)“

          Ich habe genau einen Wert in meinem eigenen Depot, der keine Aktie (oder CEF = Closed End Fund) ist:

          WKN: LS9AJF – ein Zertifikat 😉

          Gefällt mir

        • Sorry, muss ich noch sagen – wenn mein Hinweis gemeint sein sollte: Die Levermann-Regeln sagen eigentlich, dass man eine Aktie dann kaufen/verkaufen soll, wenn sie eine bestimmte Punktzahl über-/unterschritten hat.

          Insofern verstehe ich im Augenblick nicht, wie man innerhalb von 2 Tagen (31.10-02,11.) sich ein Portofolio nach Levermannstrategie zusammenstellen kann.

          Das dauert Wochen bis Monate – kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

          Gefällt mir

    • @NMLL4962: Wie lange betreibst du Aktienanlage nach Levermann schon?

      US-Titel untersuche ich auch, wenn ich eine freie Positon im Depot habe. Hat sich aber bisher noch keine ergeben, vielleicht demnächst.

      Gefällt mir

      • @NMLL4962: Ich wende das Levermann-Kriterium in einer angepassten Form auf US-Aktien an. Da die KGV-Werte in US höher sind als in D, verwende ich für die Bewertung von US-Aktien auch erhöhte Grenzen für die Punkteverteilung beim KGV (aktuell 16/20).

        Zusätzlich habe ich den Bereich zwischen einer +1 und -1 Bewertung linearisiert, so dass z.B. eine EBIT-Marge von 11,9% nicht auf 0 Bewertungspunkte führt, sondern auf eine Bewertung von etwa 0,95. Damit ergeben sich nichtgradzahlige Bewertungen, aber es ermöglicht differenzierte Abstufungen, die mir in einigen Fällen eine Entscheidung bereits erleichtert hat.

        Mein Beobachtungszeitraum ist bisher vergleichsweise kurz, ich bin in den letzten Monaten ganz gut damit gefahren, was allerdings angesichts der Gesamtentwicklung „kein Wunder ist“. Daher vielen Dank für die Erfolgswünsche, die ich gerne erwidere.

        Gefällt mir

      • Ich verwende das System Levermann seit 2012, kann aber keine genaue Rendite angeben, da ich parallel dazu die Magic Formula ausprobiert und mit CFD experimentiert habe. Magic Formula funktioniert auch, aber man muss oft elend lange warten, bis ein Titel anspringt. Die Momentum Kriterien bei Levermann sind da natürlich sehr hilfreich.

        Gefällt mir

  • Prognosen sind schwierig, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen.

    Ich wage mal eine:

    Langfristig sind wir alle tot.

    Beruflich ist mein Job, klinische Prüfungen (Onkologie) zu beurteilen. Wie man beim Investieren ein Experiment macht? In der Onkologie würde ich jetzt gern mal den Prüfplan (protocol) und dessen Amendments (mit Datum) sehen wollen. Was war das primary objective, der primary endpoint etc. Statistische Signifikanz? Wo ist der SAP (statistical analysis plan).

    Aber ich glaube, so etwas zu planen, ist in der Finanzwelt schwierig. Oder?

    Weiterhin noch schöne Feiertage.

    Gefällt mir

    • Mein Prüfplan:

      Die Ausgangssituation (Januar 2016):
      Ich nehme ein separates Depot, statte es mit einer Anfangssumme aus, baue mir ein Tool zur Auswertung von Aktien und handle nach meiner Variante der Levermann-Strategie.

      Und jetzt kommt der Plan: Das Ganze will ich für mindestens drei Jahre durchziehen.
      Alle halbe Jahre überprüfe ich die Performance und vergleiche sie mit Einmalanlage in einen ETF.
      Ist auch alles auf meinem Blog nachzulesen. 😉

      Das muss reichen.

      Gefällt mir

      • Danke für das Datum 🙂 Ich verfolge das Experiment ja nicht erst seit heute, ich glaube aber, erst seit Frühling/Sommer 2016 😉

        Wenn Interesse, den Prüfplan im Sinne einer klinische Prüfung der Phase III weiter zu diskutieren, gern 🙂

        Erfreulich ist, dass dies eine *prospektive* Studie ist!

        Der primäre Endpunkt ist, wenn richtig verstanden, etwas, das sich mit „3-Jahresperformance“ (in Prozent von X vs. Y, Y=ETFxy ausgedrückt) umschreiben ließe?!

        Ist das ein in der Finanzwelt anerkannter primärer Endpunkt?

        Ein „harter“ Endpunkt in der Onkologie wäre OS (Overall Survival, Gesamtüberleben). Bei einer Hypothese, die auf einer 3-Jahre Überlebensrate, sehe ich sofort einige Statistiker um mich herum, die mit der Stirn runzeln.

        Fangen wir doch lieber mal von ganz vorne an: Wie lautet die Nullhypothese? 🙂 😉

        Nur wenn Interesse an der Diskussion der Methode besteht. Ist aber eigentlich schon ein wenig spät (first patient screened, first patient treated war ja Januar 2016).

        Gefällt mir

      • P.S.: „Alle halbe Jahre überprüfe ich die Performance und vergleiche sie mit…“.

        Aus biometrischer Sicht ist das eher ungünstig, insbesondere, wenn es eine geblindete Studie wäre (ist hier aber vom Design offen). Das Problem damit nennt sich „alfa/alpha spending“. Verkürzt: MIt jeder Interimsanalyse wird das p für den Abschlussbericht immer kleiner.

        Gefällt mir

  • Ich staune ja manchmal was sich hier so alles tummelt…
    LG Pauly

    Gefällt mir

  • „Was tun gegen „Sturm im Wasserglas“?“

    Wäre ich Arzt, würde ich jetzt empfehlen, das Wasserglas mit Wasser zu füllen, Schlaftablette schlucken und die mit dem Wasser im Wasserglaus nachzuspülen.

    Nebenwirkungsärmer ist jedoch, und das ist hier sicher: *NICHTS tun*

    Einfach nur sparen, anlegen, frei sein 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Da die Schlaftablette gefallen hat: Ich habe mir nach längerem Herumfeilen inzwischen ein System zugelegt, bei dem ich maximal 12 Positionsbewegungen in meinem Depot haben werde.

      Mittelfristige Zielsetzung: 300 € Sparrate pro Monat, die jährlich um ca. 100 € angehoben wird. In ca. 9-10 Jahre sollen das bei einer Sparrate um die 1.200-1.500 € (realistische Prognose im Sinne frei verfügbares Einkommen in 10 Jahren) ca. 100.000 € sein, die mit etwas Glück mir ein Zusatzeinkommen aus Wertpapieren im Bereich von 700-1.000 €/Monat schaffen soll.

      Ich hoffe, mir gelingt das in kurzen Worten darzustellen:

      Im Sinne der Terminologie der ComDirect:

      Vom Girokonto gehen monatlich z.Zt. ca. 300 € auf das Wertpapierkreditkonto. Diese Sparrate soll sich jährlich erhöhen. Darüberhinaus fließen alle Dividenden/Coupons auf das Wertpapierkreditkonto.

      Aktien:

      Ich habe mir ein (langsam steigende) Marge des Aktienanteils in meinem Depot vorgegeben (+/- Spannweite 1.000 €). Die Werte betrugen für Juni 17 z.B. 6.000 (5000; 7000) und für November 17 6788 (5788; 7788). Die Aktienauswahl erfolgt nach fundamentalen Kriterien (etwas anders als Levermann, würde jetzt aber zu weit führen). Jeden Monat vergleiche ich an einem Stichtag, ob der Aktienanteil in dem vorgebenen Range liegt. Da dieser Wert im November bei 5631,88 € lag, wurde für 1.000 €, – weiß auch nicht warum, aber halt regelkonform – Aeroflot eingekauft. Im Augenblick habe ich 6 Aktientitel. Wenn es 11 sind, tritt eine weitere Regel in Kraft (die jedoch dazu führt, dass auch Aktientotalverkäufe auftreten können, so dass die Anzahl der Titel die Zahl 11 nicht überschreitet).

      Der Aktienkauf im November war i.ü. der erste Zukauf seit Juni 2017. Sturm im Wasserglas = Zukauf in meinem Depot.

      CEF (Closed End Fund):

      Da es nix mehr auf’s Tagesgeld gibt, kaufe ich auch, gelegentlich, CEFs – und zwar unter der Bedingung, dass ich keinen Kredit mehr auf dem Wertpapierkreditkonto habe, dieses also a) am Stichtag im plus ist und b) dass ich am Stichtag keine Aktien kaufen/verkaufen muss. Ich habe in meinem realen Depot insgesamt 5 CEFs (die – langsam – auf insgesamt 10 Titel erweitert werden sollen). Ich nenne mal drei konkret, die meine Frau und/oder ich im Depot liegen haben:

      WKN A1T7JA, A1C7R0 und A1H7XF. Das sind, grob gesprochen, „Anleihen“ in USD und CAD mit monatlicher Ausschüttung, die sich auf z.Zt. ca.10% p.a. addieren.

      Die CEFs haben lediglich den Sinn, Geld verzinslich anzulegen. Die tatsächliche Rendite sollen die Aktien bringen.

      Wenn dieses Depot, kein Experiement, interessieren sollte, kann ich über den Verlauf in den nächsten 8-9 Jahren – gelegentlich – hier berichten. Nur wenn von Interesse. Der Gesamtbericht Juni-November sähe bisher so aus (1.Spalte Wert Aktien. 2. Spalte Wert CEFs [erst im Oktober damit angefangen und dort 4000 € vom Tagesgeldkonto erst einmal geparkt, sollen aber wieder zurück aufs Tagesgeldkonto] 3. Spalte Wert Wertpapierkreditkonto 4. Spalte Gesamtdepotwert 5. Spalte Aktion [1 in 6 Monaten])

      6581,41 6581,41 –
      5878,08 95,95 5974,03 –
      6016,82 387,23 6404,05 –
      5753,94 737,02 6490,96 –
      6136,52 5720,65 -523,08 11334,09 –
      5739,24 5631,88 -169,95 11201,17 Kauf Aeroflot

      Gefällt mir

      • Das mag ja für den einen oder anderen interessant sein. Aber wäre es nicht angebracht, einen eigenen Blog dafür zu starten anstatt das unter irgendwelche meiner Artikel zu posten? Ist nicht böse gemeint, soll nur ein Vorschlag sein.

        Gefällt mir

        • War nur so ein Gedanke, um das gaaaaanz, gaaaaanz, langsame bei mir zu unterstreichen. Sparen, anlegen, frei sein? Ja gern, mache ich. Nur, ich muss darüber nicht posten.

          Nicht missverstehen.

          Gefällt mir

  • Pingback: Levermann-Dienstag: Werden die Kurse durch veröffentlichte Depots beeinflusst? | Sparen, anlegen, frei sein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s