Levermann-Dienstag: Pharma, Puppen und Excel-Tool

Es war wieder Levermann-Wochenende. Also gibt es heute den turnusmäßigen Beitrag dazu. Darin gehe ich wie gewohnt auf folgende Punkte ein: Stand vom letzten Freitag, Dividendenzahlungen, Bewertungen und daraus resultiernede Transaktionen, Stand von heute und weiterer Plan zum Excel-Tool.

Stand vom letzten Freitag, 07.07.2017

Im Depot sah es zum Börsenschluss so aus:

Depotübersicht

Dividendenzahlungen

Innerhalb der letzten 14 Tage gab es folgende Zahlungen::

  • 23,40 EUR PFERDEWETTEN:DE (30.06.2017)
  • 13,26 EUR DUERKOPP-ADLER (03.07.2017)
  • 33,58 EUR MPH AG (04.07.2017)

Bewertungen und daraus resultierende Transaktionen

Die MPH AG (Mittelständische Pharma Holding) ist unter die 4 Punkte-Schranke gefallen. so habe ich sie also verkauft. Als Neuzugang konnte ich Aktien des Puppenherstellers Zapf Creation kaufen.

Der Verkauf

Zunächst die Bewertung, die zum Verkauf geführt hat:

Bewertung: 2017-07-08 MPH Mittelständische Pharma DE000A0L1H32

  • RoE 2016: 37,44% –> 1 Pkt.
  • EBIT-Marge 2016: 163.400,00% 🙂 –> 1 Pkt.
  • EK-Quote 2016: 92,87% –> 1 Pkt.
  • KGV über (bis zu) 4 Jahre: 7,2 –> 1 Pkt.
  • KGV aktuell: 6,0 –> 1 Pkt.
  • Analysten: Anzahl: 0, Meinung (1 bis 5): –> 0 Pkt.
  • Reaktion auf Quartalszahlen: Datum: 28.04.2017, Benchmark: SDAX, Differenz: 0,77% –> 0 Pkt.
  • Gewinnrevisionen: aktuelles Jahr: 1,18->1,18->0,63->0,63->0,63 (-46,61%), nächstes Jahr: 1,16->1,16->0,63->0,63->0,63 (-45,69%) –> -1 Pkt.
  • Kursentwicklung 6 Monate: -7,35% –> -1 Pkt.
  • Kursentwicklung 1 Jahr: 51,20% –> 1 Pkt.
  • Kursmomentum: –> -1 Pkt.
  • Gewinnwachstum: 0,00% –> 0 Pkt.
  • gesamt: 3 Pkt.

Verkaufskurs: 3,751 EUR, Anzahl: 380, Kurswert: 1.425,38 EUR, Spesen: 9,95 EUR, Wert: 1.415,43 EUR, Steuerabzüge: 110,51 EUR, Gutschrift: 1.304,92 EUR, investiertes Kapital inkl. Nebenkosten: 996,43 EUR, realisiert: +308,49 EUR

Der Kauf

Bewertung: 2017-07-08 Zapf Creation DE000A11QU78

  • RoE 2016: 34,36% –> 1 Pkt.
  • EBIT-Marge 2016: 14,13% –> 1 Pkt.
  • EK-Quote 2016: 61,22% –> 1 Pkt.
  • KGV über (bis zu) 4 Jahre: 4,0 –> 1 Pkt.
  • KGV aktuell: 4,9 –> 1 Pkt.
  • Analysten: Anzahl: 0, Meinung (1 bis 5): –> 0 Pkt.
  • Reaktion auf Quartalszahlen: Datum: 05.05.2017, Benchmark: SDAX, Differenz: 1,05% –> 1 Pkt.
  • Gewinnrevisionen: aktuelles Jahr: k.A.->k.A.->k.A.->k.A.->k.A., nächstes Jahr: k.A.->k.A.->k.A.->k.A.->k.A.
  • Kursentwicklung 6 Monate: 104,20% –> 1 Pkt.
  • Kursentwicklung 1 Jahr: 113,14% –> 1 Pkt.
  • Kursmomentum: –> 0 Pkt.
  • Gewinnwachstum: k.A.
  • gesamt: 8 Pkt.

Die Zahlen zur Transaktion: Ich habe gestern 80 Stück zum Kurs von 15,00 EUR gekauft und 18,41 EUR Spesen bezahlt. Das investierte Kapital für diese Position ist damit 1.218,41 EUR.

Stand von heute, 11.07.2017

Gestern gab es noch eine Steuererstattung aus nachträglicher Verlustverrechnung von 8,80 EUR. Damit hat mein Levermann-Experiment heute folgenden Stand:

Depotübersicht

Weiterer Plan zum Excel-Tool

Ich hatte ja angekündigt, nach anderen Datenquellen Ausschau zu halten, und zwar solchen, zu denen es keine Nutzungsbedingungen gibt, die ein automatisiertes Abrufen von Daten verbieten. Das war gar nicht so einfach. Es gibt zwar eine Menge frei verfügbarer Datenquellen, allerdings hat jede davon so ihre Vor- und Nachteile, was die Eignung der Daten sowie die Kompliziertheit von Auslesemöglichkeiten betrifft.

Dann hatte ich festgestellt, dass Ariva ein ziemlich guter Kompromiss ist. Vor allem gibt es dort keine einschränkenden Nutzungsbedingungen. Also hatte ich als zweite Variante von Datenquellen eine Kombination von Ariva und 4-Traders gebaut. Das hat auch recht gut funktioniert. Als ich dann aber meine komplette Liste scannen wollte, war nach noch nicht einmal 100 Zeilen Schluss. Es kamen nur noch Lade-Fehler. Habe das dann abgebrochen und im Browser Ariva aufgerufen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Da kam dann leider folgendes:

Kein Zugriff. Jemand hat über Ihre IP-Adresse … sehr häufig, vermutlich automatisiert, auf unsere Website zugegriffen. Daher haben wir den Zugriff am … um … für 24 Stunden gesperrt…

Okay, ich habe die Botschaft verstanden. Ja klar, ich könnte einfach mit einer anderen IP-Adresse weitermachen. Das will ich aber nicht und entschuldige mich hiermit bei Ariva. Ich kann das gut verstehen, dass sie solche Maßnahmen ergreifen.

Ich könnte nun mit noch anderen Datenquellen weiterexperimentieren, aber ich finde, irgendwie kommt mir dann doch das Aufwand-zu-Nutzen-Verhältnis zu sehr in Schieflage. Ich lasse also doch mein inzwischen als Anschauungsmaterial deklariertes Tool so stehen und gehe einen anderen Weg, zugegeben einen einfacheren. Dahinter steckt die folgende Idee:

Gegen ein paar Zugriffe über die Excel-Makros ist sicher nichts einzuwenden, denn die könnte man ja auch ganz normal über den Browser tätigen. Wenn man also zunächst nur die Aktien auswertet, die im Depot sind, ist das völlig unschädlich. Nur wenn eine Aktie zum Kauf gesucht wird, kann man weitere Aktien scannen. Dazu kann man z.B. mittels eines freien Stock-Screener im Web nach hohem RoE, hoher EK-Quote bzw. niedrigem KGV usw. suchen und hat so schon weniger Ergebnisse, die man danach durch das Excel-Tool schickt. Das hat den Vorteil, dass das viel schneller geht, als eine lange Liste zu scannen. Im Endeffekt kommen Kaufkandidaten heraus, und das ist ja genau das, was gebraucht wird, anstatt immer längere Aktienlisten zu scannen.

Dafür brauche ich am Tool nur wenig zu ändern. Das Wichtigste dafür ist, dass die aktuelle Bewertung nicht mehr vom vorigen Bewertungsblatt abhängt. Dann ist es nämlich egal, wie oft die Auswertung ausgelassen wurde. Dazu ändere ich die Logik für die Gewinnrevisionen geringfügig. Ich nehme nicht mehr die Gewinnschätzungen von OnVista, sondern von 4-Traders. Dort gibt es meistens ein Gewinnrevisionen-Diagramm, in dem die geschätzten Werte für Gewinn pro Aktie auch rückwirkend stehen. also was vor einer Woche geschätzt wurde, vor einem Monat usw. Das sieht so aus:

Revisionen zum Gewinn je Aktie

Sofern diese Angaben gefunden werden, lese ich statt der OnVista-Werte die 4-Traders-Werte ein. So kann ich neben den aktuellen Schätzungen gleich noch die der letzten Woche und des letzten Monats einlesen und daraus die Gewinnrevisionen ermitteln. Ich brauche also zur Berechnung der Gewinnrevisionen keine Werte mehr aus dem vorigen Bewertungsblatt.

Ich werde die beschriebene Lösung in den nächsten Tagen fertig haben und zum Download bereitstellen und natürlich genau erklären, wie man damit in Kombination mit einem Stock Screener webzugriffssparend und damit auch zeitsparend vorgehen kann.

Sonstiges

Das hier gezeigte Depot ist nur ein Teil eines von mir durchgeführten Experimentes. Es soll keine Empfehlung zum Nachmachen sein. Jeder ist für seine Handlungen selbst verantwortlich und sollte immer seinen eigenen Kopf benutzen.

Die öffentlichen Depot-Stände vom 11.07.2017
Levermann-Experiment: +53,9% mehr
Graham-wikifolio: -1,3% mehr

nächster Levermann-Artikel: Neue Levermann-Tool-Version – zeitsparend anwendbar!

31 Gedanken zu “Levermann-Dienstag: Pharma, Puppen und Excel-Tool

  1. Ask 11. Juli 2017 / 20:25

    Hallo Petra,

    die Aktie FInlab hat doch aktuell 4 Punkte oder nicht? S.Aktienguide dort steht 4 Punkte und rot markiert. Ich dachte du verkaufst die Aktie wenn der Signal kommt?

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    • Petra Wolff 12. Juli 2017 / 9:07

      Bei mir hat FinLab mehr Punkte. Unterschiede können aufgrund verschiedener Datenquellen vorkommen. Ja, auch ganz krasse Unterschiede.
      Und auch wenn FinLab bei mir nur 4 Punkte hätte, würde ich noch nicht verkaufen, denn ich verkaufe erst ab unter 4 Punkten, weil ich es für mich so definiert habe.

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  2. sven69blog 11. Juli 2017 / 21:17

    Hallo Petra,

    Ich habe mich auch schon einmal vor Jahren mit der Levermann Strategie befasst. Aber ich hatte es wieder verworfen, weil mir die Analysen zu aufwendig waren. Deswegen freue ich mich gerade, das Du das jetzt mit dem Excel Tool fast schon automatisiert hast.
    Ich hab deinen Kauf von Zapf mal nachgestellt komme aber auf ein anderes Ergebnis bei:
    Reaktion auf Quartalszahlen=-1 Bei mir ist die Reaktion auf die Q-Zahlen am 05.05.217
    Zapf -1,77 % zum Vortag und SDAX -0,17% zum Vortag. D.h. in Relation zum SDAX eine negative Übertreibung. Ich komme mit Deinem Tool so auf nur 6 Punkte. Wo liegt jetzt mein Denkfehler ?

    Gruß Sven

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    • yriesen 12. Juli 2017 / 7:01

      Hallo Sven

      Du hast kein Denkfehler gemacht. Meine eigene Analyse und das Tool haben auch -1 Punkt ergeben bei den Q-Zahlen. Petra hat sich da verrechnet.

      Gruss Yves

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      • Petra Wolff 12. Juli 2017 / 9:03

        Weder Sven hat sich verrechnet noch ich.
        Habe mal nachgeschaut. Sven hat die Kurse der Börse Stuttgart benutzt, ich die der Börse München. Zapf ist nun mal ein sehr eng gehandelter Wert. Da kann so etwas vorkommen. Ich weiß schon, warum ich dieses Quartalszahlenkriterium nicht besonders mag. 😉

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        • sven69blog 12. Juli 2017 / 16:03

          Hallo Petra,

          ich habe mal die Börse München nach vorne genommen und es noch einmal durchlaufen lassen.
          Und siehe da, ich hatte die gleiche Punktzahl. Dann gibt es zwei Möglichkeiten um diese Zahl aussagekräftiger zu machen:
          a) Beim Einrichten der Hist. Börsenplätze den wo am meisten mit der Aktie gehandelt wird (sieht man ganz gut bei Onvista) als erstes einzutragen.
          b) die Börsenpreise aller Börsenplätze zu ermitteln und einen Durchschnittspreis zu ermitteln.
          Bei b) müsste dann aber das Tool angepasst werden und ich weiß nicht ob der Aufwand lohnt und ob das rein Rechnerisch passt, da die Gewichtung der Börsenplätze evtl. da auch noch mit rein spielt.

          Ansonnsten ein sehr cooles Tool. Vieln Dank dafür.

          Ubrigens, die Vorauswahl kann man sehr gut über den Stock Screener von Onvita machen. Dort kann man schon nach 4 Levermann Kennzahlen filtern und hat damit schon Werte mit 4 positiven Punkten.

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          • Petra Wolff 12. Juli 2017 / 16:23

            zu a) Als ich das durch ein Makro eingelesen hatte, gab es in München den höchsten Umsatz. Bei so kleinen Aktien kann das variieren.

            zu b) Auf gar keinen Fall!!! Mit etwas gesundem Menschenverstand kommt man auch darauf, warum nicht.

            OnVista passt sogar für 6 Kennzahlen. Ich werde das demnächst ausführlicher behandeln.

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          • lopiuh 14. Juli 2017 / 16:35

            „Ubrigens, die Vorauswahl kann man sehr gut über den Stock Screener von Onvita machen. Dort kann man schon nach 4 Levermann Kennzahlen filtern und hat damit schon Werte mit 4 positiven Punkten.“

            -> Das nimmt aber Einfluss auf das Universum der Auswahlkandidaten (es wird nie ein Wert gekauft,, der in den 4 Kriterien „schlecht“ ist und durch die anderen Krieterien auf 7 kommt.. Was das für Auswirkungen hat, weiß dank fehlender Backtestmöglichkeit niemand.

            Gruß

            lopiuh

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        • Anonymous 14. Juli 2017 / 15:07

          Als Anmerkung: der Wert wird fast nur in Stgt gehandelt.

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  3. Anonymous 12. Juli 2017 / 9:54

    Hallo Petra,

    ein paar Anmerkungen würde ich dir gerne zu Zapf zukommen lassen:

    – das KGV beträgt für 2017 keine 4,1 mehr. Dieses war es in 2015. Das KGV dürfte zwischen 10-15 liegen.

    – der Großaktionär bei Zapf will die Mehrheit, sein letztes Angebot an die Aktionäre war 10 € pro Share. Dieses wurde abgelehnt.

    – Viele Levermann Wikifolios sind investiert. Hier sehe ich generell ein großes Risiko (auch bei Pferdewetten etc.) Sollte ein großes aussteigen könnte es beim Kurs krachen.

    Viele Grüße

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    • Petra Wolff 12. Juli 2017 / 11:22

      Danke für deine Anmerkungen. Aber in meinem Experiment geht es nicht um die Diskussion zu einzelnen Aktien, Wenn’s schief geht, ist das eben so. Ich kenne das Risiko und werde dann auch nicht herumheulen.

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    • sven69blog 12. Juli 2017 / 16:06

      Das ist ja gerade das gute an dieser Strategie das man nur nach den reeinen Zahlen geht.
      Ich würde bei der Auswahl nur darauf achten das ich in unterschiedliche Sektoren investiere, da ich mit den deutschen Werten ja schon ein Klumpenrisiko habe.

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      • Petra Wolff 12. Juli 2017 / 16:26

        Ja, kannst du in deinem Depot gerne machen. In meinem EXPERIMENT spiele ich das eben mal so durch. Ansonsten mache ich es auch nicht so. 😉

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    • Daniel 16. Juli 2017 / 11:07

      Hallo Petra,

      ich verfolge Deinen Blogg auch schon seit einiger Zeit und bin immer wieder auf Deine Auswertungen bzw. Analysen gespannt. Ich habe nur eine Frage bezüglich der geschätzten Werte wie die Gewinnrevisionen bzw. EPS pro Aktie. Auf Onvista (z.B. bei Zapf Creation) ist der geschätzte EPS Wert bei 0 im Jahr 2017. Woher holst du dir diese Werte, bei 4 Trades habe ich nichts gefunden, auch nicht bei Ariva. Das KGV aktuell ist in diesem Beispiel bei dir 4,9. Kannstu di mir bitte kurz weiterhelfen !

      Gruss

      Daniel

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      • Petra Wolff 16. Juli 2017 / 11:25

        OnVista hat die Schwäche, manchmal 0 anzuzeigen, wenn es eigentlich keinen Wert gibt. Solche Nullen ignoriere ich. Deshalb siehst du oben in meiner Auswertung jeweils k.A. (keine Angabe) für die Schätzungen bzw. Revisionen.
        Übrigens habe ich nun eine neue Tool-Version, in der ich nicht mehr die Schätzungen von OnVista verwende, sondern die von 4-Traders. OK, im Fall von Zapf ist das egal, denn es gibt keine. Und was es nicht gibt, gibt 0 Punkte.

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  4. Tom 12. Juli 2017 / 13:44

    Liebe Petra,

    ich verfolge Deinen Blog schon eine ganze Weile und bin begeistert von Deinen gut geschriebenen und klar nachvollziehbaren Beiträgen. Erst einmal Danke, dass Du Deine Erfahrungen teilst!
    Was mich aber immer etwas wundert, sind die relativ hohen Spesen bei Deinen Transaktionen. Sicher sind das „normale“ Gebühren, bei den üblichen Geschäftsbanken.Mit der Wahl einer anderen Depotbank (bspw. Flatex oder noch besser: Degiro) könntest Du aber an dem Punkt noch erheblich sparen, was Deine Zahlen zusätzlich verbessern würde..
    Sonnige Grüße aus Mitte

    Tom

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    • Petra Wolff 12. Juli 2017 / 14:21

      Hallo Tom,

      ich handle bei Consors und normalerweise sind die Gebühren dort auch recht niedrig. Manchmal fällt etwas mehr an, weil die Aktie nur eng gehandelt wird, und ich dann lieber anstatt den großen Spread im ansonsten transaktionskostengünstigeren Live-Trading zu akzeptieren, z.B. in Stuttgart kaufe, wo dann wieder mehr Transaktionskosten anfallen, es aber umterm Strich billiger wird. Die ganz billigen Broker ziehen dafür oft Gebühren von Dividendenzahlungen ab. (Flatex). Außerdem könnte es schwierig werden, dort manche sehr kleine Aktien zu kaufen. (Degiro hat nur Xetra und Frankfurt…)

      Gruß Petra

      Gefällt 1 Person

      • Tom 12. Juli 2017 / 15:18

        Verstehe! Das sind allerdings einleuchtende Argumente.
        Danke für Deine Rückmeldung!

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  5. Samy 12. Juli 2017 / 18:18

    Hallo zusammen

    Anhang RoE, EK-Quote und KGV war der Vorschlag eine Art vorselektierung vorzunehmen. Auf onvista kann man z.B. hierzu den Aktienfinder benutzen, hier wiederum kann man für die jeweiligen Werte das Jahr einstellen. Sollte man hier das Vorjahr wählen oder das aktuelle?

    Gruß
    Samy

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      • lopiuh 14. Juli 2017 / 16:41

        Natürlich? Es wird doch auch der aktuelle Kurs genommen und der berücksichtigt insbesondere die Erwartungen, Also ich nehme „natürlich“ die Schätzungen des laufenden Jahres. Dein Ansatz dürfte durchschnittlich „konservativer“ sein.

        Gruß

        lopiuh

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        • Petra Wolff 15. Juli 2017 / 8:17

          @lopiuh: Es ging in der obigen Frage um RoE, EBIT-Marge. Da gibt es für die meisten Aktien noch keine Daten für das aktuelle Jahr bei Onvista, also lässt sich auch nicht gut danach filtern. Für KGV – ja, da würde ich auch nach aktuellem Jahr suchen, OK.

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          • Anonymous 16. Juli 2017 / 13:40

            Hi Petra,

            puh, dann ist alles o.k. die ROE EbitMarge etc. klar, natürlich abgeschlossenes Jahr :->

            Liebe Grüße

            Lopiuh

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  6. Thomas 13. Juli 2017 / 14:16

    Liebe Petra,

    ich bastle an einem eigenen Levermann-Tool und habe dabei folgendes festgestellt:
    Bei der Reaktion auf die Quartalszahlen kann es bei ausländischen Werten aufgrund der Zeitverschiebung zu echten Problemen kommen.
    Die Amis veröffentlichen Zahlen z.T. erst sehr spät, da sind die europäischen Börsen schon längst geschlossen. Manchmal sind selbst die Ami-Börsen dann schon zu.
    Aus diesem Grund bin ich dazu übergegangen, den Schlusskurs des Quartalszahlen-Folgetages zu verwenden. Werden also bspw. die Quartalszahlen am 10.07. veröffentlicht, so vergleiche ich die Schlusskurse vom 11.07. mit denen des 09.07.
    Ich denke nicht, dass die zugrundeliegende levermannsche Idee durch den zusätzlich eingeschobenen Tag gefährdet wird. Eher im Gegenteil: Manche Trader schauen vielleicht nicht täglich auf ihr Depot und reagieren folglich nicht so schnell auf News. So gesehen ist ein 2-Tages-Intervall vielleicht sogar aussagekräftiger. Auf jeden Fall aber beseitigt es das genannte Problem.

    Viele Grüße,
    Thomas

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      • lopiuh 14. Juli 2017 / 16:45

        Ich würde vor einem Kauf/Verkauf gerade diesen Wert manuell prüfen. Bei kleinen Werten kann es auch sein, dass wenige Tage vor der Veröffentlichung was durchsickert und zu Transaktionen und wesentlichen Kursänderungen führt. Die nehme ich dann mit in den Zeitraum ein, da die „veröffentlichung“ mit entsprechender Kurswirkung dann eben früher als die offizielle Veröffentlichung geschehen ist. Da ich mir diesen Wert immer angesehen habe findet man schon offensichtlich auffällige Bewegungen rund um die Veröffentlichung.

        Gruß

        Lopiuh

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  7. Peter 14. Juli 2017 / 15:03

    Hallo Petra,

    um die Webseiten-Betreiber nicht allzu sehr zu ärgern, könntest Du zwischen den Web-Anfragen immer eine „Schlafenszeit“ einlegen.

    Um die Anzahl der Anfragen für einen Scan gering zu halten würde ich wenn vorhergehende Ergebnisse vorliegen nur dann einen aktuellen Scan für die Aktie durchführen, wenn der letzte Scan mindestens xyz Punkte ergab.
    Diese Einschränkung könnte man von einem „Flag“ abhängig machen. (QuickScan ja/nein)

    Ich finde ich es super dass Du nicht einfach aufgibst und nach Alternativ-Datenquellen suchst.

    Übrigens:
    https://aktien.guide/

    nutzt offenbar für seine Suche: (neben den auch von Dir genutzten onvista und finanzen.net)
    – boerse Frankfurt
    – Boersengefluester
    – Reuters

    Gibt es eigentlich eine Einschränkung bzgl. Excel bei Webseiten die https (sichere Internet-Verbindung) als Protokoll nutzen?

    Viele Grüße
    Peter

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  8. Anonymous 16. Juli 2017 / 13:11

    Hallo Petra,

    ich verfolge deinen Blog mittlerweile auch schon etwas länger mit Begeisterung.
    Jetzt habe ich gerade versucht die KGV Bewertungen der Zapf Creation Aktie nachzuvollziehen und komme einfach in keinster Weise auf die ausgegebenen Werte von KGV4 (4,0) und KGV-aktuell (4,9).

    Könntest du kurz erläutern wie genau du auf diese Werte kommst? Bei einem Aktienkurs von 15 Euro und EPS 2016 von 1,38 Euro steh ich dann irgendwie auf der Leitung °°

    Vielen Dank schonmal und weiter so,

    Günther

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  9. Anonymous 16. Juli 2017 / 21:46

    Liebe Petra,

    ich habe in deinem Blog zum ersten Mal von der Levermann-Methode gehört. Nachdem ich mittlerweile das Buch gelesen habe, möchte ich meinen Senft zu Zapf-Aktie abgeben, weil damit ein paar grundsätzliche Fragen auftauchen.

    Die Levermann-Methode ist eine quantitative Methode und deshalb verwundert es mich, dass es keine klaren quantitativen Regeln gibt, auf welche Aktien die Methode angewendbar ist. Ich denke, dass Susan Levermann beim Schreiben ihres Buchs gar nicht auf die Idee gekommen ist, die Methode auf Aktien anzuwenden, die nicht die Anforderungen an das Reporting erfüllen, wie es in Deutschland im Primestandard festgeschrieben ist.

    Letztendlich hat Susan Levermann ihr Anlageuniversum nicht klar definiert. Die Levermann-Methode setzt aber implizit voraus, dass ein Unternehmen regelmäßig und zu im Firmenkalender fest angekündigten Terminen Quartalsberichte veröffentlicht, und dass Schätzwerte von Analysten über den Gewinn im laufenden und kommenden Geschäftsjahr für alle Marktteilnehmer verfügbar sind. Immerhin 5 von 12 Kennzahlen (small cap) hängen von diesen Informationen ab.

    Am Beispiel von Zapf läßt sich gut diskutieren, welche Probleme beim Anwenden der Levermann-Methode auf Kleinstunternehmen auftreten. Zapf Creation ist eine Runkelbude am Rand des Frankenwalds mit 73 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 43 Millionen EUR. Die Aktie wird an den Provinzbörsen Stuttgart und München im Freiverkehr in homeopathischen Dosen gehandelt. Im Freiverkehr ist das Unternehmen nicht dazu verpflichtet, Quartalszahlen zu veröffentlichen und tut dies auch nicht. Entsprechend liegen für das Unternehmen keine Gewinnschätzungen von externen Analysten vor.

    Zapf Creation hat am 5. Mai 2017 seinen Geschäftsbericht für 2016 veröffentlicht. Es ist nicht angemessen, diesen Tag für die Berechnung von Kennzahl 8 (Reaktion auf Quartalszahlen) heranzuziehen.

    Wie ist nun damit umzugehen, wenn Quartalsberichte und Gewinnschätzungen dauerhaft nicht verfügbar sind? Für die Kennzahlen 4 und 5 hat Susan Levermann ausdrücklich festgelegt, dass diese Kennzahlen auf -1 gesetzt werden, wenn Daten für den Gewinn-pro-Aktie fehlen bzw nicht verfügbar sind. Ich denke, es ist sachgerecht, dies auch für alle anderen Kennzahlen so zu handhaben. Es gibt nur drei Bewertungsstufen. Wenn bei fehlenden Daten trotzdem die zweithöchte Bewertungsstufe vergeben wird, kann das zu einer nicht begründeten Überbewertung führen.

    Petra, du bezeichnest dein Depot ausdrücklich als ein Experiment. Bei naturwissenschaftlichen Experimenten ist es häufig so, dass man erst dann, wenn man das Experiment tatsächlich durchführt, feststellt, dass das Experiment nur unter bestimmten Randbedingungen funktioniert. Erst wenn man diese Randbedingungen in Voruntersuchungen ermittelt hat, kann man die eigentliche Fragestellung angehen.

    Bei deinem Experiment lautet die Fragestellung, ob die Levermann-Methode zu einem langfristigen Anlageerfolg führt. Die Zapf Creation AG befindet sich momentan in einer Sondersituation, weil ein einzelner Investor die vollständige Übernahme anstrebt. Aufgrund dieser Sondersituation ist die Zapf-Aktie kein gutes Testobjekt, um die Levermann-Methode zu überprüfen.

    Viele Grüße, Werner

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    • Petra Wolff 16. Juli 2017 / 23:04

      Hallo Werner,

      vielen Dank für den ausführlichen Kommentar.
      Deine Argumentation ist gut nachvollziehbar. Die angesprochenen Probleme sind mir bewusst. Ich gehe einfach so damit um, wie ich es für richtig halte. Es ist dein gutes Recht, anderer Meinung zu sein. Ich sehe das Ganze auch nicht als naturwissenschaftliches Experiment an. Es ist mehr ein Spiel, für das ich selbst die Regeln festlege. Ich spiele das einfach ein paar Jahre und schaue, was passiert.
      Und Sondersituation bei einer einzelnen Aktie hin oder her, das ist mir nun auch egal. Ich habe Zapf gekauft und behalte sie im Depot wie es meine Spielregeln vorsehen.

      Viele Grüße
      Petra

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