Drei Jahre — danke!

Es ist unglaublich! Seit gut drei Jahren schreibe ich nun diesen Blog. Und wenn ich mir meine ersten Artikel so anschaue, oh weh! Aber ich denke, so geht es wohl jedem, der über einen längeren Zeitraum einen Blog, Youtube-Kanal oder Podcast betreibt. Und das ist gut so. Denn wenn man sich aus heutiger Sicht fragt, was einen nur dazu bewogen hat, das damals genau so zu machen, zeigt das doch, dass man sich verändert und hoffentlich etwas dazugelernt hat.

Wenn ich mir die Themen, über die ich geschrieben habe und noch schreibe, so anschaue, stelle ich fest, dass sich da eine Menge getan hat. Oftmals habe ich mich durch etwas, das ich gehört oder gelesen habe, inspirieren lassen. Als ich zum Beispiel zum ersten Mal ein Video mit einem Vortrag von Gerald Hörhan angeschaut habe, dachte ich im ersten Moment: Huch, was ist denn das für einer? Aber schon nach wenigen Sätzen war mir klar: Ein höchst kompetenter Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt, und von dem man eine Menge über Immobilieninvestments lernen kann. Außerdem habe ich bei Robert Kiyosaki über Immobilien gelesen. So begann ich, über das Thema Immobilien nachzudenken und mir dieses Feld auf meine Art und Weise zu erschließen. So wurde eine Artikelserie daraus. Das waren die ersten Inhalte, zu denen ich reichlich Kommentare bekam, wodurch mir das Bloggen immer mehr Spaß machte.

Vor etwas mehr als anderthalb Jahren hörte ich dann in einem Podcast von der Levermann-Strategie. Das interessierte mich, also las ich das Buch von Susan Levermann. Obwohl alles darin ziemlich vernünftig klingt, war und bin ich auch noch skeptisch, ob das immer so funktioniert. Aber ich probiere es seitdem mit einem kleinen Extra-Depot und einem selbstgebastelten Tool zur Berechnung der Levermann-Punktezahlen aus. Ich stelle das hier ganz offen dar und verschenke auch mein Tool. Am Anfang hätte ich niemals gedacht, dass sich so viele Leute dafür interessieren. Die Anzahl der Besucher auf meinem Blog, der Kommentare und Mails stieg seitdem immens an. Manchmal komme ich kaum mit dem Antworten hinterher, oder es geht mir auch schon mal eine Nachricht unbeantwortet durch die Lappen.

Was ich auch erstaunlich und als sehr positiv empfinde ist, dass es hier noch keine wirklichen Trolle oder Hater gegeben hat. Ich wage es immer noch, Kommentare einfach ohne vorherige Genehmigung durchzulassen. Ich mache es auch nicht zur Bedingung, dass eine E-Mail-Adresse angegeben wird. Bisher habe ich nur einmal einen fremden Affiliate-Link aus einem Kommentar herausgelöscht, weil ich das dann doch etwas dreist fand. Sachliche und konstruktive Kritik gab es eine Menge, und die finde ich auch völlig in Ordnung. Es muss ja nicht jeder meiner Meinung sein. Zwar versuchen hier immer wieder putzige Zeitgenossen, ihre Werbung für dubiose Kredite oder Online-Pharmazie mit entsprechenden Links in die Kommentare zu posten, aber da muss ich die Anti-Spam-Software loben, da diese sehr gewissenhaft arbeitet und zu 99,9% Recht hat. Es ist schon lustig, ab und zu mal nachzusehen, was da so im Spam landet.

Zu den Lesern, die mich bisher per Mail kontaktiert haben, kann ich nur sagen, dass die meisten sehr nett und angenehm sind. Klar gibt es auch immer wieder mal Zeitgenossen, die mir Fragen stellen oder ein Problem mit dem Levermann-Tool melden, womit ich mich dann beschäftige, ausführlich antworte bzw. Lösungsvorschläge unterbreite und daraufhin dann nichts mehr höre, nicht einmal eine kurze Nachricht, ob es hilfreich war. Aber darin sehe ich eher Gedankenlosigkeit als Undankbarkeit und bin deshalb auch nicht wirklich sauer. Allerdings überlege ich mir gut, wenn sich so jemand noch einmal an mich wendet, ob ich nicht etwas Besseres zu tun habe.

Das soll nun genug an Plauderei aus dem Nähkästchen gewesen sein. Abschließend möchte ich noch einmal Danke an Euch sagen, die meine Artikel lesen und kommentieren und mir nette Mails schicken, und hoffe, mir gehen die interessanten Themen nicht aus. Falls Ihr Vorschläge habt, nur zu!

Titelbild: RainerSturm / pixelio.de

8 Gedanken zu “Drei Jahre — danke!

  1. Marcel 9. Mai 2017 / 20:59

    „Unterm Strich gibt es auf dieser Welt nur zwei Arten von Menschen: Du hast die Schwätzer und die Macher…

    Und du, Petra, gehörst auf jeden Fall zu den Machern!!!!

    Als ich im September 2016 mit dem Thema Aktien anfing mich einzulesen, war ich erschlagen von dem Angebot von Informationen. Aber ich fand keinen Weg, wo ich mit dem Thema Aktien anfangen konnte.

    Dann fand ich deine Seite, die Ideen, mit die du hier im Blog veröffentlichst (z.B. Immobilien, Sportwetten etc.), waren mir auch schon gekommen, habe diese Ideen aber nie umgesetzt bzw. die Rentabilität ausgerechnet..

    Schnell hatte ich die Blogeinträge und Kommentare durchgelesen und das Tool gerechnete mir, in gleichen Abständen, neue Bewertungslisten. Als nächstes wurde versucht zu verstehen wie das Programm funktioniert und wie die Quatalsberichte aufgebaut sind etc.

    Dann im Mitte November ein erstes Aktienpaket, das hätte ich NIE gekauft, wenn ich nicht diese Seite mit den dazugehörigen guten/und kritischen Kommentaren gefunden hätte.

    Nun habe ich schon mehrere Aktienpakete, und Fühle mich hier in guter Gesellschaft.
    Einmal habe ich den „Danke“ Knopf schon gefunden 😉 Wenn der Buchwert demnächst Realwert wird, werde ich den Knopf mit Sicherheit noch mal finden.

    Die Moral von der Geschichte, Vielen Vielen lieben Dank für die drei Jahre Erfahrungen und Ideen. Ich freue mich immer wieder wenn hier neue Beiträge und Kommentare zu lesen gibt, denn die Themen werden hier nie langweilig.

    Weiter so, und alles Gute

    Marcel M.

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    • Petra Wolff 10. Mai 2017 / 9:34

      Hallo Marcel,
      das freut mich ja, wenn ich so etwas lese.
      Wünsche Dir viel Erfolg und bleib cool, wenn’s mal runter geht.
      Gruß P.

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  2. Pauly 9. Mai 2017 / 22:00

    Hallo Petra,
    auch ich möchte mich für deine Mühen bedanken denn ich bin ein ständiger Begleiter deines Blogs. Was mich immer wieder begeistert ist dein, für mich, völlig überraschender Blickwinkel aufgewisse Themengebiete was mich dann auch immer wieder zum nachdenken bringt. Da ich in der Vergangenheit mit Sicherheit auch das eine oder andere mal ein Feedback vergessen habe möchte ich an dieser Stelle ein „Generalfeedback“ geben: „Alles gut, Danke“ 🙂
    Nun zu dem Punkt „Anregungen“. Du hast in diesem Kommentar geschrieben das du der Levermann-Strategie eher kritisch gegenüber stehst. Da ich davon ausgehe das du so etwas nicht ohne handfeste Gründe sagst würden mich deine Beweggründe für diese Zweifel interessieren. An einer mangelnden Performance wird es wohl eher nicht liegen.
    MfG
    Pauly

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    • Petra Wolff 10. Mai 2017 / 9:53

      Hallo Pauly,

      wo hast Du denn ein Feedback „vergessen“? Du gehörst doch zu den fleißigen Kommentatoren oder heißt es Kommentierern, na egal.

      Meine Skepsis gegenüber der Levermann-Methode besteht in folgenden Punkten:
      1. Niemand weiß, wie sie sich im Vergleich zu anderen in einem Crash verhalten wird, weil es in der Zeit noch keinen wirklichen Crash gab.
      2. Überhaupt gibt es sie noch nicht lange genug, dass man von langfristig guten Ergebnissen reden kann. Auch das wikifolio von Leise, das ich übrigens sehr bewundere, gibt es zwar schon etwas länger, aber eben noch nicht wirklich lange. „Langfristig“ sind in meiner Begriffswelt die Erfolge eines Warren Buffet.
      3. Ein Großteil der Kriterein sind zu „weich“, so dass zu viel von den verwendeten Datenquellen abhängt. Es können verschiedenste Bewertungsvarianten herauskommen. Das habe ich durch genügend praktische Beispiele im Vergleich mit anderen gesehen.

      Trotzdem, das Experiment macht Spaß und ich verfolge es weiter. Wenn es sich eines Tages ver-X-facht haben sollte, werde ich wohl — dann alt und grau — zugeben, dass es eine großartige Strategie ist. Aber bis dahin ist es wohl noch ein weiter Weg.

      Viele Grüße
      P

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  3. Christoph 9. Mai 2017 / 23:01

    Hallo Petra , ja dass Du nett und hilfsbereit bist kommt in Deinem Blog durch und macht ihn attraktiv 🙂 Ich habe Dich einmal eine Frage gestellt, anschliessend an einen Kommentar von Dir, die Du glaube ich noch nicht beantwortet hast, – also sieh diese Frage als Vorschlag:

    Die Chart Technik. Ich kapiere einfach nicht warum selbst serioese Medien wie die Tagesschau sich staendig auf die Charttechnik und „Haltelinien“ und so einen Unsinn beziehen wenn es wissenschaftlich erwiesen ist dass das voelliger Quatsch ist. Wenn die so einen Unsinn verbreiten frage ich mich wie Kompetent viele Medien in anderen Boersenfragen sind!?

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    • Petra Wolff 10. Mai 2017 / 10:09

      Hallo Christoph,

      das habe ich wohl als eine rhetorische Frage angesehen.
      Naja, wie auch immer, ich sag mal so: Ich schaue auch mal auf den Chart, aber nicht um irgendwelche Untertützungs- oder Widerstandszonen oder gar Untertassen, Wimpel oder sonstige Formationen zu suchen, sondern nur, um mal zu schauen, wie die Aktie normalerweise so schwankt, um für meine Order ein vernünftiges Limit zu setzen.

      Ich will auch niemandem die Charttechnik ausreden, obwohl ich die auch für Quatsch halte. Abgesehen von der Charttechnik sehe ich andere Methoden, selbst die ich anwende, auch nicht als 100%ig „erwiesen“ an, allenfalls als „höchstwahrscheinlich“.

      Sollen doch die Medien in dieser Beziehung berichten, was sie wollen. Meine Lösung dafür ist ganz einfach: Ich schaue solche Sendungen erst gar nicht an.

      Viele Grüße
      P

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  4. Bernd 14. Mai 2017 / 2:27

    Vielen Dank für den interessanten und motivierenden Blog und somit für deine Mühen!
    Ich lese alle Themen sehr interessiert, von Sportwetten bis Sparbemühungen, auch wenn ich mich ganz besonders über deine regelmäßigen Levermann-Beiträge freue.
    Ich hoffe, du behältst noch lange den Spaß am Bloggen und die kommentierende „Community“ bleibt so friedlich und höflich wie bisher, was leider keine Selbstverständlichkeit ist.

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    • Petra Wolff 14. Mai 2017 / 10:08

      Das freut mich. Noch habe ich Spaß am Bloggen, und sollten sich doch Trolle hierher verirren, bleibt mir noch die Möglichkeit, sie hinauszukomplimentieren. 😉

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