Kurze Pause beim Tool-Download

Ich habe noch einmal in Ruhe über die Anmerkung eines Lesers nachgedacht. Es ging darin um den Gedanken, dass der hervorragende Kursverlauf der kleinen Aktien in meinem experimentellen Levermann-Depot sowie in Stephans wikifolio durch deren Veröffentlichung beeinflusst sein könnte, weil es sich eben um sehr eng gehandelte Aktien handelt. So könnten sich auch Verkaufssignale demnächst verheerend auswirken.

Es geht hier um mein Experiment Levermann-Depot bzw. um Stephans wikifolio Qualität angelehnt an Susan Levermann.

Wenn schon Lang und Schwarz, der Emittent des wikifolio-Zertifikates mit Stephan die Übereinkunft getroffen hat, einen Informationsvorprung zu bekommen, was seine Transaktionen angeht, finde ich, dass ich auch einen solchen Vorsprung bezüglich meines eigenen Depot-Experimentes verdiene.

Deshalb habe ich zunächst das Excel-Tool vorübergehend von dieser Seite zurückgezogen, nachdem ich mir heute die Download-Zahlen der letzten Zeit bzw. deren Steigerung angesehen habe. Wenn nur ein Bruchteil der Nutzer das Tool so konsequent einsetzt wie ich, könnte das durchaus solche ungewollten Auswirkungen haben.

Keine Angst, dieser Rückzug ist nur vorübergehend. Ich brauche einfach ein paar Tage zum Nachdenken und möchte derweil die Situation nicht noch verschlimmern. Ich werde das Tool wieder veröffentlichen. Allerdings denke ich noch einmal in Ruhe über die mitveröffentlichte Aktienliste nach. Ich werde da wohl etwas zurückhaltender sein, was die ganz kleinen Werte angeht.

nächster Levermann-Artikel: Levermann-Experiment — ab jetzt Dienstag alle zwei Wochen

Titelbild zum Artikel: Petra Bork / pixelio.de

20 Kommentare

  • Hallo Petra,
    es kann definitiv kritische Aspekte haben, wenn in Aktien geringer Marktkapitalisierung synchron zahlreiche Anleger investieren oder Geld abziehen. Mit Erstaunen hab ich zur Kenntnis genommen, wie rasant das investierte Kapital in „Leise“s Wikifolio zugenommen hat. Es ist inzwischen das größte geworden! Und da ist der Graubereich derer, die vielleicht nur nachtraden, nicht enthalten. Der (Ver)kauf einer Position bewegt somit deutlich über eine Million – real wahrscheinlich eher 2 Mio. Irgendwann können somit bei Small Caps definitiv Kurse bewegt werden. Auch wenn 2 Mio bei einem Unternehmen mit gemittelt 400Mio Marktkapitalisierung immer noch nicht soo schlimm ist. Noch nicht. Das größere Problem ist aber die Verfügbarkeit, sprich bei dieser Menge an Aktien muss man auch Abnehmer oder Käufer zu finden.
    Ähnliche Gründe hat es ja, warum das wahnsinnig erfolgreiche Wikifolio „Platintrader 1000% Leidenschaft“ nur fiktiv traded und nicht real und dass das verwandte real-Wikifolio deutlich weniger erfolgreich abschneidet. Zumindest laut älteren Kommentaren dort.
    Ich persönlich denke aber, das „Problem“ liese sich lösen. Es fußt darauf, dass eine Menge an Anlegern sich auf eine extrem(!) begrenzte Menge an Aktien fokussieren … z.B. 15 relevante Werte. Einerseits, weil Zuschauer diese tendenziell wahrscheinlich eher „exakt nachkaufen“ und nicht die verfügbaren Alternativen in Betracht ziehen. Aber auch schlicht wegen der begrenzten Menge überhaupt. Sowohl du, als auch weitere kommerzielle oder freie „Anbieter“ von Levermann-Empfehlungen sowie auch viele händische Rechner konzentrieren sich fast ausschließlich auf den deutschen Markt. Ich denke, wenn man den Pool der Werte globaler ausdehnen könnte (was auswertungstechnisch definitiv seine Schwierigkeiten mit sich bringt) und somit nicht stets 1-2 Kaufkandidaten hat, sondern weltweit vielleicht 20-25, dann verteilt sich das Problem. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt an dem sich auch das Interesse verzwanzigfacht hat.
    Soweit zumindest meine spontanen Gedanken dazu.
    Eines ist definitiv klar: Wer sich wie du die Mühe macht, so ein Tool zu bauen oder die Informationen händisch erstellt, hat es verdient, die Werte zeitlich vor Nachahmern nutzen zu können. Ich persönlich gehe (ohne ihn zu kennen) fest davon aus, dass „Leise“ vorher privat traded, und erst anschließend das Wikifolio updated. Alles andere wäre nachteilig für ihn. Die Frage ist, ob das irgendwann nicht sogar schon als Insiderhandel bewertet werden könnte. 😉

    Grüße Bernd

    PS: Trotz allen Nebenwirkungen: Großes Lob und Dank für deine Transparenz!

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  • Hi Petra,

    Ich kann das total nachvollziehen. Meiner Meinung hast du für die meisten Leute hier eh genug getan. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Kraft und Zeit die Entwicklung eines Tools dauert. Allein das war schon von dir sehr großzügig.

    Dazu kommt natürlich auch, was du hier ansprichst. Eine Strategie funktioniert eigentlich häufig auch, wenn man gegen die Masse schwimmt. Wenn man solche Tools anbietet, lässt man natürlich viele an der eigenen Strategie teilhaben, was den Effekt schmälern kann. Das hat man z.B. auch bei Strategien wie der Dogs of the Dow gesehen. Als die Strategie beliebt war, hat sie nicht mehr so gut funktioniert…

    Na ja, so oder so wünsche ich dir alles Gute bei deinen Investments. 😉

    Cheers

    Ferhat von http://weniger-schlecht-investieren.de

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  • Wie hoch sind die Download Zahlen eigentlich, wenn man fragen darf?

    Liebe Grüße,
    Chris

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  • Hi Petra,

    was hinsichtlich der Verkaufsnachricht stimmt, stimmt natürlich auch hinsichtlich der Kaufnachricht: Eure große Anhängerzahl bewirkt bei der Kauf“empfehlung“ natürlich auch eine Kurssteigerung, die auch zu Euren Gunsten ist. Angesichts Deines Aufwandes ist es aber natürlich nur fair, diesen Vorteil in beiden Fällen zu sichern, indem Du rascher handelst als informierst 😉
    Die Mitsurfer müssen sich dann eben überlegen, ob es sich für sie noch lohnt …

    Gruß Dix

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  • Hallo Petra,

    ich kann dich voll verstehen.

    Das Problem sehe ich auch bei den kleineren Marktkapitalisierungen.
    Und das Wiki von Leise hat nun mal das „Problem“ das mit dem großen anvertrauten Vermögen (über 16 Mio) meist in kleinere Firmen investiert wird.

    Ich könnte mir vorstellen das es bei Accentro deswegen zu solch einem starken Impuls nach oben und dann abwärts kam.

    Ich für mich habe das so gelöst, das ich mehr Firmen beobachte als nur die Deutschen,
    und das ich die Bewertung an 2 festgelegten Tagen im Monat durchführe, aber nicht zwingend an einem Wochenende.
    Gleichzeitig habe ich die Punktzahl für den Verkauf und für Large Caps anders gelegt als von Frau Levermann vorgeschlagen.
    Somit finde ich interessante Kandidaten – wenn auch wenige – die nicht in deinem Tool stehen oder von Leise gekauft werden.
    Und habe andere Kauf- und Verkaufszyklen wenn es was zu handeln gibt.

    Wenn jeder so ein bisschen seinen eigenen Weg findet dann entzerrt sich das ganze auch wieder.
    So die Hoffnung. 😉

    Schöne Grüße
    Stefan

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    • Zu Accentro:
      Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Levermänner und -frauen an diesen Schwankungen (v.a. in dieser Höhe) Schlud tragen. Erstens weil die Bewertung während der letzten Zeit ziemlich konstant war und keine Verkauf-Empfehlungen ergeben hat. Zweitens weil das Wikifolio in den letzten Tagen diesbezüglich auch keine großen Aktivitäten hatte und drittens weil die Marktkapitalisierung immer noch hoch genug ist, dass ein paar Kleinanleger, selbst wenn sie 2Mio € bewegen, keine Schwankung von 20% oder mehr ausmachen dürften.

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      • Ich denke doch, dass bei Small-Caps wie Accentro das Levermann-System eine Art Hebel darstellt: Durch die erhöhte Nachfrage kommt es bei so einem knappen Angebot (in diesem Fall bei einem Streubesitz von gerade einmal 20-30 Mio.) zu einer Kurssteigerung, die vor allem von dem Leise-Wikifolio und der hier vorgestellten Strategie begünstigt wird. Es gibt mittlerweile sicher genug Trader, die dann zusätzlich noch die genannten Aktien ohne viel Aufwand nachkaufen. Was dann zunächst nach oben wirkt, schlägt dann beim Verkaufen natürlich auch wieder nach unten aus – wobei mir hier der Absturz von 25% doch auch viel erscheinen für den verkauften Anteil.

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  • Hallo Bernd, gerade habe ich entdeckt das Leise seinen Bestand an Accentro reduziert hat.
    Das wurde aber erst gestern oder heute publiziert.

    Ich kann mir das schon vorstellen das die Levermänner und -frauen da was bewegen können.
    Der hohe Kurs hat geradezu gerufen: „Nimm Gewinne mit“. 🙂
    Und wenn Leise verkauft, sowie ein paar andere Gewinne mitnehmen, es aber keine / wenig Käufer gibt die zu diesen hohen Kursen kaufen wollen, dann entstehen schnell solche Schwankungen.
    Trotz guter Levermann Bewertung.
    Meine Meinung.

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  • Hallo Petra,
    Deine Reaktion zeigt mir das du meine Besorgnis ernsthaft teilst. Da ich mit diesem Gedanken ja schon seit einiger Zeit „schwanger“ laufe, habe ich mir auch einen eventuellen Lösungsansatz überlegt. Wie Bernd oben schon sagte wäre eine größere Auswahl an Kauf- und Verkaufskandidaten gut. Damit würde das Problem der großen Investorenzahl auf eine geringe Anzahl von kleiner Unternehmen entzerrt. Dazu benötigen wir allerdings ein weitaus größeres Aktienuniversum und das ist, so wie ich es sehe eine reine Fleißarbeit. Nun zu meinem Gedankenspiel: Wäre es nicht dienlich wenn es hier einen abgeschlossenen Bereich geben würde, in dem „einige“ (können ruhig viele sein) einen bestimmten Aktienbereich der von Dir zugewiesen wird in das Tool einarbeitet. Anschließend wird es von Dir überprüft und zusammengefügt. So würde sich im laufe der Zeit ein immer größeres Aktienuniversum zeigen und dadurch der Logik folgend auch mehr Kandidaten Kaufs-, bzw. Verkaufssignale setzen.
    Ich könnte mir vorstellen das sich für diese Art der Zusammenarbeit eine ganze Reihe von Leuten finden würden.
    Wie gesagt, ist nur ein Gedankenmodel…
    LG Pauly

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  • Hallo Pauly,

    grundsätzlich finde ich die Idee gut.
    Ich könnte mir auch vorstellen da mitzumachen und das Tool um mehr Aktien zu ergänzen.
    Dann würde das Tool aber deutlich länger durchlaufen als bisher.

    Idee:
    Man könnte ja einen neuen Index einfplegen, dann nur mit diesen Testen, und nach einem Bewertungssystem wieder ausfiltern.
    Bsp: alle mit 0 oder weniger Punkten fliegen raus. Alle mit 4 oder mehr offenen Punkten fliegen raus.
    Die „guten“ Werte werden in die Liste übernommen.

    Oder:
    Man hat eine große Hauptliste, die man 1x im Jahr durchlaufen lässt.
    Die besten Aktien daraus schaffen es in eine kleine Liste die dann 14-tägig oder so schneller durchlaufen kann.

    Auf der anderen Seite gibt es diverse andere Levermann Seiten bzw. Seiten mit ähnlichen Bewertungskriterien. Dort bekommt man auch Ideen für neue Aktien:
    http://aktien.guide/
    https://www.aktien-reich.de/bewertungsmethoden/levermann-strategie/
    http://boersengefluester.de/exklusives-scoring-value-aktien/
    https://www.aktienassistent.de/ger/app/aktien.html

    Liebe Grüße
    Stefan

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  • Hallo Stefan,
    es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Möglichkeiten wie man dieses Problem angehen kann. Aber bevor ich mir weitere Gedanken hierüber mache, muss Petra erstmal sagen ob von Ihrer Seite her eine solche Lösung erstrebenswert ist. Schließlich ist es Ihr Block und auch Ihr Tool. Warten wir mal ab…

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  • Hallo Petra,
    mir persönlich hat dein Blog viel gegeben: sowohl dein Tool als auch deine Gedanken über’s ‚Geld verdienen‘. Wie du oben siehst, gibt es ja noch jede Menge anderer Marktteilnehmer in deinem Segment. Gedanken über Kursbeeinflussungen aufgrund deines Tool halte ich für überflüssig. Da gibt es Firmen die das bestimmt genauso können und machen und mit einem Schnapp mal eben so einem SmallCap wegatmen könnten.
    Neugierig auf neue Experimente von dir.
    VG Manfred

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  • Hallo Petra,
    zunächst einmal vielen Dank für dieses grandiose Tool.
    Ich habe bereits seit einiger Zeit daran gedacht vorzuschlagen, die Aktienzahl durch gemeinschaftliches Arbeiten zu erhöhen, um auch Chancen auf anderen Kontinenten zu nutzen. Ferner könnte man ggf. auch die Datensammlung auf mehrere verteilen. So könnte man das von Pauly und Dir identifizierte Problem fürs Erste in den Griff bekommen. Ich würde mich in jedem Fall für eine Zusammenarbeit anbieten.
    Auch ich bleibe neugierig, wie es weitergeht. 🙂
    VG Markus

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  • Hallo alle zusammen,
    ich sehe, hier ist eine rege Diskussion im Gange, und zwar von Leuten, die sich Gedanken über Lösungen machen, anstelle zu erwarten, alles fertig serviert zu bekommen. Das gefällt mir, und dafür bin ich sehr dankbar.
    Vor allem wegen solcher Leute wie Euch, schreibe ich hier öffenltich über mein Levermann-Experiment und veröffentliche mein Tool. Ich werde das auch weiterhin tun. Mein Tool werde ich in leicht überarbeiteter Form auch wieder online stellen, allerdings ohne ganz kleine Aktien, dafür aber mit etwas Schweiz- und Übersee-Anteil.
    Die Idee, von der gemeinsamen manuellen Erweiterung der Aktienliste finde ich rührend. Allerdings bin ich in der Lage, solche sehr viel größeren Listen mehr oder weniger automatisch zu erzeugen. Es würde für mich viel mehr Arbeit bedeuten, solch eine manuelle und damit fehleranfälligere Aktion zu koordinieren, als selbst etwas zu schreiben, was im Endeffekt ein besseres Ergebnis bringt.
    Ich wollte es hier eigentlich nicht öffentlich bekanntgeben, aber in einem Kommentar lesen es ohnehin nicht so viele: Ich plane, da überhaupt etwas größer heranzugehen, anstatt mich auf die Erweiterung der Liste für das eine Tool (Excel) für die eine Strategie (Levermann) zu beschränken. Was ich dann davon hier preisgebe, weiß ich jetzt noch nicht.
    Trotzdem vielen Dank Euch für die entsprechenden Vorschläge.

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  • Susana Wachenheim

    Guten Abend, ich bin Susana und verfolge auch schon ein paar Monate diesen Blog hier und habe es leider selbst nicht hinbekommen eine ordentliche Liste zu erarbeiten und auch funktioniert.
    Ich bin eine Excel-Krücke und dennoch politisch und weltwirtschaftlich sehr interessiert.
    Habe zum Führerschein für meinen Sohn auch ein kleines Depot. Hier ist auch ein Wert aus Deiner Liste dabei gewesen. Das hat mich gefreut und ein wenig bestätigt. Ich fände es sehr traurig wenn Die Updates verschwinden würden und schade. Habe sogar überlegt einen Kostenbeitrag anzubieten und von der zeitlichen Investition profitieren zu können. An Kursbewegungen durch unsere Mini Einlagen oder gar deren Einflüsse kann ich mir kaum vorstellen.

    Wünsche allen einen schönen Sonntag und hoffe dass es hier weiter geht.

    Ich habe mich hier immer wohl gefühlt. So offen, neutral und informativ.
    Börsenbriefe sind meist nur show und versprechen mehrere Hundert Prozent bis zum Millionär, da vergeht es mir Strategien zu vergleichen oder mich nochmal beeinflussen zu lassen.

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    • Hallo Susana,
      danke für Deine Nachricht. Hier wird sich nichts ändern. Ich werde hier weiterhin transparent über mein Levermann-Experiment berichten. Wahrscheinlich werde ich das ab jetzt jeweils am Dienstag alle zwei Wochen tun. Zwischendurch schreibe ich über weitere interessante Sachen im Zusammenhang mit dem Thema Sparen und Geldanlage im weiteren Sinne.
      Ich sehe mich hier auch nicht als Konkurrenz zu irgendwelchen Börsenbriefen. Ich spreche auch keine Empfehlungen aus. Außerdem bin ich mir sicher, dass ich ganz viele Fehler mache, wie jeder eben.
      Ich habe meine Gründe, warum ich bei den kleinen Aktien sehr skeptisch bin, ob die extrem positiven Kursentwicklungen nicht aufgrund des „Lemminge-Effektes“ zustande kommen. Trotzdem werde ich sie jetzt nicht aus meinem Depot werfen, sondern weitermachen wie geplant. Ich werde einfach nur die Liste in dem bald wieder veröffentlichten Tool ändern, sonst nichts.
      Viele Grüße
      Petra

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  • Hallo Petra,
    ich bin ebenfalls bereit, bei der Erweiterung der Aktienliste mitzuarbeiten.

    Deine Bedenken, dass Du die Kurse zu sehr bewegst, halte ich für übertrieben und nur beim Verkauf von absoluten Small-Caps möglich.
    Es gibt inzwischen eine ganze Reihe Levermann-Wikis und das Buch von Susanne L. hat bestimmt auch viele Anleger zu dieser Aktienbewertung geführt.

    Es ist aber sicherlich auch so, dass die Kennzahlen aus Marktbewegungen und die Trends aus den Kennzahlen resultieren.
    Es hat auch nicht jeder Anleger jederzeit freies Kapital, um jedes Handelssignal umzusetzen. Ebenso kann es persönlicher Kapitalbedarf sein, wenn ein Anleger verkauft, oder er reduziert seine Bestände aus ganz anderen Gründen.
    Damit will ich sagen, dass sich die Levermann-Handelssignale und die Kursbewegungen der betroffenen Aktien doch entflechten.

    Ich nutze dein Exel Tool nicht, sondern habe eigene Signale, die auch, aber nicht nur auf Levermann beruhen. Vor Allem habe ich auch einen ganz anderen Aktienpool, der meist aus Large-Caps besteht.
    Daher überschneiden sich die von mir gewählten Aktien mit den Aktien von Dir und Leise kaum.
    Außerdem bewerte ich meine Aktien wöchentlich und verkaufe auch nach Stopkursen und Zeitintervallen.
    Trotzdem bin ich an deinem Shield sehr interessiert, weil Du damit die Kennzahlen automatisch auslesen kannst. Um es anzuwenden muss ich mir aber erst ein neueres Office zulegen. Daran soll es nicht scheitern, obwohl ich mich nur ungern auf an eine neue Version gewöhnen möchte.

    Mogli

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    • Hallo Mogli,
      danke dass du Deine Hilfe zur Erweiterung der Aktienliste anbietest, aber ich verweise dazu als Antwort mal einfach auf meinen ersten Kommentar vom 4. Februar 2017 um 14:01
      Viele Grüße
      Petra

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  • Der Börsewicht

    Hallo Petra, hallo Gemeinde!
    Ich habe darüber eine etwas andere Meinung.
    – Sicherlich kann es sein, dass durch so ein Levermann Signal das eine oder andere Mal kleinere Aktien heftig schwanken. Das kann aber genauso sein, wenn eine solche Aktie bei Herrn W. Buffett (oder einem anderen Großinvestor) auf dem Schirm erscheint und er kauft den Markt leer. Fragt da einer nach?
    – Kauf: Wenn eine Aktie die 7 Punkte erreicht, wird sie ja nicht automatisch von allen Levermann-Anhängern (Wikifolio Investoren – Trittbrettfahrer – Petras Blog) gleichzeitig gekauft. Wenn ich voll investiert bin, werde ich nicht deswegen irgendeinen anderen Wert verkaufen, der noch gut läuft und ausreichende Punktzahl hat. An einen raketenartigen Anstieg der Aktie durch dieses Signal kann ich deswegen nicht glauben.
    – Verkauf: Auch beim Verkauf denke ich, werden sich die Spitzen etwas glätten. Zwar ist das Kapital, welches bei Stephan Pflug bei einem Verkauf so in Bewegung kommt schon beträchtlich. Wenn man aber bedenkt, dass Du mit Deinem Tool eine andere Verkaufspunktzahl hast und viele andere (ich auch) lieber auf Sicherheit gehen und StoppLosses setzen, entschärft das die VK-Situation erheblich.
    – Kauf / Verkauf: Durch die breite Masse werden die Preise getrieben und ebenfalls durch diese Masse werden sie wieder gedrückt. Ist das nicht ein Gleichgewicht? Selbst wenn der Aktienpreis durch das VK-Signal unter den Urzustand fällt (vor dem Kaufsignal), ist es doch nur ein Zeichen dafür – auch für die Rest-Aktionäre, dass das Unternehmen schlechter geworden ist und dementsprechend nicht mehr so attraktiv.
    – Dann kommt noch hinzu, dass viele ja auch Levermann „light“ nutzen oder sich das Programm selbst noch individuell mit anderen Fundamentaldaten angepasst haben.
    – Viel schlimmer finde ich, dass im Social-Trading Stephan Pflug gegängelt wurde und das Finanzinstitut in den Markt eingreift. Das macht mir Angst. Ich kann mich damit nicht identifizieren. Und außerdem verstößt es gegen die Grundregeln des Wikifolio-Gedankens.
    Meine beiden Wikifolios, in denen ich investiert war habe ich daraufhin aufgelöst. In Stephans Wikifolio war ich nicht investiert, da hab ich auch nur beobachtet und gelegentlich auch nach-gekauft.
    Aus seinen Kommentaren habe ich auch die Adresse Deines Blogs, den ich von da ab regelmäßig lese. Ich finde alle Beiträge sehr interessant und freue mich auch über die vielen anderen Meinungen. Es kommt auch nicht so oberlehrerhaft rüber, wie sich einige Moderatoren z. B. in Foren so geben.
    Mit Deinem Excel tool habe ich mich noch nicht beschäftigt. Finde ich aber auch spitze, dass Du Dein Gehirnschmalz der Allgemeinheit zugänglich machst. Da steckt bestimmt eine Menge Arbeit drin.

    Grüße, BerndA

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    • Hallo Bernd,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.
      Man kann natürlich weiterhin mutmaßen, ob und wie sehr Veröffentlichung von Levermann-Depots wie meinem oder dem wikifolio von Stephan mit kleinen Aktien einen Einfluss auf die Kursentwicklung eben dieser Aktien hat. Aber wir werden da nie zu einem nachweisbaren Ergebnis kommen. Also nehmen wir es einfach wie es kommt und beobachten weiter. Ich bleibe einfach bei der Veröffentlichung einer eingeschränkten Variante meiner Excel-Liste und fertig. Es geht mir vor allem darum, das Prinzip zu zeigen.

      Ich kann schon verstehen, warum Lang und Schwarz beim großen wikifolio von Stephan einen Informationsvorsprung haben wollen, obwohl es natürlich nicht schön ist. Aber schließlich sind sie es ja, die die Gegenwette halten und die Gewinner auszahlen müssen, die aus dem wikifolio wieder aussteigen. Das wikifolio-Zertifikat ist ja kein Fonds. Sie müssen also nicht unbedingt alle Aktien in dem Umfang kaufen. Aber irgendwie müssen Sie ja die Gewinne für die Aussteiger finanzieren und dazu ein paar echte Käufe tätigen, die wahrscheinlich ein größeres Volumen haben.

      Ich hoffe doch sehr, dass ich nicht oberlehrerhaft rüberkomme. Das stünde mir auch gar nicht zu, denn ich mache genauso viele Fehler wie alle anderen auch. Soll auch jeder seine eigenen Ansichten haben und seinen Strategien nachgehen. Ich reagiere allerdings ein wenig allergisch, wenn jemand schreibt, man MUSS etwas auf eine ganz bestimmte Art und Weise machen. Ich finde, solch ein MUSS sollte man eher ersetzen durch ein KANN. Für den einen sind es eben Stoppkurse, so wie bei Dir, für andere wie z.B. mich, machen diese gar keinen Sinn. Beides hat seine Berechtigung.

      Viele Grüße und weiterhin viel Spaß auf meinem Blog
      Petra

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