Levermann bleibt entspannt

Mein Levermann-Experiment läuft nun schon seit fast einem Jahr. Aber erst jetzt erahne ich, was mit dem „entspannten“ Weg zum Reichtum aus Susan Levermanns Buch gemeint sein könnte. Denn während ich bis vor vier Wochen nach jeder meiner Bewertungsrunden Transaktionsbedarf hatte, brauche ich nun schon zum zweiten Mal in Folge gar nichts zu tun. Das entspannt mich.

So kann ich schon heute meinen Artikel veröffentlichen und brauche erst in zwei Wochen — ups, am Weihnachtswochenende — wieder meinen „Datensauger“ anzuwerfen. Also zeige ich heute nur den Zustand des Depots vom letzten Freitag.

Der Stand vom 09.12.2016

levermann2016-12-09

Fortsetzung also erst zwischen Gänsebraten und Stollenschmaus.

Die öffentlichen Depot-Stände vom 09.12.2016
Levermann-Experiment: +27,1% mehr
Graham-wikifolio: +0,5% mehr

nächster Levermann-Artikel: Levermann — Depot bis zum Jahresende

44 Gedanken zu “Levermann bleibt entspannt

  1. Björn 11. Dezember 2016 / 8:40

    Hallo Petra

    Hast Du inzwischen Deine Meinung geändert, dass du privat nie so investieren würdest?

    Liebe Grüsse
    Björn

    Gefällt mir

    • Bj 11. Dezember 2016 / 8:44

      Bei der Performance ja wohl eher genau so investieren…

      Gefällt mir

    • Petra Wolff 11. Dezember 2016 / 9:08

      Hallo Björn,

      ich habe nicht gesagt, dass ich privat „nie“ so investieren würde. Meine Einstellung der Levermann-Strategie gegenüber ist und bleibt neutral. Und zwar so lange mein Experiment dauert, also mindestens drei Jahre.

      Außerdem investiere ich doch die ganze Zeit schon privat so, nur eben nicht mit meinem gesamten Kapital, sondern nur mit diesem kleinen experimentellen Depot. Die Zahlen, die ich hier zeige, sind echt.

      Ein Gedanke noch zur Performance: Klar sehen 27% in knapp einem Jahr zunächst super aus, aber das besteht vor allem aus Buchgewinnen. Dem gegenüber wurden bisher vor allem Verluste realisiert/begrenzt. Das mag daran liegen, dass die Laufzeit bisher noch verhältnismäßig kurz ist. Ich würde es sehr begrüßen, wenn mich mal ein Verkaufssignal einen hohen Gewinn realisieren lassen würde. Aber das mag ja alles noch kommen.

      Wie auch immer, ich werde am Jahresende einen Artikel mit einem Zwischenfazit dazu schreiben.

      Viele Grüße und weiterhin viel Spaß beim Lesen
      Petra

      Gefällt mir

      • Björn 11. Dezember 2016 / 12:30

        Hallo Petra

        Danke für deine schnelle Antwort! Sehr interessant dein Experiment übrigens!

        Darf ich noch fragen, weshalb du die deutsche Lufthansa nicht gekauft hast? Ich habe gesehen, dass diese ganz gut abschneidet mit 5 Punkten nach levermann. Diese würden ja als Large Cap genügen.

        Besten Dank schon einmal im Voraus.

        Viele Grüsse
        Björn

        Gefällt mir

  2. Thomas 11. Dezember 2016 / 17:57

    Liebe Petra,

    warum eröffnest Du eigentlich kein Levermann-wikifolio? Da es bereits ein erfolgreiches wikifolio gibt, welches nach diesen Kriterien investiert, jedoch die einzelnen Positionen von Deinem häufig voneinander abweichen, würde ich mich freuen, wenn Du neben Deinem Graham-wikifolio noch ein Levermann-wikifolio eröffnen könntest!

    Viele Grüße
    Thomas

    Gefällt mir

    • Petra Wolff 11. Dezember 2016 / 21:08

      Hallo Thomas,

      ich tue das nicht, weil ich das ja schon mit einem echten Depot mache. Außerdem kann man nicht alle Aktien, die ich in meinem echten Depot handle, im wikifolio kaufen. Dort stehen nur die bei Lang und Schwarz handelbaren Werte zur Verfügung.

      Viele Grüße
      Petra

      Gefällt mir

  3. aksarathai 11. Dezember 2016 / 19:04

    Ich hätte da gern mal ein Problem – mit dem entspannten:

    Ich habe seit Montag dieser Woche ein nach Levermann gepflegtes Depot. Es wanderten bis jetzt 4 Werte hinein. Die Wochenperformance, Buchwert, war 7,1%. Das dürfte in etwas die Wochenperformance von DAX oder deutschen Aktien im allgemeinen sein. Nicht mein Punkt.

    Am vergangenen Wochenende stieg Borussia Dortmund auf 7 Punkte (nicht wegen des Siegs gegen M.gladbach oder dem späteren Remis gegen Real Madrid). Borussia Dortmund ist einer der 4 Werte in meinem L.-Depot. Der Punkt ist der, auch etwas die Frage zur Realisierung eines Gewinns, dass Borussia D. am Dienstag um ca. 10% anzog (Wochengewinn für diesen Wert bei mir im Depot 13%). Danach verlor die Aktie Levermannpunkte wegen steigendem Kurs und daher KGV.

    Borussia D. ist vermutlich nicht in Ihrem Depot, weil … ja warum eigentlich?

    Führt, einmal vom Entspannungseffekt, häufigeres oder selteneres Staubsaugen als das nächste Mal zwischen Gänsebraten und Stollenschmaus – gefühlt – zu einer besseren Performance des Gesamtepots?

    Siehe Borussia Dortmund 7 Punkte Sonntag letzter Woche, +10% vergangen Di, daher 5 Punkte am Mittwoch als Beispiel für tägliches „Staubsaugen“.

    Gefällt mir

    • Petra Wolff 11. Dezember 2016 / 21:22

      Borussia Dortmund ist nicht in meinem Depot, weil diese Aktie bei mir zu den Bewertungszeitpunkten, bei meiner Bewertungsmethodik einfach niemals 7 oder mehr Punkte hatte.

      Staubsaugen findet bei mir zu Hause schon öfter als nur alle zwei Wochen statt, aber Spaß beiseite, es ist „Datensaugen“ gemeint. Ob das wöchentlich oder täglich zu einer besseren Performance führen würde, kann ich nicht sagen. Ich persönlich möchte das einfach nicht jede Woche tun und habe das in meiner Version der Strategie so festgelegt, dass ich es alle zwei Wochen durchführe. Daran halte ich mich. Ich halte es ohnehin für schwierig bis fast unmöglich, eine generelle Aussage darüber zu treffen, was besser ist. Zumal es auch noch eine Reihe anderer Faktoren gibt, von denen die ermittelte Punktezahl abhängt, da es DIE eindeutige Levermann-Bewertung ohnehin nicht gibt.

      Gefällt mir

      • aksarathai 13. Dezember 2016 / 0:00

        Dazu nur kurz meine Einschätzung: Vermutlich ist ein jährliche Anpassung des Depots an die Levermannpunkte ebenso erfolgreich wie eine tägliche, wöchentliche oder zweiwöchige.

        Geduld ist die Seele dieses Spiels.

        Gefällt mir

        • Petra Wolff 13. Dezember 2016 / 16:43

          Möglicherweise ist es tatsächlich so. Leider lässt sich für diese Strategie nicht wirklich ein aussagekräftiges Backtracking durchführen, weil man im Nachhinein kaum genügend Daten derart zusammenbekommt, wie die Gewinnrevisionen damals waren, oder was die Analysten eingeschätzt hatten.

          Gefällt mir

          • aksarathai 13. Dezember 2016 / 22:22

            Passend zum Thema: Ich habe gerade Borussia Dortmund verkauft, weil … von 5 auf 3 gefallen, also ein Verkaufssignal gesendet wurde.

            Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. Borussia Dortmund Montag letzte Woche (bei 7 Levermannpunkten) gekauft, am Dienstag um 10% gestiegen, am Mittwoch auf 5 Punkte gefallen, heute, nach weiterem Purzeln der Punktzahl auf 3 13% Gewinn realisiert.

            Ich vermute – mehr kann man da wohl nicht wirklich sagen, den Kommentar zum Backtracking verstehe ich sehr gut – dass 1x im Jahr umschichten hier wohl auch nicht mehr bringt als tägliches. Erwarte ich, dass Borussia Dortmund morgen um 20% fällt, die Punkte wieder auf 7 steigen und ich dadurch eine Outperformance gegenüber ‚Borussia Dortmund überhaupt nicht im Depot‘ erziele?

            Nicht wirklich.

            Gefällt mir

            • Petra Wolff 13. Dezember 2016 / 22:44

              Da stimme ich zu. Ich sehe aber auch mein ROTI = return on time invested. Jeden Tag die Levermann-Bewertung auszurechnen, habe ich keine Lust. Ich sehe keinen Grund, dass das bessere Ergebnisse bringt, außer dass ich mehr Zeit damit verplempere. Deshalb kümmere ich mich nur alle 14 Tage um die Bewertungen.

              Gefällt mir

        • Mo 13. Dezember 2016 / 23:36

          Hallo,

          das 1 mal Umschichten im Jahr kann man gerne tun, nur hat es dann wenig mit dem Levermann-System zu tun. Denn es baut auf Reaktionen von Quartalszahlen sowie das KGV auf. Das KGV kann auch jeden Tag unterschiedlich sein. Und dann hätte man solche „Zugpferde“ wie Pferdewetten.de und KPS verpasst. Das System läuft ja bisher super (auch wenn das meiste bisher nur Buchwerte sind). Also großartig zu überlegen, ob man das System nun ändern soll halte ich für fragwürdig. 😀 Und Transaktionskosten hin oder her… Netto um die 30 % zu machen im Jahr ist schon eine Hausnummer.

          Gefällt mir

          • aksarathai 14. Dezember 2016 / 0:05

            Hallo Mo,

            um Missverständnissen vorzubeugen: Ich wollte nicht Petras System ändern.

            Ich selbst … habe drei Optionen: Quinte Wikifoliozertifikat (kaufen oder selbst nachbastelen; hat ebenfalls so um die 30% in diesem Jahr), Petra auf dem Blog folgen (und selbst nachbasteln), oder Aktienassistent.

            Option 4. wäre selbst zu rechnen, eine Option, die ich sicher nicht machen werde.

            Ich mach z.Zt „auf Aktienassistent“. Die Zahlen werden täglich ausgerechnet, Quinte berichtet jeden Montag morgen und Petra alle 2 Wochen. Die Ergebnisse sind weitgehend überlappend (außer, z.B. dass Borussia Dortmund weder im Portofolio Quinte oder Petra war, bzw. umgekehrt dass Pferdewetten.de von Aktienassisten nicht analysiert wird, ebenso wie österreichische Aktien — etc.).

            Und netto um die 30% ist schon eine Hausnummer … Mittelwert aus Quinte, Petra, und Aktienassistent? Diversifiziert. Gibt es da einen ETF drauf? Mal dämlich in die Runde gefragt.

            Gefällt mir

  4. Nicole 12. Dezember 2016 / 12:22

    Ungünstig am Wikifolio ist ja das Emittentenrisiko. Wenn Lang & Schwarz pleite gehen sollte (man weiss ja nie, in Zeiten der Bankenkrisen), dann ist das gesamte Geld weg. Das steht natürlich gegen die Idee der Streuung. Mit einem Zertifikat hat man so etwas wie eine Schein-Diversifikation. Dazu kommen noch jährlich 0,95% Zertifikategebühr sowie eine Performance-Gebühr von 5%. Selber machen ist da in jedem Fall sinnvoller.

    Gefällt mir

    • Petra Wolff 12. Dezember 2016 / 18:02

      Ja, das stimmt. Aber wenn man mal etwas ausprobieren will und kein echtes Geld riskieren will, kann man es durchaus mit einem eigenen wikifolio versuchen. Das ist wie ein etwas strengeres Musterdepot. Allerdings hat man dort weder Transaktionsgebühren noch Steuerabzug. Dafür wird die Zertifikatsgebühr täglich tröpfchenweise vom Bargeldbestand abgezogen.

      Gefällt mir

      • aksarathai 13. Dezember 2016 / 0:05

        Ich denke, Nicole meinte nicht selbst ein Wikifolio aufzulegen sondern in ein Wikifolio zu investieren. Mir fällt zu letzterem noch der Spread am Markt ein. Ich selbst hatte mal 4 Stück „Quinte“. Als (entspannte) Depotbeimischung sehr angenehm. Nur 100.000 € in so einem Zertifikat zur Absicherung der Rente würde mich eher nicht entspannen, sondern mir schlaflose Nächte bereiten.

        Selber machen (= selbst diese oder jene Aktie im Depot haben), halte ich auch für sinnvoller (und mache das genau so).

        Gefällt mir

        • Nicole 13. Dezember 2016 / 8:15

          Ja, genau. Das meinte ich. Investieren in ein Wikifolio.

          Gefällt mir

          • Petra Wolff 13. Dezember 2016 / 16:45

            Ja, ich würde auch niemals viel Geld in solche wikifolio-Wetten investieren. Denn etwas anderes ist es nicht. Aber wie ich schon sagte, aus der Sicht des wikifolio-Betreibers ist das ein Musterdepot, bei dem man nicht schummeln kann. 😉

            Gefällt mir

  5. Stefan 12. Dezember 2016 / 14:36

    Petra, wie hälst du es mit Stop Loss Kursen bei diesem Experiment? Setzt du dir welche oder würdest du die Aktie im Extremfall auch mal 80% abstürzen lassen?

    Gefällt mir

    • Petra Wolff 12. Dezember 2016 / 18:06

      Ich setze keine absoluten Stops. Die Stops sind die Punktebewertungen wie von Susan Levermann in ihrem Buch beschrieben. Wenn es dadurch zu extremem Kursverlust kommen sollte, habe ich Pech gehabt. Mit dem Risiko lebe ich bei meinem Experiment.

      Gefällt mir

      • aksarathai 13. Dezember 2016 / 0:34

        Mir hat sowohl die Frage als auch die Antwort gefallen. Ich selbst habe ja ein Levermann Depot und mir fällt dabei auf, dass das nicht versichert, dass ein Titel demnächst steigt sondern (erst einmal) nur absichert, in den nächsten Tagen mit diesem Einzelwert nicht um 80% abzuschmieren. Wenn das passieren würde, steigt die Punktzahl ja eher (und mindesten ein Analyst wird empfehlen, nach diesem Kurseinbruch den zu erwartenden Rebound um 50% mitzunehmen etc. etc. etc.). Oder das Teil fällt um 2 Punkte, da der Kurs jetzt um 5% niedriger als vor einem halben Jahr und einem Jahr liegt.

        Alles kein wirklicher Grund, nach einem 80%-igen Kurseinbruch zu verkaufen.

        Den 80%-igen Kurssturz vermeiden, nicht ganz bis zum Ende mitmachen?

        Ich verstehe Petras Antwort, weil das ja nur ein Experiment ist. Im wirklichen Leben — denke ich ebenfalls über stop-loss nach. Erfahrungsgemäß sind -20% bei einer Aktie mit 7 oder 8 Levermannpunkte in den nächsten Tagen eher unwahrscheinlich. Wenn der unwahrscheinliche Fall dennoch eintritt? Warum den Verlust eigentlich nicht verwirklichen – muss bei diesem seltenen Ereignis an irgendetwas mit der Aktie/dem Unternehmen liegen, das nicht von Levermannpunkte erfasst wird. Keine Gedanken darüber machen, woran es liegt sondern mit 20% Verlust verkaufen und den Rest in eine Aktie mit 8 Levermannpunkte anlegen, die gerade um 80% gefallen ist. Oder so.

        Halte stop-loss, zusammenfassend, für nicht zwingend notwedig aber für sinnvoll.

        Gefällt mir

  6. Nicole 13. Dezember 2016 / 8:29

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Stop Losses eher gefährlich sind. Bankenkrisen, Flash Crashes oder ein überraschendes, unerwartetes Ereignis wie die Wahl von Donald Trump können die Kurse in Sekundenschnelle heftig einbrechen lassen. Oft gehen die Kurse gleich danach ebenso rasch wieder nach oben. Ja, und dann sitzt man unter Umständen da mit einem leer geräumten Depot und happigen Verlusten. Ich setze mir bloss „geistige“ Stopps und bin da auch bei rund -20%, eher noch weniger. Einbrüche von 80% bei Levermann-Aktien halte ich für eher unwahrscheinlich. Die Methode extrapoliert ja positive Daten aus der Vergangenheit in die Zukunft. Damit es zu einem Einruch kommt, müsste dann schon das Business Modell an sich zur Disposition stehen oder ein Skandal auftreten. Ich sag jetzt mal: Bei einem Rohstoffunternehmen werden verseuchte Böden entdeckt, eine Bank schuldet aufgrund eines Gerichtsurteils Milliarden an Wiedergutmachung etc. Dafür ist man dann ja diversifiziert.

    @Petra: Ich bin übrigens auch sehr gespannt, wie sich die Ausstiege gestalten werden.

    Gefällt mir

    • Petra Wolff 13. Dezember 2016 / 16:59

      Stopp-Loss halte ich nicht grundsätzlich für sinnlos. Doch sollten die zur Strategie passen, die vor allem so klar festgelegt sein sollte, dass sie eingehalten werden kann.

      Bei der Levermann-Strategie halte ich einen wirklich realisierten Verlust von 80% für ziemlich unwahrscheinlich, trotzdem jedoch für möglich. Da aber bei mir z.B. jede Position nur maximal 1/12 des gesamten Depots ausmacht, liegt damit der Einbruch des Gesamtwertes bei unter 8%, sofern nicht gleich alles so stark einbricht. Und ich finde, dass man solche bzw noch etwas höhere Schwankungen aushalten sollte, wenn man in Aktien investiert.

      @Nicole: Für die Ausstiege aus den Aktien, die derzeit mit einem hohen Plus notieren, vermute bzw. hoffe ich, dass das irgendwann durch Überbewertung erfolgt, so dass ein schönes realisiertes Plus übrig bleibt. Aber das gilt abzuwarten. Das nächste Jahr bleibt also spannend.

      Gefällt mir

    • Stefan 14. Dezember 2016 / 1:36

      Vielen Dank für eure Antworten!
      Ich halte es auch so das ich nur geistige Stopps setze und den nächsten Tag noch abwarte.
      Ich überlege mit Levermann bei Aktien die 20% oder höher im Plus liegen einen SL zu setzen in Abhängigkeit der Schwankungen der letzten 3 Wochen.
      Um den Gewinn zu sichern.
      Dadurch riskiere ich unter Umständen viel höhere Gewinne zu verpassen, kann aber in weitere aussichtsreiche Kandidaten investieren.

      Gefällt mir

      • Petra Wolff 14. Dezember 2016 / 17:51

        Hallo Stefan,

        das musst Du natürlich ganz allein entscheiden. Ob es immer aussichtsreiche Kandidaten gibt, wenn man die dann braucht, ist die andere Frage.

        Gefällt mir

  7. Pauly 14. Dezember 2016 / 18:50

    Also ich persönlich sehe bei der Levermann Strategie auch keine Notwendigkeit für einen Stopp-Loss. Ein solch eklatanter Kurscrash ist recht unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich. Wenn dann allerdings auch nicht so dramatisch da dieser Titel ja lediglich ein Zwölftel-Fünfzentel betrifft.
    In der Vergangenheit habe ich sogar mit Stopp-Loss bei anderen Aktien eher „Schiffbruch“ erlitten. Zuletzt bei der Trumpeter-Wahl. Hier sausten die Kurse kurz nach unten, kegelten mich mit deftigem Verlust raus um dann wieder zu steigen 😦
    Ich betrachte es mittlerweile als wesentlich entspannter nicht auf jede Welle zu reagieren, klar nimmt man so auch nicht immer das letzte Prozent mit, aber es ist unterm Strich deutlich ruhiger und auch entspannter.
    @ Stefan: Auch das habe ich mal probiert und habe mich deftig geärgert. Beispiel „Bet at Home“, hier bin ich 2 X mit 20% Gewinn ausgestiegen weil ich einen sehr knappen Stopp-Loss gesetzt hatte. Bin jedesmal danach wieder eingestiegen und habe derzeit etwas über 30% Gewinn. Zusammen macht das ca. 70%. Wäre ich durchgehend investiert gewesen hätte ich ca. 135% gemacht (allerdings noch nicht realisiert). Das war mir eine Lehre – ich bleibe nun etwas „entspannter“

    Gefällt mir

    • Bernd 14. Dezember 2016 / 21:18

      Nicht von ungefähr heißt es ja auch „Der ‚entspannte‘ Weg zum Reichtum“. 😉

      Gefällt mir

  8. aksarathai 15. Dezember 2016 / 9:27

    @Pauly: Ich höre das eigentlich sehr häufig, dass ein mechanischer (und enger) stop-loss zu eher negtiven Ergebnissen führt. Umgekehrt: Als die Ölpreise fielen, habe ich doch ein wenig Geld mit Ölplattformen (SeaDrill und ähnlichem) „verbraten“ in der Annahme, der Ölpreis müsse ja auch irgendwann einmal wieder steigen. Dann habe ich einmal näher darüber nachgedacht, die „Reisleine“ gezogen und die 30% Verlust halt realisiert. Ich habe dies nie bereut.

    Das Geschäftsmodell von Bohrinseln bei fallenden Ölpreisen vs. einem Sportwettenanbieter in DE bei Reallohnsteigerungen? Bei dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass eine Aktie mit 7 oder 8 Levermannpunkte um 30% im Depot nach unten abrauscht, würde ich mir das Teil aber eventuell doch näher ansehen und eventuell trotz 5, 6 oder 7 Levermannpunkten von den Regeln abweichen und den Verkaufsknopf (selbst) drücken.

    Noch entspannter ist allerdings, sich nicht einmal darum zu kümmern 🙂

    Gefällt mir

  9. Bernd 17. Dezember 2016 / 14:02

    Zum Thema stop-loss vs. Levermann-Signale:
    Schaut euch bitte mal die Pferdewetten AG an (DE000A1K0409).

    Die stand seit mindestens Mai auf halten/kaufen (Petras Kaufzeitpunkt) sowie auch zum Zeitpunkt des Zwischenhochs im Juli/August sowie auch die ganze Zeit danach. Sie ist Oktober/November in der Tat um knapp 30% abgerauscht, was immer jedoch noch ein Plus bedeutet hätte. Wahrscheinlich war es eher eine Korrektur nach dem enormen Anstieg.
    Wer damals trotz zittrigen Händen der Strategie vertraut hat, ist heute wieder nahe dem all-time-high und somit deutlich über dem Einstiegskurs (in Petras letztem Fazit + 91%). Bei demjenigen, wo die Angst größer war als das Vertrauen (Verkauf beim Minus 30%), wären somit anschließend ca. +25% nach der letzten Korrektur flöten gegangen!

    Ich finde aktuell, der stop-loss passt nicht zur Strategie! Wie dass dann später aussieht, wenn Petra (oder jeder selbst) auch mal mit Gewinn verkauft, ist eine andere Sache. Die Frage wird immer sein: Wie nahe trifft das Verkaufssignal auch kurstechnisch einen guten Zeitpunkt – nämlich pünktlich VOR einem Kursrutsch oder Stagnation.
    Sollte das Verkaufssignal erst deutlich zu spät anspringen, DANN kann man auch sagen: Hätte ich mal einen stop-loss gesetzt. Vielleicht kommt es auch zu früh. Jetzt wissen wir das aber alle nicht. Und ein backtesting ist ja wahrscheinlich unmöglich oder zumindest extrem aufwändig. … wenn auch theoretisch interessant.
    Und selbst wenn von einem Buchgewinn von +91% später die Hälfte wieder flöten gehen würde, wäre das immer noch besser, als aus dem Bauch heraus auf ein „anderes Pferd“ zu setzen.

    Ich finde das Experiment und durch Petras Transparenz auch die Nachvollziehbarkeit auf jeden Fall äußerst spannend! Ich wäre sogar dafür, dass Petra mal einen „Spenden-Knopf“ einbaut! Ich wäre dabei!

    Gefällt mir

    • Petra Wolff 18. Dezember 2016 / 20:19

      Danke Bernd,

      besser hätte ich das auch nicht beschreiben können.
      Ich bin auch sehr froh, nicht vom Pferd abgestiegen zu sein. 😉

      Viele Grüße
      Petra

      Gefällt mir

      • Stefan 19. Dezember 2016 / 19:51

        Danke für eure Antworten! Ist ja eine rege Diskussion geworden. 🙂
        Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen das in der Levermann Strategie ein Stop Loss nicht nötig ist da die Regeln das schon Regeln. 🙂
        Bei Käufen nach anderen Strategien denke ich schon das ein SL Sinn macht.
        Wobei ich nochmal dazu sagen muss, dass ich niemals einen SL bei der Bank setze sonder immer nur im Kopf bzw. per Mail benachrichtigt werde, und dann auf Blitzcrash oder andere Umstände entsprechend reagieren kann – oder auch nicht reagieren muss.
        Danke für eure Beiträge!

        Gefällt mir

    • Peratron 20. Dezember 2016 / 10:10

      Ich wäre auch dabei 🙂

      Gefällt mir

  10. Jonas 17. Dezember 2016 / 18:43

    Hallo,

    vielen Dank für das Excel-Sheet!
    Ich wollte es gerade ausprobieren, bekomme aber beim Neuberechnen eine Fehlermeldung:
    Laufzeitfehler -2147417848 (80010108): Die Methode ‚Refresh‘ für das Objekt ‚_QueryTable‘ ist fehlgeschlagen.

    Das scheint der Bereich zu sein:
    With qt
    .Connection = url
    .Refresh (False)
    End With

    Woran könnte das liegen? Ich kenne mich leider nicht besonders mit VBA aus 😦

    Gefällt mir

    • Jonas 17. Dezember 2016 / 18:57

      Ich habe es unter Office 2013 (32 Bit) und Win 7 versucht.

      Gefällt mir

      • Petra Wolff 18. Dezember 2016 / 20:29

        Hallo Jonas,

        was meinst Du mit Neuberechnen? Ich nehme an, die Fehlermeldung kommt nicht sofort generell, sondern bei einer bestimmten Aktie? Manchmal ist die Quelle im Web einfach nicht bereit, so dass ein Datenabruf mal fehlschlägt. Oder die Links zu einer Aktie in der Liste stimmen nicht mehr.
        Wenn Du gezielt die Daten zu einer Aktie aktualisierst (mit Makro C_), geht das dann immer schief?
        Sind bis zum Abbruch schon Daten in der entsprechende Zeile gelandet, bis wohin?
        Du siehst, ohne genauere Infos ist es für mich Kaffeesatzlesen. Aber vielleicht helfen Dir meine Fragen ja schon ein wenig weiter.

        Gruß
        Petra

        Gefällt mir

        • Jonas 22. Dezember 2016 / 14:08

          Hallo Petra,
          das passier komischerweise direkt nachdem das aktuelle Blatt mit den Einzelwerten angelegt wurde. Also wenn die Daten der 1. Aktie abgerufen werden sollen (müsste die Abfrage von finanzen.net sein).
          Komisch…
          Ich werde mal das Office neu installieren, evtl. hat sich da was verstellt.
          Danke für das Tool und schöne Weihnachten!

          Gefällt mir

  11. Nicole 19. Dezember 2016 / 10:53

    Liebe Petra. Sind Voestalpine und Polytec nach wie vor ein Kauf? Liebe Grüsse. Nicole

    Gefällt mir

    • Petra Wolff 19. Dezember 2016 / 15:35

      Liebe Nicole,
      habe mal eben gezielt die Daten für Polytec und Voestalpine abgerufen. Beite haben 7 Punkte. Bei der letzten Bewertungsrunde vor 9 Tagen hatten sie auch beide 7 Punkte.
      Entscheide selbst über einen Kauf, denn ich gebe keine Empfehlungen. 😉
      Gruß
      Petra

      Gefällt mir

  12. Peratron 20. Dezember 2016 / 10:08

    Wollte einfach nur mal danke sagen. Tolles Tool!

    Gefällt mir

  13. Nicole 20. Dezember 2016 / 10:08

    Liebe Petra. Hab vielen Dank für die Info. Und schon mal vorab frohe Weihnachten, ein gutes neues Jahr und weiterhin ansprechende Renditen. Danke für deinen Blog! Nicole

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s