Levermann-Depot — mein Tool für alle

Diesmal ist in meinem experimentellen Levermann-Depot nichts zu tun. Es enthält nach wie vor neun Aktien. Es gab eine Dividende von Splendid-Medien. Der Bargeldbestand würde für drei weitere Positionen reichen. Zwar hat mein Tool zwei weitere Aktien mit der entsprechenden Kauf-Punktezahl gefunden. Ich entscheide mich jedoch dagegen.

Die eine ist die der ERLUS Baustoffwerke AG (ISIN: DE0005589006). Diese wird aber voraussichtlich Ende Juni von der Börse genommen. Bei der anderen handelt es sich um die Accentro Real Estate AG (ISIN: DE000A0KFKB3). Diese hat bisher aber keine Dividende gezahlt. Eine Dividende hatte ich aber für mich als zusätzliches Kriterium festgelegt.

So bleibt das Depot also zunächst wie es ist. Die aktuellen Zahlen trage ich unter dem Menüpunkt „Artikelserien – Experiment Levermann-Depot“ nach.

Mein Tool für alle

Inzwischen habe ich einige Mails mit Fragen zur technischen Realisation meines Levermann-Tools erhalten, sowie auch Fragen dazu, warum ich bei einigen Aktien zu anderen Ergebnissen komme als Stephan alias Leise in seinem Levermann-Wikifolio.

Deshalb habe ich mich entschlossen, mein Tool bald für jeden, den es interessiert, zur Verfügung zu stellen. Ich brauche dafür allerdings noch ein wenig Zeit.

Ich habe das Ganze vor kurzem komplett neu geschrieben. Vorher hatte ich unter Verwendung von Visual Studio Express eine äußerst moderne .NET-Anwendung gebaut. Allerdings bin ich bei deren praktischer Anwendung innerhalb der letzten Monate immer mehr zu dem Schluss gekommen, dass das „mit Kanonen auf Spatzen schießen“ ist, denn eine Excel-Datei mit ein paar geschickt programmierten VB-Makros tut es auch und hat gegenüber der hochmodernen Anwendung etliche Vorteile: Ich muss mich nicht um die Datenablage kümmern, es ist alles schön ordentlich in Excel. Es ist einfacher, Änderungen am Tool durchzuführen, wenn sich an den Datenquellen-Webseiten etwas ändert. Die Datei kann jeder einfach nehmen und benutzen. Also verwende ich ab jetzt meine neue Excel-Version.

Ich bin momentan dabei,

  1. meine Makro-Quellcodes zu kommentieren, so dass jeder, der sich nur ein wenig mit solchen Makros beschäftigt hat, die Sache verstehen kann,
  2. ein paar kleine Bugs zu fixen,
  3. eine kurze Dokumentation zu schreiben.

Wenn ich damit fertig bin, stelle ich das alles kostenlos und Open Source zur Verfügung. Wenn Du das nicht verpassen willst, dann kannst Du meinem Blog folgen oder einfach ab und zu vorbeischauen.

Titelbild: Grey59 / pixelio.de

nächster Levermann-Artikel: Es tut sich was im Levermann-Depot

14 Gedanken zu “Levermann-Depot — mein Tool für alle

  1. Christoph 12. Juni 2016 / 11:35

    Das ist ja sehr nett, dass Du das teilen willst! Was bewegte Dich ein Zusatzkriterium (Dividende) einzufuehren? Und was ist das Kriterium genau? Dividende > als x %? Ist dies das einzige Zusatzkriterium? Und welche Aktien werden hier beruecksichtigt? Nur SDAX/ DAX, – international?

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    • Petra Wolff 12. Juni 2016 / 20:41

      Zum Dividendenkriterium: Es soll eine Dividende geben. Also Dividendenrendite >0%. Ich bin ansonsten mit meinem Hauptdepot Value Investor und lege großen Wert auf regelmäßiges passives Einkommen in Form von guten und vernünftigen Dividenden, und ich kann einfach nicht aus meiner Haut. Deshalb drücke ich hier dem Levermann-Experiment meinen persönlichen Stempel auf, wenn auch in abgeschwächter Form.

      Ansonsten weiche ich von der Original-Strategie etwas ab, indem ich für alle Aktien 7 Punkte verlange, damit sie gekauft werden dürfen. Im Original reichen für Large Caps bereits 4 Punkte. Dafür setze ich als Verkaufkriterium eine Punktezahl <=3 an. Im Original ist das für Small Caps <=4 und für Large Caps <=2.

      Ich berücksichtige europäische Euro-Aktien, die ich hier kaufen kann, unabhängig von Größe oder Index. Die meisten meiner Liste sind aus Deutschland.

      In diesem Artikel hatte ich das genauer beschrieben: https://petrawolff.wordpress.com/2016/01/13/start-meines-levermann-depots/
      Ansonsten findet man alles zum Levermann-Thema unter dem Menüpunkt "Artikelserien – Experiment Levermann-Depot".

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  2. Mo 12. Juni 2016 / 12:27

    Ich verfolge deinen Blog regelmäßig aufgrund des levermann Experiments. Habe es auch bisher mitgemacht (auch wenn ich verstehe-At-Home nicht verkauft habe ;)). Eigentlich schreibe ich nie was rein aber diesmal muss ich sagen, dass es ziemlich klasse wäre mit dem Tool! Top! 🙂

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  3. Mo 12. Juni 2016 / 12:28

    Ups… Es sollte bet-At-Home heißen 🙂

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    • Petra Wolff 12. Juni 2016 / 20:52

      Ja, um bet-at-home tat es mir auch leid. Aber ich hatte die Regeln nun einmal so festgelegt, und mit meinen Datenquellen gab es unglücklicherweise am Bewertungstag nur 3 Punkte. Danach waren es wieder mehr. Das kann passieren, ist dann einfach Pech.

      Das Mitmachen meines Experimentes geschieht aber auf eigene Gefahr. Aber ich habe schon oft genug Warnungen geschrieben und ich denke, es ist Dir klar, dass es auch schief gehen kann. Also bitte — wenn überhaupt — nur einen kleinen Teil des Kapitals hier hineinstecken. 😉

      Ich gebe mir Mühe, so schnell ich kann eine weitergabefähige Version des Tools fertig zu bekommen. Ich hoffe, es kommt mir nichts dazwischen. Also bitte etwas Geduld, okay?

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  4. Christoph 12. Juni 2016 / 22:19

    Ich hatte mich auch immer gewundert warum Frau Levermann nicht Dividenden beruecksichtigte. Aber waere ein Mindestkriterium nicht besser als einen Punkt selbst fuer Minimaldividenden zu geben? Was sind die Ueberlegungen zu large caps >= 7 statt 4 Punkten?

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    • Petra Wolff 12. Juni 2016 / 22:44

      Ich gebe keinen Punkt für die Dividende. Ich kaufe, wenn bei den Levermann-Kriterien eine Mindestpunktzahl von 7 erreicht ist UND es eine Dividende gibt UND ich nach dem Anschauen der Daten im Einzelnen der Meinung bin, dass ich kaufen möchte. Beim Verkaufen richte ich mich strikt nach den Punkten.

      Zu den Large Caps habe ich mir, bevor ich mein Experiment begonnen habe, etliche Beispiele angesehen, die 4 Punkte hatten. Diese gefielen mir nach dem Ansehen der konkreten Fundamentaldaten nicht. Deshalb habe ich die Sache kurzerhand vereinfacht und für alle die gleichen Punktezahlen festgelegt.

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  5. Der Privatier 13. Juni 2016 / 12:32

    Hallo Petra,
    ich habe das Buch von Fr. Levermann vor ein paar Monaten auch gelesen und fand den Ansatz eigentlich recht überzeugend. Allerdings habe ich ihn selber bisher noch nicht selber verfolgt. Dazu hat mir dann einfach so ein Tool wie das Deine gefehlt.
    Ich würde mich daher auf jeden Fall sehr darüber freuen, wenn Du Deine Arbeit hier zur Verfügung stellst.
    Ich bin gespannt – und geduldig!

    Gruß, Der Privatier

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    • Petra Wolff 16. Juni 2016 / 17:39

      Hallo Peter,
      habe in den letzten Tagen fleißig daran gebastelt. Nur noch ein paar Kleinigkeiten und ein paar Tests. Dann wird es soweit sein.
      Viele Grüße
      Petra

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  6. matthaeus84 16. Juni 2016 / 13:07

    Hallo Petra, danke für Deinen fantastischen Blog, ich lese mit großem Interesse hier mit und möchte jetzt endlich mal das verdiente Lob aussprechen :). Ich habe lange an einem excel-sheet herumgebastelt um die Beurteilung von Aktien n Levermann etwas mehr zu „automatisieren“ aber bin kläglich gescheitert – darum bin ich einerseits neidisch, dass Du ein paar Excel-Klippen mehr umschifft hast als ich :D, aber vor allem würde ich mich ebenfalls sehr freuen, das gute Stück in Händen zu halten; zum Verbessern meiner excel „skills“ und natürlich auch aus Zeitersparnis, hrhr.

    Also, weiter so, viele Grüße aus Bonn

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    • Petra Wolff 16. Juni 2016 / 17:44

      Danke für Dein Lob. Ich bin bald mit der weitergabefähigen Version fertig. Auch freue ich mich schon über den Gedankenaustausch von Programmierer (Dir) zu Hobbyprogrammiererin (mir).
      Magst Du mir sagen, woran genau Du „kläglich gescheitert“ bist?

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      • matthaeus84 16. Juni 2016 / 17:46

        Ich freu‘ mich schon – ich bin aber nicht mal Hobbyprogrammierer, sondern was ganz anderes 🙂 LG

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      • matthaeus84 18. Juni 2016 / 1:46

        Hallo Petra, um Deine Frage bezüglich meines „Scheiterns“ noch zu beantworten und nicht ganz unhöflich hintüberfallen zu lassen -> Aktualisierungen meiner Datei inkl makro haben nicht nur so manches sheet von mir (oftmals überraschend kreativ) zerschossen, und zwar aufs unwiderbringliche; der Terminus Aktualisierung lässt mir tatsächlich immer noch einen kalt-wohligen Schauer über den Rücken laufen, um dieses eigentlich recht positiv attributierte Nomen werde ich die nächsten Monate (sic) wenn möglich einen Bogen machen :).

        Andererseits habe ich mich mit meiner Excel-Variante extrem weitergebildet bezüglich Möglichkeiten und Grenzen dieses Programmes. 1996 (mit 12 Jahren) habe ich 90% der Buchhaltung meiner selbstständigen Eltern multimedial in Tabellen etc begleitet (MS WORKS, kennt man das noch?) und bin fast froh, dass ich den gefühlten Nimbus der Office-Perfektion abstreifen kann – aber um so mehr freut es mich, dass Du weniger Probleme hattest und ich bin weiterhin total gespannt auf Deine Datei!

        Du spielst nicht zufällig dieses „Schach“ von dem ich so viel gehört habe ich letzter Zeit 🙂 ?

        LG Matthäus

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        • Petra Wolff 18. Juni 2016 / 14:15

          Zu 1. Probleme mit Aktualisieren: Hä? … Ich glaube, das will und muss ich nicht verstehen … 😉
          Zu 2: Works: Kenne ich noch – das war für das meiste ausreichend.
          Zu 3: Schach: nö

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