Wieder ein Verkauf im Levermann-Depot

Levermann-Depot VerlaufEs ist wieder Zeit für mein Experiment — Bewertungstag im Levermann-Depot. Diesmal gibt es wieder einen Verkauf. Leider steht kein neuer Kaufkandidat bereit. Weiterhin gab es eine Dividendenzahlung.

Aber schön der Reihe nach. Zunächst zum Verkauf: C.A.T. Oil ist nun leider auf 3 Punkte gefallen. Ich gebe zu, der Kauf war gewagt. Das hatte ich dazu geschrieben:

Bei C.A.T. Oil habe ich eine Weile überlegt. Dieser Wert hat zwar stolze 9 Punkte, allerdings auch erst auf Basis von 2014 als letztem Geschäftsjahr. Der Bericht für 2015 kommt erst am 28.04. Ich wage trotzdem den Kauf. Das Ergebnis wird zwar niedriger ausfallen, aber es liegt keine Sondersituation wie bei Rhön-Klinikum vor.

Was lerne ich daraus? In einer solchen Situation, d.h. Zahlen für ein Geschäftsjahr stehen kurz bevor, ist es vielleicht besser, doch nicht zu kaufen wenn absehbar ist, dass die Punktezahl nach dem Geschäftsjahreswechsel wegen schlechterer Eigenkapitalrendite, EBIT-Marge usw. gleich sinken wird. Dadurch ließe sich unnützes „Hin- und Her“ vermeiden. Nun ist nicht zu ändern, wie es gelaufen ist. So werde ich also C.A.T. Oil demnächst wieder abstoßen.

Einen neuen Kaufkandidaten gibt es noch nicht. Es gibt aber Aktien mit 6 Punkten, bei denen demnächst eine Verbesserung in nur einem Punkt möglich ist und damit für ein Kaufsignal genügt.

Dann gab es noch eine Dividende von Energiekontor. Nach Abzug der üblichen Steuern insgesamt 41,23 EUR. Das ist bezogen auf die Kaufkosten dieser Position von 997,90 EUR eine Dividendenrendite von mehr als 4% netto.

Hier nun noch wie gewohnt der aktuelle Stand. Einen zusätzlichen Screenshot nach dem Verkauf von C.A.T. Oil werde ich hinzufügen, wenn es soweit ist.
Außerdem findet man die aktuelle Situation immer unter dem Menüpunkt „Artikelserien – Experiment Levermann-Depot“. .

Levermann

Nachtrag vom 31.05.2016:

Levermann

nächster Levermann-Artikel: Levermann-Depot — mein Tool für alle

4 Gedanken zu “Wieder ein Verkauf im Levermann-Depot

  1. Christoph 30. Mai 2016 / 3:25

    Ich wundere mich was zwischen Ihrer Punkteauswertung und der vom Herrn Leise verschieden sein koennte!? Er hat an BetAtHome festgehalten, als Sie verkauften. Er hatte auch kuerzlich Aurelius als Kaufkandidaten ausgemacht. Ich vermutete Sie benutzen beide dasselbe Schema! Nicht?

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    • Petra Wolff 30. Mai 2016 / 9:49

      Unsere Interpretation der Levermann-Kriterien unterscheidet sich etwas. So verwende ich die KGVs, wie sie unter Verwendung des jeweils aktuellen Kurses und der jeweiligen EPS-Zahlen bzw. Durchschnitte berechnet werden, wogegen Leise die historischen KGVs verwendet, die sich mit schwankendem Kurs nicht ändern. Weiterhin benutzen wir für „weiche Kriterien“ verschiedene Quellen, wo durchaus etwas anderes stehen kann, z.B. bei Analystenmeinungen, Gewinnschätzungen, Gewinnrevisionen, da das keine absolut feststehenden Größen sind. Dadurch kommen die Unterschiede zustande.

      Ich muss ehrlich zugeben, wenn es nach dem gesunden Menschenverstand gegangen wäre, hätte ich bet-at-home nicht verkauft, aber ich habe mir vorgenommen, diese Strategie auszuprobieren, so musste ich mich an meine vorher definierten Rahmenbedingungen halten.

      Und überhaupt ist das Levermann-Depot nur ein Experiment. Ich bin noch nicht davon überzeugt, dass die von Frau Levermann in ihrem Buch beschriebene Vorgehensweise wirklich immer sinnvoll ist. Mein Levermann-Depot ist eben nur ein Experiment und keine Empfehlung.

      Ich hoffe, das ich mit diesen Anmerkungen etwas Klarheit schaffen konnte.

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      • Christoph 30. Mai 2016 / 10:16

        Ja grossenteils, – Danke. Das mit den KGVs verstehe ich nicht ganz: Sind doch 2 verschiedene Kriterien oder, – einmal der 5 Jahresdurchschnitt, einmal das aktuelle, dass sich staendig aendert!?

        Was meinen Sie eigentlich mit ‚bei gesundem Menschenverstand“, – was geht Ihnen dazu durch den Kopf?

        Und klar, ist nur ein Experiment. Kann man eigentlich im Computerzeitalter so etwas nicht ganz leicht rueckblickend machen? Also Daten hochladen und sehen was in den letzten 5 Jahren passiert waere wenn man sich immer an die genauen Levermann – Kriterien gehalten haette? So koennte man doch auch sehen welche Kriterien welche Signifikanz hatten!?

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        • Petra Wolff 30. Mai 2016 / 11:36

          Zu den KGVs:
          1. Möglichkeit – historische KGVs verwenden: Einfach auf passenden Finanzseiten, z.B. consorsbank.de oder onvista.de die Zahlen für die KGVs der letzten Jahre nachschlagen. Daraus den Durchschnitt bilden (1. Kriterium) bzw. die aktuellste dieser Zahlen nehmen (2. Kriterium) – so macht es Leise
          2.Möglichkeit – aktuellen Kurs einbeziehen: auf den Finanzseiten nicht die fertigen KGVs nachschlagen, sondern die Angaben für Gewinn pro Aktie (oder EPS = earnings per share). Für das eine Kriterium durchschnittliches EPS daraus errechnen, dann aktuellen Kurs durch diese Zahl teilen. Für das andere Kriterium aktuellen Kurs durch aktuelle EPS-Angabe teilen. So mache ich es, und so ist es auch im Buch von Susan Levermann beschrieben.

          Zum „gesunden Menschenverstand“ bzw. dem, was mir durch den Kopf geht:
          Vielleicht war hier die Benutzung der Redewendung „gesunder Menschenverstand“ von mir nicht so glücklich gewählt. Ich wollte hier niemanden beleidigen, der anderer Meinung ist. Ich wollte nur ausdrücken, dass ich diese Aktie eigentlich gern behalten hätte, weil ein gut funktionierendes Unternehmen dahinter zu stecken scheint. Ich würde das anhand meiner langjährigen Börsenerfahrung so beurteilen. Dann hätte ich aber mein Experimant verfälscht.

          Zu den Möglichkeiten im „Computerzeitalter“:
          Ja, kann man rückblickend machen – was hindert Sie daran, wenn es Sie wirklich interessiert?
          Spaß beiseite: Warum probiere ich es „in echt“ anstelle diese „einfache“ Computersimulation durchzuführen? Zum einen würde man rückblickend nicht alle Daten bekommen, die man dafür benötigen würde bzw. es wäre zu aufwändig, diese Daten zu beschaffen. Ein Beispiel: Woher bekomme ich Angaben dazu, wie der Gewinn pro Aktie eines Unternehmens im Jahr 2010 für die Jahre 2011, 2012 usw geschätzt wurde, und das noch jeweils alle zwei Wochen? Woher bekomme ich die Termine, wann in mehreren zurückliegenden Jahren Zahlen veröffentlicht wurden, um entsprechend die Reaktion auf Quartalszahlen zu berechnen? Außerdem kommt noch der sogenannte „Survivorship Bias“ hinzu, der solche rückwirkenden Untersuchungen (=Backtracking) verfälscht. Das heißt konkret, man geht für das Backtracking von einer Liste mit aktuell am Markt tätigen Unternehmen aus. Unternehmen, die es früher gab, und die jedoch pleite gegangen sind, werden nicht mit einbezogen. Damals hätte man aber nicht wissen können, dass die Pleite kommt.

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