Neues zum Levermann-Depot – oder Bäumchen wechsle dich

Levermann-Depot VerlaufSeit dem letzten Artikel zum Levermann-Depot sind zwei Wochen vergangen. Nun gibt es ein paar Änderungen, über die ich schreiben möchte. Übrigens lasse ich mein Analyse-Tool immer im Abstand von zwei Wochen laufen, und zwar nach dem Freitags-Börsenschluss. Nun werde ich schon zwei der Positionen verkaufen, da ihre Punktebewertung jeweils unter 4 gefallen ist. Andererseits habe ich gleichzeitig zwei neue Kaufkandidaten mit einer Punktezahl von 7.

Von den folgenden beiden werde ich mich aufgrund der Strategie trennen müssen:

  • AT&S
  • MBB (das war ein sehr kurzes Gastspiel …)

Dafür sollen die folgenden beiden gekauft werden:

  • KPS AG (IT-Beratungs- und Systemhaus)
  • HELMA Eigenheimbau AG (Baudienstleister)

Alle vier Order sind mit realistischem Limit eingegeben und warten darauf, in der kommenden Woche ausgeführt zu werden.

Levermann Order

Bin ja mal gespannt, wie das weitergeht. Ich finde es bemerkenswert, dass es noch immer nicht genügend Kaufkandidaten gibt, um das Depot zu füllen. Andererseits ist das vielleicht gar nicht so verkehrt in der momentanen Situation.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich in meinem Hauptdepot so nicht handeln würde. Dort verfolge ich weiterhin konsequent meine langfristig orientierte Value Investing Strategie und habe in den letzten zwei Wochen wieder günstig eingekauft. Allerdings möchte und kann ich mir nach so kurzer Zeit noch kein Urteil über die Levermann-Strategie erlauben.

nächster Levermann-Artikel: Update zum Levermann-Depot – die Order wurden ausgeführt

4 Kommentare

  • Hmm… mich müsste es noch einmal nachlesen bei Frau Levermann – aber gab es da nicht auch so gewisse „Schwellen“ (z.B. Kaufen bei mehr als 6 Punkten, Verkaufen bei weniger als 4 – oder so ähnlich)?

    Jedenfalls einen Mechanismus, der das ständige Kaufen und Verkaufen vermeidet, wenn die Bewertung immer um einen gewissen Wert herum schwankt.

    Oder haben sich Deine Verkaufskandidaten so grundsätzlich verändert? Was hat sich denn da in so kurzer Zeit verändert, dass die Bewertung kippt?

    Gruß, Der Privatier

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    • Ja, es stimmt. bei Small Caps darf man ab 7 Punkten kaufen, und laut Frau Levermann soll man schon ab 4 verkaufen. Ich habe das etwas gelockert und verkaufe unter 4, also ab 3 Punkte abwärts. Trotzdem ist das bei den beiden Werten, für die ich nun Verkaufsorder eingegeben habe, so eingetroffen. Es genügt ja schon, wenn die Bewertung bei zwei Kriterien von +1 auf -1 umgeschlagen ist, dann ist die Aktie mal schnell um 4 Punkte abgerutscht. Ich habe die konkreten Analysen jetzt nicht zur Hand, die sind auf dem anderen Rechner, und den habe ich schon eingepackt. Aber so in etwa ist es gelaufen. Zum Beispiel gab es inzwischen bei AT&S Quartalszahlen, worauf die Reaktion eher negativ war. Das vorige Mal war sie positiv. Also haben wir da schon eine Änderung von +1 auf -1. Die anderen Punktverluste weiß ich nicht mehr aus dem Kopf. Ich schaue mir dazu zu viele Bewertungen an, um mir das alles zu merken.

      Es ist auch überhaupt nicht erwiesen, dass diese Strategie wirklich immer langfristig funktioniert. Dazu hatte ich mich ja vorher schon in einigen kritischen Anmerkungen in den vorigen Beiträgen zum Theme geäußert. Außerdem hat wahrscheinlich selbst Frau Levermann nicht damit gerechnet, dass es Zeiten wie diese geben kann, in denen man nur sehr wenige Kaufkandidaten findet. Das ist auch nicht im Sinne der Strategie, bei der man ja eigentlich immer voll investiert sein soll. Aber ein Urteil erlaube ich mir erst nach drei bis fünf Jahren.

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  • Hallo Petra,

    sehr interessant, Dein Experiment. Ich war nach dem Lesen des Buchs auch „motiviert“.

    Eine Frage: Wenn Du von Limitkäufen sprichst, meinst du dann „Abstauber-Limits“ im Sinne von niedrigen Zielkursen (niedriger als zum jeweiligen Zeitpunkt), von denen du hoffst, möglichst günstig einzusteigen?
    Du riskierst damit aber bewusst, dass es möglich wäre, dass ein Kauf überhaupt nicht mehr zu Stande kommt, wenn die generelle Kursentwicklung steigend ist. Hat das mit den Abstauber-Limits bisher immer geklappt? Wie viel % hast Du Dich getraut hier anzusetzen?

    Gruß, Bernd

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    • Hallo Bernd,

      nein ich setze keine Abstauberlimits. Ich schaue mir an, welche Börse die beste Liquidität aufweist und betrachte dann den Kursverlauf der letzten 10 Tage. So sehe ich, ob ich das Limit etwas großzügiger ansetzen muss, also etwas über dem aktuellen Kurs, falls es nur aufwärts gegangen ist, oder ob ich in der Nähe oder sogar etwas unter dem aktuellen Kurs bleiben kann. Es soll nicht in Pfennig- bzw. Centfuchserei ausarten. Ich will nur (fast) sicher gehen, dass ich die Aktien möglichst innerhalb der kommenden Woche bekomme und keine bösen Überraschungen bei eventuell auftretendem Kurssprung erleben.

      Gruß P.

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