Start meines Levermann-Depots

StartIch starte nun mit einem Depot nach der Strategie von Susan Levermann. Ich hatte ja bereits dazu etwas in diesem Blog geschrieben. Nach dem Lesen des Buches der o.g. Autorin war ich zu dem Fazit gelangt, dass ich die Kriterien aus ihren Checklisten für recht brauchbar und vernünftig halte. Inzwischen habe ich auch eine anwendbare Version für mein Tool zum Abrufen der Daten und zur Berechnung der Punktebewertung fertiggestellt und mit über 400 Aktien ausgestattet.

Hier geht es zu meinen bisherigen Artikeln zum Thema:

Einige kritische Anmerkungen

Susan Levermann hat in ihrer Zeit bei der DWS nicht genau die im Buch beschriebenen Checklisten verwendet, sondern noch umfassendere. Außerdem war ihr „Aktienuniversum“ viel größer. Sie war nicht wirklich lange bei der DWS. Das hervorragende Ergebnis erzielte sie mit ihrem Fonds als sowieso alles nach oben ging.

Es gibt keine langfristigen Untersuchungen für die beschriebene Strategie. Die meisten Wikifolios, die vorgeben, nach Levermann zu handeln, bestehen erst sehr kurz und haben wenig aussagekräftige Ergebnisse. Es gibt bisher nur ein länger bestehendes Wikifolio, dass nach der Levermann-Strategie handelt. Dieses liefert hervorragende Ergebnisse. Es ist aber auf deutsche Small Caps beschränkt.

Beim Test meines Tools habe ich einige laut Levermann kaufenswerte Large Caps gefunden, d.h. diese erhalten wenigstens 4 Punkte als Bewertung. Ich halte diese aber alle momentan nicht für kaufenswert, da sie meiner Meinung nach viel zu teuer sind.

Meine Vorgehensweise wegen der kritischen Anmerkungen

Ich wende die Strategie an einem relativ kleinen Portfolio an . Es soll zunächst Platz haben für bis zu 12 Positionen zu je etwa 1.000 Euro, also werde ich mit einem Startkapital von 12.000 Euro beginnen.

Ich werde als Kaufkriterium immer mindestens 7 Punkte verlangen, egal ob Small, Mid oder Large Caps. Verkaufen werde ich ab 3 Punkten abwärts. Außerdem kaufe ich nur Aktien, für die es Dividende gibt. Das automatisierte Laden der benötigten Daten sowie die Berechnung der Punkte liefern mir Vorschläge. Die endgültige Entscheidung treffe ich, nachdem ich die Daten überprüft bzw. fehlende manuell herausgesucht und hinzugefügt habe. Außerdem lasse ich mir die Freiheit zu entscheiden, ob ich im Grenzfall den Punkt gebe oder nicht. Damit meine ich, wenn z.B. eine Aktie bereits 6 Punkte hat und dann wegen einer Eigenkapitalrendite von 19,x% (statt 20%) den siebten Punkt nur knapp verfehlt, darf ich diesen Punkt manuell vergeben und die Aktie kaufen.

Der Start

Ich habe am letzten Wochenende mein Tool laufen lassen und inzwischen die besten Bewertungen angesehen. Dabei konnte ich nur zwei Kaufentscheidungen treffen. Das sind:

  • bet-at-home.com AG (Wettanbieter)
  • AT&S (Leiterplattenhersteller)

Habe ein neues Depot eingerichtet, mit dem Startkapital versehen und heute zwei Limit-Order zum Kauf der o.g. Papiere eingestellt.

Weiter geht es mit einer neuen Bewertungsrunde in zwei Wochen.

Ich weiß, dass die ganze Strategie zwar so gedacht ist, dass man immer voll investiert ist, aber wenn es nach meinen Kriterien nur zwei geeignete Kaufwerte gibt, werde ich nicht irgend etwas fast geeignetes kaufen, nur um das Depot zu füllen.

Foto: I-vista / pixelio.de


nächster Levermann-Artikel: Levermann-Depot: Analysen für die ersten Depotpositionen

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