Zweitdepot statt Crowdinvesting

Illustration zu Zweitdepot statt CrowdinvestingIch hatte hier in einem früheren Artikel bereits über meine Erfahrungen mit Crowdinvesting berichtet. Damit meine ich Nachrangdarlehen an Startups. Diese zunächst interessant erscheinende Idee habe ich mit drei zum Glück nur kleinen Investitionen ausprobiert und bin nun zu dem Schluss gekommen, dass das meine ersten und letzten Versuche in dieser Richtung waren. Stattdessen habe ich mir etwas anderes überlegt.

Doch noch einmal der Reihe nach. Ich hatte in drei „gute Ideen“ in Form jeweils eines kleinen Nachrangdarlehen investiert. Hier mein Artikel dazu. Eins davon wird weiterhin vorbildlich mit den vierteljährlichen Zinszahlungen bedient. Der zweite Kreditnehmer zahlt einfach nicht und weicht auf Nachfragen hin aus. Wahrscheinlich Betrüger. Juristische Schritte lohnen wegen der kleinen Summe nicht. Der dritte Kreditnehmer hat inzwischen wirklich Insolvenz angemeldet und hofft immer noch auf einen rettenden Investor.

Anstatt nun weiteres Geld in solche Projekte zu stecken, hatte ich die Idee von einem kleinen Zweitdepot, bei dem andere Regeln gelten als bei meinem großen Hauptdepot. Also habe ich bei einer weiteren Bank vor einigen Monaten eins eröffnet. Für dieses Depot kaufe ich regelmäßig kleine Positionen von Wertpapieren, die etwas riskanter sind als die Blue-Chips-Riesen, aus denen mein anderes Depot in der Hauptsache besteht. Es darf also ruhig ein wenig spekulativer sein, z.B. Aktien kleinerer Unternehmen oder solche, die gerade überhaupt niemand will, weil es bei denen gerade nicht super läuft. Dividenden sollte es aber nach Möglichkeit geben.

Momentan befinden sich folgende drei Positionen, jeweils bereits mit Nachkauf darin:

  • LEIFHEIT AG
  • Schloss Wachenheim AG
  • RWE AG (ja, wirklich!)

Die ersten beiden gefallen mir fundamental richtig gut. Und die RWE wird auch wieder bessere Zeiten sehen, auch wenn sie momentan keinen Boden zu finden scheint.

Kleine Unternehmen und Verlierer, die meiner Meinung nach nicht ewig Verlierer bleiben werden, passen da gut hinein. Ich will mich auch nicht auf Aktien festlegen. Wenn ich eine geeignete Anleihe finde, warum nicht? Auch solche Aktien, die ich für ein langfristiges Investment als ungeeignet oder zu riskant halte, wie z.B. RTL Group, siehe mein voriger Artikel, darf ich für dieses Depot durchaus kaufen.

Mein Ziel ist es, mit diesen Investments eine Rendite zu erzielen, die der versprochenen Rendite bei den Crowdinvesting-Darlehen nahe kommt. In einer Sache bin ich mir dabei sicher: Die Ausfallquote wird wesentlich geringer, und ich brauche mich nicht wegen Zinszahlungen mit Kreditnehmern auseinanderzusetzen.

… und wieder war es nur meine persönliche Meinung, keine Beratung oder Handlungsaufforderung …

Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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