Schön grün im Depot – und nun?

Große Freude unter den Aktionären. Der DAX erzielte das größte Wochenplus seit Juli 2013. Es grünt in den Depots, ich gebe zu, das sieht sehr schön aus. Ein wenig freue ich mich natürlich auch darüber. Andererseits denke ich auch ein wenig kritisch darüber nach. Was ist der Grund? Draghis Aussagen bzw. die Leitzinssenkung in China. Oh fein, da fällt in China ein Sack Reis um, und …

Okay, bevor mich jetzt alle steinigen: Klar begünstigen Zinssenkungen bzw. niedrige Zinsen immer die Aktienmärkte, weil mit alternativen Geldanlagen kaum noch etwas zu verdienen ist. Ich sehe das jedoch so, dass es sich beim Aktienkauf nach wie vor um Investitionen in Unternehmungen handelt, und nicht jedes Unternehmen ist direkt von chinesischen Zinssenkungen betroffen. Also nur nicht zu sehr von der Euphorie mitreißen lassen und auf Teufel komm raus einkaufen!

Es ist nun vielleicht an der Zeit, die einzelnen Postionen des Depots zu überprüfen und zu überlegen, ob es Sinn macht, über ein paar Verkäufe nachzudenken, wo es doch gerade so gute Kurse gibt. Überhaupt verkaufe ich grundsätzlich nur Positionen im Plus. Das kann ich mir erlauben, denn meine Aktien zahlen alle Dividenden, so dass selbst bei der schlechtesten noch eine Rendite von über einem Prozent herauskommt. Das sind jedoch zum Glück nur Ausnahmen mit geringem Volumen.

Die Aktien in meinem Depot unterteile ich in drei Kategorien:

  • langfristig
  • mittelfristig (evtl. mit bestimmtem Renditeziel)
  • verkaufen, wenn im Plus

Die langfristigen Aktien analysiere ich jetzt nicht. Sie kommen für einen Verkauf in dieser Situation sowieso nicht in Frage. Es sind Dividendenaktien, die mir jedes Jahr schon durch die Dividenden gute Rendite liefern.
Beispiele: Münchener Rück, Coca Cola, Total

Die mittelfristigen sind solche, die meistens auch recht gute Dividendenrenditen bringen. Es kann sich aber auch um ehemals als langfristig eingestufte Aktien handeln, bei denen sich die Bedingungen so verschlechtert haben, dass es zunächst Sinn macht, öfter zu beobachten. Weiterhin können es auch Aktien sein, die von vornherein mit einem bestimmten Renditeziel gekauft wurden. Hier überprüfe ich nun, ob dieses Ziel erreicht bzw. in die Nähe gerückt ist.
Beispiele für mittelfristige Aktien in meinem Depot sind: Daimler, Südzucker, Japan Tobacco.

Verkaufskandidaten sind Positionen, die aus Fehlern in der Vergangenheit resultieren. Sofern sie selten bleiben, ist das nicht schlimm.
Ein Beispiel aus meinem Depot ist Telefonica.

Ich verkaufe nun keine meiner Aktien, denn entweder ist kein Plus erreicht oder die Bewertung ist trotz hohem Kursanstieg noch so günstig, dass noch Spielraum nach oben ist, oder die Dividendenrendite bezogen auf den Kaufkurs ist zu gut. In dieser Situation kaufe ich auch nicht, denn es gibt gerade keine „Angebote“. Ich tue also das, was ich am besten kann, nämlich nichts.

Titelbild: Marcus Stark / pixelio.de

3 Kommentare

  • Jawohl. Als Rentner sollte man 100% des Vermögen in blue chips Aktien halten. Ich bekomme in 4 Jahren als Rente die Dividenden von 18 Aktien: BMW, AT&T, Bank of America, Wells Fargo, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Royal Dutch Shell, Tesco, Sanofi, BHP Billiton, Vale.
    Wenn die DividendenRendite heute nur 3% netto ist und einige Dividenden steigen wirklich 10% jährlich, bekommen dann meine Kinder schon 100% DividendenRendite von heutigem Kapital in 38. Jahr = 2052. Und falls die Dividenden nur noch 5% jährlich stiegen werden, auch super. Die Preise – Inflation wird 2% jährlich und die Rente wird 1% steigen. Die Rente vom Staat könnte sich also nach 70 Jahren verdoppeln. Die Dividenden können sich nach jeden 8 Jahren verdoppeln. Das eingezahlte Geld in die RiesterRente bekommt man zurück mit 0% Zins, falls man 87 Jahre alt wird. Den Zins 2,2% und den Beitrag vom Staat bekommt man von der RiesterRente nur dann, falls man 103 Jahre alt wird.

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  • Ja, ich sehe, wir verstehen uns. Je größer mein Depot wird, umso größer wird der Anteil an langfristigen Aktien, die ich wegen der Dividenden halte. Aber nun, in der „Wachstumsphase“ gibt es auch die eine oder andere mittelfristige Investition.

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  • Wer im Internet sucht, der findet schnell viele Leute, die den Warren Buffett gar nicht sympathisch finden. Diese Leute haben bestimmt recht und nicht die Leute, die alles vom Warren Buffett fressen. Warren Buffett machte schon eine krumme Sache, wenn er 1970 nur 70% der Aktien BRK an der Börse verkaufte und mit 30% der Aktien auf seinem Konto wurde er reich. Er ist so geizig, dass er keine Dividenden zahlt. Er hält die Aktionäre von BRK-A und BRK-B für dumm und die sind es wirklich, wenn sie die Aktien BRK-A und BRK-B ohne Dividenden kaufen. Kluge Aktionäre müssen vom Investment jährlich profitieren und nicht erst nach dem Verkauf mit Gewinn. Kluge Aktionäre kaufen also nur Aktien mit 3%-10% Dividendenrendite. Niemals die Aktie BRK-A und BRK-B. Auch Warren Buffett findet klug nur die Aktien mit Dividenden zu kaufen und findet dumm die Aktionäre von BRK-A und BRK-B.
    Hoffentlich ist das Essen und Getränke bei der Versammlung von Berkshire Hathaway umsonst, so wie bei allen anderen HVs in der Welt. Und trotzdem werden dort in Omaha die Aktionäre gezwungen, ihr Geld für andere Produkte von B.H. Holding auszugeben. Der geizige Mann verspricht, dass sein Geld den wohltätigen Organisationen zu gute kommt. Aber so lange er lebt, muss er mit B.Gates und C.S.Helu um den 1. Platz – der reichste Mann der Welt kämpfen. Der alte Mann lügt, dass FED alles richtig macht und beteiligt sich mit Millionen an einer krummen Investmentbank und an einer krummen Rating-Agentur. Warren Buffett is also Mitarbeiter von drei grossen krummen Gesellschaften, die die Krise 2008-2010 verursacht haben. Und minderjährige Blondinen halten die Investition in die krumme Investmentbank für seine beste Investition, weil die Bank 10% Dividende zahlt. Als Bestechung. Ein ehrlicher Mann würde aber diese krummen Notenbanken, Investmentbanken und Rating-Agenturen verurteilen, niemals loben, niemals ihre Aktien kaufen. Und ein guter Milliardär wird schon lebendig mehr als die Hälfte seiner Milliarden für wohltätige Zwecke ausgeben und nicht erst nach dem Tod. Die amerikanischen Kinder sind von den Warren Buffett’s Worten („die FED macht alles richtig“) so verirrt, dass sie dann mit Waffen durch die Schule laufen und herum schiessen. Also schaut auf den Warren Buffett immer kritisch und halte ihn nicht für deinen Freund!

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