Finanzieller IQ – Teil 6

Heute möchte ich zum fünften und letzten von Robert T. Kiyosaki beschriebenen finanziellen IQs kommen. Das ist:

Financial IQ #5: Improving Your Financial Information – Deine finanziellen Informationen verbessern

Ich fange wieder so an, wie bereits gewohnt:

Was sagt der Autor Robert T. Kiyosaki dazu?

Er zieht seine Erfahrungen aus dem Vietnam-Krieg heran und vergleicht das mit dem Business. Im Krieg geht es um Leben und Tod bei der Eintscheidung, welche der vielen Informationen wichtig sind, im Business um Erfolg und Nichterfolg.

Wichtig ist es, die Informationen zu klassifizieren nach:

  1. Zeit – Was heute absolut wichtig und unbezahlbare Informationen sind, kann morgen schon völlig überflüssig sein.
  2. Glaubwürdigkeit – Woher kommt die Information? Ist die Quelle glaubwürdig?
  3. Kategorisierung – Sind es Insider-Informationen? (Sofern das legal ist, ist das besonders nützlich.)
  4. Relative Information – Wissen wir etwas über Vergangenheit und Gegenwart und projizieren daraus auf die Zukunft? (Trends)
  5. Verwirrende Information – Soll die Information vom eigentlichen Sachverhalt ablenken?

Worauf besonders zu achten ist:

  1. Fakten kontra Meinungen – Basiert die Entscheidung auf Fakten oder auf Meinungen? Nur auf Meinungen basierende Entscheidungen sind eher von Nachteil.
  2. Unsinnige Lösungen – Handeln auf Empfehlungen anderer, ohne das selbst nachzuvollziehen.
  3. Riskante Aktionen – Investieren nur auf Grund von Meinungen.
  4. Kontrolle – Es ist wichtig, die Kontrolle über seine Investments zu haben.
  5. Regeln – Gesetze einhalten
  6. Trends – Mit dem Trend zu investieren eignet sich für kurzfristige Engagements.

Der Autor verweist noch einmal auf die in den vorigen Kapiteln beschriebenen Dinge, dass er eben wegen der Kontrolle am liebsten in Immobilien investiert. Das tut er vor allem wegen des Cashflows in Form von Mieten.
Crashs am Immobilienmarkt können ihn deshalb nicht schocken, im Gegenteil, sie nutzen ihm eher, da es Immobilien günstiger gibt und außerdem mehr Menschen, die mieten statt kaufen wollen.

Als Trends führt er Investments in Öl und Silber an (Stand: 2007). Öl, weil wir so schnell noch nicht auf Alternativen umsteigen können, und China ist hungrig nach Öl. Silber, weil es im Gegensatz zu Gold, das nur gehortet wird, größere praktische Anwendung in der Industrie, z.B. der Elektronik hat.
Weiterhin trifft er die pauschale Aussage, dass Rohstoffe und Aktien sich meist gegenläufig bewegen.

Was fällt mir dazu ein?

Zu Fakten kontra Meinungen: Ich achte bei einem Investment sehr auf die Fakten. Deshalb schaue ich mir auch so viele Daten zu einem Unternehmen an, bevor ich dessen Aktien kaufe. Völlig frei von Meinungen, zumindest von meiner eigenen, kann ich mich jedoch bei einer Entscheidung niemals machen. Aber ich denke, das kann niemand. Die Hauptsache ist, man lässt sich nicht nur von den Meinungen anderer leiten.

Zu Unsinnige Lösungen: ich hoffe, dass ich unsinnige Entscheidungen immer als solche erkenne. Dazu gehören zum Beispiel Aktienkaufempfehlungen wie: „Wir haben mit dem Management von China Fantasia Gold Explorers (Name frei erfunden) gesprochen und erfuhren über riesige erwartete Ausbeuten“ … gepaart mit der Tatsache, dass es sich um einen Pennystock handelt, zu dem es nirgends irgendwelche genauen Daten gibt.

Zu Riskante Aktionen: CFDs mit großem Hebel handeln.

Zu Kontrolle: Ich arbeite noch daran, mehr über Investments mit Kontrolle zu lernen, z.B. Immobilien.

Zu Regeln: Ich investiere nur in Dinge, zu denen ich die Regeln und Gesetze halbwegs kenne, zumindest soweit, um selbst nicht aus Versehen straffällig zu werden.

Zu Trends: Kurzfristige Investitionen in Trends sind mir meist zu stressig. Wenn ich schon den Aufwand von ausführlichen Analysen betreibe, möchte ich eine ganze Weile Gewinn daraus ziehen.

Allgemein über den Umgang mit Informationen kann ich noch sagen, dass ich früher, als ich angefangen habe, mich für Aktien zu interessieren, fast täglich Börsensendungen im Fernsehen angeschaut habe. Ich finde, damit wird man nur durcheinandergebracht. Zu viele irrelevante Informationen und eine Flut von Empfehlungen ohne Wert. Die Zeit dafür ist mir heute zu schade. Heute informiere ich mich nur noch über die Dinge, die ich für relevant halte.

Im letzten abschließenden Teil dieser Reihe werde ich alles noch einmal kurz zusammenfassen und ein paar allgemeine Worte schreiben.

Fortsetzung folgt …
zu Teil 7

Titelbild zum Artikel: Verena N. / pixelio.de

7 Gedanken zu “Finanzieller IQ – Teil 6

  1. Obsthortensie 19. Juni 2015 / 15:42

    Hallo Petra,

    prima geschrieben. Was mich noch interessiert: wo genau machst Du Dich schlau zu Investments in z.B. Aktien?

    Beste Grüße
    H.

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    • Petra-Wolff 19. Juni 2015 / 20:54

      Hallo und danke für Deinen Kommentar.
      Ich weiß jetzt nicht genau, wie Du die Frage meinst. Wie ich mir das Investieren in Aktien beibringe bzw. beigebracht habe oder anhand welcher Kriterien ich mich für oder gegen ein Investment entscheide.
      Die Antwort auf beides ist zunächst ganz pauschal: lesen und nachdenken bzw. von erfolgreichen Menschen lernen.
      Zu speziellen Investments mache ich mich zunächst auf einschlägigen Finanzseiten schlau, wie z.B. finanzen.net oder onvista.de, und entscheide anhand der Zahlen vor allem aus den letzten Bilanzen bzw. Gewinn- und Verlustrechnungen, ob es sich lohnt, weitere Betrachtungen anzustellen. Dann besorge ich mir noch zusätzliche Daten aus den Finanzberichten, die man sich jeweils von der Webseite der entsprechenden Unternehmen herunterladen kann. Aufgrund dieser Betrachtungen entscheide ich mich dann dafür oder dagegen oder eben, noch etwas abzuwarten. Was ich niemals tue, ist blind einem Tipp zu folgen. Ich entscheide immer selbst, egal ob eine Aktie gerade in oder out ist. Und ich lasse mich niemals von sogenannten Experten aus Nachrichtensendern beeinflussen.

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      • Didi 9. Februar 2017 / 7:50

        Hi Petra, als neuer Teilnehmer stöbere ich natürlich in Deinen alten Beiträgen und da dies meine erste Teilnahme an einem Blog ist weiß ich auch nicht, ob Du diese Antwort nach Jahren überhaupt einmal lesen wirst. Finanzen.net und Onvista.de sind seine Jahren meine ersten Webseiten, aber ich würde natürlich gerne wissen, ob das noch State of the Art ist. Seit einiger Zeit lese ich auch auf Facebook im Forum WiFi mit (möglicherweise eine Gruppe, wo Du Deinen Blogg bekannter machen kannst). Hast Du mittlerweile Quellen die Du (zusätzlich) empfehlen würdest? Danke & Alles Gute weiterhin 😀

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        • Petra Wolff 9. Februar 2017 / 22:48

          Ich lese jeden Kommentar, egal wie alt der Beitrag ist, der kommentiert wurde. Allerdings schaffe ich es nicht immer, alles zu beantworten.
          Zu der Frage: Ich finde, dass onvista.de und finanzen.net noch immer gut zu gebrauchen sind. Weitere gute Seiten sind ariva.de, investing.com, finanztreff.de. Letztere wegen der schönen Säulendiagramme, die bei finanzen.net leider abgeschafft worden sind.
          Irgendwie hat jede Finanzwebseite ihre Vorteile, aber auch ihre Schwächen.

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