SINALOA – Keine Insel in der Karibik …

Meer… sondern eine Abkürzung. Diese steht für Safety in Numbers And Law Of Average. Das bedeutet in etwa, dass die Sicherheit in den Zahlen und im Gesetz des Durchschnittes liegt.

Ich habe das in Bodo Schäfers „Die Gesetze der Gewinner“ gelesen. Dort hat er es in etwa so erklärt, dass es für jedes Geschäft (vor allem bezogen auf Selbstständigkeit) einen Sommer und einen Winter gibt, also Zeiten, in denen es hervorragend läuft bzw. sehr harte Zeiten mit Verlusten, dazwischen gibt es eben noch den Frühling und den Herbst.

Wenn man das beachtet und sein Business kontinuierlich betreibt, also sehr oft sogenannte Einkommen produzierende Aktivitäten (EPA) durchführt, gewährleistet SINALOA langfristigen Erfolg. Vorausgesetzt ist dabei natürlich, dass es sich bei den einzelnen Unternehmungen wirklich um solche „EPAs“ handelt.

Ich bin nur dann langfristig erfolgreich, wenn das Chancen-Risiko-Verhältnis auf meiner Seite ist. Ich will es vereinfacht darstellen: Wenn ich einen bestimmten Betrag riskiere, sollte der potenzielle Gewinn hoch genug im Vergleich zum Risiko sein. Nehmen wir einmal an, ich mache irgendeinen Deal, für den ich eine bestimmte Summe, sagen wir 100 Euro, einsetze. Wenn die Sache schiefgeht, verliere ich das Geld, wenn es klappt, erhalte ich das Dreifache, also 300 Euro, zurück. Die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, sollte dann etwas mehr als ein Drittel betragen, um mit solchen Deals auf die Dauer unterm Strich zu gewinnen. Warum? Nehmen wir an, dieses „Spiel“ lässt sich ganz oft durchführen, sagen wir 1.000 mal. Angenommen, die Erfolgswahrscheinlichkeit ist 35%. Das ist etwas höher als ein Drittel. Dann wird es (laut SINALOA) in etwa 35% der Fälle, also etwa 350 mal klappen, in 650 Fällen geht es schief. Ich bekomme also für die 350 x 100 = 35.000 Euro, die ich in den erfolgreichen Deals riskiert habe, das Dreifache, also 3 x 35.000 Euro = 105.000 Euro zurück. Damit habe ich nach den 1.000 „Durchgängen“ immer noch einen Gewinn von etwa 5.000 Euro, obwohl ich so oft verloren habe.

In der Welt der Spiele und Wetten spricht man von einer „Value Bet“, wenn das Chancen-Risiko-Verhältnis zu meinem Vorteil ist. Es lässt sich nun nicht alles so vereinfacht darstellen wie in meinem Beispiel, aber mit der Zeit bekommt man ein Gespür für vorteilhafte Geschäfte, sei es bei der Geldanlage bzw. beim Schaffen passiver Einkommensquellen.

Nachtrag: Man lernt nie aus. Sinaloa ist auch ein Bundesstaat in Mexiko. Aber der ist hier auch nicht gemeint.

Foto: Verena Balmer / pixelio.de

2 Kommentare

  • Hallo Petra!
    Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist ein Gebiet, mit dem man zwar alles berechnen kann, aber das Ergebnis solcher Rchnungen ist leider nur wahrscheinlich. Wahrscheinlich wirst du trotz der positiven Rechenergebnisse dein Geld damit verlieren. Die Erwartung ist das positive Element. Es ist wie im Roulette.
    Wenn ich mir einen Ereignisraum von 10 Spielen schaffe, dann müsste theoretisch fünf mal „ROT“ und fünf mal „Schwarz“ fallen. SERO lassen wir einmal außen vor. Nun warten wir mal fünf Spiel ab und schauen was fällt.
    Wenn mehr als drei mal „ROT“ gefallen ist, setzen wir bis zum zehnten Spiel nur noch auf „Schwarz“. Berechnet man die Wahrscheinlichkeit für einen Ereignisraum von zehn Spielen, dann würde man mehr als 50%, die genaue Rechnung lassen wir mal wegen der komplizierten Formel der Binomialverteilung weg.
    Du kannst es glauben! Nach 100 Durchläufen bist du immer wieder im Minuus. Wenn du weiter spielst verlierst du so lange, bis du entnervt aufgibst. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt.
    Begründung:
    Die theoretischen Ergebnisse von Wahrscheinlichkeitsrechnungen erfüllen sich leider erst im „Unendlichen“. Undendlich ist aber keine Zahl und deshalb müssen wir irgendwann abbrechen.
    Finger weg!!!!!
    Der Malachit.

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    • Sei mir nicht böse, aber Dein Vergleich mit dem Roulette hinkt. Roulette ist ungeeignet, denn da passt das Chancen-Risiko-Verhältnis überhaupt nicht, dann die Wahrscheinlichkeit, dass Du bei Spielen wie „ROT“ oder „SCHWARZ“ gewinnst, ist kleiner als 50%, Du bekommst aber im Gewinnfall nur das Doppelte zurück. Das führt langfristig zum Verlust. Und nur 10 Spiele zu betrachten geht gar nicht, das ist viel zu wenig.
      Zugegeben, mein Beispiel ist idealisiert, so etwas gibt es in der Wirklichkeit wohl kaum. Ich habe auch bewusst 1.000 Durchgänge gewählt. Ja, eigentlich auch zu wenig. Aber je mehr es sind, umso näher rückt die relative Häufigkeit an die Wahrscheinlichkeit.
      Ich wollte eigentlich mit meiner vereinfachten Betrachtung nur illustrieren, dass man sich von einem Misserfolg innerhalb eines sonst guten Geschäftes nicht gleich davon abbringen lassen darf.
      Ansonsten: Ja, Finger weg vom Roulette!

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