Ich dreh‘ den Spieß um! – Aus Unbehagen Kapital schlagen!

Da sitze ich auf meinem Balkon und freue mich über das schöne Wetter und vor allem über die frische Luft. Und plötzlich … Rauchgeruch! Stört mich, denn ich bin Nichtraucher. Nun kann ich doch den Nachbarn nicht verbieten, sich gemütlich auf ihrem Balkon eine anzuzünden.

Die Idee

Es ist doch erstaunlich, wie viele Menschen heutzutage noch rauchen. Es ist eben eine Sucht, deshalb wird daran auch weiterhin verdient. Das tun die Tabakkonzerne. Wenn ich hier nun vorteilhaft für mich investieren könnte, würde ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:
1. Eine schöne Rendite erwirtschaften: gut für meine Finanzen.
2. Wenn ich Zigarettenrauch rieche, würde ich mich künftig mehr freuen als ärgern: gut für meine mentale Gesundheit.

Die erste Auswahl

Also gut, die größten Tabakkonzerne sind:

  • China National Tobacco – ein chinesisches Staatsunternehmen
  • Altria Group – eine US-amerikanische Holding
  • Philip Morris International – ein Spin-Off von Altria, trotzdem ist Altria noch daran beteiligt
  • Japan Tobacco – wie der Name schon sagt, in Japan
  • British American Tobacco – Großbritannien
  • Imperial Tobacco – Großbritannien
  • Reynolds American – USA

Da mein Depot bereits eine ansehnliche Größe und Streuung aufweist, würde eine ausländische Tabakaktie da gut hineinpassen. In ein chinesisches Staatsunternehmen möchte ich nicht investieren, also betrachte ich zunächst einmal die anderen. Dividenden zahlen sie alle, mehr oder weniger.

Günstig oder teuer? – Bewertungskennzahlen

Ansehnliche Gewinne machen sie ebenfalls alle. Darum schaue ich mir mal als erstes jeweils die Kursverhältnisse an, die gerne zur Einschätzung verwendet werden, ob Aktien günstig sind.
Das sind:

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
  • Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)
  • Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Dabei rechne ich immer mit den Originalzahlen in Landeswährung.

Ich komme auf folgende Ergebnisse:

KGV KUV KBV KCV
Altria Group 18,8 2,5 14,8 13,9
Philip Morris 16,3 1,2 9,8
Japan Tobacco 15,6 3,1 2,9 18,7
British American Tobacco 17,6 4,4 10,5 15,1
Imperial Tobacco 28,2 20,9 4,5 10,6
Reynolds American 19,5 4,0 6,3 24,9

Zur Berechnung: Jeweils der Kurs wird ins Verhältnis zur anderen Größe gesetzt. Dabei kann man den Kurs für eine Aktie verwenden oder den Kurs für alle Aktien, also die Marktkapitalisierung, je nachdem welche andere Größe man zur Verfügung hat.

So ist

KGV = Aktienkurs : Gewinn pro Aktie

oder auch

KGV = Marktkapitalisierung : Gesamtgewinn

usw.

Hauptsache, man verwendet jeweils die beiden vergleichbaren (zueinander passenden) Angaben. Man findet diese auf Finanzseiten im Internet bzw. in den Jahresabschlüssen der Unternehmen.

Als Richtlinien gelten folgende Vorgaben:

günstig teuer
KGV unter 15 (besser unter 10) ab 25
KUV unter 3 (besser unter 1) ab 4 (ab 5 ist schon Übertreibung)
KBV unter 3 (besser unter 1) ab 6
KCV unter 15 (besser unter 5) keine Vorgabe

Wie schon gesagt, sind das Richtlinien. Also schadet es nicht, zusätzlich etwas gesunden Menschenverstand einzuschalten.

Beim ersten Betrachten fällt auf, dass vor allem das KBV bei den meisten recht hoch ist, was auf eine Überbewertung durch den Kurs hindeuten würde. (Philip Morris hat ein negatives Eigenkapital, wodurch kein sinnvolles Kurs-Buchwert-Verhältnis zu berechnen geht.) Die KGVs sind zwar nicht niedrig, aber in den meisten Fällen ganz OK.

Rentabilitätsbetrachtungen

Solche auf den ersten Blick überhöht erscheinenden Verhältnisse sind gerechtfertigt, wenn die Unternehmen besonders rentabel arbeiten. Damit ist folgendes gemeint: Hohe Umsatzrenditen sind eine Rechtfertigung für ein höheres Kurs-Umsatz-Verhältnis, eine höhere Eigenkapitalrendite für ein höheres Kurs-Buchwert-Verhältnis usw.

Zum Verständnis der Rentabilitätskennzahlen

Umsatzrendite: Hier gibt es die NPM (= net profit margin oder Nettoumsatzrendite) und die ROS (= return on sales oder Umsatzrendite). Die beiden berechnen sich so:

NPM = Ergebnis nach Steuer : Umsatz

ROS = operatives Ergebnis : Umsatz

Weiterhin steht ROE (= return on equity) für die Eigenkapitalrendite und berechnet sich

ROE = Ergebnis nach Steuer : Eigenkapital

Die Angabe ROC (= return on capital) steht für die Gesamtkapitalrendite. Diese berechnet sich

ROC = Ergebnis nach Steuer : Bilanzsumme

Durch die ROC kann man die Rentabilität von Unternehmen mit verschiedener Eigenkapitalquote gut vergleichen.

Diese vier Rentabilitätskennzahlen habe ich jeweils für die betrachteten Konzerne außer Philip Morris berechnet. Philip Morris habe ich weggelassen, weil ich nicht in ein Unternehmen mit negativem Eigenkapital investieren möchte.

NPM ROS ROE ROC
Altria Group 18,5% 33,0% 110,1% 14,8%
Japan Tobacco 18,1% 27,0% 16,8% 9,4%
British American Tobacco 27,5% 36,2% 63,3% 15,6%
Imperial Tobacco 3,4% 6,9% 17,2% 3,4%
Reynolds American 20,9% 38,0% 33,2% 11,2%

Bis auf Imperial Tobacco haben alle recht beachtliche Rentabilitätskennzahlen.

Hier gibt es folgende allgemeine Richtlinien:

NPM: ab 10% ist OK, ab 15% ist sehr gut.
ROS: ab 10% ist OK, ab 20% ist sehr gut.
ROE: über 15% sollte angestrebt werden.

Dabei hat jede Branche ihre üblichen Renditen. Für die Tabakbranche sind, wie wir sehen, recht hohe Renditen üblich.

Durch die ROC ist ein guter Vergleich bei verschiedener Eigenkapitalquote möglich.

Nach diesen Zahlen gefällt mir British American Tobacco am besten. Unter diesem Aspekt scheinen KUV und KBV nicht allzu sehr überteuert. Die 110% ROE bei Altria scheinen zwar ein Superlativ zu sein, allerdings hat Altria besonders wenig Eigenkapital. Die ROC ist bei British American Tobacco ebenfalls etwas besser.
Japan Tobacco hat insgesamt die besten Bewertungen durch die Verhältniszahlen der oberen Tabelle, die Rentabilitäten sind auch recht gut, so dass das insgesamt auf eine vergleichsweise günstige Bewertung hindeutet, also noch eine Menge Kurssteigerungspotenzial vorhanden ist.

Dividende

Ich sehe mir noch die Dividendenrenditen an und jeweils das Verhältnis von Dividende zu Gewinn der letzten Jahre:

Dividendenrendite Anteil am Gewinn
Altria Group 4,3% 78 bis über 90%
Japan Tobacco 2,6% 30 bis 45%
British American Tobacco 3,9% 70 bis 80%
Imperial Tobacco 4,3% 55 bis 155%
Reynolds American 4,0% 80 bis 105%

Die Dividendenverläufe (Steigerungen) sehen bei allen gut aus.

Das Ergebnis

Die Zahlen sprechen für British American Tobacco als Langfristanlage.

Bei Japan Tobacco ist die Bewertung noch relativ günstig. Es besteht auch noch Steigerungspotenzial. Außerdem sehen die Schätzungen für das folgende Geschäftsjahr so gut aus, dass alles für eine kürzerfristige Investition spricht, um mit einem schönen Kursgewinn zu verkaufen. Sollte die erwartete Kurssteigerung nicht eintreten, ist die Dividende der Trostpreis. Von japanischen Dividenden werden keine zusätzlichen Steuern abgezogen.

Es besteht zwar ein Währungsrisiko, aber das ist m.E. nicht so gravierend.

Mein Fazit: Ich werde mir ein paar British American Tobacco als langfristige Geldanlage zulegen. Weiterhin kaufe ich Japan Tobacco, von denen ich einen Kursgewinn von 30 bis 50% innerhalb etwa eines halben Jahres bis Jahres erwarte. Sollte die Aktie fallen, halte ich sie und kassiere die Dividenden. Eventuell denke ich in dem Fall auch über einen Nachkauf nach.

Mehr?

Das war ein Beispiel für eine Analyse, wie ich sie öfter durchführe. Die gesamten Grundlagen und Begriffserklärungen für derartige Betrachtungen und auch, wie man die benötigten Zahlen am effektivsten zusammenträgt, habe ich in meinem Buch „Das Aktiendepot als Einkommensquelle“ beschrieben.

Das Aktiendepot als Einkommensquelle: Mit Value Investing zu finanzieller Sicherheit. Eine Anleitung.

19 Gedanken zu “Ich dreh‘ den Spieß um! – Aus Unbehagen Kapital schlagen!

  1. egghead 5. Juli 2014 / 19:40

    Anstatt nachzukaufen kannst Du auch eine Dritte kaufen 😉
    ich habe Altria und Reynolds. Nicht ENTWEDER ODER sondern SONDERN AUCH, hihi.

    Gefällt mir

    • Petra-Wolff 5. Juli 2014 / 20:22

      Ich streue das Risiko zwar auch gut, aber nicht ganz so breit. Da pick ich mir lieber die Rosinen raus. Die Hauptsache ist, man hat einen Plan bzw. eine Strategie und die nötige Disziplin dazu. Jeder, wie es am besten zu ihm passt. Wenn alle das Gleiche täten, wäre es ja langweilig. 😉

      Gefällt mir

  2. Der-Privatier 6. Juli 2014 / 16:07

    Ausgezeichnete Arbeit und eine ganz sicher empfehlenswerte Vorgehensweise.

    Ich möchte für alle potentiellen Nachahmer noch ein paar Punkte ergänzen:

    * Es wurde im Beitrag zwar schon ansatzweise erwähnt (und natürlich korrekt gehandhabt), aber ich möchte noch einmal hervorheben:
    Man darf die genannten Kennzahlen immer nur innerhalb einer Branche vergleichen: Das KGV eines Automobilherstellers mit dem eines Biotechnologie-Unternehmens zu vergleichen, macht absolut keinen Sinn!

    * Leider findet man die gesammelten Kennzahlen nur selten so schön präsentiert, wie hier im Beitrag. Während man die Dividendenrendite und das KGV vielleicht noch bei gängigen Kursanbietern findet, wird es schon mit KBV oder KCV schwierig, ganz zu schweigen von Kenngrößen, die sich auf den Umsatz oder das Eigenkapital beziehen.
    Wer diese Zahlen verwenden will, muss sich schon selber bemühen. Und das bedeutet teilweise echte Arbeit!

    * Einen kritischen Punkt habe ich noch zum Abschluss: Während mir die Analyse sehr gut gefallen hat, finde ich die Ausgangsidee weniger gelungen:
    Ich würde wohl kaum in ein Produkt investieren, welches ich selber ablehne. Umgekehrt macht es Sinn: Wenn ich von einem Produkt überzeugt bin, glaube ich auch an den langfristigen Erfolg der Firma. Dann würde ich investieren. Aber wenn ich mich selber wundere, dass ein Produkt überhaupt (noch) konsumiert wird? Niemals.

    Und bei Tabak käme zusätzlich bei mir noch das ungute Gefühl, an der krankhaften Sucht anderer zu verdienen. Eine ethisch korrekte Geldanlage zu finden, ist äußerst schwierig (vielleicht sogar unmöglich) und das darf und muss auch jeder für sich selber entscheiden. Ich für mich habe den Tabak jedenfalls ausgeschlossen.

    * Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich die Analyse für ganz hervorragend halte und ich jedem diese Vorgehensweise nur wärmstens empfehlen kann!

    Vielleicht kannst Du ja noch etwas zur „Gewinnung“ der Zahlen sagen? Wo stammen sie her? Selber berechnet anhand der Bilanzen? Oder gibt es einen einfacheren Weg?

    Gruß, Der Privatier

    Gefällt mir

    • Petra-Wolff 6. Juli 2014 / 19:54

      Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.

      Ich bin nicht ganz so böse, wie es scheint. Denn ich würde mich freuen, wenn plötzlich alle aufhören würden zu rauchen. Das wäre mir den Verlust meines Investments wert …
      Aber das wird nicht passieren, und ich bin von den Produkten der Tabekindustrie überzeugt, auch wenn ich sie selbst nicht konsumiere.
      Auch finde ich es unethisch, wenn ich mit Zigarettenqualm belästigt werde, aber ab jetzt stört es mich eben nicht mehr so sehr.
      Außerdem investiere ich nicht in alles, wenn es nur Geld bringt. Da gibt es auch für mich moralische Grenzen.

      Zu der anderen Frage: Ich rechne solche Kennzahlen grundsätzlich selbst aus. Die meisten benötigten Angaben dazu findet man auf Seiten wie finanzen.net. Für zusätzliche Angaben ziehe ich den letzten Jahresabschluss des Unternehmens heran, suche die noch fehlenden Zahlen heraus und überprüfe die anderen stichprobenweise. Auch wenn mir etwas von den Zahlen auf finanzen.net merkwürdig vorkommt, schaue ich direkt im Jahresabschluss nach. Ja, das macht etwas Arbeit, aber ich finde die Zahlen immer sehr schnell, weil ich weiß, wo genau ich nachsehen muss, ohne alles durchlesen zu müssen. Das kann man lernen. Wenn man die Kennzahlen selbst berechnet, weiß man, dass man wirklich jeweils ein vergleichbares Ergebnis hat.

      Gefällt mir

    • Ralf 17. September 2016 / 12:35

      „Ich würde wohl kaum in ein Produkt investieren, welches ich selber ablehne.“

      Moral?
      Mit der Dummheit anderer Menschen hat man schon immer gut Geld verdienen können. Ja Rauchen *ist* Dummheit. Die Gesundheitsrisiken und die Suchtgefahren sind allgemein bekannt. Wer damit also anfängt ist selber schuld und wer dann auch noch in Gegenwart von Nichtrauchern qualmt, verhält sich alles andere als moralisch. Dies könnte sogar einen Straftatbestand der Körperverletzung darstellen.

      Gefällt mir

  3. Baldur74 7. Juli 2014 / 19:29

    Philip Morris hat negatives EK. BA ist da mit Sicherheit um Welten besser.

    Im nächsten Beitrag könnte ja mal die beste Aktien im Bereich Rüstung / Waffen gesucht werden und im über nächsten Glücksspiel, dann haben wir alles zusammen. Wen kümmert schon Ethik, wenn die Rendite stimmt 🙂

    Gefällt mir

  4. Wolfsfrau 20. Juli 2014 / 10:10

    Danke für Deine klasse Zusammenfassung und Deine Zeit, die Du dafür investiert hast!

    Gefällt mir

    • Petra-Wolff 20. Juli 2014 / 20:47

      Habe ich gern gemacht. Habe die beiden so herausgefilterten Aktien auch wirklich gekauft. Mal sehen, ob meine Überlegungen funktionieren. In die Zukunft sehen, kann ja niemand. Ganz grob gesagt gehe ich bei meinen Betrachtungen davon aus, dass was bisher recht gut lief, auch weiterhin gut laufen wird, sofern es vernünftig betrieben wird und sich die Rahmenbedingungen nicht zu dramatisch verändern.

      Gefällt mir

  5. Alex von Reich-mit-Plan 4. September 2014 / 12:20

    Danke auch von mir für die Übersicht. Ich habe allerdings beide Aktien schon im Depot und Altria etwas höher gewichtet, denn das Unternehmen verdient nicht nur mit Rauch sein Geld sondern auch in anderen Bereichen wie Getränke! Das sollte etwas mehr Absicherung geben, denn rauchen soll ja irgendwie auch schädlich sein, habe ich mal gehört.
    Nicht das, dass mal öffentlich wird und plötzlich keiner mehr für uns raucht 🙂
    Gruß
    Alex

    Gefällt mir

  6. Value Investor 13. November 2014 / 0:44

    China National Tobacce??
    totzdem?? ist Altiria??
    Ist das aus dem Buch kopiert?
    Das wäre aber schlecht, so viele Fehler.
    Man müsste das Buch schnell korrigieren und eine neue Auflage drucken.

    Gefällt mir

    • Petra-Wolff 13. November 2014 / 10:06

      Hallo Value Investor,
      ich habe leider nicht so richtig verstanden, auf welchen bzw. welche Fehler in meinem Text Du mich hier aufmerksam machen möchtest. Wärst Du bitte so nett, das etwas genauer auszuführen?
      Und nein, der Text stammt nicht aus meinem Buch.
      Viele Grüße
      Petra

      Gefällt mir

  7. Lad Konecny 14. November 2014 / 12:41

    Ganz oben in diesem Artikel steht fehlerhaft:
    Die erste Auswahl
    Also gut, die größten Tabakkonzerne sind:
    China National Tobacce – ein chinesisches Staatsunternehmen
    Altria Group – eine US-amerikanische Holding
    Philip Morris International – ein Spin-Off von Altria, totzdem ist Altiria noch daran beteiligt.

    Dort sollte aber: Tobacco, trotzdem, Altria stehen.

    Bin ich froh, dass dein Buch korrekt ist. Ich werde dein Buch gerne lesen. Wo in München kann ich dein Buch sehen? Und kennst du mein Buch oder meine Webseite? Ich habe mein Buch der StaatsBibli. oder StadtBibli. Berlin geschickt, dort kannst du es vielleicht noch heute finden. Doch in der ersten Auflage waren einige Schreibfehler, die sind heute schon weg in der Auflage 2013.
    Dein KBV, KUV unter 3, besser unter 1 ist irgendwie verwandt mit meiner Webseite und mit meinem Buch.

    Gefällt mir

    • Petra-Wolff 16. November 2014 / 22:26

      Ach so, Du meinst die Tippfehler in meinem Blog-Beitrag. Ja, kann passieren. Ich sag dazu immer: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten. 😉
      Ich dachte schon, es wäre mir inhaltlich ein grober Fehler passiert. Aber danke, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Ich korrigiere das hier einfach.

      Finde ich ja schön, dass wir bezüglich KBV bzw. KUV einer Meinung sind. Ich sehe das aber nicht als absolutes objektives Kriterium an, sondern eher als eine Richtlinie. Überhaupt sind diese Verhältnisse niemals losgelöst zu betrachten. Du siehst ja auch an meinem Beispiel, dass ich der Richtlinie bzgl. KUV bzw. KBV nicht gefolgt bin. Natürlich habe ich mir nicht alles ganz alleine ausgedacht, sondern allgemeine „Lehren“ hinzugezogen, dazu sehr viel recherchiert, was mir gefiel und plausibel erschien, übernommen oder leicht verändert und alles systematisch zu einer Schritt-für-Schritt-Strategie zusammengefasst, die ich selbst anwende. Sehr großen Wert habe ich darauf gelegt zu beschreiben, wie man sich die Angaben, die man nicht bei onvista.de oder finanzen.net oder ähnlichen Seiten findet, relativ leicht aus den Berichten der Unternehmen zusammensucht. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass sich die Theorie zwar gut anhört, aber es dann schwierig werden kann, aus den vielen Zahlen die entscheidenden herauszulesen. Das Buch ist dabei nebenbei entstanden. Sicher wird es in weiteren Jahren die eine oder andere Ergänzung dazu geben. Ob ich das auch veröffentliche, weiß ich noch nicht, mal sehen.

      Habe mal eben auf Deine Website geschaut, stimme Deinen meisten Kriterien zu. Einiges habe ich ebenfalls in meiner Strategie, aber nicht alles genauso. Ich finde, dass man Bewertungskennzahlen nie aus dem Zusammenhang herausgelöst sehen sollte. Die Vorgabe eines Gewinnwachstums von über 20% in diesem und im nächsten Jahr würde ich auch nicht immer so anwenden wollen, denn es ist ganz normal, dass auch mal ein schwächeres Jahr dabei ist. Ich finde es wichtiger, dass der Gesamttrend über viele Jahre stimmt.

      Vielleicht werde ich Dein Buch lesen. Finde allerdings die Werbung auf Deiner Webseite dazu eher kontraproduktiv. Wünsche Dir aber trotzdem viel Erfolg damit.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s