Ausgaben senken = schneller frei

Vor ein paar Tagen habe ich auf meinem Computer eine alte Datei gefunden, in der ich die Ausgaben für meinen Lebensunterhalt vergangener Jahre seit der Euro-Einführung zusammengestellt hatte. Ich erinnerte mich, wie ich damals die Zahlen aus alten Kontoauszügen zusammengesucht hatte, denn alles, was ich ausgegeben hatte, war übers Girokonto gegangen. Auch das Geld für Barzahlungen musste zuvor abgehoben werden. Damals hatte ich auf diese Weise ermittelt, wie viel Geld ich für meinen Lebensunterhalt brauche. Nun interessierte mich natürlich, wie es weitergegangen war. Da ich in den letzten Jahren Haushaltsbuch in einer Tabellenkalkulation geführt hatte, war es nicht schwer, die Zahlen zu ergänzen.

Dann habe ich mir das mal als „Türmchen“ darstellen lassen. Jeweils ein Baustein steht für die Ausgaben eines Monats. Egal, ob gerade mit oder ohne Partner, es handelt sich um allein meine Ausgaben.

Ausgaben

Bis auf die Jahre 2003 und 2012 war die Jahressumme einigermaßen stabil. Besagte Jahre waren Ausnahmejahre: Im Juni 2003 habe ich meine restlichen Bafög-Schulden auf einmal zurückgezahlt und damit getilgt, weil mir dafür ein Teil der Rückzahlung erlassen wurde. 2012 zog ich in eine neue Wohnung und benötigte einige neue Dinge wie Kühlschrank, Geschirrspüler, einige Möbel. Ansonsten sind die Ausgaben in der Summe so ziemlich gleich geblieben. Ohne es genau zu analysieren, weiß ich, wofür ich in den letzten Jahren mehr bzw. weniger ausgegeben habe als früher.

Mein Einkommen ist mit der Zeit jedoch gestiegen, und damit auch meine Sparquote. Ich hatte, wie von Bodo Schäfer empfohlen, mit zehn Prozent meines Einkommens begonnen und mit Erhöhung des Einkommens auch den Sparbetrag weiter erhöht. Genaue Budgets, was ich wofür ausgeben darf, hatte ich noch nie. Habe das mehr oder weniger intuitiv in den Griff bekommen. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich geknausert habe.

Es ist schön, mal eine solche Zwischenbilanz zu ziehen. Demnächst werde ich mal mit Hilfe meiner Haushaltsbuchführung überprüfen, ob ich noch Sparpotenzial entdecke, ohne irgendetwas zu entbehren. Das bringt mich meinem Ziel wieder ein paar Schritte näher. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere nun angeregt, ebenfalls solche Betrachtungen anzustellen. Nur Mut!

4 Gedanken zu “Ausgaben senken = schneller frei

  1. egghead 14. Mai 2014 / 18:00

    Hallo Petra, das hast Du gut gemacht
    .
    Mein Motto : „Lebensstandard auf vernünftigem Niveau beibehalten bzw. bescheiden bleiben“.
    Wenn dann das Einkommen steigt, erhöht sich auch die Sparquote automatisch.
    Steigende Abgaben, Mieten, Energiekosten können einem das evtl. verhageln oder zumindest abbremsen.
    Auch Familienzuwachs in Form von Kidnern oder Tieren können das Budget zunehmend belasten 😉
    Und deswegen ist es auch richtig intuitiv zu handeln. Nachrechnen kann man ja immer noch.
    Also : anstatt 3 nur 2 Kugeln Eis , aber nicht drauf verzichten !
    Und wenn es in einem Monat reinknallt, dann hatte es seienn grund : z.B neuer Kühlschrnak oder sonstwas außer der Reihe, was sein musste.

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    • Petra-Wolff 14. Mai 2014 / 20:51

      Danke für Deinen Zuspruch egghead!
      Ich beobachte so einige Dinge an anderen Leuten, bei denen ich mir sage: Das habe ich billiger und meistens besser. Zum Beispiel: zu Hause frühstücken anstelle eines schnellen Snacks und eines Coffee-ToGo unterwegs, jeden Nachmittag einen mitgebrachten Apfel essen anstelle eines Stück Kuchens vom Bio-Bäcker usw. Manchmal gibt es aber den Kuchen, aber eben nicht jeden Tag, und dann weiß man das auch viel mehr zu schätzen …

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  2. denke-handele-werdereich 18. Mai 2014 / 14:43

    Hallo Petra!
    Es ist meiner Meinung nach wichtig, sich mit dem Thema sparen zu beschäftigen. Die meisten tun das wirklich nur dann, wenn sie ein Konsumziel damit verbinden. Dafür hauen sie dann die Kohle wieder raus und das Geld ist weg. Die anderen sparen (knausern), weil sie kein Geld haben. Die müssen einfach sparen. Es ist unvorstellbar, wie wenig Geld die ausgeben.
    Die Kunst ist es, das eigene Leben, Handeln und Tun mit dem Spargedanken zu verknüpfen. Und zwar so, dass dieses Element unser Leben beglückt. Nur dann werden wir wohlhabend und reich.
    Das trifft für die meisten Menschen (erste Gruppe) nur zu, wenn das Geld wieder weg ist und das Konsumgut genossen wurde oder werden kann. (Wohlstandsdenken)
    Für die, die sparen müssen, weil sie kein Geld haben, trifft das auch nicht zu. Die sparen und fühlen sich immer schlecht. Die erzwungene Verknüpfung des Spargedankens mit ihrem Leben beglückt sie nicht, sondern belastet ihre Existenz.
    Mit diesen beiden Kategorien decken wir 90% der Bevölkerung ab. Deshalb sind die, die durch den klugen Umgang mit ihrem Geld (sparen) reich (glücklich) werden, eine exotische Minderheit.
    Aber es lohnt sich dazu zu gehören.
    Der Malachit.

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