Einzelaktien oder Aktienfonds?

Über den Kauf von Aktien oder Aktienfonds beteiligt man sich immer an Unternehmen. Damit steckt immer ein gewisser Gegenwert in der Investition. Niemand kann genau beziffern, wie hoch dieser Wert jeweils ist. Zur Einschätzung, ob eine Aktie günstig oder teuer ist, werde ich in einem späteren Artikel etwas schreiben. Oder ich verweise mal ganz dezent auf mein Buch, siehe Kopftext dieses Blogs. Heute geht es nur um den Vergleich ganz allgemeiner Art: Einzelaktien oder Aktienfonds?

Sowohl die Geldanlage in Einzelaktien als auch in Aktienfonds haben beide ihre Vor- und Nachteile. Ich will das hier einmal ganz allgemein darstellen, ohne auf Besonderheiten spezieller Aktien oder Aktienfonds einzugehen.

Kriterium Einzelaktien Aktienfonds
Risiko Eine gute Risikostreuung ist erst durch ein Aktiendepot mit vielen Positionen, also ab einer bestimmten Größe, möglich. Gute Aktienfonds weisen innerhalb ihrer Vorgaben eine vernünftige Risikostreuung in sich auf, auch für eine kleinere Anlagesumme.
Chance Geschickt ausgewählte Einzelaktien ermöglichen einen höheren Gewinn, gemessen am Gesamtmarkt. Performance des Aktienfonds hängt vom Geschick und Glück des Fonds-Managers ab (bei gemanagten Fonds) bzw. entsprechen in etwa dem Gesamtmarkt (bei ungemanagten Fonds).
Erforderliche Kenntnisse Eine Vorstellung vom jeweiligen Geschäft der Einzelunternehmen bzw. die Fähigkeit, die wichtigsten Zahlen aus den Geschäftsberichten zu interpretieren, sind von großem Vorteil. Eine ungefähre Vorstellung, worin man über den Aktienfonds investiert, genügt.
Kontrolle Man hat die volle Entscheidungsgewalt über sein Depot bzw. seine Transaktionen. Man überlässt die Entscheidung für einzelne Transaktionen innerhalb des Fonds den „Experten“.
Kosten Jede Transaktion kostet festgelegte Gebühren. Über diese hat man die volle Übersicht. Die Transaktionsgebühren sind im Kurs des Fonds berücksichtigt. Viele Fonds kassieren beim Kauf einen Ausgabeaufschlag. Der Fonds muss erst um mindestens diesen Aufschlag steigen, um für den Anleger rentabel zu sein. In der Regel fallen zusätzlich jährliche Managementgebühren an. Diese schlagen sich ebenfalls im Kurs des Fonds nieder.
Analyseaufwand Wie viel Aufwand man in die Analyse einzelner Aktien steckt, bleibt jedem selbst überlassen. Gründliche Analysen mit kühlem Kopf bringen jedoch meistens Vorteil gegenüber wilden Zockereien. Als Anleger hat man neben der Entscheidung, welchen Fonds man kauft, keinen Aufwand mit der Aktienanalyse. Das wird dem Fonds-Manager überlassen in der Hoffnung, dass er die nötige Sorgfalt an den Tag legt.

Fazit:
Durch Investition in Aktienfonds anstelle von Einzelaktien kann man sich eine Menge Aufwand ersparen. Man gibt dafür aber auch einen Großteil der Kontrolle ab bzw. bezahlt dafür. In dem Fall sind Indexfonds (ETFs) meistens am besten, denn da sind die Kosten wenigstens nicht so hoch.

Titelbild zum Artikel: I-vista / pixelio.de

Ein Gedanke zu “Einzelaktien oder Aktienfonds?

  1. Stephan 27. Mai 2016 / 7:45

    Egal um welche Geldanlage es letztendlich geht, man sollte immer die Vor- und Nachteile gegenüber stellen und vergleiche. Nur auf diese Weise findet am Ende jeder die für sich passende Geldanlage.

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