Zu Risiken und Nebenwirkungen…

… lesen Sie die AGB oder verklagen Sie …

Nein, jetzt mal im Ernst:

Jeder, der Geld anlegen, oder sagen wir besser vermehren will, muss sich am Anfang überlegen, wie viel Gewinn er erzielen bzw. welches Risiko er dafür einzugehen bereit ist. Im Optimalfall natürlich maximalen Gewinn bei minimalem Risiko. In der Realität ist das immer ein Kompromiss.

Aus dem Banking- und Brokerage-Bereich kommt der Begriff der Risikoklasse. Die verschiedenen Anlageformen werden dabei entsprechend ihrem Risiko in Risikoklassen eingeteilt. Dafür gibt es keine festen Vorschriften oder Standards, die Klassifizierungen der verschiedenen Banken ähneln sich jedoch.

Die Risikoklassen werden mit Ziffern oder Buchstaben bezeichnet. Betrachten wir das anhand eines Beispiels, und zwar der comdirect Bank. Dieses Beispiel habe ich deshalb gewählt, weil ich die gesuchten Informationen überhaupt auf der Internetseite der Bank gefunden habe.

Bei der comdirect Bank werden die Risikoklassen mit Buchstaben von A bis F bezeichnet. A steht dabei für die Produkte mit dem geringsten, F für die mit dem höchsten Risiko. Bei anderen Anbietern werden die Risikoklassen mit Zahlen bezeichnet. Es kann auch mehr oder weniger als sechs Risikoklassen geben.

So sieht die Einteilung bei der comdirect Bank heute aus:

Risikoklasse A:
Geldmarktfonds (Euro), Finanzierungsschätze, Bundesschatzbriefe, Unverzinsliche Schatzanweisungen

Risikoklasse B:
Anleihen öffentlicher Schuldner und Banken (Euro), Geldmarktnahe Fonds, Offene Immobilienfonds

Risikoklasse C:
Rentenfonds, Auslandsanleihen (Euro), Garantie- oder Wertsicherungsfonds mit 100% Kapitalgarantie

Risikoklasse D:
Gemischte Fonds, Genussscheine (Euro), Options- und Wandelanleihen, Fremdwährungsanleihen, Rentenfonds mit Fremdwährungsrisiko

Risikoklasse E:
Aktien, Aktienfonds, Teilgesicherte Garantie- oder Wertsicherungsfonds (Risikopuffer 20%), Aktienanleihen, Genussscheine auf Fremdwährung, Bezugsrechte, Zertifikate mit Ausnahme Turbos, sonstige Werte

Risikoklasse F:
Optionsscheine, Turbozertifikate, sonstige Finanztermingeschäfte (z.B. Optionen, Futures)

Diese Einteilung ist recht grob, aber eine so pauschale Einteilung nach Risiko ist immer schwierig. Andere Banken stecken zum Beispiel nicht alle Aktien in die gleiche Risikoklasse, wie es hier der Fall ist, sondern unterscheiden nach Standard- und Nebenwerten. Weiterhin werden Anleihen oftmals je nach Laufzeit in verschiedene Risikoklassen eingeteilt. Das ist natürlich etwas feiner. Trotzdem ist die oben aufgeführte Klassifizierung vom Ansatz her recht gut.

Titelbild: Hildegard Armbruster / pixelio.de

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